Veranstaltungsreihe zur Befreiungsparade 8.5.

AK 08. Mai 08.05.2012 12:02 Themen: Antifa
Gestern hat der mit der fünften und letzten Infoveranstaltung im Vorfeld der "Germany Quits - und das ist ein Grund zu feiern"-Befreiungsparade am 12. Mai erfolgreich durchgeführt.
Gestern hat der mit der fünften und letzten Infoveranstaltung im Vorfeld der "Germany Quits - und das ist ein Grund zu feiern"-Befreiungsparade am 12. Mai erfolgreich durchgeführt.

Hans Coppi (VVN-BdA), der Sohn von Hans und Hilde Coppi, hielt in der kleinen Aula des Hans-und-Hilde-Coppi Gymnasiums in Berlin Karlshorst einen Vortrag mit dem Titel "Es gab nicht nur den 20. Juli – Arbeiter_innenwiderstand und die Rote Kapelle". In dem Vortrag ging er auf die Rolle, die seine Eltern in der Roten Kapelle spielten, ein und berichtete von einigen Aktionen der Widerstandsgruppe. Auch auf die Aktionen und Vernetzungen der Herbert-Baum Gruppe und der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation wurde hingewiesen. Einem unserer grossen Anliegen, denen Ehrung und Gedenken zuteil werden zu lassen denen einen breite öffentliche Ehrung sonst im Gegensatz zu den Stauffenberg-Attentätern sonst versagt bleibt, konnte so nachgekommen werden. Er schloss seinen Vortrag mit einem Appell an die 50 anwesenden Gäste, wie wichtig antifaschistisches Handeln auch heute noch ist, und das ein solches Handeln dem Wissen um die Geschichte bedarf.


Und nun: heraus zur antifaschistischen Befreiungsparade am 12. Mai.
Treffpunkt 15 Uhr Ostkreuz - check:  http://ak08mai.blogsport.de/
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Ergänzungen

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. 08.05.2012 - 14:20
Bündnis-Kompromis zur Fahnen-Debatte:

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

wir wollen heute zusammen demonstrieren, um die militärische Niederlage Nazideutschlands und die Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation durch die Wehrmacht am 8. Mai 1945 zu feiern. Nicht
zuletzt möchten wir den alliierten Streitkräften danken, die diesen Sieg unter großen Opfern errungen haben.

Trotzdem gab es im Vorbereitungsbündnis hitzige Diskussionen, um den Umgang mit Nationalfahnen. Wir konnten uns auf keinen Konsens einigen, hier unser Kompromis:

Wir bitten alle Anwesenden zu akzeptieren, dass es unterschiedliche Zugänge zum Gedenken und Politik gibt. Genauso bitten wir darum niemandem die eigenen Positionen aufzudrängen. Um den
unterschiedlichen Positionen innerhalb des Bündnisses und heute auf der Parade Raum zu geben, wird der erste Block ohne Nationalfahnen sein.

Außerdem akzeptieren wir keine köperlichen Auseindersetzungen und Rumgemackere. Lösungen zu finden ist die Aufgabe der Ordner_innen. Angreifer_innen werden der Demo verwiesen.

Und jetzt: auf eine schöne und solidarische Demonstration!

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Fahnen

:-) 08.05.2012 - 14:09
Der 8. Mai sollte auf jeden Fall als Tag der Befreiung gefeiert werden, allerdings bitte ohne die Nationalfahnen wie das z.B. bei gruseligen aufmärschen der Antideutschen passiert (siehe z.B.  http://www.flickr.com/photos/rassloff/sets/72157629919994491/).
Warum? Ganz einfach: Zum einen symbolisiert die Fahnenparade viel mehr als der Dank an die Alliierten, im wesentlichen wird sie als eine generelle Sympathie für die gezeigten Nationalstaaten wahrgenommen. Zum zweiten ist die auf Nationalstaaten fixierte Danksagung eine verkürzte Betrachtung die der Komplexität der Befreiung nicht gerecht wird und die Heterogeniätät und Interessen der Akteure ausblendet, ebenso könnten Nationalismusvorwürfe impliziert werden. Zum dritten ist das Zeigen von Nationalfahnen innerhalb der Linken Szene aus diversen (guten) Gründen stark emotional aufgeladen und daher nicht dazu geeignet politischen Anliegen einen inhaltlichen Ausdruck zu verleihen.
Also: Seid kreativ, denkt euch was Neues aus, überlasst den Antideutschen nicht diesen Tag für ihre reaktionär-destruktive Agitation!

Gibt es nichts wichtigeres?

qwertz 08.05.2012 - 20:52
Der 2.Weltkrieg liegt nun schon mehr als 60 Jahre zurück. Gibt es im Jahre 2012 nichts wichtigeres zu tun, als solche "Feiern" abzuhalten? Ich finde das ganze ziemlich reaktionär.

@qwertz etc.

mhmhm 08.05.2012 - 21:19
Doch - es gibt dieses zu bedenken - weil mit dem 2.Weltkrieg, der damit verbundenen Massenvernichtung und systematischen Unterwerfung fast ganz Europas unmittelbar deutsche Geschichte verbunden ist - wenn du willst, die deiner eigenen Großeltern. Es war ein in diesen Dimensionen einmaliger Vorgang und es war ein Vorgang, der die gesamte jüngere deutsche Geschichte - also auch letztlich dein Dasein mit geprägt hat: deutsche Teilung, Adenauer, Stalinismus... ebenso wie die aktuelle deutsche Politik in EU, NATO etc...

Ich gratuliere der Vorbereitungsgruppe zu ihrem Konsenz und hoffe auf Erfolg ohne Provokationen. Nationalfahnen sehe ich nicht nur als AntiD-Symbol. Sie sind nun mal, was sie sind, Ausdruck des Selbstbewusstseins anderer politischer Organisationsformen und Ideen (deren Linke übrigens mehrheitlich für die kleinlichen deutsche Antiimp-Debatten wenig Verständnis aufbringt und sie im Gegenteil als hinderlich im Widerstand empfindet...). Ganz abgesehen davon sind Nationalfahnen der verschiedensten Staaten Symbol ihres Freiheitskampfes, der Gedankenfreiheit... und wenn diese vier Fahnen repräsentiert werden, geben sie genau und besser als alles Fahnenlose eine leider viel zu kurze Phase des Internationalismus, des geeinten Willens der Völker gegen Barbarei wider...

FAHNEN

Mr. Beam 08.05.2012 - 21:34
Was ist an Fahnen auszusetzen? Es kann gar nicht genug davon geben. Am Ende ist die Frage, um welchen Fahnen es sich handelt. Die Welt ist bunt, ihre Flaggen sind es auch. Alles andere ist Augenwischerei. Der Hintergrund ist doch, dass wir in einem Land leben, das am liebsten nur eine Flagge, eine Lebensart, eine Nation, eine Rasse, eine Sprache etc. akzepiert: Die "eigene". In diesem Sinne alle Flaggen der Welt und mit ausdrücklich antideutschem Gruß!

der mensch (fahnen)

paul panther 08.05.2012 - 23:42
Der Mensch ist ein politisches Geschöpf, das am liebsten zu Klumpen geballt sein Leben verbringt. Jeder Klumpen haßt die andern Klumpen, weil sie die anderen sind, und haßt die eignen, weil sie die eignen sind. Den letzteren Haß nennt man Patriotismus. Jeder Mensch hat eine Leber, eine Milz, eine Lunge und eine Fahne; sämtliche vier Organe sind lebenswichtig. Es soll Menschen ohne Leber, ohne Milz und mit halber Lunge geben; Menschen ohne Fahne gibt es nicht.

@mhmhm

für eine antirassistische sprache 09.05.2012 - 10:10
mir ist mal aufgefallen, dass sehr sehr oft in gleichen argumentationslinien wie der deinigen immer wieder der begriff der "barbarei" genutzt wird. ob es nun um den historischen faschismus geht oder um heutige auseinandersetzungen im nahost-konflikt, immer wieder wird "der andere" als "barbar" bezeichnet. könntet ihr bitte mal nachdenken, was ihr damit für eine rassistische und westliche scheiße reproduziert?!?! aber das ist auch nich das erste mal, dass mir starke rassismen innerhalb dieser argumente aufgefallen sind, besonders derer, die sich gern als "antideutsch" labeln. ganz so "antideutsch" sind sie dann also doch nich...

Kompromiss?

xy 11.05.2012 - 14:01
..weil der Kompromiss immer die für alle Seiten schlechte Lösung ist: schade das ihr bezüglich des "Fahnenstreits" keine eindeutige Positionierung hinbekommen habt! Auf solche Streits sollte mit der zuspitzung der inhaltlichen Differenzen reagiert werden; dann kann die Auseinandersetzung auch einen zumindest theoretischen Fortschritt bedeuten..im moment macht es eher den Eindruck das die einzigen denen an einer Zuspitzung des Konflikts gelegen ist dazu nicht ihren Kopf sondern ihre Fäuste benutzen wollen; deshalb bleibt zu hoffen das wenigsten die Ansage Gewalttäter konsequenz auszuschließen umgesetzt wird