Anmerkung der Moderationsgruppe: Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Termin, ein Aufruf, die Einladung zu einer Veranstaltung oder die Ankündigung einer Aktion reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier.    Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.

No Boder Camp K&oumlln/D&uumlsseldorf 2012

media 27.05.2012 15:59

Vom 13. bis zum 22. Juli 2012 wird in K&oumlln ein No Border Camp stattfinden. Seit den 1990er-Jahren zeigen No Boder Camps Rassismus auf, der sich nicht nur an den EU-Außengrenzen, sondern ebenso in Abschiebekn&aumlsten und den Flugh&aumlfen europ&aumlischer Metropolen manifestiert. Mit seiner aktionistischen Ausrichtung auf den Flughafen D&uumlsseldorf will das No Boder Camp K&oumlln/D&uumlsseldorf den transnationalen Protest an die Innengrenzen der EU tragen.
Mit dem Camp sollen zum einen &uumlber Vernetzung und Verbreiterung antirassistische Praxen gest&aumlrkt, zum anderen mit verschiedenen Aktionen das Thema Rassismus, Migration und Abschiebepolitik in den &oumlffentlich-medialen Diskurs getragen werden.

Springen zu: Widerstand sichtbar machen Schwerpunkt Flughafen Austausch, Selbstreflexion und Vernetzung Kontakt

Ziel: Widerstand sichtbar machen
Das No Boder Camp will den Widerstand gegen rassistische Politiken b&uumlndeln und nach außen hin sichtbar machen. Wir wollen dabei an verschiedene Aktionen antirassistischer Organisationen und selbstorganisierter Gruppen ankn&uumlpfen. Mit dem Camp wollen wir einen Ort schaffen, an dem Forderungen gestellt, geh&oumlrt und unterst&uumltzt werden k&oumlnnen, an dem Wissen geteilt werden und insbesondere die Selbstorganisierung von Gefl&uumlchteten / Migrant_innen / PoCs (...) Raum finden kann. W&aumlhrend des Camps sollen Strategien entwickelt werden, die uns h&aumlufig trennenden Grenzverl&aumlufe zu bek&aumlmpfen. Gemeinsam wollen wir gegen Rassismus aktiv werden, in gemeinsamen Aktionen Sichtbarkeit herstellen und das Gef&uumlhl von Ohnmacht bek&aumlmpfen!Mit dem Camp soll der politische Druck auf die Verantwortlichen wachsen. Es geht uns darum, Rassismus als gesamtgesellschaftliches Machtverh&aumlltnis zu kritisieren und sowohl mit der Pr&aumlsenz des Camps in der Stadt als auch mit &oumlffentlichen Aktionen rund um das Camp in Diskurse zu intervenieren, die Rassismus relativieren und als Problem einzelner Fanatiker_innen verharmlosen. Gemeinsam wollen wir Widerstand leisten!



Aktionen im Umfeld des Camps k&oumlnnen das Grenzregime tempor&aumlr außer Kraft setzen! Widerstand und Selbstorganisierung haben Abschiebungen schon wirksam verhindert, also: Kommt zum Camp und initiiert selbst Aktionen. Wendet euch gern schon im Vorfeld mit euren Ideen an das Vorbereitungsteam: choreo-nbc@riseup.net
F&uumlr die Planung und Durchf&uumlhrung von Aktionen gilt: Grunds&aumltzlich soll das No Border Camp einen Rahmen f&uumlr eine große Bandbreite von Aktionen und Aktionsformen bieten. Allerdings kommen auf dem Camp Menschen mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen und Bed&uumlrfnissen zusammen. Dem Wunsch nach einer freien Wahl der Aktionsformen steht aus verschiedenen pers&oumlnlichen und politischen Gr&uumlnden das Bed&uumlrfnis nach einem gesch&uumltzten Raum gegen&uumlber.

Schwerpunkt Flughafen
Am Samstag, den 21. Juli, ist ein Aktionstag gegen die Abschiebungen vom D&uumlsseldorfer Flughafen geplant. Als Scharnier der europ&aumlischen Abschiebemaschinerie soll der Flughafen D&uumlsseldorf in den aktionistischen Fokus r&uumlcken und mit ihm die europ&aumlische Grenzschutzagentur FRONTEX, die an den Außengrenzen der EU einen regelrechten Krieg gegen Gefl&uumlchtete und Migrant_innen f&uumlhrt. Die europaweit meisten Frontex-unterst&uumltzten Abschiebungen richten sich derzeit gegen Gefl&uumlchtete und Migrant_innen aus Nigeria. Aber auch Abschiebungen nach Serbien und in den Kosovo sind unsichtbar gemachter Alltag am D&uumlsseldorfer Flughafen. Durch die h&aumlufiger als monatlich stattfindenden Sammelabschiebungen per Flugzeug manifestiert sich strukturelle Diskriminierung, soziale Stigmatisierung und Alltagsrassismus v.a. gegen Roma. Eine der beteiligten Fluglinien ist Air Berlin, die am schmutzigen Gesch&aumlft Abschiebung gewaltig profitiert. Als Nutznie&szliger_innen soll sie an diesem Tag keine Ruhe haben! Demos und Blockaden am Flughafen stellen dieser Abschiebemaschinerie eine empfindliche St&oumlrung entgegen und schaffen eine f&uumlr Verantwortliche und Profiteur_innen unangenehme &Oumlffentlichkeit.

Ziel: Austausch, Selbstreflexion und Vernetzung
Neben dem Fokus auf Aktionen, die vor allem nach au&szligen gerichtet sind, soll das Camp aber auch nach innen wirken und Austausch und Vernetzung von antirassistischen K&aumlmpfen unterst&uumltzen und politische Praxen reflektieren. Hierf&uumlr wollen wir Raum f&uumlr Workshops schaffen, die sich inhaltlich an folgenden Themenbl&oumlcken orientieren:

  1. Abschiebungen (insbesondere Sammelcharter vom D&uumlsseldorfer Flughafen), Abschiebekn&aumlste
  2. EU-Au&szligengrenzen / Frontex und Innere Grenzen / Rassistische Polizeigewalt und Kontrollen
  3. Alltagsrassismus / Gesellschaftlicher und institutioneller Rassismus / antimuslimischer Rassismus / Antiziganismus / rechten Diskurse / Antifaschismus: es soll in Bezug auf das Antifa-Camp im August in Dortmund einen Thementag zu antifaschistischen K&aumlmpfen geben
  4. Lebensbedingungen von Fl&uumlchtlingen / Asylgesetze / Lager / Leben in der Illegalit&aumlt / m&oumlrderischen Situation an den Au&szligengrenzen / Illegalisierung / Selbstorganisation von Gefl&uumlchteten und Migrant_innen, Migrantische Streiks
  5. Hintergr&uumlnde von Migration, Fluchtursachen, (Post-)Kolonialismus und Landgrabbing
  6. Critical Whiteness und Empowerment

Das Camp soll zu einem Ort werden, an dem rassismus-, faschismus-, sexismus- und kapitalismuskritische Perspektiven zusammen gedacht werden. Es soll aber auch zu einem Ort kritischer Selbstreflexion werden: Rassismus geht uns alle an und gleichzeitig ist es offensichtlich, dass Menschen entsprechend ihrer sozialen Positionierung – als Wei&szlige, als Schwarze, als People of Color, als Menschen mit oder ohne Fluchterfahrung, als Illegalisierte – negativ oder positiv von Rassismus betroffen sind. Diese unterschiedlichen gesellschaftlichen Positionierungen, die sich entlang von „race“, class, gender und weiteren Differenzkategorien erstrecken, sollen sowohl in die Vorbereitung einflie&szligen als auch auf dem Camps diskutiert und reflektiert werden – mit dem Ziel, wei&szlige Normalit&aumlt zu hinterfragen und Privilegien sichtbar zu machen. Denn nur was sichtbar ist kann auch bek&aumlmpft werden!

Wenn du einen Workshop anbieten m&oumlchtest, wende dich an: choreo-nbc@riseup.net Das Camp lebt davon, dass sich m&oumlglichst viele Menschen aktiv mit Ideen einbringen!

Kommt zum Camp und klinkt euch ein in die dezentrale Vorbereitung in eurer Stadt oder Region! Es gibt noch viel zu tun in den n&aumlchsten sieben Wochen, also meldet euch, falls ihr Lust habt euch einzubrigen, Aufgrund von strukturellem Rassismus ist der Vorbereitungskreis derzeit &uumlberwiegend weiß. Gemeinsam sollen aber Strukturen geschaffen werden, die die Teilnahme an Vorbereitung und Camp f&uumlr alle erm&oumlglichen.

Termine und Kontakt
Das n&aumlchste und letzte &uumlberregionale Treffen vor dem Camp ist in K&oumlln: 02./03. Juni 2012 im AZ K&oumlln, bundesweites No Border Treffen (AZ K&oumlln)
Weitere Infos und Kontakt findet ihr unter No Border Camp K&oumlln/D&uumlsseldorf. Falls ihr Fragen und oder Lust habt Euch zu beteiligen, so wendet Euch an die allgemeine eMailadresse noborder-cologne2012@riseup.net oder bei spezifischen Fragen direkt an die entsprechenden Koordinierungsgruppen.

Fight the war on refugees and migration!

Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Fight the war

Robert 28.05.2012 - 08:35
"Fight the war on refugees and migration" klingt für mich so wie kämpfe den Krieg (/beteilige Dich am Krieg) gegen Flüchtlinge und Migrant_innen.

Vielleicht wäre "stop the war on ..." oder "fight against the war on ..." besser?

links

links 28.05.2012 - 12:21