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31. Mai, Frankfurt: "Wohnraum für alle"

Antifa Mainz 30.05.2012 08:15
Am Donnerstag den 31. Mai findet unter dem Motto „Wohnraum für alle“ eine Demonstration in Frankfurt am Main statt. Die Demo soll um 17 Uhr beginnen und startet an der Bockenheimer Warte (vor dem Depot- Sammelpunkt) und geht über die Taunusanlage zum Römerberg.
Am Donnerstag den 31. Mai findet unter dem Motto „Wohnraum für alle“ eine Demonstration in Frankfurt am Main statt. Die Demo soll um 17 Uhr beginnen und startet an der Bockenheimer Warte (vor dem Depot- Sammelpunkt) und geht über die Taunusanlage zum Römerberg.

Der Sammelpunkt für die Demonstration von Menschen die aus Mainz anreisen wollen ist der Hauptbahnhof Mainz. Die S-Bahn fährt um 15:32 Uhr auf dem Gleis 4a ab.

Treffpunkt für Menschen ohne Ticket: 15:10 Uhr, Hauptbahnhof, Rolltreppe zu Gleis 4a
Treffpunkt für Menschen mit Ticket: 15:20 Uhr, Hauptbahnhof, Rolltreppe zu Gleis 4a
Abfahrt des Zuges: 15:32 Uhr, Hauptbahnhof, Gleis 4a

Der Zug kommt um 16:13 Uhr auf Gleis 102 in Frankfurt an. Dann müsst ihr die U4 Richtung Bockenheimer Warte nehmen. Es fährt jeweils eine um 16:23 Uhr, sowie um 16:53 Uhr.

Mehr Infos erhaltet ihr unter auf Anfrage über unseren Blog:
 http://mainzantifa.blogsport.de/
Oder unter:
 http://ivi.copyriot.com/

Erscheint zahlreich, seid stark und laut!

Hier noch der Aufruf aus dem Internet für die Demonstration am Donnerstag:

DAS AKTIONSBÜNDNIS FÜR BEZAHLBAREN WOHNRAUM & DER ALLGEMEINE STUDIERENDENAUSSCHUSS DER UNIVERSITÄT FRANKFURT AM MAIN RUFEN AUF:

„WOHNRAUM FÜR ALLE!“
31. MAI UM 17:00 UHR
BOCKENHEIMER WARTE

Vereinbarte Demonstrationsroute für Donnerstag, den 31. Mai.:
Ab 17 Uhr Bockenheimer Warte (vor dem Depot- Sammelpunkt) – Bockenheimer Landstraße – Taunusanlage – Junghofstrasse – Goertheplatz – Rossmarkt – Katharinenpforte – Kornmarkt – Berliner Strasse – Paulsplatz – Römerberg

Bezahlbaren Wohnraum schaffen und
Institut für vergleichende Irrelevanz erhalten!
Am 31. Mai werden verschiedene Stadtteil- und Mieter_innen-Initiativen, sowie wir Studierende eine Demonstration, um 17 Uhr ausgehend von der Bockenheimer Warte, veranstalten: Für günstigen Wohnraum und Frankfurter Freiräume!

Wie katastrophal der Wohnungsmarkt in Frankfurt ist, wird jede_r wissen, der_die schon einmal eine Wohnung, ob Ein-Zimmer-Wohnung, WG oder Wohnheimplatz, gesucht hat. Mit einer Wohnungsquote von 95% ( d.h nur 95% der Haushalte sind mit einer Wohnung abgedeckt) ist sie die Stadt mit der geringsten Wohnfläche pro Person im Vergleich zu anderen westdeutschen Großstädten. Demgegenüber gibt es einen Büroleerstand von fast zwei Mio. Quadratmetern der kaum als Wohnraum in Erwägung gezogen wird, obwohl das Potential dazu bestünde.
Weiterhin lassen sich fortschreitende Gentrifizierungsprozesse in allen innenstadtnahen Teilen Frankfurts beobachten. Für die Stadt Frankfurt, die sich durch ihre Bedutung als Finanzplatz als „Global City“ versteht, spielen soziale Belange der Bevölkerung eine untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es ihr um Stadtpolitik im Rahmen einer internationalen Standortkonkurrenz. Dass in diesem Prozess die Interessen prekarisierter Bewohner_innen zum Opfer fallen, lässt sich aktuell beispielhaft im Ostend beobachten. Durch den Bau der neuen EZB steigen die Mieten im Ostend gerade massiv – so wie in fast ganz Frankfurt.

Zu Beginn des Wintersemesters 2011/12 zeigte sich diese prekäre Situation für viele, vor allem zugezogene Studierende ganz deutlich.
Bis weit nach dem Vorlesungsbeginn hatten viele von ihnen noch immer keine Wohnung gefunden – und das, obwohl sie Besseres zu tun gehabt hätten, als sich mit der Wohnungssuche zu beschäftigen.
Aus diesem Grund und um Studierende bei der Wohnungssuche zu unterstützen, sie nicht im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße sitzen zu lassen, und somit das Thema Wohnraum auf die politische Agenda zu setzen, organisierte der AStA der Uni Frankfurt Schlafmöglichkeiten in einem „Indoor Camp“ im Studierendenhaus. Zeitgleich wurde nach einer studentischen Vollversammlung am 20. Oktober eine dem Land Hessen gehörende Villa im benachbarten Westend spontan besetzt, um auf die desolate Wohnraumsituation aufmerksam zu machen und um sich den in Frankfurt durchaus vorhandenen, aber nicht bezahlbaren Wohnraum selbst anzueignen. Noch am selben Abend räumte die Polizei gewaltsam das Haus. Seitdem steht das Haus wieder leer.

Die Besetzung und die Verschärfung der Wohnungsnot erzeugten eine Dynamik, aus der sich eine Initiative aus Studierenden, Schüler_innen, prekär Beschäftigten und Künstler_innen entwickelte, aus der heraus es zu weiteren Aktionen wie Besetzungen, Demonstrationen oder Störungen des Bürobetriebs der landeseigenen Immobilienfirma kam. Ihr Engangement ist Ausdruck des allgegenwärtigen Unmuts.
Mit dem Umzug des Campus Bockenheim auf den IG Farben-Campus und der Umwandlung des bestehenden Campus Bockenheim in den sogenannten „Kulturcampus“ soll auch hier Kultur im Sinne einer wie auch immer gearteten „Hochkultur“ institutionalisiert werden. Räume, in denen eine freiere und individuellere Gestaltung von Kultur möglich ist, werden dadurch weiter verdrängt. Die jetzt schon katastrophalen Lern- und Arbeitssituationen an der Universität werden sich weiter zuspitzen. Angesichts der katastrophalen Wohnraumsituation für Studierende ist es eine Frechheit, dass Wohnheime abgerissen werden, wie voraussichtlich an der Bockenheimer Warte. Die Landesregierung und Uni-Leitung missverstehen immer wieder (gezielt) die Wohnraumproblematik als Privatangelegenheit. Dafür stehen begrüßte private, hochpreisige Studierendenresidenzen oder der lasche Appell an die Frankfurter Bürger_innen, Privaträume zur Verfügung zu stellen.

Selbstverwalter Räume wie der Eltern-Kind-Raum oder das TuCa im AfE-Turm, das Institut für vergleichende Irrelevanz (IVI) oder auch das Studierendenhaus mit dem Café Koz sind am neuen Campus oft nicht, in geringerem oder in sehr geringem Maße vorgesehen. Mit der Verdrängung selbstverwalteter Räume geht ein zunehmender Abbau kritischer Wissenschaften einher, die in der durchökonomisierten Uni mit Exzellenz-Clustern, House of Finance und Stiftungsprofessuren kaum mehr Platz finden. Somit werden gesellschaftskritische Aspekte sukzessiv aus dem Weg geräumt.
Akut räumungsbedroht ist das IVI im besetzten Kettenhofweg 130, in dem seit über acht Jahren unter dem Motto „Theorie, Praxis, Party“ alternative Wohn-, Party- und Lebensformen, kritische Wissenschaft (u.a. die „Gegenuni“ und verschiedenste Kongresse) organisiert und durchgeführt wurden und werden. Ohne den AStA oder die Nutzer_innen des IVI überhaupt zu informieren, verkaufte die Universität dieses Frühjahr das Gebäude an die Franconofurt AG.
Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, am 31. Mai auf die Straße zu gehen!

Für den IVI-Erhalt!
Wohnraum für Alle!
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Ergänzungen

grüße aus potsdam!

solidarität 30.05.2012 - 14:51
Wohnraum darf keine Ware sein
Wohnungssuche in Potsdam ist schrecklich. Wer gerade eine Wohnung sucht und nicht zu den wirklich Gutverdienenden gehört, kann sich gleich mal nach einem zweiten Job umsehen. Sowohl die städtische Pro Potsdam/Gewoba als auch die privaten Vermieter_innen erhöhen seit Jahren die Mieten und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Gleichzeitig stagnieren oder sinken die Reallöhne.

Wer das Glück hat, in einer einigermaßen bezahlbaren Wohnung zu leben, muss täglich damit rechnen, dass entweder der Verkauf des Hauses und/oder Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen drohen, worauf in der Regel wieder Mietsteigerungen folgen. Wer sich dem widersetzt, muss damit rechnen, dass die Vermieter_innen alle legalen und illegalen Hebel in Bewegung setzen, um das »Verwertungshindernis« Alt-Mieter_in aus der Wohnung zu bekommen.

Es gibt zu wenige Wohnungen in Potsdam und man muss froh sein, wenn man eine hat. Aus Angst, die Wohnung zu verlieren, trauen sich viele Menschen nicht, sich gegen Mieterhöhungen, schimmelnde Wohnungen und den Terror der Vermieter_innen zu wehren.

Immer mehr Menschen verlassen deshalb aus ökonomischen Gründen die Stadt und ziehen dorthin, wo es – im Moment noch – billiger ist. Doch die Flucht vor den hohen Mieten hat oft nur kurzzeitig Erfolg. Überall im Großraum Berlin steigen die Mieten. Und weil kaum noch sozialer Wohnungsbau stattfindet, mangelt es in allen Ballungsgebieten an bezahlbaren Wohnraum.

Deshalb: »Mietenstopp jetzt!«
Demonstration 02.06.2012
Treffpunkt Ost: 13 Uhr S-Bhf. Babelsberg
Treffpunkt West: 13 Uhr Kastanienallee/Geschwister-Scholl-Straße
Zusammenschluß: 14:30 Uhr Alter Markt
Abschluss: 15:30 Uhr Bassinplatz

Wir ziehen in zwei Demonstrationszügen von Potsdam-West über die Innenstadt bzw. von Babelsberg über Zentrum-Ost zum Alten Markt. Von dort geht es gemeinsam zur Abschlusskundgebung auf dem Bassinplatz.