Repression beim No Border Camp in Stockholm

NBC 21.06.2012 21:21 Themen: Antirassismus Repression Weltweit
Seit Beginn des No Border Camps in Stockholm am Sonntag dem 17.06. sind bei verschiedenen Aktionen immer wieder Personen von den Bullen in Gewahrsam genommen worden. Aktuell sieht es so aus, dass nach den gestrigen Gerichtsanhörungen 3 Leute weiterhin im Knast bleiben müssen.
Betroffen sind eine Person, die wegen „Graffiti“ bereits am letzten Samstag in Gewahrsam genommen wurde und zwei Personen die nach einer Soli-Demo für die zuerst inhaftierte Person am Sonntag in der Metro-Station „Näckrosen“ von den Bullen mitgenommen wurden. An diesem Abend wurden ca. 50-60 Leute nach der Demo von den Bullen aus der Metro gezerrt. Alle Personen mussten mehrere Stunden in Reihen sitzend auf dem Boden der Station verbringen. Hierbei kam es des Öfteren auch zu Übergriffen seitens der Bullen, sei es durch stark verdrehte Körperteile oder durch den Einsatz von Teleskopschlagstöcken. An dem Abend wurden auch noch weitere Personen festgenommen die letztendlich aber nach preisgeben ihrer Identität nach teilweise mehr als 48 Stunden wieder aus dem Gewahrsam entlassen wurden. Doch drei Genoss*innen sitzen immer noch im Knast, nachdem das Gericht entschieden hat sie mindestens noch weitere 1-2 Wochen einzusperren, bis es zu einem richtigen Prozess kommt. Die Gründe hierfür sind, dass bei zwei Personen angeblich die Gefahr besteht, dass sie das Land verlassen und bei einer Person ist der Grund für die weitere Haft, dass sie ihre Identität nicht preisgibt. Die Gerichtsverhandlungen haben sich zudem schwierig gestaltet, da eine benötigte Übersetzung nicht bereitgestellt wurde und zum Teil von der Übersetzerin elementare Sachen weggelassen wurden, was die Person selbst leider nicht verstehen konnte. Darüber hinaus wird in einem Fall von den Bullen benötigte medizinische Versorgung nicht an die betroffene Person weitergegeben, obwohl diese von Genoss*innen bereitgestellt wurde. All dies ist letztendlich zwar kaum verwunderlich, zeigt aber einmal aufs Neue, was wir von den Repressionsorganen zu erwarten haben: Nichts!

Zeigt Solidarität mit den Gefangenen und macht Aktionen bei euch vor Ort! Schlagen wir dort zurück wo sie es nicht erwarten.

No one is free, until all are free!

The night is dark. Let´s attack the reasons of our sorrows!
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Ergänzungen

repression auch neben metro

egal 24.06.2012 - 12:44
die repression an diesem tag hat sich nicht nur auf die metro beschränkt sondern hat sich zum grossen teil auch auf der oberfläche abgespielt so wurden zum beispiel ankomende unterstützer*innen direkt mit hunden vertrieben wobei 2 hunde keinen mundschutz hatten und es auch zu einer beissattacke kam später wurden leute dann auch von der anti-terror einheit schwedens ohne grund durch die strassen gejagt und zum teil relativ brutal festgenommen ausserdem wurde die gegend um die metro mit einem hubschrauber überwacht
alles in allem sah es eher nach einer vorbereiteten falle aus als nach einer spontanen reaktion auf die sponti
diese repression wurde seitens der bullen mit einer haarsträübenden geschichte von einem riot einem versuch die bullenstation anzuzünden und steinwürfen sowie einer verletzten bullenperson gerechtfertigt alles ist natürlich nicht mal ansatzweise passiert aber ja
never trust the police

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