[Bilbo] Patakon geräumt!
Das am 4.Juni im Stadtteil Uribarri (Bilbao) besetzte Gaztetxe PATAKON wurde am heutigen 26.6. um 7 Uhr früh geräumt. PATAKON war in eine alte Fabrik des dicht bewohnten Stadtteils, die Jahrzehnten leer stand, ungenutzt seit ihrem Bau. Mit Hilfe von Nachbar/innen hatten die Besetzer/innen angefangen, das Gebäude zu renovieren und einzurichten. Für kommenden Freitag war die Eröffnung vorgesehen
Das am 4.Juni im Stadtteil Uribarri (Bilbao) besetzte Gaztetxe PATAKON wurde am heutigen 26.6. um 7 Uhr früh geräumt. PATAKON war in eine alte Fabrik des dicht bewohnten Stadtteils, die Jahrzehnten leer stand, ungenutzt seit ihrem Bau.
Mit Hilfe von Nachbar/innen hatten die Besetzer/innen angefangen, das Gebäude zu renovieren und einzurichten. Für kommenden Freitag war die Eröffnung vorgesehen. Es sollten eine Bücherei, eine Kletterwand, eine Volksküche und andere Aktivitäten angeboten werden.
Nach der Räumung des KUKUTZA-Zentrums im September 2012 nun der zweite Rückschlag für die Zentrumsbewegung. Doch zieht der reaktionär-populistische Bürgermeister seine harte Linie durch und toleriert keine weiteren Projekte von und für die Bevölkerung. Verfolgt wird erneut nicht die jahrzehntelange Brache, sondern der uneigennütze Arbeitseinsatz vieler Jugendlicher. In den vergangenen Wochen waren wiederholt Polizeikräfte in der Nähe unterwegs und machten Ausweiskontrollen. Gegen sie wird nun ermittelt. Bei der Abschlusskundgebung nach der Protestdemo wurde die kapitalistische Spekulationspolitik heftig angegriffen, in Bilbo mit 300.000 Einwohner/innen stehen mehr als 20.000 Wohnungen und Fabrikgebäude leer. Gora PATAKON - gora KUKUTZA!
Webseite:
http://patakon-gaztetxea.net
Fotoserie:
www.flickr.com/photos/txeng/sets/72157630304105030/show/
Videos:
https://plus.google.com/photos/112812602953432620261/albums/5758305678344624369?banner=pwa
www.youtube.com/watch?v=3xLrV8H6hfQ
Mit Hilfe von Nachbar/innen hatten die Besetzer/innen angefangen, das Gebäude zu renovieren und einzurichten. Für kommenden Freitag war die Eröffnung vorgesehen. Es sollten eine Bücherei, eine Kletterwand, eine Volksküche und andere Aktivitäten angeboten werden.
Nach der Räumung des KUKUTZA-Zentrums im September 2012 nun der zweite Rückschlag für die Zentrumsbewegung. Doch zieht der reaktionär-populistische Bürgermeister seine harte Linie durch und toleriert keine weiteren Projekte von und für die Bevölkerung. Verfolgt wird erneut nicht die jahrzehntelange Brache, sondern der uneigennütze Arbeitseinsatz vieler Jugendlicher. In den vergangenen Wochen waren wiederholt Polizeikräfte in der Nähe unterwegs und machten Ausweiskontrollen. Gegen sie wird nun ermittelt. Bei der Abschlusskundgebung nach der Protestdemo wurde die kapitalistische Spekulationspolitik heftig angegriffen, in Bilbo mit 300.000 Einwohner/innen stehen mehr als 20.000 Wohnungen und Fabrikgebäude leer. Gora PATAKON - gora KUKUTZA!
Webseite:
http://patakon-gaztetxea.net Fotoserie:
www.flickr.com/photos/txeng/sets/72157630304105030/show/
Videos:
https://plus.google.com/photos/112812602953432620261/albums/5758305678344624369?banner=pwa www.youtube.com/watch?v=3xLrV8H6hfQ
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
"Bilbo"
ja
weiterer artikel
Der Besitzer hat das Gebäuse über ein halbes Jahrhundert leer stehen lassen, ohne sich um den Leerstand sowie den Verfall zu kümmern oder zu interessieren. Die Besetzer_innen haben sich um einen Dialog bemüht um eine gemeinsame Lösung zu finden. Dennoch wurde die Räumung durchgeführt.
In den 3 Wochen der Besetzung haben tausende Menschen ihre Unterstützung und Solidaritt für das Projekt gezeigt. So gab es beispielsweise eine Unterschriftenliste mit über 2500 Unterschriften, Soliaktionen, Pressekonferenzen, Plakate, Solishirts, Sachspenden wie Einrichtungsgegenstände oder Bücher für geplante Bibliothek. Viele Leute haben das Gebäude ehrenamtlich saniert und renoviert.
Das Patakon wurde durch die massive Arbeit der Besetzer_innen, Unterstützer_innen und Nachbar_innen innerhalb von drei Wochen vom leeren Fabrikgebäude mit Wasseschäden zum sanierten und bezugfertigen Stadteilzentrum.
Laut Aussage der Stadteilversammlung war der Stadtteil über seine Bedürfnisse einig. Ein Projekt zu schaffen, welches nicht kommerziell ist und in dem sich die Anwohner Basisdemokratisch und selbstbestimmt organisieren können sowie kulturellen Raum zu schaffen um sich zu Bilden, zu Tanzen, Musik zu machen, Sport zu treiben oder Workshops zu verantalten.
Doch die Arbeit ist nicht umsonst gewesen. Dank des Patakons hat der Stadteil sich gemeinsam über seine Bedürfnisse auseinander gesetzt, hat gemeinsam gearbeitet, ist durch die kollektive Arbeit und Auseinandersetzung stärker zusammen gewachsen, und hat großartiges geschaffen.
Es ist nie umsonst, für die Verwirklichung seiner Träume zu kämpfen.
Am 28.06. findet um 11 Uhr eine Kundgebung vor dem Rathaus in Bilbao statt.
Die offizielle Eröffnung war für den 29.06. geplant.