Voll der geile Griechenlandroman

Epanastatikos Agonas 20.05.2012 04:10 Themen: Antifa Antirassismus Blogwire Kultur Weltweit
Die Hetze gegen Griechenland schlägt bereits literarische Blüten. Gepaart mit der Arroganz der unwissenden Ignorant_innen kommt einer Herr Hansel des Weges und erklärt uns Griechenland aus der Sicht eines Krimiautors, der überall literarisch einschlägt, obwohl er außer mit Google noch nie in Griechenland war...

Eine Buchrezension
Buchkritik, ein Krimi in Griechenland:

DAS PERSEUS PROTOKOLL von Kai Hensel, obwohl Hansel es eher treffen würde. Quasi quer durch alle Medien abgefeiert, trifft man hier für glatte 23 TaKKen auf richtig eklige antigriechische Ergüsse aus dem Propagadamuseum und eigentlich, obwohl echte Anarchist_innen ja nicht anscheissen, hat der Autor eine Anzeige wegen Volksverhetzung verdient, aber nicht im Teutonenland, sondern in Griechenland.
Da wir ja eh demnäxt die DJ-Ministerin von Griechenland werden, erteile ich dem Vogel schon mal landesweites Kiezverbot und empfehle einen weiten Bogen; der griechische Knast ist hässlich für Hetzer und du darfst dann da gerne auf die Siemensmanager warten, damit ihr dann lebenslänglich über die scheiss Griechen ablästern könnt!

Wenn das so weiter geht, denn es gibt noch mehr Bücher, und die Lügen werden immer kesser, dann werde ich mich irgendwann als anarchistische Fachfrau in der Glotze zu MOMA und Fresseklub wieder finden. Wenn die Gage stimmt! Die geht dann eh an die Soliarbeit mit ePaNaStATIKOS AgOnAS (uff, heul, jetzt darf ich nicht mehr in die besetzten Indianergebiete einreisen, weil ich dann auf der Antiterrorliste der Staatsterroristen bin - RAFF lebt!)

Deutsche Touristin gerät in Mordkomplotte mit üblen Waffen und meint: "Ich als Deutsche klingel Sturm!" Seltsam ist das schon mit dieser nationalen Identität, und irgendwelchen Wankern, die in Hellas ab schimmeln und einfach nichts verstehen und auch nicht merkeln wie sie Elefanten sind, aber mit fahnenfarbigem Klopapier läßt sich eh am besten kackern und abwischen und Griechenland gewinnt im scheiss Fußball im Endspiel gegen die BRD... Profisportler_innen gehören eh als Rettungspaket an die Scheichs verscheuert...

"Echte" Buchrezensionen sind bei Amazon zu finden... Meins wird zur Schachtpappe

Das Buch ist zwar recht spannend geschrieben, allerdings habe ich extreme Schwierigkeiten, es zu Ende zu lesen. Wer jemals mit einem Fahrrad in griechischen Bergen war, egal ob Asphalt oder Gelände, stirbt bei derartigen Aktionen bereits am Hungerast und zwar lange, bevor man auf 2000 Meter Höhe auch nur dazu kommen könnte mit geschickten Steinwürfen Mörder übel zu verletzen, geschweige denn, daß frau auf 2000 Meter ohne Wasserflasche hoch fährt; eine geschlauchte Büchse Cola eines Passanten schmeckt dann richtig lecker und dann legt mensch sich erst mal dehydriert ab und läßt sich von Zeus und Hera in Form von Ziegen mit Wolfsköpfen besteigen bis die Dynamitfischer aus der Sfakia anrauschen und einem einen coolen Job anbieten..
Diese Steinwürfe würde man dann doch lieber von der Heldin auf Demos in Athen erleben wollen, aber das Problem dürfte wohl eher sein, daß der Autor offensichtlich noch nie in Athen war. Denn Wasserwerfereinsätze hat es in Athen seit 1981 nicht mehr gegeben, genauso wie in ganz Griechenland, allerdings mit einer Ausnahme und zwar bei den dreimonatigen Strassen- und offenen Feldschlachten im attischen Keratea. Dort hatte die Bevölkerung gegen eine Mülldeponie, auf, durch antike Silberminen untertunneltem Gelände gekämpft und dieser eine Wasserwerfer war ein ganz alter, roter, von der Feuerwehr. Auch die richtig lauten Knallgeräusche kommen bei den brutalen Bulleneinsätzen nicht von Tränengas-, sondern von Blendschockgranaten, deren Blitze von videosüchtigen Aktivisten oft für Mollis gehalten werden, die die Pigs, trotz Ministeranweisung weiterhin benutzen, genauso wie das brutal verschärfte Vermummungsgesetz (bis zu 10 Jahre Strafaufschlag für z.b. Gasmaske), dessen versprochene Abschaffung Papandreou viele Stimmen gebracht hatte und die einfach vergessen wurde.
Somit gerät auch das Versenken eines Flüchtlingsbootes durch die griechische Küstenwache ins Reich der Phantasie, obwohl es Hinweise oder Gerüchte gibt, daß derartiges stattgefunden hatte, allerdings nie mit so vielen Opfern und eher mit Messer gegen Schlauchboote.
Der Autor hätte stattdessen seinen Etat dazu verwenden sollen, so was zu beweisen und bei der Anzahl der Todesopfer könnte das eigentlich nur ein Boot sein, über das aber nur zweifelhafte türkische Medien (turkishpress.de) geschrieben hatten. Dort berichteten iranische Überlebende in Istanbul von 36 Toten, alles Menschen aus dem Iran und geschossen wurde auch nicht, sondern das überfüllte Schlauchboot wurde abgestochen.
Offensichtlich verleitet die Situation Griechenlands dazu, daß es z.z. eine ganze Reihe von Büchern gibt, die in oder über Griechenland handeln. Man wird dabei das Gefühl nicht los, daß hier einfach nur eine schnelle Mark gemacht werden soll und ich bezweifle, daß eine griechische Übersetzung des Buches auf dem griechischem Markt punkten würde.
Inzwischen habe ich etwas weiter gelesen und die Frechheiten werden immer dreister. Dort wird von einer spontanen Ansammlung von Faschisten in der Fußgängerzone phantasiert. Derartiges passiert eher in Gegenden, in die sich kein_e Tourist_in verirrt und vor allem beziehen sich diese Faschisten eindeutig auf die Nazis. Warum sollte dann die Heldin wegen ihrer "echten" blonden Haare Reiß aus nehmen müssen? Lächerlich ist zudem zu behaupten, alle griechischen Blondinnen hätten gefärbte Haare, die "schwulen" Mönche von Athos werden sich auch freuen und, daß das "griechische Volk" das religiöseste überhaupt sei, stellen wir auch mal dahin, weil wir ja alle wissen, daß es deratige Völker gar nicht gibt und wir stattdessen von den Bevölkerungen berichten.

ES REICHT:

DEUTSCHLAND HALT ENDLICH DEINE FRESSE, SONST BEISST DIR LOUK DIE SCHLANGENZUNGE AB..
echt antideutsche:::: deutschland verrecke
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Ergänzungen

Proletarisch Einkaufen als Solidarität

Thessa 20.05.2012 - 04:34
Thessaloniki: Supermarktenteignung als Zeichen der Solidarität mit dem eingesperrten Anarchisten Rami Syrianos, der seit dem 15. Mai im Hungerstreik ist



Text, der während der Supermarktenteignung verteilt wurde:

Wir werden keinen Boss um Mitleid anbetteln. Wir leben in einer Realität, die voller Ungleichheiten ist. Manche Leute wundern sich, was sie aus ihren gefüllten Kühlschränken rausschmeißen sollen, während wieder andere die Abfalleimer nach Lebensmitteln durchsuchen. Manche schauen sich nach einer Karriere mit hohen Gehältern um, während andere einem Tagelohn hinterher jagen, um zu überleben. Manche wundern sich, wie sie ihre zivilen Rechte ausüben können, während andere überhaupt gar keine Rechte haben. Die Balance, die entwickelt wurde, um diese Realität so wie sie ist aufrecht zu erhalten ist verwundbar; wir werden genau dort zuschlagen.

Enteignete Produkte aus dem Supermarkt werden als Bedürfnisgüter von niemandem vermisst; sie fehlen nur in den Profiten des Ladenbosses. Bevor wir einen Boss um Gnade oder ein paar schlecht bezahlte Arbeitsstunden in seinem/ihrem Dienst anbetteln, bevorzugen wir es, uns die Produkte zu nehmen, ohne dafür zu bezahlen, wenn wir sonst nicht unsere alltäglichen Bedürfnisse nicht abdecken können. So sehen wir für eine Weile, wie der Kreislauf der Sklaverei von uns durchbrochen wird und wir ein paar Stunden unseres Tages beanspruchen, um etwas konstruktiveres zu tun.

Der Krieg tobt weiter. Er bedarf keiner extra Erklärung von uns. Es gibt aber Bedarf, uns zu organisieren, uns gegen die Angriffe der Bosse zu verteidigen, indem wir Wege finden, Schläge gegen sie auszuteilen. Fern des Klichees, das uns als moderne Robin Hoods darstellt und ohne eine Avantgardposition zu beanspruchen, wollen wir unsere Motive und Beweggründe teilen. Schritte wie dieser, sind ein Weg aber keinesfalls das Ende der Fahnenstange. Wir sind nicht damit zufrieden, einfach Bosse um uns herum zu haben, die wir bestehlen oder anbetteln, oder von deren Abfällen wir leben. Wir wollen für uns selbst und unsere Beziehungen verantwortlich sein und wir wollen niemanden über unseren Köpfen, der/die die Dinge für uns arrangiert.

Eine offene Wette, die ihren Preis hat…

Da wir uns entschlossen haben, diesen Weg zu gehen, wollen wir auch nicht unsere GenossInnen aus Larissa vergessen, die immer noch verfolgt werden und auf ihren Prozess warten, angeklagt räuberischem Diebstahl Vorschub geleistet zu haben, was mit Gefängnisstrafen zwischen 5 und 20 Jahren bestraft werden kann, für eine Aktion im Februar 2009, so wie unsere heute (18.05.).

Wir haben auch nicht den Genossen Rami Syrianos vergessen, der im Gefängnis sitzt, weil er sich Geld eines Dealers, der mit gestohlenen Eigentum der ODDY handelte, einer Organisation, die die Rolle der staatlichen Beschränkung spielt, indem sie gepfändete Autos verschuldeter Menschen auf Auktionen verkauft, aneignete. Sein Prozess wurde auf den 21. Mai verlegt. Im Nigrita Gefängnis, wo er jetzt festgehalten wird, haben es die Gefänisbediensteten auf ihn abgesehen, weil er sich in seinem Widerstand gegen die Demütigung der Leibesvisitation an den Häftlingskämpfen beteiligt. Ihm wird ein besonderes Isolationsregime aufgezwungen. Er hat die längste Zeit in Einzelhaft verbracht, alleine in der Neuankömmlingszelle. Seit dem 15. Mai befindet er sich im Hungerstreik und fordert ein Ende dieser Herrschaft, sowie seine Überführung in ein anderes Gefängnis. Wir sind auf seiner Seite.

… Eine Wette, die es wert ist, gewonnen zu werden.

Mai 2012

@Autorin

The Brain 20.05.2012 - 09:31
Ähm du weißt schon, dass es sich bei dem Buch um einen Krimi handelt und nicht um einen Tatsachenbericht? Dass man sich in der Literatur durchaus Sachen ausdenken kann, die nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen müssen?

Nimmst du alle Bücher, die du liest als Wahrheit? Wahrscheinlich suchst du in deinem Kleiderschrank immer noch den Zugang zu Narnia... :D

Viel Spaß ;)

ja das muss Werbung sein

Michael 20.05.2012 - 22:46
Denke auch, v.d. ganzen diktion u d insgesamt sehr originellen bis bemüht plumpen schreibe dass das eine form von +Achtung) Guerilla Marketing ist. loeschen. Da hat ein ex linksradikaler Werber gekifft u dann den Text verfasst..

Nein

ist es nicht 21.05.2012 - 00:37
Wenn eine Geschichte nicht Anspruch auf Realitätsnähe beansprucht, liegts am Lesenden wie mit dem Inhalt ungegangen wird. Je nachdem ist es auch bei Fiktionen gerechtfertigt zu kritisieren, dass Author_in bewußt z.B. momentan bestehende Vorurteile bedient um den Unterhaltungswert für bestimmte Klientel zu pushen oder sogar selbige Vorurteile zu popularisieren. Aber wenn Lesende sich nur dran stören, dass Wasserwerfer zu bestimmten Zeiten nie und nimmer wie im Buch beschrieben irgendwo aufgefahren sind, sollten Lesende selbiges vielleicht einfach dem nächsten Umsonstladen überantworten und hier nich so n Faß aufmachen. Blödsinn ist definitiv gut aufgehoben in jeder Form von Geschichte

ein gutes Buch zum Thema

Entdinglichung 21.05.2012 - 10:55
seit kurzem Online: Revolt and Crisis in Greece

"Albanischer" Journalist nach 20 ausgewiesen

Contra-Info 21.05.2012 - 14:39
Griechenland weist Journalist nach 20 Jahren aus und seine Antwort ist: "Danke schön Griechenland", vor allem für die Kinder hammergeil, sind sie doch in Hellas geboren und aufgewachsen.

(IrgendwerSOLIAKTIONEN?)

In Griechenland wurde unter dem Vorwand unzureichender Versicherungsnachweise die Abschiebung eines seit 20 Jahren im Land lebenden albanischen Journalisten angeordnet.

Viele Reaktionen hauptsächlich von Seite seiner Kollegen hat die Nachricht hervorgerufen, dass der albanische Journalist Niko Ago nach 20-jährigem Aufenthalt in Griechenland ausgewiesen werden soll. Wie bekannt wurde, erhielt der Journalist am 17 Mai 2012 die Mitteilung, innerhalb von 30 Tagen das Land verlassen zu müssen, da er in der Periode 2007 – 2008 nicht die erforderliche Anzahl von Versicherungstagen zusammenbringen konnte, um seine Aufenthaltsgenehmigung zu verlängern.

Auf seinem persönlichen Blog betont Niko Ago, in jener Periode wegen eines ernsthaften Gesundheitsproblems die erforderlichen Versicherungstage nicht zusammengebracht haben zu können. Parallel führt er bewegt an, “sogar auch falls ich den Aufenthalt in Griechenland nicht gerichtlich erringen kann – obwohl mein heftiger Wunsch ist, die griechische Staatsangehörigkeit zu erwerben und darin fortzufahren, hier meine Dienste zu erbringen – werde ich selbst auch am Ende der Welt genau so philhellenisch bleiben“, und endet, indem er verbittert den Titel eines früher von ihm geschriebenen Artikels wiederholt: “Griechenland, Ich schulde dir ein Dankeschön!“

Der vollständige Text wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben.
Dankeschön, Griechenland!

Ich vollendete 20 Jahre in Griechenland und ging optimistisch in das einundzwanzigste. Seit ich herkam, ging ich verschiedenen Beschäftigungen nach. Nach viel Mühe und hauptsächlich vielem Lesen erlernte ich die griechische Sprache und verwirklichte meinen Traum, welcher der Journalismus war.

Heute bin ich Journalist bei den griechischen Massenmedien. In welchem Grad ich es schaffe und guten Journalismus mache, beurteilen diejenigen, die lesen, was meine Wenigkeit schreibt. Ich ziehe zwei Töchter groß, die heute 17 und 18 Jahre alt sind. Meine große Tochter kam im Alter von fünf Monaten nach Griechenland, die kleine wurde in Griechenland geboren und lernte kein anderes Land als Vaterland kennen.

Ich weiß nicht, ob ich wenig oder viel erbracht habe, sicher ist jedenfalls, dass ich ehrlich gearbeitet habe und arbeite. Niemals und aus keinerlei Grund beschäftigte ich jemals die Behörden des Landes. Ich widmete mich meinem Beruf, aber auch dem Einsatz für die Menschenrechte. Ich bin Vorstandsmitglied der Griechischen Allianz für Menschenrechte. Dies drückt mich aus, dies tu ich.

Zu dem Aufstieg der Chrysi Avgi, deren Einzug in das Parlament und den gegen mein Leben gerichteten Drohungen, welche ich erhalte, kam ein weiteres, gleichermaßen hässliches Ereignis hinzu. Obwohl viele von uns wegen des ersten Parts sehr beunruhigt sind, schmerzt mich der zweite persönlich eben so sehr.

Gestern, am 17 Mai 2012, beschied mir der griechische Staat, innerhalb von 30 Tagen das griechische Staatsgebiet verlassen zu müssen, weil ich 2007 – 2008, einer Periode, in der ich einem sehr ernsten Gesundheitsproblem begegnete, nicht die erforderliche Anzahl an Versicherungsnachweisen zusammenbringen konnte, um meine Aufenthaltsgenehmigung zu verlängern.

Das gleiche Schicksal mit mir haben auch viele andere Immigranten. Menschen, die ihr Leben mit diesem Land verbunden haben, die hier ihre Familien gegründet haben, deren Kinder in Griechenland geboren wurden, die Schule besuchten und hier aufwachsen. Die Zeiten sind für alle schwierig und für einige sind solche Themen “Luxus”. Es ist tatsächlich so. Für einige andere ist es jedoch ein Thema der Existenz und der Würde.

Sogar auch falls ich den Aufenthalt in Griechenland nicht gerichtlich erringen kann – obwohl mein heftiger Wunsch ist, die griechische Staatsangehörigkeit zu erwerben und darin fortzufahren, hier meine Dienste zu erbringen – werde ich genau so philhellenisch bleiben, selbst wenn ich am Ende der Welt landen sollte. Dieses Thema soll jedoch uns allen dazu dienen, endlich zu sehen, dass die uns widerfahrenden Widrigkeiten häufig von uns selbst verursacht werden.

Ich hatte einmal einen Artikel mit dem Titel “Griechenland, ich schulde dir ein Dankeschön” geschrieben, das selbe kann ich auch heute wiederholen, diesmal jedoch voller Bitterkeit: Dankeschön Griechenland!

(Quelle: Newsbeast  http://www.newsbeast.gr/greece/FakelosMetanastes/arthro/353692/apeileitai-me-apelasi-20-hronia-meta/

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es ist aber nun wirklich — ein unterschied

LÖSCHEN — Wayne