NPD blamiert sich auch in Greifswald völlig

Tim Krugfelch 30.07.2011 21:18 Themen: Antifa
Jetzt wird es wirklich bitter. Wollte die NPD mit ihrer Kundgebung in Greifswald endlich mal ein positiven Akzent im Wahlkampf setzen, so ist ihnen dies deutlich misslungen. Nach Polizeiangaben standen 30 Neonazis rund 170 Gegendemonstranten gegenüber. Die NPD beharrt nach einem Bericht des Nordmagazins (NDR) jedoch auf eine Reisegruppe mit 51 Teilnehmern. Wo auch immer die sich versteckt haben mögen, so oder so ist es der NPD wieder nicht gelungen, im Wahlkampf auf die Überholspur zu gelangen. Doch sollte endlich Gas gegeben werden. Pastörs hatte 8,5% als Zielmarke ausgegeben, doch in den Umfragen liegt die NPD noch unter der 5%-Schwelle.
Einige Beobachter vermuten bereits, dass die Gewaltwelle, die sich momentan durch Mecklenburg - Vorpommern zieht, Ausdruck der Resignation besonders militanter Neonazis ist. Die NPD muss bereits seit geraumer Zeit ein Mobilisierungsproblem bei ihren Veranstaltungen konstatieren. So waren es am 1. Mai nur 350 "Kameraden" die Udo Pastörs Ruf gefolgt waren. Blockaden zwangen schließlich die Neonazis sogar zur Umkehr.

Obwohl die NPD die Demonstration nur knapp 48 Stunden vorher angemeldet hatte, sodass nur kurzfristig mobilisiert werden konnte, zeigte sich erneut: In Städten wie Greifswald müssen die Nazis massiven Widerstand einkalkulieren.

Unerwünscht

Doch auch abseits der großen Städte, scheint es nicht mehr wie gewohnt zu laufen. So wird aus Malchin mit 80 zerstörten Plakaten, der bisher größte einzelne Plakateraubzug gemeldet. Nun wollte die NPD in Schönwalde II die Schwarte auswetzen, die ihr hier vor wenigen Monaten zugefügt wurde.
Mit einer Voraussicht, die an die Planer des Winterfeldzuges erinnert, hielten es die Handvoll von NPD-Funktionären nicht einmal für nötig, mit wetterfester Kleidung zu erscheinen. Erstaunlich jagte doch in den vergangenen Tagen eine Unwetterwarnung die andere. Der unvermeidliche Platzregen sorgte dann schließlich auch dafür, dass die Avantgarde der Bewegung sich vor den bolschewistischen Regenhorden unter zwei Bäume retten musste.

Zwar keine deutsche Eiche, aber wenigstens ein bisschen Schutz


Der Gegner ist wesentlich besser ausgestattet

Eine Außenwirkung wäre aber auch ohne Platzregen kaum zu erreichen gewesen. Dafür machten die Gegendemonstranten einfach zu viel Lärm. Die Tiraden von Pastörs und Co verhallten weitgehend ungehört.
Wenigstens etwas Beachtung für die "nationale Opposition"

Zufrieden kann die NPD definitiv nicht mit dem Verlauf der Veranstaltung sein. Regelrecht schockiert, ob der Mobilisierungsschwäche und der Wirkungslosigkeit der Kundgebung, wird bereits gemutmaßt, ob die NPD sich einfach nur nicht zu einer Absage entschließen konnte. Schließlich war der Widerstand zumindest mit Bekanntwerden der Veranstaltung einigermaßen vorhersagbar gewesen.

Außer Regen nix gewesen


(C) Tim Krugfelch 2011
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Ergänzungen

Andi und Stefan

Luise 01.08.2011 - 13:04
Dass die jetzt selbst aus Sachsen ihren "Homofürst" (so wird er mittlerweile von manchen homophoben Nazis von den freien Kräften in Sachsen genannt) Andreas Storr und den Kleinkriminellen Stefan Latzel ( http://afagoerlitz.blogsport.de/2010/05/18/goerlitzer-npd-bankrott-npd-ortsvorsitzender-muss-klauen-gehen/) aus Görlitz nach Meck-Pomm karren müssen steht dafür wie groß das NPD-Desaster in Meck-Pomm schon sein muß...

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Köstlich die Bilder! — strolchy

1.Mai 2012 — AntifA

Nasse Pudel im Größenwahn — KatzeimTrockenen