kämpferische Gewerkschaft
In Folge des antikapitalistischen Aktionstages M31, kam es in Wiesbaden zu Streit in der Linkspartei wegen der FAU-Mitgliedschaft einer Parteigenossin. Nachdem deshalb in der Wiesbadener und Frankfurter Tagespresse zum wiederholten Mal in den letzten Wochen die falsche Behauptung aufgestellt wurde, die FAU (Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union) sei eine „gewerkschaftsfeindliche Vereinigung“, veröffentlichen wir folgende Richtigstellung.
Die FAU ist eine anarchosyndikalistische Gewerkschaft (von anarchos (griech.) = herrschaftslos und syndikat (franz.) = Gewerkschaft). Es ist ein Widerspruch in sich, eine Gewerkschaft als „gewerkschaftsfeindlich“ zu bezeichnen. Dass die FAU eine Gewerkschaft ist wurde gerichtlich und von der ILO bestätigt.
In anarchosyndikalistischen Gewerkschaften entscheiden die Mitglieder selbst über alle Belange und nicht bezahlte Funktionäre wie bei DGB-Gewerkschaften, in denen laut Satzung die Vorstände jeden Beschluss der Basis überstimmen können.
Der Anarchosyndikalismus ist ein integraler Bestandteil der internationalen Gewerkschaftsbewegung. In südeuropäischen Ländern wie Spanien, Italien, Frankreich, aber auch in Schweden ist der Anarchosyndikalismus traditionell verankert. Beispielsweise ging der letztlich von allen Gewerkschaften getragene Generalstreik am 29. März 2012 in Spanien vor allem auf die Initiative der anarchosyndikalistischen Gewerkschaften CNT, CGT und Solidaridad Obrera zurück. Auch unsere Vorgängerorganisation, die FAUD, hatte in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts 200.000 Mitglieder, von denen viele in den KZ der Nazis ermordet wurden.
In vielen Streiks und Arbeitskämpfen der letzten Jahre hat die FAU Seite an Seite mit Unorganisierten und DGB-Mitgliedern gekämpft. Unterhalb der Funktionärsebene gibt es dabei selten Probleme (Emily-Komitee, Berlin; Streik beim Flughafen-Catering-Service Gate Gourmét, Düsseldorf 2005; Arbeitskampf Kino Babylon, Berlin 2010/2011, um einige zu nennen). Aus dem Arbeitskampf und der Fabrikbesetzung beim Fahrradhersteller Bike-Systems 2008 in Nordhausen (Thüringen), ging mit Unterstützung der FAU die selbstverwaltete Produktion des Strike Bikes hervor (mit dem Mitglieder der Linkspartei Wiesbaden gerne auf Demonstrationen erscheinen).
Neben der FAU wurden Branchengewerkschaften wie GDL, GdF, UFO oder Cockpit vom Apparat der DGB-Gewerkschaften massiv bekämpft und haben sich letztendlich deshalb durchgesetzt, weil sich die dort organisierten Menschen vom DGB nicht mehr vertreten sahen. Der Versuch der DGB-Führung, das alte Gewerkschaftsmonopol durch Geheimabsprachen mit dem BDA und der Bundesregierung - zur gesetzlichen Verankerung der Tarifeinheit - wieder herzustellen, scheiterte erst am gemeinsamen Widerstand von GDL, Cockpit, UFO, FAU, Marburger Bund - und besonders der aktiven Basis von ver.di und IG Metall. „Gewerkschaftsfeindlich“, im Sinn von feindlich gegenüber konkurrierenden Organisationen, ist insofern eher die Funktionärsebene des DGB als die FAU.
Auch kleine Gewerkschaften sind Gewerkschaften mit entsprechenden Rechten. Wir als FAU sehen die Sache sportlich - Konkurrenz belebt das Geschäft - auf das endlich wieder unsere Rechte als ArbeitnehmerInnen im Mittelpunkt stehen und nicht Sozialpartnerschaft und Standortnationalismus. Die haben in den letzten fünfzehn Jahren zu immensen Profiten der Konzerne und zu Reallohnverlusten der ArbeitnehmerInnen geführt.
FAU-Lokalföderation Rhein/Main
In anarchosyndikalistischen Gewerkschaften entscheiden die Mitglieder selbst über alle Belange und nicht bezahlte Funktionäre wie bei DGB-Gewerkschaften, in denen laut Satzung die Vorstände jeden Beschluss der Basis überstimmen können.
Der Anarchosyndikalismus ist ein integraler Bestandteil der internationalen Gewerkschaftsbewegung. In südeuropäischen Ländern wie Spanien, Italien, Frankreich, aber auch in Schweden ist der Anarchosyndikalismus traditionell verankert. Beispielsweise ging der letztlich von allen Gewerkschaften getragene Generalstreik am 29. März 2012 in Spanien vor allem auf die Initiative der anarchosyndikalistischen Gewerkschaften CNT, CGT und Solidaridad Obrera zurück. Auch unsere Vorgängerorganisation, die FAUD, hatte in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts 200.000 Mitglieder, von denen viele in den KZ der Nazis ermordet wurden.
In vielen Streiks und Arbeitskämpfen der letzten Jahre hat die FAU Seite an Seite mit Unorganisierten und DGB-Mitgliedern gekämpft. Unterhalb der Funktionärsebene gibt es dabei selten Probleme (Emily-Komitee, Berlin; Streik beim Flughafen-Catering-Service Gate Gourmét, Düsseldorf 2005; Arbeitskampf Kino Babylon, Berlin 2010/2011, um einige zu nennen). Aus dem Arbeitskampf und der Fabrikbesetzung beim Fahrradhersteller Bike-Systems 2008 in Nordhausen (Thüringen), ging mit Unterstützung der FAU die selbstverwaltete Produktion des Strike Bikes hervor (mit dem Mitglieder der Linkspartei Wiesbaden gerne auf Demonstrationen erscheinen).
Neben der FAU wurden Branchengewerkschaften wie GDL, GdF, UFO oder Cockpit vom Apparat der DGB-Gewerkschaften massiv bekämpft und haben sich letztendlich deshalb durchgesetzt, weil sich die dort organisierten Menschen vom DGB nicht mehr vertreten sahen. Der Versuch der DGB-Führung, das alte Gewerkschaftsmonopol durch Geheimabsprachen mit dem BDA und der Bundesregierung - zur gesetzlichen Verankerung der Tarifeinheit - wieder herzustellen, scheiterte erst am gemeinsamen Widerstand von GDL, Cockpit, UFO, FAU, Marburger Bund - und besonders der aktiven Basis von ver.di und IG Metall. „Gewerkschaftsfeindlich“, im Sinn von feindlich gegenüber konkurrierenden Organisationen, ist insofern eher die Funktionärsebene des DGB als die FAU.
Auch kleine Gewerkschaften sind Gewerkschaften mit entsprechenden Rechten. Wir als FAU sehen die Sache sportlich - Konkurrenz belebt das Geschäft - auf das endlich wieder unsere Rechte als ArbeitnehmerInnen im Mittelpunkt stehen und nicht Sozialpartnerschaft und Standortnationalismus. Die haben in den letzten fünfzehn Jahren zu immensen Profiten der Konzerne und zu Reallohnverlusten der ArbeitnehmerInnen geführt.
FAU-Lokalföderation Rhein/Main
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Ergänzungen
FAU-IAA und "revolutionärer Syndikalismus"
"Die Internationale Arbeiter/innen-Assoziation (IAA) hat sich folgende Ziele gesetzt:
a) den revolutionären Kampf in allen Ländern zu organisieren und durchzuführen mit dem Plan, ein für alle Mal die bestehenden politischen und wirtschaftlichen Regime zu zerstören und den libertären Kommunismus aufzubauen.
b) den wirtschaftlichen Gewerkschaftsorganisationen eine nationale und industrielle Grundlage zu schaffen und, wo sie bereits existiert, jene Organisationen zu stärken, die zum Kampf um die Zerstörung von Kapitalismus und Staat entschlossen sind.
c) die Unterwanderung der wirtschaftlichen Gewerkschaftsorganisationen durch politische Parteien zu verhindern und entschieden jeden Versuch politischer Parteien, die Gewerkschaften zu kontrollieren, entschlossen zu bekämpfen.
d) wo die Umstände es erfordern, durch eine Reihe von Aktionen, die nicht im Widerspruch zu a), b) und c) stehen, vorläufige Bündnisse mit anderen proletarischen, gewerkschaftlichen und revolutionären Organisationen aufzubauen, mit dem Ziel gemeinsame internationale Aktionen im Interesse der arbeitenden Klasse zu planen und durchzuführen. Diese Bündnisse dürfen niemals mit politischen Parteien eingegangen werden, also mit Organisationen, welche den Staat als gesellschaftliches System anerkennen. Die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung lehnt die Klassenzusammenarbeit ab, die durch die Teilnahme an Ausschüssen unter staatlicher Wirtschaftsaufsicht charakterisiert ist (wie zum Beispiel bei Betriebsratswahlen). Ausserdem lehnt sie auch finanzielle Unterstützung ab, hat keine bezahlten Gewerkschaftsfunktionäre und betreibt keine der anderen Praktiken, die den Anarchosyndikalismus zerstören können."
aus: "Prinzipien und Ziele der Internationalen ArbeiterInnen-Assoziation (IAA)"
Partei und FAU
Verbietet das nicht das FAU-Statut?
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
aha — pups
Aha — Syndikalistin
und ab dafür — Wobblie
Artikels — Name
Danke — left
Konkurrenz belebt das Geschäft — wtf
verwunderung? — verwunderter