Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Text aus einer anderen Quelle, ein Flugblatt, eine Presseerklärung oder eine Stellungnahme einer Gruppe reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia ein umfassendes Infoportal mit Kopien möglichst vieler vermeintlich wichtiger und lesenswerter Texte anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihre eigenen Inhalte bieten. Die strategische Zweitveröffentlichung von Texten gehört nicht zu den Zielen dieses Projektes.
Bitte lest zu diesem Thema auch die Crossposting FAQ.
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Die Jammerlappen vom Peloponnes
Eine herrlich politisch unkorrekte Parodie auf meine Landsleute. Sorry, Europa. Aber wir sind nun mal wirklich so :-) Dafür haben wir aber den Sirtaki erfunden. Und den Ouzo. Und das Fakelaki sowieso! Egal: Feuer frei, lieber Uli Dönich!
Sie können nicht sparen – und wollen es auch gar nicht. Stattdessen geben die Griechen immer gern anderen die Schuld: Früher den USA, heute Deutschland, morgen vielleicht den Eskimos
Die Zahlen sind schlecht. Unfassbar schlecht. Und das, obwohl wir Rest-Europäer Griechenland mit gut 380 Milliarden Euro unterstützt haben. Es hat nichts genützt. Im Gegenteil: Der Verschwender-Staat wächst weiter, die korrupte Bürokratie wuchert wie nie – nur die ohnehin dürftige private Wirtschaft kollabiert.
Doch was tun die Griechen? Sie jammern. Fordern sanftere Reformen, mehr Zeit und großzügigere Hilfen. Als ob die mehr als 33 000 Euro pro Kopf nicht schon weit mehr als genug gewesen wären. Eigentlich sogar exakt 33 000 Euro zu viel.
Am meisten ärgert uns aber nicht der Jahrhunderte lang praktizierte Schlendrian einer ganzen Nation. Sondern die oft aufreizende Arroganz, gepaart mit frecher Verantwortungslosigkeit. Denn kaum etwas können die Griechen so gut, wie andern die Schuld an ihrer Misere zuzuschieben.
Grieche demaskiert Griechen
Wer sollte das besser wissen als ein Einheimischer: Der streitbare Athener Kolumnist Takis Michas demaskiert die lethargische Bequemlichkeit seiner Landsleute wie kein zweiter. Schon 2009 prognostizierte er, dass es nicht mehr lange dauern werde, bis die griechischen Medien nicht etwa ihr eigenes Land sondern den Rest der Welt für die Hellas-Krise verantwortlich machen würden: die „Märkte“, „Deutschland“ allgemein oder „Angela Merkel“ im besonderen – „zutreffendes bitte ankreuzen“. Genau so geschah es.
Jetzt legt der streitbare Autor nach. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zitiert Takis mit den Worten: „Früher waren die Amerikaner an allem schuld, jetzt sind es die Deutschen, morgen vielleicht die Eskimos.“ In dieser überheblichen Grundhaltung seien sich Politiker, Journalisten und die Bevölkerung einig.
Wie recht Takis damit haben dürfte, zeigt der aktuelle Meinungsartikel zweier einflussreicher Griechen: Ex-Ministerpräsident Kostas Simitis und Wirtschaftsprofessor Jiannis Stournaras veröffentlichten ihn in der „Süddeutschen Zeitung“. Für beide steht – welch Wunder! – fest, dass Griechenland so gut wie keine Schuld an der Eurokrise anzulasten sei.
Noch bemerkenswerter als diese These sind allerdings die Argumente der beiden griechischen Großdenker:
Das Land habe sich in den 90er Jahren „enorm angestrengt“, um die Kriterien für die Gemeinschaftswährung Euro zu erfüllen. Das Staatsdefizit sei „im Jahr 1999 auf 2,5 Prozent“ des Brutto-Inlands-Produkts gesunken. Wie bitte? War das ein realwirtschaftlicher Erfolg – oder nicht doch das Resultat massiv gefälschter Statistiken? Hier schweigen die Autoren...
Stattdessen bedauern sie wortreich, dass „die damalige Regierung 2006 die Kontrolle über die staatlichen Ausgaben und Einnahmen verlor“. Schön gesagt. Wir erfahren nur leider nichts darüber, wie alle griechischen Regierungen über Jahrzehnte den Staatsapparat aufblähten, um um ihren Freunden und Wählern lukrative Jobs zu schenken...
Nach Ansicht der Autoren verursachte aber nicht etwa Griechenland das Griechenland-Debakel. Sondern der „Zusammenbruch von Lehman Brothers“, die „Neubewertung der Finanzrisiken“, und der „Anstieg der Kreditzinsen ... lösten die Staatschuldenkrise aus“.
Wie zu erwarten, entlarven Simitis und Stournaras nun die Hauptschuldigen: Die bösen Rest-Europäer. „Das Zögern der Eurozone sich einzuschalten, drängte ... Griechenland ins Abseits der Finanzmärkte.“
Es folgt der Höhepunkt des Pamphlets: Griechenland und die anderen überschuldeten Problemstaaten haben nichts falsch gemacht. „Um dieses Defizit decken zu können, waren die Länder der Peripherie einfach gezwungen, immer mehr Kredite aufzunehmen.“ Wirklich? Gibt es da nicht ein Zauberwort? Es beginnt mit „S“ – genau wie Simitis und Stournaras – und endet auf „PAREN“.
Wer dauerhaft mehr ausgibt, als er einnimmt, bekommt ein Problem. Das sich vor allem durch Sparen beseitigen lässt. Dieser Begriff scheint aber in ganz Griechenland mehr als nur ein Fremdwort zu sein. Nur: So lange sich diese Einstellung nicht ändert, ist dem Land nicht wirklich zu helfen. Leider. Das scheinen auch die deutschen Politiker allmählich einzusehen. Merkel, Schäuble & Co. versprechen zwar in diesen Tagen, sie würden „alles für den Erhalt des Euro Notwendige tun“. Sie sagen aber bewusst nicht, dass auch alle Länder die Gemeinschaftswährung behalten dürfen.
Die Zahlen sind schlecht. Unfassbar schlecht. Und das, obwohl wir Rest-Europäer Griechenland mit gut 380 Milliarden Euro unterstützt haben. Es hat nichts genützt. Im Gegenteil: Der Verschwender-Staat wächst weiter, die korrupte Bürokratie wuchert wie nie – nur die ohnehin dürftige private Wirtschaft kollabiert.
Doch was tun die Griechen? Sie jammern. Fordern sanftere Reformen, mehr Zeit und großzügigere Hilfen. Als ob die mehr als 33 000 Euro pro Kopf nicht schon weit mehr als genug gewesen wären. Eigentlich sogar exakt 33 000 Euro zu viel.
Am meisten ärgert uns aber nicht der Jahrhunderte lang praktizierte Schlendrian einer ganzen Nation. Sondern die oft aufreizende Arroganz, gepaart mit frecher Verantwortungslosigkeit. Denn kaum etwas können die Griechen so gut, wie andern die Schuld an ihrer Misere zuzuschieben.
Grieche demaskiert Griechen
Wer sollte das besser wissen als ein Einheimischer: Der streitbare Athener Kolumnist Takis Michas demaskiert die lethargische Bequemlichkeit seiner Landsleute wie kein zweiter. Schon 2009 prognostizierte er, dass es nicht mehr lange dauern werde, bis die griechischen Medien nicht etwa ihr eigenes Land sondern den Rest der Welt für die Hellas-Krise verantwortlich machen würden: die „Märkte“, „Deutschland“ allgemein oder „Angela Merkel“ im besonderen – „zutreffendes bitte ankreuzen“. Genau so geschah es.
Jetzt legt der streitbare Autor nach. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zitiert Takis mit den Worten: „Früher waren die Amerikaner an allem schuld, jetzt sind es die Deutschen, morgen vielleicht die Eskimos.“ In dieser überheblichen Grundhaltung seien sich Politiker, Journalisten und die Bevölkerung einig.
Wie recht Takis damit haben dürfte, zeigt der aktuelle Meinungsartikel zweier einflussreicher Griechen: Ex-Ministerpräsident Kostas Simitis und Wirtschaftsprofessor Jiannis Stournaras veröffentlichten ihn in der „Süddeutschen Zeitung“. Für beide steht – welch Wunder! – fest, dass Griechenland so gut wie keine Schuld an der Eurokrise anzulasten sei.
Noch bemerkenswerter als diese These sind allerdings die Argumente der beiden griechischen Großdenker:
Das Land habe sich in den 90er Jahren „enorm angestrengt“, um die Kriterien für die Gemeinschaftswährung Euro zu erfüllen. Das Staatsdefizit sei „im Jahr 1999 auf 2,5 Prozent“ des Brutto-Inlands-Produkts gesunken. Wie bitte? War das ein realwirtschaftlicher Erfolg – oder nicht doch das Resultat massiv gefälschter Statistiken? Hier schweigen die Autoren...
Stattdessen bedauern sie wortreich, dass „die damalige Regierung 2006 die Kontrolle über die staatlichen Ausgaben und Einnahmen verlor“. Schön gesagt. Wir erfahren nur leider nichts darüber, wie alle griechischen Regierungen über Jahrzehnte den Staatsapparat aufblähten, um um ihren Freunden und Wählern lukrative Jobs zu schenken...
Nach Ansicht der Autoren verursachte aber nicht etwa Griechenland das Griechenland-Debakel. Sondern der „Zusammenbruch von Lehman Brothers“, die „Neubewertung der Finanzrisiken“, und der „Anstieg der Kreditzinsen ... lösten die Staatschuldenkrise aus“.
Wie zu erwarten, entlarven Simitis und Stournaras nun die Hauptschuldigen: Die bösen Rest-Europäer. „Das Zögern der Eurozone sich einzuschalten, drängte ... Griechenland ins Abseits der Finanzmärkte.“
Es folgt der Höhepunkt des Pamphlets: Griechenland und die anderen überschuldeten Problemstaaten haben nichts falsch gemacht. „Um dieses Defizit decken zu können, waren die Länder der Peripherie einfach gezwungen, immer mehr Kredite aufzunehmen.“ Wirklich? Gibt es da nicht ein Zauberwort? Es beginnt mit „S“ – genau wie Simitis und Stournaras – und endet auf „PAREN“.
Wer dauerhaft mehr ausgibt, als er einnimmt, bekommt ein Problem. Das sich vor allem durch Sparen beseitigen lässt. Dieser Begriff scheint aber in ganz Griechenland mehr als nur ein Fremdwort zu sein. Nur: So lange sich diese Einstellung nicht ändert, ist dem Land nicht wirklich zu helfen. Leider. Das scheinen auch die deutschen Politiker allmählich einzusehen. Merkel, Schäuble & Co. versprechen zwar in diesen Tagen, sie würden „alles für den Erhalt des Euro Notwendige tun“. Sie sagen aber bewusst nicht, dass auch alle Länder die Gemeinschaftswährung behalten dürfen.
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Ergänzungen
Quelle
Mods, Ihr dürft!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Die spinnen, die Fake-Griechen ... — Kontroverso
griechen — hollunderbeere
...boulevadisierung polit. analysen... — mein name
FAZ? — wat
Ach Gottchen liebe Mods... — Kontroverso
Danke liebe Bildzeitung — Florida-Rolf