Wintershall soll Fracking stoppen!

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz 21.07.2012 00:26 Themen: Atom Globalisierung Soziale Kämpfe Ökologie
BBU

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat gestern (20.07.2012) die Wintershall Holding GmbH in einem Offenen Brief aufgefordert, "im Interesse der Umwelt und der Bevölkerung die Fracking-Pläne und auch bereits die Erkundungen unverzüglich und endgültig zu beenden".
In der letzten Woche gab es widersprüchliche Medienberichte über die Fracking-Pläne von Wintershall. Einerseits wurde berichtet, dass Wintershall die umstrittene Förderung von Schiefergas (Fracking) in den nächsten Jahren in Europa ausschließt. Andererseits hieß es, dass es weiterhin Probebohrungen geben wird. Der BBU betont in seinem Schreiben an die Wintershall Holding: "Diese unterschiedlichen Darstellungen führen in der Bevölkerung zu Irritationen und Ängsten. Vielerorts haben besorgte Bürgerinnen und Bürger Bürgerinitiativen gegründet, weitere befinden sich in der Gründung. Es liegt in Ihrer Hand, der Bevölkerung die Sorgen zu nehmen. "

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU betont, dass es sich beim Fracking um eine unbeherrschbare Risikotechnologie handelt. "Großflächige Grundwasserverunreinigungen, unkontrollierbare Gasmigrationen, erhebliche Belastungen der Luft und eine ungelöste Abfallproblematik sind die Folgen. Diese schwerwiegenden, langfristigen Gefahren für Mensch und Umwelt sind nicht verantwortbar."

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) engagiert sich bereits seit geraumer Zeit gegen die Fracking-Pläne verschiedener Konzerne. Der BBU fordert grundsätzlich ein gesetzliches Verbot der Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten.

Zur Finanzierung seines Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, BLZ 37050198, Kontonummer: 19002666.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter www.bbu-online.de; telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72.
Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung und für umweltfreundliche Energiequellen.
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Reine Panikmache

ben 21.07.2012 - 19:02
Fracking gibt es, auch in deutschen Landen, seit mehr als 100 Jahren.

Kaum eine Bohrung auf Erdöl, Erdgas oder auch tieferliegendes Grundwasser wie z.B. für die Getränkeindustrie zur Entnahme unbelasteten Trink- und Mineralwassers sowie für alle möglichen Betriebe mit rel. hohem Wasserbedarf, der nicht unbedingt mit Trinkwasser gedeckt werden kann oder soll, kam und kommt ohne Fracking aus. Und wenn für Erdgas nicht in Deutschland gefrackt werden darf, käme das hier benötigte Erdgas trotzdem aus Bohrungen, die mit Fracking erschlossen wurden. Es lebe das St. Florians-Prinzip! ??

Wenn schon etwaa Vernünftiges in der Richtung getan werden sollte, so müsste es heißen: Hinarbeiten auf Ersatz des Erdgasverbrauchs durch alternative Energien. Das ist der Weg in die Zukunft, aber nicht ein Verbot altbewährter Praktiken, deren Anwendung plötzlich ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt ist.

Wenn ich die (russische) GASPROM wäre, würde ich mich wärmstens für ein Fracking-Verbot in Deutschland einsetzen, damit mein Profit durch deutsche Erdgasförderung nicht geschmälert wird, und selber würde ich wie immer weiterhin lustig drauflosfracken, was das Zug hält.