Gorleben: Gasdepot unter dem Salzstock
Gorleben: Gasdepot unter dem Salzstock
Die Karten kommen auf den Tisch
Eine 1,50 m große Karte kann zur Berühmtheit gelangen, sie wirft ein
Licht auf das vermutete Gasfeld unter dem Salzstock Gorleben.
Auf Drängen von Johanna Voß, der Linke-Bundestagsabgeordneten, lieferte
die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt dem
parlamentarischen Untersuchungsausschuss Gorleben diese Karte nach.
Beim Elbdorf Groß Wootz, direkt gegenüber von Gorleben, wurde eine 4000
m tiefe Bohrung niedergebracht. Das Besondere, so die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI): Bei der Suche nach Erdgas wurde
auch schräg 150 m bis unter die Elbe gebohrt und die DDR-Geologen
stießen in 3.264 m Tiefe auf Erdgas. Nach der vorliegenden Karte liegt
diese Bohrung am Rande des Gorlebener Gasfeldes und hat deswegen
vermutlich kein vom Osten aus wirtschaftlich erschließbares Gasfeld
ergeben.
Die Karten kommen auf den Tisch
Eine 1,50 m große Karte kann zur Berühmtheit gelangen, sie wirft ein
Licht auf das vermutete Gasfeld unter dem Salzstock Gorleben.
Auf Drängen von Johanna Voß, der Linke-Bundestagsabgeordneten, lieferte
die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jetzt dem
parlamentarischen Untersuchungsausschuss Gorleben diese Karte nach.
Beim Elbdorf Groß Wootz, direkt gegenüber von Gorleben, wurde eine 4000
m tiefe Bohrung niedergebracht. Das Besondere, so die Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI): Bei der Suche nach Erdgas wurde
auch schräg 150 m bis unter die Elbe gebohrt und die DDR-Geologen
stießen in 3.264 m Tiefe auf Erdgas. Nach der vorliegenden Karte liegt
diese Bohrung am Rande des Gorlebener Gasfeldes und hat deswegen
vermutlich kein vom Osten aus wirtschaftlich erschließbares Gasfeld
ergeben.
"Mit großem Bedauern mussten die DDR-Geologen damals festgestellt
haben, dass die größten Gasvorkommen für sie unerreichbar im Westen
unter dem Gorlebener Salzstock lagerten", so Johanna Voß.
Für die Gorleben-Gegner schließt diese Karte das "Gasfeldpuzzle", sagte
Wolfgang Ehmke (BI). Die BGR müsse sich fragen lassen, warum die Karte
zurückgehalten wurde. Martin Donat, der BI-Vorsitzende ist empört: "Das
Spiel geht weiter, Stück für Stück kommt die Wahrheit zur Nichteignung
Gorlebens ans Licht. Diese Karte kann sich noch als Trumpf erweisen,
falls Gorleben nicht als Endlagerstandort aufgegeben wird."
Wolfgang Ehmke 05863 98 30 76
Martin Donat 0160 99 58 66 52
Hintergrund und Karte siehe:
http://www.wendland-net.de/index.php/artikel/20120627/gorleben-gasdepot-unter-dem-salzstock-24977
"Die Elbe ist in dieser Karte nur schemenhaft zu erkennen. Als
Orientierung dienen nur der rote Punkt, die gasfündige Bohrung bei
Wootz direkt am Elbdeich und der blaue Punkt, der explodierte Bohrturm,
1km südwestlich von Lenzen. Wie an der violetten Färbung des
Hauptgasvorkommens zu erkennen ist, lag diese explodierte Bohrung nicht
im Bereich des eigentlichen Gasvorkommens. Und weil dort in 3.347 m
Tiefe, noch im Salzstock, ein Gas-Laugengemisch angetroffen wurde und
unter enormem Druck stand, kam es dort 1969 zu der verheerenden
Explosion."
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de
haben, dass die größten Gasvorkommen für sie unerreichbar im Westen
unter dem Gorlebener Salzstock lagerten", so Johanna Voß.
Für die Gorleben-Gegner schließt diese Karte das "Gasfeldpuzzle", sagte
Wolfgang Ehmke (BI). Die BGR müsse sich fragen lassen, warum die Karte
zurückgehalten wurde. Martin Donat, der BI-Vorsitzende ist empört: "Das
Spiel geht weiter, Stück für Stück kommt die Wahrheit zur Nichteignung
Gorlebens ans Licht. Diese Karte kann sich noch als Trumpf erweisen,
falls Gorleben nicht als Endlagerstandort aufgegeben wird."
Wolfgang Ehmke 05863 98 30 76
Martin Donat 0160 99 58 66 52
Hintergrund und Karte siehe:
http://www.wendland-net.de/index.php/artikel/20120627/gorleben-gasdepot-unter-dem-salzstock-24977 "Die Elbe ist in dieser Karte nur schemenhaft zu erkennen. Als
Orientierung dienen nur der rote Punkt, die gasfündige Bohrung bei
Wootz direkt am Elbdeich und der blaue Punkt, der explodierte Bohrturm,
1km südwestlich von Lenzen. Wie an der violetten Färbung des
Hauptgasvorkommens zu erkennen ist, lag diese explodierte Bohrung nicht
im Bereich des eigentlichen Gasvorkommens. Und weil dort in 3.347 m
Tiefe, noch im Salzstock, ein Gas-Laugengemisch angetroffen wurde und
unter enormem Druck stand, kam es dort 1969 zu der verheerenden
Explosion."
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow
http://www.bi-luechow-dannenberg.de Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Nichts Neues
Es kommt aus der Steinkohle, die außer z.B. im Ruhrgebiet in großen Teilen Nord- und Nordosteuropas liegt. Über ihr schließt sich dort eine Sandsteinschicht an, in die es (das Erdgas) hineinwanderte. Weiter konnte es nicht, denn über dem Sandstein liegen wie ein Deckel absolut dichte Salzschichten von einigen hundert Metern Dicke. Unter "Salz" ist hier alles zu vestehen, was sich beim wiederholten Austrocknen urzeitlicher Meere ablagete, also auch der genannte Anhydrit.
Die größte Menge des in Holland, in Deutschland, in Polen und der Nordsee geförderten Erdgases stammt aus der Sandsteinschicht.
Es ist also kein Wunder, wenn auch unter dem Gorlebener Salzstock sich einiges befindet. Da es aber viel tiefer als die Stollen für den einzulagernden Atommüll liegt, besteht keine Gefahr, dass es nun plötzlich den "Deckel" durchbricht: das hat es in etwa 80 Millionen Jahren, seit sich die ersten Salzstöcke bildeten, nicht getan. Salzstöcke selbst entstehen durch aus der Umgebung abgewandertes und nach oben gepresstes Salz, das als plastisch betrachtet wrden kann (in geologischen Zeiträumen). Dabei macht der genannte Anhydtit nur ungern mit, er ist nicht plastisch, r bricht und es entstehen Risse, die aber vom Salz sofort geschlossen werden: no chance für das Erdgas, sich da in größeren Mengen anzusammeln, jedoch kann etwas (zu "etwas" s. übernächster Absatz) dabei eingeschlossen und isoliert werden.
Offensichtlich sind bei der DDR-Bohrung gravierende Sicherheitsmaßnahmen außer Acht gelassen worden. Bohrungen sind dort, wo keine Salzstöcke existieren, relativ (nun ja, Know how gehört schon dazu) einfach. Mensch bohrt durch das Salz und kommt auf den Sandstein. Und damit in das Erdgas. Bei Salzstöcken aber ist ständig mit Salzlaugen und Gaseinschlüssen zu rechnen, weil eben Risse "verheilen" und nichts sich mehr tut mit dem vom Salz umschlossenen Zeug, dem trägt eine verantwortungsvolle Bohrcrew Rechnung, und es gibt natürlich Gegenmaßnahmen, sonst würde dauernd irgendwo eine Gasbohrung hochgehen.
Es ist dabei extrem wichtig, sich zu vergewärtigen, dass schon eine rel. kleine Gasmenge, sagen wir 1 m3, wenn sie in 3000 Metern Tiefe in daa Bohrloch gelangt, sich beim Aufsteigen rasant ausdehnt, das Bohrgestänge "leert" durch diese Ausdehnung und an der Oberfläche schließlich einen Raum von ca. 600 m3 einnimmt, wenn das nicht verhindert wird durch genaues Beobachten und Gegensteuern (d.h. Einbringen von schwerer Bohrflüssigkeit, "Verstopfungsmaterial", notfalls genau kontrolliertes Ausströmenlassen des Gases ohne die Möglichkeit einer unvorhergesehenen Entzündung: es wird im sicheren Abstand "abgefackelt").
Ja und? Das "gedeckelte" Gas unter dem Salzstock ist davon nicht betroffen. Es wird da bleiben für weitere Millionen von Jahren, egal, was tausende von Metern darüber passiert, und ob da (in 870 Metern Tiefe) nun Atommüll liegt oder nicht. Allerdings sollte nicht versucht werden, es zu förden: das könnte, wie zuerst in Holland beobachet, zu unvorherseh- und unberechenbaren Setzungen führen, die der Salzstock durch eine Art Neuorientierung ausgleichen würde, und wie die aussähe, weiß kein Mensch.
Dies ist allerdings kein Plädoyer für die Atommülllagerung in Gorleben: die Gefahr dort kommt nicht von unten, sondern von oben. Denn das (ehemalige) Salzbergwerk in unserem Klima, das nicht, und sei es in mehreren Jahrhunderten, allmählich absäuft, ist noch nicht erfunden :-(((
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Höhöhö — ulkig
Danke für den Artikel — Udo Schuldt