HRO: Stadtteilspaziergang und Bündnistreffen
Der 20. Jahrestag des rassistischen Pogroms von Rostock-Lichtenhagen rückt immer näher. Zahlreiche zivilgesellschaftliche, antifaschistische und linksradikale Initiativen und Bündnisse mobilisieren zu Veranstaltungen rund um den Termin am Wochenende des 24.-26.8.2012. Im Mittelpunkt steht dabei die bundesweite Groß-Demonstration am Samstag, die direkt zum Sonnenblumenhaus ziehen wird, welches vor 20 Jahren Schauplatz der tagelangen Angriffe war. Zur Vorbereitung der Demo fand am Wochenende das letzte Bündnistreffen in Rostock statt. Des Weiteren statteten im Zuge der voranschreitenden Mobilisierung zur Bündnisdemonstration am gestrigen Vormittag rund 40 Rostocker Antifaschist_innen dem Viertel erneut einen Besuch ab. Sie verklebten dabei zahlreiche Aufkleber und Plakate und verteilten Flyer an die Haushalte. Am selben Abend gab es im Freigarten des Peter Weiss Hauses in der Doberaner Straße eine Veranstaltung mit dem Journalisten Andreas Speit, der 1992 auch als Antifaschist in Lichtenhagen unterwegs war.
Letztes Bundesweites Vorbereitungstreffen in Rostock
An diesem Wochenende fand in Rostock das abschließende Vorbereitungstreffen zur Demonstration in Rostock-Lichtenhagen mit Delegierten aus dem gesamten Bundesgebiet statt. Das Bündnis erklärte dazu in einer Pressemitteilung:
“Rassismus ist ein Problem, das es überall in Deutschland gibt, jeden Tag. In Rostock wollen wir deshalb nicht einfach nur an die Pogrome vor 20 Jahren erinnern, wir wollen die Zusammenhänge von Rassismus und politischem Alltag deutlich machen. Menschenfeindliche Ideologien sind keine Randphänomene. Sie entspringen der Logik einer Gesellschaft, in der Menschen ständig um Lebenschancen konkurrieren müssen.”
Für die verschiedenen Bündnis-Veranstaltungen am 25. August wird mit einer großen Beteiligung gerechnet, so werden Teilnehmer_innen mit Zügen und Bussen u.a. aus Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Hannover, Leipzig, Berlin, Hamburg, Kiel und vielen anderen Städten nach Rostock anreisen. Beginnen werden die Veranstaltungen mit einer Kundgebung um 11 Uhr auf dem Neuen Markt. Hier soll erneut der Versuch unternommen werden mit Beate Klarsfeld eine Gedenktafel an das Rathaus anzubringen. Um 14 Uhr wird zur Groß-Demonstration zum Bahnhof Lütten-Klein mobilisiert. Am Abend werden verschiedene antifaschistische Bands vor dem Sonnenblumenhaus Konzerte spielen.
Stadtteilspaziergang und Plakataktionen in Lichtenhagen
Zeitgleich zum Bündnistreffen fand im Stadtteil Lichtenhagen eine weitere Mobilisierungsaktion statt. Etwa vierzig Antifaschist_innen haben im Rahmen eines Stadtteilspaziergangs Informationsmaterialien an Anwohner_innen verteilt, Mobi-Plakate verklebt und Nazipropaganda entfernt. Bei bestem Sonnenschein zogen die Nazigegner_innen, ungestört von Neonazis oder der Polizei, durch die Straßen Lichtenhagens. Die Gruppe stieß auf das Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner. Die Flugblätter wurden zum Teil mit Skepsis, oft aber auch mit Wohlwollen entgegengenommen. Neonazis ließen sich hingegen nicht sehen. Die großspurig erhobenen Ansprüche der Neonaziszene in diesem Stadtteil ein bestimmender Faktor zu sein, wurden an diesem Samstag nicht eingelöst. Kürzlich als Reaktion auf eine Plakataktion angebrachte Propaganda der NPD-abhängigen Kameradschaft NSR wurde bei der sich bietenden Gelegenheit gleich mit entfernt. Eine am Sonnenblumenhaus postierte Polizeistreife beließ es bei einem irritierten Blick angesichts der plötzlich aufgetauchten Antifaschist_innen, und so konnte die Aktion wenig später erfolgreich beendet werden.
Abendveranstaltung mit Andreas Speit im Peter Weiss Haus
Im Freigarten in der Doberaner Straße fand am Abend eine Weitere der zahlreichen Veranstaltungen zum 20. Jahrestag des Pogroms statt. Der auf das Thema Neonazis spezialisierte Journalist Andreas Speit führte ein Gespräch mit einer Vertreterin des Bündnisses und einem der Autoren, welcher jüngst an einer Broschüre der Universität Rostock zum Pogrom mitgewirkt hat. Die Diskussion versuchte einerseits den Stand der gegenwärtigen antirassistischen Kämpfe in der Bundesrepublik zu beleuchten und die Frage zu beantworten wie diese in der Gegenwart noch immer durch Lichtenhagen und die politischen Folgewirkungen bestimmt werden. Auf der anderen Seite ging es auch um die wissenschaftliche Aufarbeitung des Diskurses, welcher Anfang 1992 rund um die Angriffe in den Lokalzeitungen geführt wurde.
An diesem Wochenende fand in Rostock das abschließende Vorbereitungstreffen zur Demonstration in Rostock-Lichtenhagen mit Delegierten aus dem gesamten Bundesgebiet statt. Das Bündnis erklärte dazu in einer Pressemitteilung:
“Rassismus ist ein Problem, das es überall in Deutschland gibt, jeden Tag. In Rostock wollen wir deshalb nicht einfach nur an die Pogrome vor 20 Jahren erinnern, wir wollen die Zusammenhänge von Rassismus und politischem Alltag deutlich machen. Menschenfeindliche Ideologien sind keine Randphänomene. Sie entspringen der Logik einer Gesellschaft, in der Menschen ständig um Lebenschancen konkurrieren müssen.”
Für die verschiedenen Bündnis-Veranstaltungen am 25. August wird mit einer großen Beteiligung gerechnet, so werden Teilnehmer_innen mit Zügen und Bussen u.a. aus Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Hannover, Leipzig, Berlin, Hamburg, Kiel und vielen anderen Städten nach Rostock anreisen. Beginnen werden die Veranstaltungen mit einer Kundgebung um 11 Uhr auf dem Neuen Markt. Hier soll erneut der Versuch unternommen werden mit Beate Klarsfeld eine Gedenktafel an das Rathaus anzubringen. Um 14 Uhr wird zur Groß-Demonstration zum Bahnhof Lütten-Klein mobilisiert. Am Abend werden verschiedene antifaschistische Bands vor dem Sonnenblumenhaus Konzerte spielen.
Stadtteilspaziergang und Plakataktionen in Lichtenhagen
Zeitgleich zum Bündnistreffen fand im Stadtteil Lichtenhagen eine weitere Mobilisierungsaktion statt. Etwa vierzig Antifaschist_innen haben im Rahmen eines Stadtteilspaziergangs Informationsmaterialien an Anwohner_innen verteilt, Mobi-Plakate verklebt und Nazipropaganda entfernt. Bei bestem Sonnenschein zogen die Nazigegner_innen, ungestört von Neonazis oder der Polizei, durch die Straßen Lichtenhagens. Die Gruppe stieß auf das Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner. Die Flugblätter wurden zum Teil mit Skepsis, oft aber auch mit Wohlwollen entgegengenommen. Neonazis ließen sich hingegen nicht sehen. Die großspurig erhobenen Ansprüche der Neonaziszene in diesem Stadtteil ein bestimmender Faktor zu sein, wurden an diesem Samstag nicht eingelöst. Kürzlich als Reaktion auf eine Plakataktion angebrachte Propaganda der NPD-abhängigen Kameradschaft NSR wurde bei der sich bietenden Gelegenheit gleich mit entfernt. Eine am Sonnenblumenhaus postierte Polizeistreife beließ es bei einem irritierten Blick angesichts der plötzlich aufgetauchten Antifaschist_innen, und so konnte die Aktion wenig später erfolgreich beendet werden.
Abendveranstaltung mit Andreas Speit im Peter Weiss Haus
Im Freigarten in der Doberaner Straße fand am Abend eine Weitere der zahlreichen Veranstaltungen zum 20. Jahrestag des Pogroms statt. Der auf das Thema Neonazis spezialisierte Journalist Andreas Speit führte ein Gespräch mit einer Vertreterin des Bündnisses und einem der Autoren, welcher jüngst an einer Broschüre der Universität Rostock zum Pogrom mitgewirkt hat. Die Diskussion versuchte einerseits den Stand der gegenwärtigen antirassistischen Kämpfe in der Bundesrepublik zu beleuchten und die Frage zu beantworten wie diese in der Gegenwart noch immer durch Lichtenhagen und die politischen Folgewirkungen bestimmt werden. Auf der anderen Seite ging es auch um die wissenschaftliche Aufarbeitung des Diskurses, welcher Anfang 1992 rund um die Angriffe in den Lokalzeitungen geführt wurde.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Gefahrengebiet Hamburg Schanzenfest 25.08,