Lichtenhagen: Wir kommen!
Heute ist es so weit: ab 14Uhr startet am Bahnhof Rostock Lütten Klein die antirassistische Demonstration „Grenzenlose Solidarität“. Ein übergroßeses Polizeiaufgebot fährt schon seit gestern durch die Stadt.
Lange wurde die Demo vorbereitet und fast genauso lange gab es Widerstand gegen den Gedenkaufzug 20 Jahre nach den Pogromen in Rostock Lichtenhagen. Vertreter_Innen der Stadt, aber auch vieler Politiker_Innen äußerten ihre zumeist vorgeschobenen Befürchtungen (
http://ino.blogsport.de/2012/06/29/rostocklichtenhagen-es-geht-um-die-opfer-nicht-um-die-anwohner_innen/). Zuletzt schäute sich auch der Innenminster MVs, Lorenz Caffier, nicht sich inhaltlos aber wortreich zum bevorstehenden Polizeieinsatz zu äußern. bevorstehenden Polizeieinsatz (
http://ino.blogsport.de/2012/08/22/das-gebrannte-kind-von-rostock-lichtenhagen-innenminister-caffier-verharmlost-rechte-gewalt/).
Davon ließ sich die VVN-BdA offenbar nicht beeindrucken und organisierte – zusammen mit dem Bündnis „Das Problem heißt Rassismus“ – zusätzlich eine Kundgebung am Rostocker Rathaus. Dort soll heute um 11Uhr eine Gedenkplakette zur Erinnerung an die Opfer der Pogrome von 1992 erinnern. Die Rostocker Bürgerschaft hatte sich erst am Mittwoch für die rassistischen Angriffe entschuldigt (
http://ino.blogsport.de/2012/08/22/halbherzig-und-unglaubwuerdig-rostocker-buergerschaft-entschuldigt-sich-bei-opfern-der-pogrome-in-rostock-lichtenhagen/).
Bürgerliche Zeitungen schrieben darauf hin, die Stadt wolle die anzubringende Plakette „dulden“. Bereits 1993, knapp ein Jahr nach den Pogromen, scheiterte ein Versuch von Beate Klarsfeld und anderen mutigen Antirassist_Innen, eine solche Tafel ans Rathaus zu montieren. Sie wurden damals von der Polizei mitgenommen.
Im vorderen Bereich der Demo wird es keine Fahnen von Parteien oder deren Jugendverbände oder anderen Organisationen in dieser Richtung geben. Im Anfangsblock werden unter anderem Flüchtlingsgruppen antirassistische Initiativen laufen. Bunt, entschlossen und laut werden wir heute gemeinsam zeigen, was wir von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit halten.
Im Anschluss an die Demo wird es eine musikalische Abschlusskundgebung unter dem Motto „Beweg dich für Bewegungsfreiheit“, unter anderem mit Feine Sahne Fishfilet und Frittenbude geben. Auch hier lohnt es sich, nicht einfach vorbei zugehen, sondern stehen zu bleiben und zu verweilen.
Aktuelle Informationen zur Demo findet ihr bei Twitter unter dem Hashtag @20jahrelichtenh. Zusätzlich gibt es ein Infotelefon, dass ab 9Uhr zu erreichen ist. Die Nummer lautet 0176 – 706 407 29. Für den Fall staatlicher Repression gibt es einen Ermittlungsausschuss, dessen Nummer wird demnächst auf
http://lichtenhagen.blogsport.de/ veröffentlicht.
Wir wünschen allen Demonstrationsteilnehmer_Innen eine entspannte Demo und ein repressionsfreies Wochenende.
Das Problem heißt Rassismus! Für grenzenlose Solidarität!
http://ino.blogsport.de/2012/06/29/rostocklichtenhagen-es-geht-um-die-opfer-nicht-um-die-anwohner_innen/). Zuletzt schäute sich auch der Innenminster MVs, Lorenz Caffier, nicht sich inhaltlos aber wortreich zum bevorstehenden Polizeieinsatz zu äußern. bevorstehenden Polizeieinsatz (
http://ino.blogsport.de/2012/08/22/das-gebrannte-kind-von-rostock-lichtenhagen-innenminister-caffier-verharmlost-rechte-gewalt/). Davon ließ sich die VVN-BdA offenbar nicht beeindrucken und organisierte – zusammen mit dem Bündnis „Das Problem heißt Rassismus“ – zusätzlich eine Kundgebung am Rostocker Rathaus. Dort soll heute um 11Uhr eine Gedenkplakette zur Erinnerung an die Opfer der Pogrome von 1992 erinnern. Die Rostocker Bürgerschaft hatte sich erst am Mittwoch für die rassistischen Angriffe entschuldigt (
http://ino.blogsport.de/2012/08/22/halbherzig-und-unglaubwuerdig-rostocker-buergerschaft-entschuldigt-sich-bei-opfern-der-pogrome-in-rostock-lichtenhagen/). Bürgerliche Zeitungen schrieben darauf hin, die Stadt wolle die anzubringende Plakette „dulden“. Bereits 1993, knapp ein Jahr nach den Pogromen, scheiterte ein Versuch von Beate Klarsfeld und anderen mutigen Antirassist_Innen, eine solche Tafel ans Rathaus zu montieren. Sie wurden damals von der Polizei mitgenommen.
Im vorderen Bereich der Demo wird es keine Fahnen von Parteien oder deren Jugendverbände oder anderen Organisationen in dieser Richtung geben. Im Anfangsblock werden unter anderem Flüchtlingsgruppen antirassistische Initiativen laufen. Bunt, entschlossen und laut werden wir heute gemeinsam zeigen, was wir von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit halten.
Im Anschluss an die Demo wird es eine musikalische Abschlusskundgebung unter dem Motto „Beweg dich für Bewegungsfreiheit“, unter anderem mit Feine Sahne Fishfilet und Frittenbude geben. Auch hier lohnt es sich, nicht einfach vorbei zugehen, sondern stehen zu bleiben und zu verweilen.
Aktuelle Informationen zur Demo findet ihr bei Twitter unter dem Hashtag @20jahrelichtenh. Zusätzlich gibt es ein Infotelefon, dass ab 9Uhr zu erreichen ist. Die Nummer lautet 0176 – 706 407 29. Für den Fall staatlicher Repression gibt es einen Ermittlungsausschuss, dessen Nummer wird demnächst auf
http://lichtenhagen.blogsport.de/ veröffentlicht. Wir wünschen allen Demonstrationsteilnehmer_Innen eine entspannte Demo und ein repressionsfreies Wochenende.
Das Problem heißt Rassismus! Für grenzenlose Solidarität!
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Ergänzungen
Das Problem heißt Rassismus!
Vor 20 Jahren blickte die Welt auf Rostock. Im Stadtteil Lichtenhagen griff ein Mob aus hunderten RassistInnen vor den Augen tausender jubelnder ZuschauerInnen die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende (Zast) und ein benachbartes Wohnhaus (Sonnenblumenhaus), in dem vor allem VietnamesInnen wohnten, an.
Die Polizei schickte nur wenige Einsatzkräfte, die mit Molotowcocktails und Steinen angegriffen wurden und schnell den Rückzug antraten. AntifaschistInnen, die den Mob aufhalten wollten, wurden mit Gewalt vertrieben. Nach dem Rückug der Polizei wurde das Sonnenblumenhaus in Brand gesetzt, in dem sich etwa 100 Menschen befanden, die sich noch in letzter Sekunde auf das Dach eines angrenzenden Gebäudes retten konnten.
Rostock Lichtenhagen war der Höhepunkt einer Serie rassistischer Gewaltakte.
Die Progromme wurden angeheizt durch Medien und PolitikerInnen, jedoch haben sie bis heute nichts aus den rassistischen Progromen gelernt.
Immer noch werden Asylsuchende in der deutschen Gesellschaft ausgegrenzt.
Die Quote der bewilligten Asylanträge sank innerhalb von 20 Jahren von 6,9% auf 1,5%, die Ausgrenzung und Entrechtung von AsylantInnen stieg.
"AsylantInnen werden in Deutschland für die Probleme, die das Wirtschaftssystem mit sich bringt, verantwortlich gemacht, damit die ArbeiterInnen sich nicht mit den realen Ursachen und Gründen von Vertreibung und Armut auseinandersetzen", so Landessprecher Jules El-Khatib.
Die Ursachen, die zur Flucht geführt haben, bleiben bestehen, Hungersnöte, imperialistische Kriege und Ausbeutung sind die Folgen des kapitalistischen Systems.
Moritz Griesmeyer und Felix Rauls , Landessprecher der Linksjugend, erklärten:
"Die rassistischen Progromme in Rostock waren der Höhepunkt einer Reihe von rassistischen Gewaltakten. Die Gewalt gegen über Linken und AsylantInnen hat nach Rostock nicht aufgehört, sie ist nur weniger öffentlich. Wir fordern die Verfolgung von Linken und AntifaschistInnen zu stoppen und die staatliche Finanzierung rechter Parteien sowie die Verhamlosunger rechter Gewalt zu beenden."
...........
Stuttgart: Asylbewerberheim in Flammen
@ afa
Was Die Linke da wieder von sich gegeben hat, lässt einen erschauern.
Vor allem, weil sie jetzt mal wieder auf den fahrenden Zug aufgesprungen ist, weil sie ihn nicht stoppen konnte.
Und dann sowas verzapfen.
Ergänzung
und zum Anderen ein hochinteressanten Artikel zu rechen Siedlern in McPomm auf NDR;
OZ Ticker zur demo
Bilder von der gestrigen Großdemo
Aktuelle Berichte
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Stuttgart — Wasser