Ist die Arabellion noch zu retten?

Ludwig Schönenbach 10.08.2012 16:22
Das Problem Syriens wie der ganzen arabischen Welt im Aufruhr ist doch, dass die Revolutionen in Syrien und anderswo auf eine gefährliche und verhängnisvolle Weise vom Westen und von den reaktionären islamischen Ländern und Kräften abhängig werden, wenn sie sich von ihnen unterstützen lassen oder wenn diese sich ihnen ungebeten aufdrängen.
Es wäre nicht die erste Revolution im arabisch-islamischen Raum, die vom Westen und den fundamentalistischen und reaktionären islamischen Kräften abgewürgt und in eine Richtung gedrängt wird, in der die wirtschaftlichen Interessen und globalen Ambitionen des Westens und der religiöse Fanatismus und die traditionellen Macht- Besitzverhältnisse im Vordergrund stehen und nicht die elementaren und spezifischen Bedürfnisse der arabisch-islamischen Völker. Persien unter Mossadeq, Ägypten unter Nasser, Afghanistan unter Prinz Daud und seinen Nachfolgern sind nur drei tragische Beispiele für dieses Phänomen.
Der Westen und die reaktionären islamischen Länder und Kräfte, vor allem aber die berüchtigten Stiftungen der konservativen westlichen Parteien sind schon jetzt wieder in den einzelnen Ländern am Werk, um ihren Einfluss in dieser Richtung geltend zu machen. In Tunesien arbeitet unsere Regierung mit den religiösen Kräften an der Gestaltung der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zukukunft des Landes zusammen. In Ägypten soll die CDU oder ihre Konrad-Adenauer Stiftung bei religiösen Kreisen die gescheiterte “soziale Marktwirtschaft”, die bereits bei uns von einer radikaleren und grundlegenderen Veränderung der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung der Weimarer Republik ablenken sollte, zu verkaufen versuchen. In Berlin lässt unsere Regierung ein kaum vom syrischen Volk dafür legitimiertes Gremium Pläne für die Zukunft Syriens ausarbeiten. Das alles geschieht kaum, um eine gerechtere und selbstbstimmte Gesellschaftsordnung zu schaffen, die im arabischen Raum dringend erforderlich ist. Nun will unsere Regierung auch noch Panzer an die Golfstaaten liefern, die ihre eigenen Völker unterdrücken und in den Nachbarländern ebenfalls die Unterdrückung unterstützen.
Russland und China, die sicherlich auch nicht völlig uneigennützig handeln, verdienen in diesem Falle die Anerkennung der echten "Freunde Syriens, wenn sie durch ihre "Verweigerungshaltung" im Sicherheitsrat und gegebenenfalls durch die finanzielle Unterstützung Syriens dazu beitragen, dass die Syrer über ihre Zukunft selbst entscheiden können.
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Und wo bleibt Israel? ;-))) — ausgefüllt

ach gottchen — ich

Hallo Leizig — N.N.