1. Mai - Kreuzberg wird bunter

KSKI 05.04.2012 17:07 Themen: Antifa
Am 1. Mai wird diesmal in Kreuzberg auch für die Solidarität mit Israel geworben.
Nicht erst seit dem umstrittenen Gedicht von Günter Grass ist auffällig, wie allenthalben die regelmäßig wiederholte Vernichtungsdrohung des iranischen Regimes gegenüber Israel in eine Bedrohung des Friedens durch Israel umgelogen wird.

Dabei wünschen sich die Menschen in Israel nichts sehnlicher als Frieden. Doch stattdessen werden sie fast täglich durch iranisch finanzierte Terrorgruppen angegriffen. Allein im März wurden 290 Raketen auf Israel gefeuert.

Wir denken, dass Israel als Staat ein Recht hat zu existieren, und dass die Menschen in Israel, ein Recht haben, in Frieden und Sicherheit zu leben, ohne ständig Angst vor Terror und Raketen haben zu müssen. Beides sollte selbstverständlich sein. Weil es das aber nicht ist, braucht Israel unsere Solidarität.

Um dafür auch in Kreuzberg zu werben, werden wir als Kreuzberger Soli-Komitee für Israel in diesem Jahr mit einem Informationsstand am 1. Mai auf dem Mariannenplatz-Fest in Kreuzberg präsent sein. In Kreuzberg, und gerade am 1. Mai, gibt es eine lange Tradition der internationalen Solidarität. Gerade dort, wo ein antifaschistisches Selbstverständnis gemeinsame Grundlage ist, muss auch die Solidarität mit dem jüdischen Staat selbstverständlich sein.

Kreuzberger Soli-Komitee für Israel
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Ergänzungen

Solidarität womit oder mit wem?

Ernst 05.04.2012 - 21:59
Ich finde es totalen Quatsch, sich mit "Israel" oder "Palästina" im Ganzen zu solidarisieren. Ich finde, man kann sich mit der israelischen und palästinensischen Friedensbewegung solidarisieren, aber nicht mit dem ganzen Staat. Da solidarisiert man sich doch auch mit Leuten, die überhaupt keinen Frieden wollen.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Solidarität mit Israel, natürlich

linker 05.04.2012 - 17:30
Solidarität mit Israel, natürlich

Ist ja auch OK, Palästinenser zu erschießen, keine Waren in ein fremdes Land zu lassen, sich selbst den Rohstoffreichen Teil des Landes anzueignen.
Zum Glück ist Israel auch kein Imperialistisches Land, genauso wie sein Partner, die USA.

32???

0 05.04.2012 - 17:35
antifaschismus ist, wenn man gegen faschisten ist !

Kinder

Kinder 05.04.2012 - 18:23
Kinder, Kinder

ihr Kinder

Solidarität mit Israel, natürlich

linker 05.04.2012 - 18:29
Solidarität mit Israel, natürlich

Ist ja auch OK, Palästinenser zu erschießen, keine Waren in ein fremdes Land zu lassen, sich selbst den Rohstoffreichen Teil des Landes anzueignen.
Zum Glück ist Israel auch kein Imperialistisches Land, genauso wie sein Partner, die USA.

...

s aus b 05.04.2012 - 18:34
Solidarität ist genau wie Kritik, unreflektiert einfach mal nur zum kotzen!

Solidarität

berliner 05.04.2012 - 18:45
Wir denken, dass Palästina als Staat ein Recht hat zu existieren, und dass die Menschen in Palästina, ein Recht haben, in Frieden und Sicherheit zu leben, ohne ständig Angst vor Terror und Raketen haben zu müssen. Beides sollte selbstverständlich sein. Weil es das aber nicht ist, braucht Palästina unsere Solidarität.

hm

anarcho 05.04.2012 - 20:22
im prinzip nicht gänzlich unsympathisch, ich hoff mal bloß, es geht euch nicht nur darum, nen ähnlichebn skandal wie in hamburg zu produzieren imt all seinen häßlichen folgen.

denn eigentlich ist ziemlich vorausschaubar, dass es auch zu unschönen reaktionen kommen wird. ich hoffe, euch gehts nicht nur ums spektakel, um die inszenierung des antisemitischen kreuzberger pöbels.

„Die Auf­ga­be be­steht darin, weder von den Idiotien der an­de­ren, noch von der ei­ge­nen Selbstgerechtheit sich verführen zu las­sen zu Aktionen, die nur begrenzt der Sache der Emanzipation nutzen.“

adorno oder so ähnlich...

solidarität mit den israelischen sozialprotesten auf jeden fall, solidarität mit dem wunsch nach einem leben ohne existenzangst und terror, ob in israel oder gaza, ebenfalls.

verständnis für möglicherweise notwendige militärische maßnahmen zum langfristigen selbsterhalt, okay, aber bitte nicht zu platt, verständnis für fetischisiertes (anti)deutsches israel-abgefeiere und idf-verherrlichung: echt nicht!

Staatenlos

hustensaftschmuggler 05.04.2012 - 22:07
jeder staat ist scheisse, und alle völker gehören aufgelöst, und dann erst ist die welt lebendig!

Solidarität

@ 06.04.2012 - 02:55
@@@berliner 05.04.2012 - 18:45

"Solidarität
Wir denken, dass Palästina als Staat ein Recht hat zu existieren, und dass die Menschen in Palästina, ein Recht haben, in Frieden und Sicherheit zu leben, ohne ständig Angst vor Terror und Raketen haben zu müssen. Beides sollte selbstverständlich sein. Weil es das aber nicht ist, braucht Palästina unsere Solidarität."


Solidarität
Wir denken, dass Israel als Staat ein Recht hat zu existieren, und dass die Menschen in Israel, ein Recht haben, in Frieden und Sicherheit zu leben, ohne ständig Angst vor Terror und Raketen haben zu müssen. Beides sollte selbstverständlich sein. Weil es das aber nicht ist, braucht Israel unsere Solidarität.


so herum passt es auch...

Mit Filmvorführung

idf 06.04.2012 - 11:00
Wir werden unter anderem die lange Version dieses Filmes zeigen:

 http://www.youtube.com/watch?v=ONTF2X6xnvY&feature=related

Die Protagonisten sind vor Ort und stehen euch Rede und Antwort

IlI

Es wird zahlreiches Infomaterial

onad 06.04.2012 - 17:23
zur IDF, zur Kach, zu Atomenergie in Israel und zum Häuserbau im Westjordanland angeboten. Z.Zt. versuchen wir noch Hendryk M. Broder zu einer kurzen Lesung und Signierstunde zu animieren. Eingeladen ist er.

@deine Mudda

egal 06.04.2012 - 20:46
genau so.

ja, komm bitte!

Antifascistas Kreuzberg 06.04.2012 - 21:41
sehr schön

Kommt ihr nach Kreuzberg :)

Wir warten auf euch

with love
AntiKolonialist Front

Kreuzberg doch nicht so bunt?

Kreuzberger Soli-Komitee für Israel 16.04.2012 - 18:20
Hier auf „Indymedia“ hieß es, der Bericht über unseren Stand am 1. Mai sei „reine provokation“. Das weisen wir entschieden zurück. Wieso sollte es eine Provokation sein, sich für das Existenzrecht Israels einzusetzen, einem Land, das fast täglich mit Raketen angegriffen wird? Selten war die Sicherheit Israels und seiner Bewohnerinnen und Bewohner so gefährdet wie heute, während gleichzeitig alle möglichen Leute nichts besseres zu tun zu haben scheinen, als, so laut wie nie, so genannte "Israel-Kritik" zu üben. Das bestärkt uns umso mehr bei unserem Anliegen, am 1. Mai Solidarität zu zeigen.

Hier auf Indymedia schrieb ein Kommentator namens „KAPD“: „liebe KSKI was hatt der staat israel,oder der naost-konflikt mit dem dem Arbeiterkapftag zu tuhen. überhaubt nichts. euren staatlichengefördereten spalterscheiß könnt ihr euch stecken, wir werden keine nationalfahnen auf der demo dulden, weder israel noch palestina (auch wenn dieser kein nationalstaat ist).“

Dazu erklären wir: 1. Am Arbeiterkampftag wird traditionell internationale Solidarität geübt, nicht nur mit linken Kämpfen, sondern auch mit nationalen, wie jenen im Baskenland, Kurdistan und Palästina. Sich für Israel, den Staat der Holocaust-Überlebenden, einzusetzen, ist aber eben kein nationalistisches, sondern gerade im Land der Täter, ein antifaschistisches, also linkes Anliegen. Denn zum Antifaschismus gehört ganz wesentlich auch der Kampf gegen Antisemitismus und beides gehört unserer Meinung nach unbedingt zum 1. Mai - sofern er denn links sein will - und davon gehen wir aus. Wir denken, dass gerade Israel als einziger Staat der Welt, in dem Jüdinnen und Juden sich selbst verteidigen können, nach all den Erfahrungen mit Jahrhunderte währender antisemitischer Verfolgung, ganz sicher einer jener Nationalstaaten ist, die als letzte aufgelöst gehören. 2. Wir sind nicht staatlich gefördert. 3. Wir wollen keineswegs spalten, sondern werben für unser Anliegen so wie andere für ihres. 4. Wir werden uns durch Drohungen nicht einschüchtern lassen. 5., 6. und 7. Solidarität mit Israel!

KSKI

gottseidank gibts die antid

NeverShalom 11.05.2012 - 13:49
israel bettelt ja nach der solidarität von ein paar versprengten Hipstern.

schlimm schlimm schlimm.