NPD Tour durch MV: Sie versagten völlig

Tempax 18.07.2012 15:03 Themen: Antifa Blogwire
„Außer Spe­sen nichts ge­we­sen“ mit die­sem Sprich­wort lässt sich die „Deutsch­land­tour“ der NPD bis­lang wohl am bes­ten be­schrei­ben. Am Diens­tag woll­te die rechts­ra­di­ka­le Par­tei erst in Ros­tock und dann in Schwe­rin auf­tau­chen. Mehr als lau­tes Pfei­fen ern­te­ten sie nicht.
Schlaaaandtour durch MV? NPD versagte wieder einmal völlig

„Außer Spesen nichts gewesen“ mit diesem Sprichwort lässt sich die „Deutschlandtour“ der NPD bislang wohl am besten beschreiben. Am Dienstag wollte die rechtsradikale Partei erst in Rostock und dann in Schwerin auftauchen. Mehr als lautes Pfeifen ernteten sie nicht.

Rostock: „Unser Kreuz braucht keine Haken!“

Aus Angst vor zu vielen Gegendemonstrant_Innen hatte die NPD ihre Infostände für Rostock und Schwerin erst einen Tag zuvor angemeldet. Viel half das nicht. Als der von der NPD großspurig als „Flaggschiff“ bezeichnete LKW kurz nach 11Uhr mittags auf den Neuen Markt vor dem Rathaus fuhr, empfingen David Petereit und seine Kameraden schon ein lautes Pfeifkonzert. Etwa 300 Menschen aus den verschiedensten Gruppierungen, darunter auch Ralf Mucha (MdL für die SPD) hatten sich versammelt, um der NPD eine klare Absage zu erteilen. Ausgerüstet mit bunten Transparenten, Fahnen und Schildern stellten sich die couragierten Menschen dem Mob von gerade einmal einem guten Dutzend Neonazis entgegen.

Nachdem unter einigen Schwierigkeiten die Lautsprecher für die Reden der NPD-Funktionäre aufgebaut waren, wollte Frank Franz, Bundespressesprecher der NPD, seine Rede halten. Das anhaltende Pfeifkonzert wurde nun noch durch ständiges „Buh“-Rufen verstärkt. Auch von der darauf folgenden abgespielten Rechtsrock-Musik war wenig zu hören. Einfach zu laut waren die Trillerpfeifen und so konnte auch die anschließende Rede von Jörg Hähnel (NPD) von keinem der Passant_Innen so recht verstanden werden.

Noch während die NPD Truppe sich beim telefonieren die Ohren zuhalten musste, entrollte sich auf dem Turm der anliegenden St. Marien Kirche ein Banner mit der Aufschrift „unser Kreuz braucht keine Haken!“. Nach gerade einmal einer halben Stunde fing die NPD wieder an, ihre Sachen zu packen. Der Abbau der tollen Lautsprecheranlage und des übrigen Equipment dauert noch fast eine viertel Stunde. Ein enormer Zeitaufwand im Vergleich zu der Zeit, die die NPD für ihre Propaganda nutzen konnte. Kurz vor zwölf Uhr rollte das „Flaggschiff“ wieder vom Platz, immer noch begleitet von lautem Pfeifen und „Buh“-Rufen.

Schwerin: Andreas Theißen (NPD) setzt sich für ein NPD Verbot ein

Auch in Schwerin spielte sich etwas ähnliches ab. Etwa 200 Menschen ließen die NPD Am Markt mit lauten Pfeifen, „Buh“-Rufen und Megaphonen kaum zu Wort kommen. Auch hier beteiligte die sich die politische Landesprominenz. Neben Helmut Holter, Fraktionsvorsitzender der Linken im Schweriner Schloss waren auch die Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) und die stellv. Fraktionsvorsitzende der Grünen, Silke Gajek, vor Ort.

Als Redner für die NPD war diesmal sogar ihr Fraktionsvorsitzender Udo Pastörs anwesend. Doch wie auch in Rostock war nichts von den braunen Rattenfängern zu verstehen. Letztlich versuchte sich Andreas Theißen (NPD) unter die Demonstrant_Innen zu mischen und hielt zeitweise sogar ein No NPD Transparent. Zwar hielt die NPD hier immerhin drei Stunden durch, viel Vergnügen schien es der braunen Truppe aber nicht zu bereiten. Mit gelangweilten Gesichtern standen die „Kameraden“ auf dem Platz herum und versuchten einige Fotos zu machen. Schließlich packte die NPD auch ihre Sachen und fuhr davon. Ein lautes „Kommt nie wieder. Wir werden euch niemals vermissen!“ einer Gegendemonstrantin beendete den rechten Spuk.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern floppte die vermeintliche „Deutschlandtour“, die ohnehin nur durch norddeutsche Städte und nicht durch die gesamte Republik führt. Mehr als einen Tinnitus dürften Pastörs und co. nicht bekommen haben. Ebenfalls aus blieb die mediale Aufmerksamkeit, von den lokalen Zeitungen und Fernsehsendern erwähnte niemand ihre Autotour.
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Ergänzungen

Der NPD die Tour vermiesen

AStA Uni Hamburg 18.07.2012 - 18:47
Auch hier in Hamburg gabs heute auf den Deckel:

Kundgebung in sichtweite mit Redebeiträgen: Parteien (Linke, Pirat*Innen, Grüne Jugend), Gewerkschaften (DGB Hamburg), Autonomen Antifas, Kunst- & Kulturschaffenden, Hamburger Bündnis gegen Rechts und dem AStA der Uni Hamburg. Außerdem ca. 250 Gegendemonstrant*Innen, die direkt zur Kundgebung durchgedrungen sind (5 m Abstand - Bullenkette). Beide Wasserwerfer und der Räumpanzer wurden nach der zweiten Aufforderung die Nazis kundgeben zu lassen abgezogen - wie soll die Polizei auch eine Räumung für 6-10 angereiste Nasen rechtfertigen.

Also sehr spontan ein breites Bündnis - antifaschistische Politik weit weg von konstruierten Hufeisen und jeglichem Extremismusgebrabbel!

Hier die Pressemitteilung des AStA zum Aufruf:
 http://www.asta-uhh.de/home/home-detail/article/asta-ruft-zu-protesten-gegen-rechts-auf-der-npd-die-tour-vermiesen.html

Solidarische Grüße in die anderen Städte, die schon blockiert haben oder noch blockieren werden...

NPD "Deutschlandfahrt"? Der NPD die Tour vermiesen!
NPD "Flackschiff" (ihr dummer LKW)? Versenken!
Nationalismus raus aus den Köpfen!

....

wasaucherimmer 19.07.2012 - 13:27
Oldenburg war ebenfalls totaler Reinfall für die Idioten

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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mit K — Marcus