Zwangsarbeiterlager auf dem Köpigelände

historischinteressiert 10.01.2012 03:22 Themen: Antifa Bildung Kultur
Wie einem Artikel auf freitag-Online zu entnehmen ist, gab es in der NS-Zeit auf dem Gelände der Berliner Köpenicker Str. 137, der heutigen Köpi ein Zwangsarbeiterlager.
Das ist nicht überraschend, in Berlin gab es in fast jeder Straße eines dieser Lager.
Laut dem bericht, der sich um die Geschichte von Telefunken dreht, werden in einer Szene die Namen von NS-Zwangsarbeitslagern in Berlin-Kreuzberg auf eine Tafel geschrieben, unter Anderem eben die Köpenicker Straße 137.
Es scheint in den Jahren der Besetzung dazu von den Bewohner_innen und Unterstützer_innen keine historische Forschung gegeben zu haben.
Aber jetzt könnte das ja nachgeholt werden. Es wäre doch interessant zu erfahren, wer lebte dort zwangsweise wie lange? Gab es bewondere Mißhandlungen auch in dem Lager? Ist die Nationalität der Menschen rauszukriegen? Gibt es vielleicht noch Namen udn gar noch Überlebende?
Es ist tatsächlich in Berlin nicht üblich, dass die Stätten der ehemaligen Lager Erinnerungsorte werden. Das könnte ja bei einem Ort wie der Köpi geändert werden. HIer könnte versucht werden, einen anderen Umgang mit solchen Orten fzu finden.

Zur Informaton:Das Theaterstück, aus dem die Information stammt, läuft noch zweimal im Berliner HAU3:

Wellenartillerie Telefunken, Regie Hans-Werner Krösinger,

Weitere Vorstellungen: 10 – 11. 1., jeweils 20 Uhr, Hau 3, Tempelhofer Ufer 10,

www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_22466.html?HAU=3


und hier ist der gesamte Artikel von Freitag-Online, der Grundlage für diese Informaton ist:

 http://www.freitag.de/community/blogs/peter-nowak/das-unbekannte--zwangsarbeiterlager-in-der-koepenickerstrasse-137
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

@historischinteressiert

ant 10.01.2012 - 04:24
..........Es scheint in den Jahren der Besetzung dazu von den Bewohner_innen und Unterstützer_innen keine historische Forschung gegeben zu haben.
Aber jetzt könnte das ja nachgeholt werden. Es wäre doch interessant zu erfahren, wer lebte dort zwangsweise wie lange? Gab es bewondere Mißhandlungen auch in dem Lager? Ist die Nationalität der Menschen rauszukriegen? Gibt es vielleicht noch Namen udn gar noch Überlebende? .............

@ historischinteressiert

na dann lege los mach das.

Kreuzberg??

icke duu 10.01.2012 - 14:18
also meines wissens nach liegt die köpi im bezirk mitte an der grenze zu kreuzberg...

in der gesamten Ufergegend gab es

Zwangsarbeiter Lager 10.01.2012 - 15:21
Nicht nur in Berlin Mitte, wo die Köpi steht, sondern auch im Kreuzberger Abschnitt gab es während der Nazizeit Zwangsarbeiterlager, da dort in den umliegenden Fabriken auch Kriegsproduktion (Heeresbäckerei, "Marmeladenfabrik" etc.) lief. Ein solches Lager war z.B. in der Köpenickerstr. 12, wo seit einigen Jahren ein Supermarkt steht.

Zuvor gab es dort sogar eine Gedenktafel an die Opfer der Nazidiktatur. Beim Neubau des Supermarktes (derzeit ein Penny, vorher ein Plus) verschwand die alte Grundstücksmauer und mit ihr die Gedenktafel.

Allerdings braucht mensch dafür nicht lange zu suchen. Interessierte können es entweder im Bezirksamt direkt erfahren oder sich an die Sprachschule Babylonia im Kerngehäuse (Cuvrystr.) wenden, denn es gibt (gab?) für jeden Berliner Bezirk Karten mit Gedenkstätten für Zwangsarbeit während der Nazi-Diktatur.


histo

nerd 10.01.2012 - 16:04
die köpi würde generell gut daran tun etwas mehr zur geschichte des grundstücks zu recherchieren und auch darüber zu informieren. da gibt es nämlich einiges interessantes. zum beispiel war der "fürstenhof", so hieß das etablisment einst, auch eine location die von der arbeiterbewegung genutzt wurde. im sommer 1914 fand dort etwa der letzte kongress der syndikalísten in deutschland statt bevor sie mit kriegsbeginn verboten wurde. auf solche sachen, insbesondere die sache mit dem arbeitslager, sollte erinnert werden. schade auch das man so einen historischen ort dermaßen runterrocken lässt.

Konstruktiver Vorschlag+Kritik

(A)nti-Nerd 10.01.2012 - 21:19
"schade auch das man so einen historischen ort dermaßen runterrocken lässt"

Ohne den (Ex)BesetzerInnen und UnterstützerInnen der Köpi, würde es das ganze Haus schon lange nicht mehr geben! Platt gemacht für nen neuen Supermarkt, Luxus-Lofts oder ähnlichen Scheiß. Oder es wäre zusammengefallen, da die ganzen Baumaßnahmen dort nicht (in Selbstorganisation!) gemacht worden wären. Und ja: es ist nunmal ein altes Haus...

Und was die Recherche betrifft: Dafür gibt es ja solche Studenten-Nerds wie dich, die offensichtlich die Zeit und Lust haben, sich ausführlicher mit sowas zu bschäftigen. Anscheinend befindest du dich ja auch in den entsprechenden Lebensumständen dafür...

Natürlich bieten diese Fakten die Chance, da ne Art Erinnerungsort zu integrieren. Dann geh doch einfach mal zum Hausplenum mit all deinem schönen Wissen und Fakten und Quellen und kümmer dich drum...... DIY, Baby!! Alles andere ist nur armselig.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 7 Kommentare an

die bezirks- — grenzen

@(A)nti-Nerd — Indy - Leserin

@ (A)nti-Nerd — DDer

Anwort... — (A)nti-Nerd

@ anti-nerd — nerd

@ (Anti)nerd — DDer