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BLN: Griechenland Soli

Riot Dog 24.02.2012 00:25
„Heute Griechenland, morgen wir – Nein, zu Merkels Spardiktat!“

KOMMT ALLE am 27.02.2012 um 14.30 Uhr zu der Protestkundgebung an der
Ebertstr/Scheidemannstr. - (direkt vor dem Bundestag) – gegen die
Verabschiedung der so genannten Griechenlandhilfe in einer
Sondersitzung des Deutschen Bundestages
Die NaturFreunde, das Berliner Krisenbündnis und viele andere
Gruppen rufen dazu auf, sich mit der griechischen Bevölkerung zu
solidarisieren und direkt am Bundestag gegen die Politik der
Bundesregierung gegenüber Griechenland zu protestieren. Verabschiedet
werden soll dort ein so genanntes "Hilfspaket" in einer Sondersitzung
– es geht um 130 Mrd. Euro insgesamt, dem der Deutsche Bundestag
zustimmen muss.

Teil dieses Sparpaket ist die massive Einschränkung von
ArbeitneherInnenrechten, die Entlassung von 150 000 Beschäftigten aus
dem Öffentlichen Dienst, die Senkung des Mindestlohns und die
Zerschlagung des Sozialstaates. Die Tarifautonomie und die Demokratie
in Griechenland wird faktisch ausgehebelt.

Der Sozialstaat in Griechenland wird durch das "Hilfspaket"
zerstört. Das Paket wird Griechenland nicht aus der Krise helfen. Im
Gegenteil: Spardiktate, die Aushebelung demokratischer (Haushalts-)
Rechte, die massive weitere Verarmung der griechischen Bevölkerung
– so sieht die bundesdeutsche Politik gegenüber Griechenland aus.
Die so genannte Griechenlandhilfe dient der Stabilisierung der Banken
und der Sicherung der deutschen Exportoffensive. Die Massenarmut immer
größerer Teile der griechischen Bevölkerung wird hierfür bewusst
in Kauf genommen.

Wir wollen unseren Protest und unsere Solidarität mit den
kämpfenden Griechinnen und Griechen vor dem Deutschen Bundestag
zeigen und damit deutlich machen: Wir wissen, dass die
Verantwortlichen für die Krise in Griechenland vor allem in Berlin
und Brüssel sitzen!

Kommt deswegen Alle zum Protest am 27.2. um 14.30 Uhr gegen das
Merkel‘sche Spardiktat.

Solidarität mit der griechischen Bevölkerung statt Spardiktate und
Bankenrettung

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Ergänzungen

M31 Bundesweite Mobi!!!!

ausgefüllt 24.02.2012 - 06:54

In Deutschland wird am 31.3. eine bundesweite Demonstration in Frankfurt am Main statt finden. Frankfurt ist Sitz der EZB, hier werden Kürzungsprogramme und Reformauflagen verhandelt. Die EZB mit ihren währungspolitischen Befugnissen ist zentrales Instrument zur Sicherung und Steigerung der globalen Wettbewerbsfähigkeit der EU und gleichzeitig Stütze für die Maßnahmenpolitik gegenüber den angeschlagenen Euro-Staaten. Ziel ist also nicht das Bashing von Banken als angeblich aus Profitgier für die Krise verantwortliche Institutionen, sondern die Kritik an der Logik von Verwertungszwang und Elendsverwaltung, die dem Kapitalismus inne wohnt.

In vielen Teilen der BRD haben sich lokale antikapitalistische Zusammenschlüsse gebildet, um im Vorfeld des 31. März zu den Protesten zu mobilisieren und Diskussionen auch auf lokaler Ebene inhaltlich voranzutreiben.

Haltet euch auf dem laufenden, vernetzt euch und fahrt am 31. März nach Frankfurt!

»Der Kapitalismus und seine Krisen sind schon global, unser Widerstand muss es noch werden.«

Berlin, Bremen, Göttingen, Hannover, Nordrhein-Westfalen

Aufrufe

Solidaritätsvokü für anarch. Genossen

(A) 24.02.2012 - 11:25
Griechenland Solidaritäts-Vokü mit verschiedenen Filmen:

Wir laden euch ein, zu einer filmischen Zusammenfassung der letzten Ereignisse in Griechenland. Gezeigt werden verschiedene Generalstreiks ab Oktober 2011 über den 17. November 2011 und den 6. Dezember 2011 bis zu den Ereignissen des 12. Februar 2012. Unterlegt wird dies mit Anarcho Hip Hop von vor Ort. Auch am griechischen Lieblings-Fast-Food Pita Gyros (natürlich vegan) wird gedacht. Dies alles veranstalten wir nicht nur zum Spass, sondern um mit dem gesammelten Geld, die kämpfenden Menschen in Athen zu unterstützen. Ausserdem nehmen wir auch gerne Spenden von alten Gasmasken entgegen.

Kommt zahlreich! Solidarität ist eine Waffe.

"Die Demonstranten haben nicht genug gemacht. Sie hätten mehr machen müssen. Eine Million Griechen hätten demonstrieren müssen. Diese ganzen Idioten, die wie Ich, nicht gekommen sind. Alles hätte zerstört werden müssen. Auch jeder Stein des Parlaments. Weil Sie Betrüger sind. Nennen Sie mir einen davon, der kein Betrüger ist."
...die Antwort eines alten Herren auf dem Syntagma-Platz am 13.02.2012

Wann: 27.02.2012 | Wo: Kadterschmiede [R94] | Zeit: 21:00 Uhr

Über die Solidaritätsveranstaltungen

mußjakeineRmögen 24.02.2012 - 14:32
aus DOKUMENTATIONSGRÜNDEN die Position der (ob man will oder nicht) zahlenmäßig stärksten Formation der griechischen Linken:

Über die Solidaritätsveranstaltungen mit dem griechischen Volk

In den letzten Tagen finden in vielen Ländern der Welt Veranstaltungen unter den Losungen „Solidarität mit Griechenland“ und „Wir sind alle Griechen“ statt. Die Solidarität der Arbeiterklasse und des Volkes ist eine starke Waffe für den Kampf der Völker. Trotzdem sollen die arbeitenden Menschen den Irreführungsversuchen jeder Art entgegenwirken.

Welches Griechenland braucht eigentlich Solidarität? Das Griechenland der Kapitalisten, die neue Kredite von der EU und dem IWF aufnehmen wollen, um die Profitabilität ihres Kapitals zu verstärken und ihre Position gegenüber dem Volk abzusichern? Oder das Griechenland der Arbeiterklasse und der anderen Volksschichten, die unter den Folgen der kapitalistischen Krise leiden, ohne dafür verantwortlich zu sein?

Bei vielen der oben genannten Veranstaltungen bleibt diese Frage unklar. Grund dafür ist, dass einige Kräfte (vor allem Kräfte der Sozialdemokratie, der Opportunisten der Europäischen Linkspartei und der „Grünen“) versuchen, die "Solidarität mit dem griechischen Volk" zu nutzen, um ihre Taten der Vergangenheit "rein zu waschen": die Unterstützung für den Vertrag von Maastricht und die anderen EU-Verträge, sowie für die EU des Kapitals insgesamt, die reaktionär ist und in keinem Fall „demokratisiert“ werden kann, wie sie immer noch behaupten.

Es wird auch versucht, die Situation in Griechenland im Sinne der inner-imperialistischen Konkurrenzkämpfe innerhalb und außerhalb der EU zu nutzen.

Sicherlich brauchen die arbeitenden Menschen in Griechenland die Solidarität der arbeitenden Menschen Europas und der ganzen Welt. Sie brauchen aber die Solidarität mit ihren Kämpfen, mit ihren Streiks, mit ihren kämpferischen Forderungen, mit der KKE und der klassenorientierten Gewerkschaftsbewegung, der PAME, die an der vordersten Front des Kampfes stehen, und nicht eine "Solidarität", die die Fortsetzung der kapitalistischen Ausbeutung anstrebt.

Das Pressebüro des ZK der KKE hat zu diesem Thema folgende Erklärung veröffentlicht:

"Die KKE ruft alle arbeitenden Menschen Europas auf: Ihr braucht nicht, „Griechen zu werden“, um das griechische Volk zu unterstützen! Wir rufen euch auf, uns beim gemeinsamen Kampf für die zeitgemäßen Rechte der Arbeiterklasse und der armen Volksschichten anzuschließen, so dass wir unseren gemeinsamen Gegner, die Diktatur der Monopole, die EU und die Parteien, die sie unterstützen, zu verhindern und umzustürzen. Deren Umsturz in jedem Land oder in einer Gruppe von Ländern, die Vergesellschaftung der Monopole, die Loslösung von der EU und der NATO durch die Macht der Volkes und der Arbeiter wird der größte Beitrag zu den Kämpfen der Völker Europas und der ganzen Welt sein. Die Losung, die mehr denn je aktuell und zeitgemäß ist, lautet: „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 6 Kommentare

Falsch

antifa 24.02.2012 - 01:07
Die Parole "Heute Griechenland, morgen wir" verweist nicht auf Solidarität sondern egoistische Angst um die eigenen Pfründe.

@antifa

t 24.02.2012 - 02:54
Tja, nur blöd daß diese "Parole" in Form einer Warnung ("Heute Griechenland, morgen Italien, übermorgen ihr!" oder vergleichbar) direkt aus Athen zu uns geschwappt ist.

Oder was heißt "blöd".Vielleicht dachten sie sich einfach: nach einem Jahr Kampf müssen wir es so angehen, denn die Dweutschen sind zu vernagelt, es anders zu kapieren.

Ich weiß es nicht. Jedenfalls kannte ich die Parole als griechischen Slogan/Appell, Monate bevor sie sich in Schland ausbreitete.

Kampf oder Demokratie

Rolan-d I-onas B-ialke 24.02.2012 - 12:39
In dem Aufruf (hier) steht, dass "die Demokratie in Griechenland faktisch durch das Sparpaket aufgehoben" wird. Kann der Autor oder die Autorin das auch erläutern? Darf der griechische Bürger nächstes Jahr nicht mehr wählen oder seine eigene Partei aufstellen?

Im gleichen Atemzug in um die "Demokratie" gebangt wird, werden "die Kämpfenden" heroisiert? "Demokratische Kämpfer" ??? Ich dachte immer, dass der Kampf etwas undemokratisches ist und genau dann einsetzt, wenn man sich eben nicht mehr auf etwas einigen kann.

Hier werden gleichzweitig zwei sich einander ausschliessende Dinge gewohlt. Entweder bist Du für eine nicht-demokratische Lösung oder für Demokratie. Ja, und 1 Millionen griechische Menschen sind schon eine gewaltige Menge - aber sie sind eben nicht die Mehrheit einer demokratischen Wähler- und Wählerinennschaft. Sie sind etwa 10 Prozent der Gesamtbevölkerung Griechenlands - und wollen nicht einmal das Gleiche, wie an bestimmten Auseinandersetzungen und Slogans zu beobachten ist.

Soli mit Griechenland

Anarchia 24.02.2012 - 14:53
Solidarität mit dem griechischen Volk!

So ist´s richtig!

(A) 24.02.2012 - 19:13
Solidarität mit dem sozialen Aufstand!

AnarchistIN, Antiautoritäre(r), Libertäre(r)!

krass interresant

antonius 25.02.2012 - 02:06
ich verstehe nicht ganz die zielrichtung
der korrupte griechiche staat ist doch das hauptproblem oder habe ich irgend was verpasst
verstehe nicht die einseirtige ausrichtung auf mitteleuropa ...
und so wenig reflektion
mit so einer korrupten führungsschicht ???