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Hannover: Für eine kämpferische Perspektive!

FAU-Hannover 24.04.2012 16:58
Aufruf der FAU-Hannover zum 1.Mai

Die Krise hält Europa in Atem. Täglich erreichen uns neue Nachrichten von Kürzungen und Sparmaßnahmen vor allem aus den südlichen Staaten Europas, allen voran aus Griechenland. Dort sorgt die kapitalistische Kahlschlagspolitik in immer größerem Maße für die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten. Renten und Löhne werden drastisch gekürzt, Krankenhäuser geschlossen, massenhaft ArbeitnehmerInnen entlassen und immer mehr Menschen landen auf der Straße – bewusst forciert von der Troika aus IWF, EU und EZB.
All dies geschieht jedoch nicht widerstandslos. Immer wieder gibt es Generalstreiks. Viele Menschen verweigern Autobahnmaut und Gebühren für öffentliche Verkehrsmittel. In Athen und Thessaloniki entstehen aus der Not heraus Landbesetzungen für kollektiven Obst- und Gemüseanbau. In Kilkis wurde ein Krankenhaus von der Belegschaft übernommen, während in Thessaloniki die Bevölkerung gegen die Privatisierung der Wasserversorgung und für deren Vergesellschaftung kämpft. Ob diese Kämpfe erfolgreich sein werden, hängt auch von der Solidarität ab, die sie international erfahren.

Den Exportblock Deutschland einreißen

Deutschland hingegen scheint bisher von der Krise relativ unangetastet geblieben zu sein. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass schon während der letzten zehn Jahren die Reallöhne nahezu stagnierten und Einschnitte wie die „Hartz Reformen“ das Leben für viele spürbar härter machten. Denn hinter der scheinbaren Krisenresistenz Deutschlands und den guten Beschäftigungsquoten verbergen sich prekäre Jobs, befristete Arbeitsverträge, Leiharbeit, das Kaputtsparen und die Privatisierung von öffentlichen Gütern und Schikanen auf dem Arbeitsamt.

Der DGB-Bürokratie fällt trotzdem nichts Besseres ein, als deutsche Arbeitsplätze zur Sicherung des nationalen Wirtschaftswachstums anzupreisen und sich so hinter die Profit- und Renditeinteressen der deutschen Konzerne zu stellen. Lohnarbeit und Marktwirtschaft als solche scheinen überhaupt nicht mehr hinterfragt zu werden.

Wir wollen ein Wirtschaften, das allen zu Gute kommt und nicht nur einem kleinen Teil, wir wollen eine radikale Umverteilung von Reichtum und nicht Eigentum in den Händen von wenigen. Wir wollen eine solidarische Vernetzung von unten – über alle Staatsgrenzen hinweg.

Allein machen sie dich ein

Die Krise ist nicht unsere und wir stehen den kapitalistischen Zumutungen nicht machtlos gegenüber. Eine Firmenpleite ist kein Super-GAU und wenn der Boss abhaut, können wir die Dinge selbst in die Hand nehmen. Es geht aber nicht darum, selbst erfolgreicheR UnternehmerIn zu werden oder in Selbstausbeutung zu enden. Stattdessen wollen wir selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Wirtschaften ohne aufgezwungene Autoritäten schon im Hier und Jetzt erproben. Denn mit der kollektiven Übernahme von Betrieben gelangen wir nicht nur in den gemeinsamen Besitz dessen, was uns sowieso zusteht, sondern entwickeln auch Konzepte einer herrschaftsfreien Ökonomie. Weltweit sind Betriebsübernahmen durch die Belegschaft, Genossenschaftsgründungen und kollektive Mietverweigerung Beispiele für greifbare Alternativen, die über die Ellenbogengesellschaft mit ihrem tagtäglichen Konkurrenzkampf hinausweisen und sich wirklich an den Bedürfnissen aller orientieren.

Wir lassen uns nicht aufspalten in Stammbelegschaft vs. LeiharbeiterInnen, Alte gegen Junge oder Studierende gegen Auszubildende. Wir wollen uns nicht in standortnationalistischer Manier gegen die kämpfende Bevölkerung in anderen Ländern ausspielen und für das deutsche Exportwunder ausbeuten lassen. Organisieren wir uns, um uns nicht klein kriegen zu lassen. Setzen wir der kapitalistischen Verwertungslogik eine antikapitalistische, solidarische und antirassistische Praxis entgegen. Kämpfen wir international für eine befreite Gesellschaft.

Gerechtigkeit wird erstritten - nicht erbettelt!!

Heraus zum Revolutionären 1. Mai!

Sozialrevolutionärer Block auf der DGB-Demonstration – FZH Linden - pünktlich um 10 Uhr
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Ergänzungen

1. Mai in Bielefeld

anna schie 25.04.2012 - 12:21
Libertäre Grüße aus OWL nach Hangover!
Wir machen es auch:

„Heraus zum 1.Mai!“ – Beteiligt Euch (an der Demonstration des DGB)!

Der 1. Mai als Kampftag der Arbeiter_innenklasse entstand im 19. Jahrhundert infolge der Kämpfe um den 8- Stunden-Tag, als mehrere hunderttausende am 1. Mai 1886 in den USA streikten. Am 3. Mai 1886 wurde eine Demonstration in Chicago von Polizisten niedergeschlagen, zwei Arbeiter wurden dabei getötet. Infolgedessen gab es weitere Demonstrationen bei denen eine Bombe explodierte, wodurch sieben Polizisten getötet und weitere Polizist_innen und Demonstrant_innen verletzt wurden. Als Reaktion darauf gab es Verhaftungswellen, Zeitungs- und Versammlungsverbote, sowie weitere Repression gegen die anarchistisch geprägte Arbeiter_innenbewegung. Letztendlich wurde gegen acht Anarchisten Anklage erhoben, die Bombe geworfen zu haben, obwohl sie nachweislich nicht „schuldig“ waren. Vier von ihnen (August Spieß, Adolf Fischer, Georg Engel und Albert Pasons) wurden am 11. November 1887 vom Staat hingerichtet.
Zwei Jahre nach der Hinrichtung der Anarchisten, wurde der 1.Mai von der 2. Internationalen als Kampftag der Arbeiter_innenbewegung ausgerufen. Am 1. Mai 1886 begann in Chicago (Illinois, USA) ein mehrtägiger, von anarchistischen Arbeiter_innen organisierter Streik, um die tägliche Arbeitszeit von 12 auf 8 Stunden herabzusetzen.

Die Sterne vom Himmel holen!

--- 25.04.2012 - 13:02
Auch der Zusammenschluß "Die Sterne vom Himmel holen" ruft mit einem Kurzaufruf dazu auf sich an der DGB Demonstration zu beteiligen.
"Die faulen Südländer. Alternativlos. Den Gürtel enger schnallen.
Alles Sprüche, die wir in den letzten Jahren all zu häufig gehört haben. Es ist Krise und das heißt, dass jetzt alle Abstriche machen müssen. Die Staaten im Süden sollen es verbockt haben und werden nun gezwungen, rigide Sparmaßnahmen durchzusetzen. All das scheint ohne Alternative, deshalb müssen wir jetzt alle den Gürtel enger schnallen.

Ohne Krise ist alles besser?
Auch ohne Krise geht es vielen Menschen schlecht. Sie müssen Arbeit annehmen, die ihnen nicht gefällt und von der sie kaum leben können. Dies müssen sie, da sie über kein nennenswertes Eigentum verfügen und deshalb gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Hinzu kommt, dass sie dabei um die wenigen vorhandenen Arbeitsplätze konkurrieren müssen. Besonders benachteiligt sind Frauen und Migrant_innen. Vor allem sie sind von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen, haben kaum Kündigungsschutz und sind selten gewerkschaftlich organisiert. Dadurch werden ihre Interessen kaum benannt und sie bleiben ungehört.
Wir unterstützen Forderungen nach einer Ausweitung von Arbeitnehmer_innnenrechten und Forderungen nach höheren Löhnen. Verbesserungen von konkreten Lebensrealitäten sind immer gut zu heißen. Trotzdem sollte klar sein, dass innerhalb einer Marktwirtschaft Lohnforderungen nur soweit umgesetzt werden können, wie sie das Gewinnstreben des Kapitalismus nicht unmöglich machen. Deshalb setzen wir nicht auf Sozialpartnerschaft, sondern auf die Ausweitung der Perspektive sozialer Kämpfe.

Was wollen wir?
Wir wollen eine Gesellschaft, in der nicht produziert wird, um Gewinn zu machen, sondern um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Deshalb geben wir uns auch nicht mir der Forderung nach „Guter Arbeit“ zufrieden. Wir wollen die Abschaffung des kapitalistischen Systems und die Überwindung der rassistischen und sexistischen Verhältnisse. Dazu reicht es allerdings nicht dies zu artikulieren, wir müssen auch bereit sein, sie zu bekämpfen.
Der „European day of action against capitalism“ (march31.net) war der Auftakt, den Kapitalismus und seine Überwindung wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Wenn wir am 1. Mai auf die Straße gehen, dann um unsere Kritik tiefer in die Gesellschaft zu tragen.

Kapitalismus ist die Krise!
Heraus zum antikapitalistischen Block!

1. Mai 2012, 10 Uhr (pünktlich)
Freizeitheim Linden "

Massive Repression in Spanien

Anarcho 25.04.2012 - 13:07
In Spanien gibt es nach dem Generalstreik am 29.3. eine Welle massiver Repression gegen Gewerkschaften und Soziale Bewegungen. Inzwischen wurden GewerkschafterInnen von UGT und CC.OO ebenso verhaftet wie die Sekretärin der Lokalföderation der CGT in Barcelona und "autonome" AktivistInnen. Der katalanische Innenminister Felip Puig hat schon vor Tagen angekündigt, die beiden anarchosyndikalistischen Gewerkschaften CNT und CGT juristisch verfolgen zu lassen. Und die Polizei sucht über im Internet veröffentlichte Fahndungsfotos nach Beteiligten am Generalstreik. Geplant sind auch heftigste Gesetzesverschärfungen - im Blog von anarchismus.at gibt es unter  http://www.anarchismus.at/anarchistischer-blog/7104-franquismus-reloaded-repression-in-spanien aktuelle Infos. FAUistas, zeigt am 1. Mai Solidarität mit den GenossInnen in Spanien...

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Nazis angreifen! — antifa!