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Antikapitalistische Vorabenddemo in Fürth

Antifaschistische Linke Fürth, Jugendantifa F 11.04.2012 17:00 Themen: Antifa Bildung Freiräume Soziale Kämpfe
Internationale Solidarität statt sozialer Spaltung!
Faschismus bekämpfen! Kapitalismus abschaffen!

An­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Vor­a­bend­de­mo zum 01. Mai. | 30. April 2012 | 19.​00 Uhr | Obst­markt/FÜ-​Rat­haus


In Fürth häu­fen sich in den letz­ten Mo­na­ten An­schlä­ge auf An­ti­fa­schis­t_In­nen, deren Woh­nun­gen und Autos. Der Sach­scha­den steigt in­ner­halb kur­zer Zeit auf über 40 000 €. Hun­der­te An­ti­fa­schis­t_In­nen aus der Re­gi­on ver­hin­dern mit tau­sen­den an­de­ren in Dres­den mit ihrer vor­her an­ge­kün­dig­ten Mas­sen­blo­cka­de er­neut den bis dahin größ­ten Na­zi­auf­marsch Eu­ro­pa. Gleich­zei­tig mar­schiert ein Häuf­chen von knapp 100 Neo­na­zis aus ganz Süd­deutsch­land durch die Für­ther In­nen­stadt. Ver­ant­wort­lich dafür sind Fa­schis­t_In­nen aus den Krei­sen des „Frei­en Netz Süd“, deren Für­ther Kader Matt­hi­as Fi­scher nur kurz vor Be­ginn der er­neu­ten An­schlags­se­rie aus der Haft ent­las­sen wurde. In Eu­ro­pa wird wäh­rend­des­sen nur über eines ge­spro­chen: Die „Eu­ro-​Kri­se“ ist das alles be­herr­schen­de Thema. Dabei spe­ku­lie­ren die einen über die Grün­de der dro­hen­den Staats­plei­te Grie­chen­lands, an­de­re fan­ta­sie­ren über die Ab­schaf­fung des Euro, ein paar sind schon bei der Not­wen­dig­keit einer „deut­schen Füh­rung“ Eu­ro­pas an­ge­kom­men. Das dabei keine neue Krise am Werk ist, son­dern die mil­li­ar­den-​ und bil­lio­nen­schwe­ren Ret­tungs­pa­ke­te 2008 für Ban­ken und die Wirt­schaft nun ganze Volks­wirt­schaf­ten zu Boden rei­sen, wol­len nur we­ni­ge wahr­ha­ben.
Nazis in Fürth und der Widerstand dagegen...
Die Ereignisse in Fürth überschlugen sich in den letzten Monaten:
Da kommt plötzlich raus, dass in der Nachbarstadt Nürnberg schon vor Jahren drei Menschen von Faschist_innen des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermordet wurden. Nur kurz darauf kommt es auffälliger Weise nach der Haftentlassung des Fürther Nazikaders Matthias Fischer zu einem Brandanschlag auf das Auto eines lokalen Nazigegners. Die Anschläge häufen sich: innerhalb weniger Monate steigt der Sachschaden auf weit über 40 000 €. Und während hunderte Antifaschist_innen aus der Region mit Tausenden anderen in Dresden mit ihrer vorher angekündigten Massenblockade erneut den bis dahin größten Naziaufmarsch Europas verhindern, marschiert ein Häufchen von knapp 100 Neonazis aus ganz Süddeutschland durch die Fürther Innenstadt.

Die Nazis aus dem süddeutschlandweit agierendem Kameradschaftsdachverband „Freies Netz Süd“ (FNS) bleiben ein Problem in Fürth und das obwohl der antifaschistische Widerstand zahlreiche Erfolge in den letzten Jahren verbuchen konnte.
So wurde der Versuch der NPD bei den Stadtratswahlen 2008 anzutreten schon im Keim erstickt. Verschiedene Treffpunkte konnten für Nazis unbrauchbar gemacht oder geschlossen werden. Kundgebungen und Infostände fanden nur umringt von einem Vielfachen an Nazigegner_innen und geschützt durch die Polizei statt.
Die Köpfe der aktiven Naziszene blieben dieselben, lediglich Aktionsformen und Organisationsnamen wechselten auf der Suche nach einem Konzept, mit dem sie in Fürth Fuß fassen können. Momentan versuchen sie einerseits in Form der sog. „Bürgerinitiative Soziales Fürth“ (BSF) und mit Briefkastenverteilungen ihr menschenverachtendes Weltbild in die Gesellschaft zu tragen. Zudem kündigen sie auch an bei der Stadtratswahl 2014 mit der BSF kandidieren zu wollen. Das andere Standbein faschistischer Politik in Fürth sind Veröffentlichungen von, und Anschläge und Angriffe, auf Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen.
Seit mehreren Jahren beschädigen sie Einrichtungen, Autos und Wohnungen und attackieren Antifaschist_innen. Trauriger Höhepunkt war der versuchte Mord des Fürther Neonazis und FNS-Kaders Peter Rausch an einem 17-jährigen Antifaschisten in der Nürnberger U-Bahn.
Das Nazis trotz dezimierter Aktivist_innenzahl und keiner nennenswerten lokalpolitischen Relevanz Antifaschist_innen und ihre Organisationen terrorisieren können, liegt wohl zu einem guten Teil in der Verantwortung staatlicher Institutionen. Wo das Naziproblem geleugnet wird, der Hintergrund rassistischer und faschistischer Angriffe verschwiegen wird, Ermittlungen wegen oben genannter neonazistischer Sachbeschädigungen in jedem Fall ohne Ergebnis bleiben und gleichzeitig antifaschistische Jugendliche mit Repression wegen Bagatellen wie dem Malen mit Straßenmalkreiden überzogen werden, da müssen Neonazis regelrecht das Gefühl bekommen freie Hand zu haben.
Bestes Beispiel hierfür sind die Verwicklungen des Verfassungsschutzes in die Mordserie der NSU. Eine Organisation, die von ehemaligen NSDAPler_innen aufgebaut wurde, bewiesenermaßen Neonazistrukturen unterstützt, sogar aufbaut und seit Jahren antifaschistisches Engagement als „extremistisch“ diffamiert, arbeitet hier unter dem Deckmantel des „Schutzes“ der Verfassung. Anstatt die Konsequenz zu ziehen und den Verfassungsschutz und ähnliche Geheimdienste abzuschaffen, werden dessen Strukturen jetzt auch noch ausgeweitet.
Doch auch wenn staatliche Organisationen wie die Fürther Stadtspitze, Polizei und Justiz einen Teil der Verantwortung für den rechten Terror in der Region haben, so können wir die Verantwortung ihn zu stoppen nicht an sie abgeben. Wir müssen gemeinsam mit anderen Nazigegner_innen, entschlossen und offensiv vorgehen, die faschistischen Strukturen und ihre Unterstützer_innen offenlegen und bekämpfen!

Die Wurzel des Übels...
Rassismus, Antisemitismus, Chauvinismus, Sexismus, Homophobie, soziale Spaltung, und Nationalismus sind keine Erfindungen der Faschist_innen. Ihren Ursprung haben sie in der Mitte unserer Gesellschaft, die uns tagtäglich Grenzen aufzeigt und uns immer in Konkurrenz zu anderen leben lässt. Dabei sollen wir uns lieber gegenseitig bekämpfen, anstatt das wirkliche Problem, das z.B. schlechte Arbeitsbedingungen, Hartz 4 oder wachsende Unsicherheit verursacht.

Bestes Beispiel hierfür ist die Hetze führender Politiker_innen angesichts der drohenden Staatspleite Griechenlands. Dass seit mehreren Jahren eine Wirtschaftskrise herrscht, versuchen nur noch wenige zu leugnen, denn mittlerweile hat auch das letzte städtische Spielmobil mit den Folgen zu kämpfen bzw. ist ihnen erlegen, wie in Fürth im Rahmen des kommunalen Sparpakets geschehen. Doch anstatt sich mit der Systematik auseinander zusetzen und schlagkräftige Gegenkonzepte zu entwickeln, wird lieber auf „die Anderen“ (momentane Favoriten: die „Banker“/„Finanzzocker“ und die „Griechen“) geschimpft, die angeblich die Verantwortung tragen würden.
Im Fall der Kapitalismuskrise gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Herbst 2011 zu Protokoll: „Das Leben [der Griechen] über die Verhältnisse ist die eigentliche Ursache des Problems.“ Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) ergänzt in der Zeitung „Die Welt“, dass es nicht sein könne, „dass jetzt die deutschen und französischen Steuerzahler die Missentwicklung in Griechenland zu finanzieren haben“.
Der medial inszenierte Hass auf „die Griechen“ ist dabei hier genauso verbreitet, wie der Hass in Griechenland auf „die Deutschen“. Jede_r fühlt sich vom anderen betrogen. Deutschland, weil dessen Wohlstand angeblich wegen der „Faulheit“ anderer in Gefahr ist - Griechenland, weil Deutschland als einer der mächtigsten Staaten Europas ihnen die Sparmaßnahmen diktiert, die für Millionen Menschen eine enorme Verarmung bedeutet. Und das obwohl noch seit dem zweiten Weltkrieg Reparationszahlungen Deutschlands an Griechenland ausstehen.
Dass der Deutsche Normalbürger keinerlei faktischen Einfluss auf die imperialistische Politik Deutschlands hat und es in Griechenland längst nicht mehr sicher ist für bereits geleistete Arbeit auch Lohn zu bekommen, bleibt außer Acht.
Diese medial vorangetrieben Spaltung der ausgebeuteten Klasse soll letztendlich nur die eine Grenze verwischen, die dieses System tatsächlich ausmacht: die zwischen Lohnabhängigen und Kapitalist_innen.

Europa kriegt die Krise...
Seit einigen Monaten spricht ganz Europa nur noch von einem: Die „Euro-Krise“ ist das alles beherrschende Thema. Dabei spekulieren die einen über die Gründe der drohenden Staatspleite Griechenlands, andere fantasieren über die Abschaffung des Euro, ein paar sind schon bei der Notwendigkeit einer „deutschen Führung“ Europas angekommen. Doch auch abseits von Stammtischparolen sind Analysen der gegenwärtigen Situation und wie es dazu kommen konnte nur selten zu hören.

Was dann aber deutlich wird, stellt das Vorzeigeprojekt „Europäische Union“ in gar kein gutes Licht. Bei diesem geht es nicht etwa um Völkerverständigung oder gegenseitige Hilfe, im Gegenteil: den Kernstaaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien geht es dabei vor allem um die Beherrschung des Wirtschaftsmarktes der Peripherie, also Staaten wie Griechenland, Portugal, Irland und Spanien, sowie der damit verbundenen Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit.
Beispielsweise die - bei weitem dominierenden - deutschen Exportzahlen sind dem Fakt zu zurechnen, dass Deutschland Schlusslicht in der Lohnentwicklung ist (D: + 15,2 %, EU-Durchschnitt: + 31,9 %). Zu verdanken ist dies unter anderem Hartz 4 und einem fehlendem Mindestlohn. Was an der Entlohnung der Arbeitskräfte also gespart wird, verschafft einen Vorteil im Konkurrenzkampf, sichert die deutsche Vormachtstellung im europäischen Wirtschaftsraum. Die Kredite die so über Banken an die Wirtschaft der sog. „Schuldenstaaten“ vergeben werden können, schaffen zusätzliche Kontrolle. Demzufolge hat die deutsche Wirtschaft teils maßgeblichen Einfluss darauf was privatisiert und wo gekürzt wird.
Und so sind eben auch Europas Länder im Kampf mit den Folgen der weltweiten Krise des Kapitalismus seit 2007 recht ungleich: Die Länder der Peripherie mussten sich ihr Geld bei Deutschland und Frankreich leihen und stehen somit jetzt unter deren Diktat. Die europäischen Kernstaaten können sich eben einfach einmal eine Auszeit von den sich selbst auferlegten Regeln der Währungsunion nehmen und selbst weit über die vertraglich vereinbarte Neu-verschuldungsgrenze steigen.
Das oft beschworene „gesunde“ und angeblich „nahezu krisensichere“ Wirtschaftsmodell Deutschlands ist dabei eben ganz einfach: wirtschaftliche Durchsetzungskraft im kapitalistischen Konkurrenzkampf auf dem Rücken anderer Länder und der Lohnabhängigen.

Schon wieder Krise? Immer noch!
Dabei jetzt allerdings von einer „Euro-Krise“ zu sprechen verfälscht die Tatsachen. So ist die heute in Europa wütende Krise keine eigenständige Entwicklung, weil Menschen in ein paar Ländern „über ihre Verhältnisse“ gelebt haben. Sie ist Folge des kapitalistischen Systems. Bankenrettungs- und Konjunkturprogramme konnten die Wirtschaft zwar stabilisieren, die Risiken wurden jedoch nur in den Bereich der Staatsschulden verschoben und damit zu Lasten sozialer Bereiche, wie der Bildung.

Das mittlerweile das Projekt EU mit in der Krise steckt wurde vor allem von der deutschen und französischen Wirtschaftspolitik vorangetrieben. Wo jeder Investor das Risiko seiner Investition selbsttragen muss, parken Deutschland und Frankreich die bei ihnen gemachten Schulden einfach bei der Europäischen Zentralbank (EZB), und sind zumindest einen Teil des Risikos los.
Krisen sind in diesem Wirtschaftssystem keine Probleme die sich auf die Fehlentscheidung dieser Bankerin oder jenes Politikers zurückführen lassen. Denn letztendlich tun diese eben nur das, was von ihnen erwartet wird: sie deregulieren die Wirtschaft und spekulieren, um so mehr Konkurrenz zwischen Unternehmen und Standorten zu schaffen. Und das alles auf Kosten der Menschen, die mit Streichungen im sozialen Bereich, mit wachsender Kontrolle und der Beschneidung ihrer Rechte zu kämpfen haben.
Obwohl es den Menschen in Deutschland dabei weit besser geht als anderswo, nehmen auch hier Unsicherheit, Verarmung und soziale Spaltung zu, verschärft sich also die tagtägliche Krise im Leben jedes Menschen.
Das Problem ist nicht etwa eine Wirtschaft auf Pump oder staatliche Sparmaßnahmen, sie sind nur Symptome eines Wirtschaftssystems, das auf die ständige Steigerung des Profits ausgerichtet ist, anstatt auf die Bedürfnisse der Menschen.

Kämpfen wie in Griechenland...
Anstatt „den Griechen“ vorzuwerfen dass sie „faul“ wären, über ihre Verhältnisse leben oder die Korruption nicht verhindern würden, sollten wir uns lieber solidarisch mit denen zeigen, die den Protest gegen die Ursache, den Kapitalismus auf die Straße tragen. Denn Deutschlands Reichtum ist auf der Ausbeutung der Menschen in anderen Staaten, darunter eben auch Griechenland, aufgebaut. Und während sich dort Menschen gegen die ihr Leben bestimmende Wirtschaft und Politik wehren, herrscht hier noch immer Tatenlosigkeit angesichts der zahlreichen Verschlechterungen der Lebensrealitäten vieler Menschen in den letzten Jahren. Die Krise ist eine ständig wiederkehrende Folge der kapitalistischen Verwertungslogik und der Kapitalismus ist daher nicht reformierbar.

Es ist an der Zeit gemeinsam ein deutliches Zeichen zu setzten. Am 1. Mai, dem traditionellen Kampftag der Arbeiter_innenklasse, im Mai bei den Anti-Krisen-Protesten in Frankfurt und jeden Tag dort wo wir leben. Abseits von konstruierten Grenzen, wie Hautfarbe, Nationalität oder Geschlecht, die uns nur spalten sollen. Mit Streiks, zivilem Ungehorsam, Demonstrationen, kreativen Aktionen oder was uns sonst noch einfällt. Stehen wir gemeinsam ein für eine Welt jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung, jenseits von Faschismus und Rassismus und kämpfen wir gemeinsam für eine Welt in der Solidarität gelebt wird und sich die Produktion nach den Bedürfnissen der Menschen richtet.


Auf die Straße für ein selbstbestimmtes Leben!
Nie wieder Faschismus! - Nie wieder Krieg!
Die Krise heißt Kapitalismus!
Für die soziale Revolution!
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Ergänzungen

Re­vo­lu­tio­nä­re Vor­a­bend­de­mo Duisburg

NRW 12.04.2012 - 09:03
Der Ka­pi­ta­lis­mus hat keine Zu­kunft!

Re­vo­lu­tio­nä­re Vor­a­bend­de­mo
30.​04. | 18 Uhr | Du­is­burg Hbf

Seit mehr als drei Jah­ren be­weist der Ka­pi­ta­lis­mus mit sei­ner ak­tu­ells­ten Krise für alle Welt ganz offen, dass er uns weder Wohl­stand noch Zu­kunft bie­ten kann. In den USA wur­den 3,6 Mil­lio­nen Fa­mi­li­en seit 2007 per Zwangs­ver­stei­ge­rung aus ihren Häu­e­sern ge­wor­fen. Jeder zwei­te Ju­gend­li­che in Grie­chen­land, Spa­ni­en und Ita­li­en ist ar­beits­los, in Grie­chen­land ist das Ein­kom­men der Be­völ­ke­rung bis­her um durch­schnitt­lich 40% ge­senkt wor­den, Werks­schlie­ßun­gen, Mas­sen­ent­las­sun­gen und grö­ße­rer Druck am Ar­beits­platz in Deutsch­land, dass ist ein Teil der Bi­lanz nach drei Jah­ren Krise.

Wie in jeder Krise des Ka­pi­ta­lis­mus wird klar, dass die­ses Wirt­schafts­sys­tem dem Un­ter­gang ge­weiht ist. Sehen wir uns doch um in die­ser Welt! Wäh­rend Mil­lio­nen Ar­beit su­chen ste­hen viele Fa­brik­hal­len halb leer und an­de­re müs­sen immer schnel­ler und ef­fek­ti­ver ar­bei­ten. Warum? Die Löhne wer­den ge­senkt, aber die Pro­duk­ti­on wird aus­ge­wei­tet, bei­des um mehr Pro­fit zu ma­chen, aber ir­gend­wann bricht der Ver­kauf zu­sam­men, weil die­je­ni­gen, die für immer we­ni­ger Lohn ar­bei­ten, da­nach auch für die­sen Lohn immer mehr Pro­duk­te kau­fen sol­len. Das war die Ur­sa­che für die Im­mo­bi­li­en­kri­se in den USA 2008 und auch für die welt­wei­te Au­to­kri­se 2009. Wäh­rend Tau­sen­de Ar­beits­plät­ze ver­nich­tet wer­den, sind die ein­zi­gen Ar­beits­plät­ze, die neu ent­ste­hen, Lei­h­ar­beits­ar­beits­plät­ze oder be­fris­te­te Ver­trä­ge. Warum? Weil wir dann schnell wie­der raus­ge­wor­fen wer­den kön­nen, wenn das Ge­schäft nicht läuft oder ge­spart wer­den soll. Wäh­rend Mil­li­ar­den Men­schen hun­gern, wer­den auf der an­de­ren Seite in den Zen­tren der ka­pi­ta­lis­ti­schen Welt jedes Jahr tau­sen­de Ton­nen Le­bens­mit­tel ver­nich­tet, um die Prei­se sta­bil zu hal­ten. Im Kran­ken­haus und im Pfle­ge­heim hat jedeR Pfle­ge­rIn immer we­ni­ger Zeit für die Pfle­ge jedes ein­zel­nen Men­schen, in Re­kord­tem­po sol­len die Men­schen ab­ge­fer­tigt wer­den. Warum? Weil zu­viel Zeit für die Pa­ti­en­ten „zu teuer“ ist. Wäh­rend Mil­lio­nen Men­schen auf Hartz IV Ni­veau ge­drängt wer­den, kas­sie­ren Kon­zer­ne un­vor­stell­bar große Ge­win­ne. Warum das alles? Weil wir in einem Sys­tem leben, in dem jeder Mensch, jede Hand­lung, jeder Tag, jede Stun­de, jede Mi­nu­te da­nach be­wer­tet wird, ob sie den Ka­pi­ta­lis­ten Pro­fit bringt oder nicht. Immer mehr Men­schen wird klar, dass es keine Al­ter­na­ti­ve zum Wi­der­stand gegen die­ses Sys­tem gibt. Der Ka­pi­ta­lis­mus muss weg.

Ka­pi­ta­lis­mus kann man nicht ab­wäh­len! Es gibt keine Al­ter­na­ti­ve zur Re­vo­lu­ti­on!

Alle gro­ßen Zei­tun­gen spre­chen im Chor davon, dass jetzt alle „Deut­schen“ ge­mein­sam die „fau­len Grie­chen“ aus ihrer Not­si­tua­ti­on ret­ten müss­ten. In Wahr­heit gibt es aber kei­nen Wi­der­spruch zwi­schen den In­ter­es­sen der deut­schen und grie­chi­schen Be­völ­ke­rung. Ganz im Ge­gen­teil: Der wich­tigs­te In­ter­es­sens­ge­gen­satz ist der zwi­schen den aus­ge­beu­te­ten Men­schen aus ganz Eu­ro­pa und den eu­ro­päi­schen Ka­pi­ta­lis­ten der ver­schie­de­nen Län­der unter deut­scher und fran­zö­si­scher Füh­rung. Dem grie­chi­schen Staat wurde längst die Mög­lich­keit ge­nom­men, ei­gen­stän­dig Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, er wurde wie eine Ko­lo­nie unter das ge­mein­sa­me Kom­man­do der Grie­chen­land-​Troi­ka ge­stellt, die aus EU, EZB und In­ter­na­tio­na­lem Wäh­rungs­fonds be­steht. Davon pro­fi­tiert vor allem das deut­sche Ka­pi­tal. Die Troi­ka ver­wal­tet jetzt das Land und schreibt dem Par­la­ment vor, wofür es ab­zu­stim­men hat. Um die Pro­fi­te der Ka­pi­ta­lis­ten, die Kre­di­te an Grie­chen­land ver­ge­ben haben, auf­recht zu er­hal­ten, presst der deut­sche Staat jetzt so­wohl die Grie­chen (und zwar be­son­ders hef­tig!) als auch große an­de­re Teile der eu­ro­päi­schen Be­völ­ke­rung durch bru­ta­le Spar­pro­gram­me aus. Das ein­ge­spar­te Geld fließt di­rekt in die Ta­schen der Ban­ken und Kon­zer­ne. Die Rolle des deut­schen Staats bei der Aus­beu­tung der grie­chi­schen Be­völ­ke­rung aber auch bei der Po­li­tik im ei­ge­nen Land zeigt nur zu deut­lich, auf wes­sen Seite er steht. Ganz egal, wel­che Farbe die Re­gie­rung in den letz­ten Jah­ren hat­ten, sie setz­ten ei­ni­ge der dreis­tes­ten An­grif­fe der deut­schen Ge­schich­te gegen uns durch: Zum Bei­spiel Hartz IV, die Ren­ten­re­form (Rente mit 67), die Ein­füh­rung der Lei­h­ar­beit, die Ge­sund­heits­re­form (Pra­xis­ge­bühr und vie­les mehr), die fak­ti­sche Ab­schaf­fung des Asyl­rechts und die neuen deut­schen Krie­ge seit 1945. Das Ver­hal­ten der deut­schen Po­li­ti­ker ist kein Zu­fall, sie sind in viel­fäl­ti­ger Weise mit den deut­schen Ka­pi­ta­lis­ten ver­bun­den. Der Bun­des­prä­si­dent Chris­ti­an Wulff war nur einer von ihnen, sein Feh­ler war nicht, dass er be­sto­chen wurde, das gilt für fast alle Po­li­ti­ker, sein Feh­ler war nur, dass er sich dabei hat er­wi­schen las­sen. Die­ser Staat ist nicht de­mo­kra­tisch, seine Po­li­ti­ker ste­hen voll und ganz auf der Seite der Ka­pi­ta­lis­ten.

Des­we­gen for­dern Mil­lio­nen Men­schen echte De­mo­kra­tie, jetzt! Des­halb kämp­fen Mil­lio­nen in der Oc­cu­py-​Be­we­gung gegen die Dik­ta­tur von 1%.

Wenn wir die Mil­lio­nen Ar­bei­ter und An­ge­stell­te, Ar­beits­lo­se, Schü­ler, Stu­den­ten und Ren­ter die Welt so ein­rich­ten wol­len, dass nach un­se­ren Be­dürf­nis­sen pro­du­ziert wird und uns keine Cli­que von kor­rup­ten Po­li­ti­kern re­giert, wer­den wir die­sen Staat nicht ab­wäh­len kön­nen, son­dern müs­sen ihn durch eine Re­vo­lu­ti­on stür­zen.

NSU – Nazis und Staat – Hand in Hand

Ge­ra­de durch das Auf­flie­gen einer Neo­na­zi-​Ter­ror­zel­le (NSU) wurde in den letz­ten Mo­na­ten klar, dass der Staat die Be­dro­hung durch Mas­sen­auf­stän­de und letzt­lich durch die Re­vo­lu­ti­on für den Ka­pi­ta­lis­mus sehr, sehr ernst nimmt und auch, dass er nicht mal einen Ge­dan­ken daran ver­schwen­det, sich an die Spiel­re­geln sei­ner ei­ge­nen „De­mo­kra­tie“ zu hal­ten. Die staat­li­chen Ge­heim­diens­te haben NSU nicht zu­fäl­lig mit Waf­fen, Geld, fal­schen Aus­weis­pa­pie­ren, In­for­ma­tio­nen und vie­lem mehr aus­ge­stat­tet.
Heute wie ges­tern, die­nen die Fa­schis­ten dem Staat, um Kom­mu­nis­tIn­nen und alle an­de­ren, die für den Sturz des Ka­pi­ta­lis­mus kämp­fen oder Mi­gran­tIn­nen ein­zu­schüch­tern und durch ras­sis­ti­sche Hetze zu spal­ten, um sie damit vom Wi­der­stand ab­zu­hal­ten. Der Fa­schis­mus wird immer wie­der vom Ka­pi­ta­lis­mus her­vor­ge­bracht, um jeden Wi­der­stand gegen die herr­schen­de Ord­nung zu ver­nich­ten.

1. Mai bleibt na­zi­frei!
Die Nazis aus Süd-​NRW, die unter dem Namen „Ak­ti­ons­bü­ro Mit­tel­rhein“ auf­tre­ten, pfleg­ten enge Kon­tak­te mit den Ter­ro­ris­ten von NSU und leis­te­ten Un­ter­stüt­zungs­art­beit. Erst im März 2012 wur­den 24 von ihnen fest­ge­nom­men und in Un­ter­su­chungs­haft ge­bracht.

Am 1. Mai kämp­fen tra­di­tio­nell Aus­ge­beu­te­te aus der gan­zen Welt für die Ein­hal­tung ihrer Rech­te, für hö­he­re Löhne, bes­se­re Ar­beits­be­din­gun­gen und für die Re­vo­lu­ti­on. Die Neo­na­zis über­fie­len am 1. Mai 2009 die Dort­mun­der erste Mai-​De­mons­tra­ti­on und ver­such­ten, vor allem mi­gran­ti­sche De­mons­tran­tIn­nen zu ver­prü­geln. Am 1. Mai 2012 wol­len Neo­na­zis mar­schie­ren, auch die­ses Jahr be­haup­ten sie, der 1. Mai würde ihnen ge­hö­ren. Aber sie haben nichts zu bie­ten außer Hass und Ge­walt gegen alles und alle „Nicht­deut­schen“ und auf der an­de­ren Seite Dis­zi­plin und Ge­hor­sam ge­gen­über den deut­schen Ka­pi­ta­lis­ten, die uns aus­beu­ten. Sie sind nichts als die rech­te Hand des Staa­tes, ge­schaf­fen und fi­nan­ziert, um uns zu un­ter­drü­cken. Der 1. Mai ist der Kampf­tag der Un­ter­drück­ten und Aus­ge­beu­te­ten aller Län­der und kein Tag für Fa­schis­ten!

Kommt am 30. April nach Du­is­burg und fei­ert den re­vo­lu­tio­nä­ren 1. Mai! Der 1. Mai ge­hört uns! Fahrt noch am sel­ben Abend oder am nächs­ten Mor­gen wei­ter nach Bonn: Am nächs­ten Tag blo­ckie­ren wir den Auf­marsch der Neo­na­zis, sie wer­den nicht durch­kom­men!
Staat und Nazis Hand in Hand – un­se­re Ant­wort Wi­der­stand!
Es lebe der re­vo­lu­tio­nä­re 1. Mai!
Tod dem Fa­schis­mus!

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what_the_fuck — staatlich

bürgerlicher scheiß — siempre