Organisierung für den Kommunismus – 2. Teil

D E B A T T E N B E R I C H T 26.07.2011 16:41 Themen: Medien
Bereits im Januar versuchte Inge Viett bei Rosa-Luxemburg-Konferenz der „jungen Welt“ ihre These „Zur Realisierung revolutionärer Strategien braucht es eine handlungsfähige kommunistische Organisation“ zu begründen. (1) Inge Viett selbst (für den Vortrag) und der Chefredakteur der Zeitung (für dessen Veröffentlichung) sind mittlerweile wegen einer in dem Vortrag eher beiläufig gefallenen Bemerkung, strafrechtlicher Verfolgung ausgesetzt. (2) Das Thema Organisierung griffen damals bei scharf-links Edith Bartelmus-Scholich, A. Holberg, Frank Braun und andere in mehreren kontroversen Beiträgen unterschiedlicher politischer Radikalität und theoretischer Qualität auf. (3) Im März gab dann eine Berliner Diskussionsrunde von Leuten aus dem linkssozialistischen (4) und trotzkistischen Spektrum der Debatte über Organisierungsperspektiven einen deutlich stärkeren Anstoß (5). Ein erster Bericht zum damaligen Stand dieser – v.a. bei trend-online, scharf-links und in dem blog „Arsch hoch“ (6) geführten – Diskussion erschien an dieser Stelle vor 14 Tagen. (7) Hier nun eine Übersicht, über das, was seitdem passiert ist.
WAS IST LEGAL MÖGLICH?

Im ersten Teil dieses Berichtes wurde schon auf die Stellungnahme des Revolutionär Sozialistischen Bundes (RSB) (8) hingewiesen. Der Beitrag wurde – was ich damals übersehen hatte – auch von der „Linken [online-] Zeitung“ veröffentlicht. (9) Dort heißt es in einem Kommentar:
„Eine antikapitalistische Organisation würde sehr wohl viele Mitglieder der Partei ‚Die Linke’ ansprechen. Aber wie reagiert der Repressionensapparat darauf? Können Menschen, die im bürgerlichen Leben verwoben sind, einer solcher Organisation beitreten? Man wirft der Partei ‚Die Linke’ verräterisches Verhalten vor oder Anbiederung an die SPD. Das wird aber der Zwangssituation in der sich diese Partei befindet nicht gerecht. Wer behauptet, die Partei die Linke wäre genauso eine reformistische Partei, wie alle anderen, was natürlich stimmt, der will einfach nicht einsehen, dass diese Art der Demokratie in der BRD keine andere Möglichkeit des Politikbetriebes ermöglicht. Wenn es eine antikapitalistische Organisation geben sollte, so wird sich diese auch die Frage stellen müssen: Was darf ich öffentlich sagen? Und was darf ich nur sagen, wenn es mir egal ist, wie die Repression aussieht. Und vor allem, was darf ich machen im Namen dieser Organisation?“
Dies sind wahrlich berechtigte Fragen, wenn die Berliner Staatsanwaltschaft der handgreiflichen Überzeugung ist, schon die MEINUNG, das Abfackeln von Bundeswehrausrüstung und noch harmlosere Sachen seien angesichts der weltweiten deutschen Kriegsführung „legitim“, eine ILLEGALE MEINUNG ist. – Schon bevor die eingangs erwähnte Kriminalisierung Inge Vietts Konferenz-Beitrag bekannt wurde, schnitt ein anderes Papier zur Organisierungsdebatte dieses Thema an: „Bevor eine nicht-klandestine revolutionäre Organisation gegründet wird, sollte dieser Möglichkeit (der Möglichkeit eines Verbots einer solchen Organisation) freilich ins Auge gesehen werden“. (10)

KÖNNEN WEG UND ZIEL IDENTISCH SEIN?

Weitaus weniger realistisch hört es sich dann allerdings an, wenn später in dem Kommentar bei der „Linken Zeitung“ gefragt wird: „Ein Revolutionäres Ereignis, so sehr man es sich herbei wünscht, ist derart unwahrscheinlich, dass man sich einfach auch mit antirevolutionären Möglichkeiten mit dem gleichen Ziel auseinander setzen muss. Wie schafft man es, innerhalb des kapitalistischen Systems Freiräume zu erzeugen? Und wie kann man diese Freiräume der Allgemeinheit zur Verfügung stellen“?
(Falls die Mods eine kommentierende Zwischenbemerkung zulassen: Mir scheint ein Freiraum innerhalb des Systems ist etwas anderes als die Abschaffung des Systems – und nicht das gleiche Ziel, erreicht mit anderen Mitteln. Und die nicht-revolutionären Mitteln, mit denen aber trotzdem das herrschenden System überwunden werden kann, müssen wohl auch erst noch erfunden werden – oder mir ist da etwas in einigen Jahrzehnten „Der Weg ist das Ziel“-Sozialdemokratie, „Der Weg ist das Ziel“-Freiraum-Autonomen, „Der gewaltfreie Weg ist das gewaltfreie Ziel“-Grünen und „Wir brauchen keine Macht, sondern sind einfach kreativ“-John Holloway sowie „Friedlicher Übergang zum Sozialismus“-DKP entgangen…)

DKP: DIE KLASSE IST NICHT MEHR ALLES

Interessant daher, dass sich nun auch der DKP-Theoretiker Robert Steigerwald in der Organisierungsdebatte zu Wort meldete. (11) Direkt zum „friedlichen Übergang“ äußert er sich zwar nicht – aber vom früheren Klassenzentrismus (12) – rückt er ab: Ohne Klasse sei zwar alles nichts – aber: mit ihr alleine gehe auch nichts. Auch ansonsten äußert er sich überraschend wenig organisations-fetischistisch, sondern vielmehr eher netzwerk-/bewegungsorientiert: „Wenn sich Nichts mit Nichts verbindet ist und bleibt die Summe klein.“ Wenn also eine „handlungsfähige kommunistische Organisation“ (Inge Viett, s.o.) entstehen sollen, dann ist also weitaus mehr nötig, als nur die vorhandenen Miniorganisationen und Politgrüppchen zusammenzufassen.
Aber wie das erreichen? Robert Steigerwald schlägt vor: „Ich denke, es müßte eine breite (!) Zusammenarbeitsmöglichkeit gefunden werden (nix mit ‚Partei von neuem Typus’ die braucht man, wenn man die Machtfrage stellen, sich zum Sturm auf die Festung bereit machen muß).“ Zugleich schlägt er aber zwei Grenzen der Breite vor: „Ich denke, man kann nicht zusammen arbeiten, mit Kräften, die von Stalin nicht loskommen, […]. Ich kann aber auch nicht damit klarkommen, daß andere meinen, man komme zum Sozialismus durch Wirtschaftsdemokratie oder Summierung von Reformen. Am grundlegenden Bruch mit dem Kapitalismus geht kein Weg zum Sozialismus vorbei.“ – wie gesagt, direkt zum „friedlichen Übergang“ ist das keine Stellungnahme, aber wohl schon etwas Anderes als die „antimonopolitische Demokratie“ der DKP seligen Andenkens.

IST DIE ZEIT REIF FÜR EINE ORGANISATIONSGRÜNDUNG?

Wie bereits im ersten Teil dieses Berichtes erwähnt, gehört auch der linke Theoretiker Meinhard Creydt zu denen, die bezweifeln, dass die Zeit für eine Organisationsgründung reif ist. Während er dieses Bedenken in dem damals erwähnten Papier in der gediegenen Sprache eines Theoretikers artikulierte, zeigte ein zweiter Beitrag von ihm, das dabei wohl auch heftige Emotionen auf dem Spiel stehen: „Linksradikalauernde Heimatvertriebene auf der Suche nach ihrem Plätzchen im Paralleluniversum“ (13) – so titelte er, und löste damit mehrere Antworten aus, u.a. von D.G. Schulze: „Des Genossen Meinhard Creydt intellektueller und polemischer Overkill“ (14), worauf wiederum ein Genoss_e_in mit dem Pseudonym „Genosse“ antwortete (15).

DISKUSSION BEI DER SOMMERKONFERENZ DER SOZIALISTISCHEN KOOPERATION (SoKo)

Die Sommerkonferenz der Sozialistischen Kooperation (mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen) fand dieses Jahr zum Thema „Werden die Karten neu gemischt? Die antikapitalistische Linke auf der Suche nach neuen Organisationsformen“ statt. (16)

Dort plädiert Frank Braun in seinem Tagungsbeitrag für einen „antikapitalistischen Block“, der einen „Paradigmenwechsel in der kommunistischen Bewegung“ bedeuten müsse: Wenn ein „antikapitalistischer Block als strategischer Eckpunkt aus der sozialen Bewegung, der feministischen und der anti-rassistischen mit einer starken Orientierung auf die ArbeiterInnenklasse generiert würde, so käme dies, wenn praktisch umgesetzt, geradezu einem Paradigmenwechsel in der kommunistischen Bewegung gleich, weil damit endlich wieder viele Menschen als ‚handelnde Subjekte’ für kommende Veränderungen in den Fokus genommen würden. Der klassische Blick der Kommunisten auf die Arbeiterklasse bedarf dringend einer Neudefinition augrund der Realitäten des heutigen Kapitalismus.“ (17)

Einen Teil dieser Realitäten nahm auch Horst Hilse unter der Überschrift „Alle reden von Krise – Wir arbeiten an der Lösung!“ in den Blick. (18) Horst Hilses These lautete: „Nach dem Ende der sich selbst als ‚realsozialistisch’ benannten Gesellschaftssysteme erleben wir einen Wiedereintritt in die Geschichte des klassischen Kapitalismus. Wiedereintritt in einen ordinären Kapitalismus, in dem die alles zerstörenden Dynamiken wieder verstärkt hervortreten, Dynamiken, die in der Zeit des kalten Krieges 1950-89 zum Teil NUR gedämpft waren, weil die Bourgeoisie durch die noch im Bewusstsein lebendige Erinnerung an die von ihr unterstützten Kriegsverbrechen sowie durch die potentielle Systemalternative der deformierten Ostblockgesellschaften politisch in ihrem Handeln eingeengt war.“ (Hervorhebung hinzugefügt).
Das bedeute, wir erlebten nun: „eine Geschichte der beschleunigten Zerstörung, beschleunigter Entsolidarisierung, beschleunigter Entmenschlichung. Globalisierung bedeutet im Klartext: Verbrechen Weltmarktkapitalismus.
Was das bedeutet, hat Winnie Wolf kürzlich in einem Vortrag an der Wiener Uni drastisch auf 5 Ebenen verdeutlicht und ich möchte mich auf seine Aussagen stützen.“ Als diese fünf Ebenen diskutierte Hilse dann: 1. Arbeitswelt; 2. Globalisierte Konzerne; 3. Strategische Ressource Erdöl; 4. Innere kapitalistische Dynamik zu Militarisierung, Rüstung und Krieg; 5. Drohender Kollaps des Weltfinanzsystems und damit Beginn einer Krise, die größer und heftiger sein wird, als je bekannt.
Diese Ausführungen könnten Anlass sein, die bereits in anderen Diskussionsbeiträgen aufgeworfene Frage nach dem Verhältnis von Krisenhaftigkeit, Zusammenbruch und Reproduktionsfähigkeit des Kapitalismus genauer weiter zu diskutieren. (19). Nicht alle dürften zustimmen, dass Kapitalismus tendenziell nur noch Zerstörung bedeute und auch nichts anderes mehr bedeuten könne…

Auch Edith Bartelmus-Scholich ging von der Krise aus und bezog sich positiv auf das Papier, das seit März die laufende Debatte auslöste: „Vorab sei der Sozialistische Initiative Berlin-Schöneberg (SIBS) gedankt, dass sie in der Debatte um eine Zusammenarbeit und Organisierung antikapitalistischer Kräfte links von der Partei DIE LINKE einen neuen Bezugspunkt gesetzt haben. Es ist unbedingt geboten, konstruktiv mit ihren Vorschlägen umzugehen, denn die weltweite multiple Krise des Kapitalismus, die Zunahme der Klassenkämpfe – in Deutschland bis jetzt hauptsächlich als Verschärfung des Klassenkampf von oben – erfordern dringend antikapitalistische, emanzipatorische Alternativen zu entwickeln und an ihrer Durchsetzung zu arbeiten.“ (20)
Die konstruktivste Form sich in die Debatte ist einzubringen, ist sicherlich eigene – ergänzende oder auch alternative – Vorschlag zu entwickeln und zur Diskussion zu stellen. In diesem Sinne schlägt Edith vor, den Schwerpunkt der weiteren Debatte auf eine Programmdiskussion zu legen. Sie bezieht sich insbesondere auf die schon im 1. Teil dieses Berichtes von vor zwei Wochen erwähnten Papiere von Robert Schlosser (21) sowie Wal Buchenberg (22) und führt ergänzend aus: „Hinzuzufügen wäre m.E. noch Forderungen aus dem ‚Programm für eine neue Linke’ des Netzwerk Linke Opposition (NLO) 2006 wie die Demokratisierung aller Medien und eine radikale Reform des Erbrechts. Zentral wichtig, ist m.E. außerdem die Forderung nach Existenzsicherung für alle Menschen und die Förderung von Produktionsweisen, die dem Profit- und Konkurrenzsystem und damit auch der Lohnarbeit entzogen sind. Auffällig ist, dass die ökologische Frage sich in den bisherigen Vorschlägen kaum niederschlägt. Dies erfordert ein Überdenken und Übersetzen aller politischen Ziele in eine ökosozialistische Programmatik.“ (23)
Zu dem zuletzt genannten Thema siehe allerdings immerhin:  http://arschhoch.blogsport.de/oekosoz/ sowie  http://rote-predigt.over-blog.com/article-33797887.html und  http://www.bildungsgemeinschaft-salz.de/bilder/stand_23_03_erklaerung_beschlusskonferenz_kassel_2010-1.pdf.

„Das sei, so die Referentin, aber nicht ausreichend“ – so heißt es in einem Bericht über die Tagung: „Ohne die Erprobung, ohne die konsequente Praxis radikaldemokratischer Umgangsformen nach innen, könne so ein Projekt nicht erfolgreich sein. Keineswegs akzeptabel seien Neuauflagen avantgardistischer Konzepte. Die anschließende Diskussion ergab auch hier wieder ein Bild unterschiedlicher Vorstellungen. Hier vor allem vom dem, was Avantgarde bzw. Avantgardismus bedeuten. Einige wiesen daraufhin, daß eine Avantgarde sich ja schließlich kraft Kompetenz einzelner entwickeln könne und dann keineswegs als bürokratische Machtinstitution gelten müsse.“ (24)

In ihrem Papier schreibt Edith in diesem Kontext: „Ein Netzwerk der Bewegungslinken könnte ohne einen Führungsanspruch aufzumachen in Bewegungsstrukturen für Konstanz und systemsprengende Impulse sorgen.“ (25) – Mir wird bei dieser Formulierung nicht ganz deutlich, inwieweit sich solches Netzwerk hinsichtlich Verbindlichkeit und Bereitschaft, für revolutionäre Inhalt in sozialen Bewegungen zu ARGUMENTIEREN, bspw. von der (bisherigen Praxis der) Interventionistische Linken (IL) (26) konkret unterscheiden soll.

AUF DEM WEG ZU EINER PROGRAMMDEBATTE?

Auch bei der Berliner online-Zeitung „trend“ erschien am Wochenende (27) ein neues Papiers zur laufenden Organisierungsdebatte. Es endet mit einem Vorschlag für drei nächste Schritte. Davon seien zwei hier zitiert (28):

1. „Und es ist ja nicht so, daß es in Sachen Programm keinerlei Vorarbeiten gibt: Der RSB hat ein Programm, die SAV hat ein Grundsatzprogramm, Avanti hat ein langes Grundsatzpapier, auf das sich die Schöneberger in ihrem Text ja auch beziehen, SoL hat ein langes Grundsatzpapier. Die Gruppen Projekt Revolutionäre Perspektive (Hamburg) und Revolutionäre Perspektive Berlin haben zumindest mehrseitige Selbstverständniserklärungen. Die Revolutionäre Linke um die Zeitschrift radikal hat ein Grundsatzpapier vorgelegt. (29)
Diese Texte müßten kollektiv – auf Unterschiede, Übereinstimmungen und Leerstellen – mit einander verglichen werden und dann ein neuer gemeinsamer Text geschrieben werden. Um diese Diskussion in demokratischer Weise und unter Einbeziehung von GenossInnen, die nicht bereits in den genannten oder anderen Zusammenhängen organisiert sind, führen zu können, müßten entsprechende neue, gemeinsame Strukturen geschaffen werden.“
Fragt sich nur – gerade angesichts des anfangs dieses Berichtes angesprochenen Repressionsproblems –, wie das mit dem „gemeinsam diskutieren“ praktisch funktionieren soll; jedenfalls soweit es um das „radi“-Spektrum geht: Zwar kann dieses Spektrum auch zu Texten aus anderen linken Spektren Stellung nehmen und diese anderen Spektren können „radi“-Texte lesen – aber ein wirklich GEMEINSAMER Text kann so wohl nicht zustande kommen, was wohl auch aus den genannten Repressionsgründen kaum sinnvoll wäre.

2. Zu den – in einem anderen Diskussionsbeitrag, bereits aus dem Juni angesprochenen (30) – notwendigen „Untersuchungen über Klassen und Klassenstruktur […], die sich in der Programmatik (Forderungen, Losungen, Konzepte, Projekte) […] widerspiegeln und die zur Verankerung […] in der Klasse beitragen“ sollen, bezieht sich der neue Text bei „trend“ auf Robert Schlosser, der in seinem Beitrag (31) einen wichtigen Gesichtspunkt anspreche:
„Es geht um die Entwicklung von Forderungen, die ‚der immer tiefergehenden Spaltung der Klasse der LohnarbeiterInnen entgegenwirken, indem er [der Kampf für sie] deren [der LohnarbeiterInnen] Konkurrenz untereinander abschwächt und soweit aufhebt, soweit das im Kapitalismus möglich ist. Ohne eine solche tendenzielle Aufhebung der Konkurrenz unter den VerkäuferInnen von Ware Arbeitskraft kann man aber jede Aussicht auf soziale Revolution vergessen (und dieser Kampf ist keiner, den man auf betrieblicher Ebene führen und gewinnen kann).’” Diesbzgl. gelte das von dem_der Verfasser_in des aktuellen „trend“-Beitrages bereits in einem früheren Text „Antikapitalistisch ist nicht revolutionär genug“ Geschriebene: Es gehe um eine „‚Einheit, die Differenzen zuläßt (und voraussetzt)’. Ein Bündnis hat nur Sinn und kommt nur zustande, wenn den Beteiligten der Raum gelassen wird, ihre jeweiligen eigenen Motive und Interessen einzubringen und nicht die Einheit jedem ‚Partikularismus’ der Beteiligten übergeordnet wird.“

Na mal sehen, ob das klappt und welche sich beteiligen… – Jedenfalls wird die Zahl der Genoss_inn_en und der unterschiedlichen Spektren, die sich an der Debatte beteiligen, von Woche zu Woche breiter – und es wird sich im weiteren Verlauf zeigen, ob die Diskussionsergebnisse zumindest im annährend gleichen Maße konkreter werden.

(1)  http://www.kommunisten.at/article.php?story=20110104144910605

(2)  http://www.jungewelt.de/2011/06-07/057.php und  http://www.jungewelt.de/2011/07-09/066.php?sstr.
Die kriminalisierte Vortragsstelle lautet: „Das kapitalistische Gewaltmonopol bricht nicht von allein; der Bruch muß bewußt organisiert und der Kampf dafür erlernt werden. Eine revolutionäre Organisation kann die bürgerliche Rechtsordnung nur als taktischen Bezugspunkt begreifen, aber nicht als naturgegeben verinnerlichen. Konkret heißt das beispielsweise: Wenn Deutschland Krieg führt und als Antikriegsaktion Bundeswehrausrüstung abgefackelt wird, dann ist das eine legitime Aktion wie auch Sabotage im Betrieb an Rüstungsgütern, illegale Streikaktionen, Betriebs- und Hausbesetzungen, militante antifaschistische Aktionen, Gegenwehr bei Polizeiattacken etc.“

(3) -- Edith Bartelmus-Scholich: „Linke Irrwege – Weder Gesine Lötzsch noch Inge Viett zeigen Wege zum Kommunismus auf“
 http://www.scharf-links.de/90.0.html?&tx_ttnews[pointer]=11&tx_ttnews[tt_news]=13991&tx_ttnews[backPid]=48&cHash=410b412307
-- A. Holberg: „Zu Edith Bartelmus-Scholich’s Debatten-Beitrag“
 http://www.scharf-links.de/90.0.html?&tx_ttnews[pointer]=11&tx_ttnews[tt_news]=14068&tx_ttnews[backPid]=89&cHash=090055b225
-- Edith Bartelmus-Scholich: „Dienen, nicht führen“
 http://www.scharf-links.de/48.0.html?&tx_ttnews[pointer]=11&tx_ttnews[tt_news]=14281&tx_ttnews[backPid]=89&cHash=9517dfcccf
-- Reiner Lanowski: „Leserbrief“
 http://www.scharf-links.de/55.0.html?&tx_ttnews[pointer]=11&tx_ttnews[tt_news]=14059&tx_ttnews[backPid]=89&cHash=7732b2ca82
-- Manfred Lurz: „Leserbrief“
 http://www.scharf-links.de/55.0.html?&tx_ttnews[pointer]=11&tx_ttnews[tt_news]=14028&tx_ttnews[backPid]=89&cHash=680bb31532
-- Frank Braun: „Leninismus und Avantgardepartei“
 http://www.scharf-links.de/48.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=14401&cHash=9f21f83e9c

(4)  http://www.scharf-links.de/48.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=17453&tx_ttnews[backPid]=48&cHash=62a6cd2cb5: „Angestoßen wurde die Diskussion im März von einigen aus unterschiedlichen trotzkistischen und linkssozialistischen Traditionen Kommenden“

(5)  http://arschhoch.blogsport.de/2011/03/23/neue-antikapitalistische-organisation-na-endlich-worueber-muessen-wir-uns-verstaendigen-und-worueber-nicht/

(6)  http://www.trend.infopartisan.net;  http://www.scharf-links.de/;  http://arschhoch.blogsport.de

(7)  http://de.indymedia.org/2011/07/311625.shtml?c=on#

(8)  http://www.rsb4.de/

(9)  http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=11298&Itemid=129#JOSC_TOP

(10)  http://www.trend.infopartisan.net/trd0611/t030611.html

(11)  http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/19/ohne-die-klasse-ist-alles-nichts-mit-ihr-allein-aber-geht-es-auch-nicht/

(12) Zum diesbzgl. Strang der gegenwärtigen Organisierungsdebatte siehe bereits den Abschnitt „ANTIKAPITALISMUS – UND WAS NOCH?“ und jeweils das Ende der Abschnitte „DER GEEIGNETE ZEITPUNKT?“ und „PROGRAMMATIK“ des ersten Teils dieses Berichtes:  http://de.indymedia.org/2011/07/311625.shtml?c=on# und dazu jetzt auch noch:  http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/15/von-der-sozialistischen-frauenfrage-zum-sozialistischen-feminismus/

(13)  http://www.scharf-links.de/48.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=17401&tx_ttnews[backPid]=48&cHash=ca9918a92b

(14)  http://www.scharf-links.de/48.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=17453&tx_ttnews[backPid]=48&cHash=62a6cd2cb5. – Die weiteren Antworten auf Meinhard Creydt:
-- „Zur Debatte um die Gründung einer neuen antikapitalistischen Organisation“ von G. Karfeld
 http://www.trend.infopartisan.net/trd7811/t507811.html
und:
-- „…jeder Schritt wirklicher Bewegung“ von Frank Braun
 http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/06/jeder-schritt-wirklicher-bewegung/

(15) S.  http://theoriealspraxis.blogsport.de/2011/07/15/org-debatte-des-genossen-meinhard-creydt-intellektueller-und-polemischer-overkill/#comment-7332 und die anschließende Diskussion.

(16) Einladung:  http://www.scharf-links.de/184.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=16883&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=7cdb45923d; Bericht:  http://www.sozialistische-kooperation.de/soko_sommertreff_bericht_160711.pdf

(17)  http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/19/dringender-verstaendigungsbedarf/

(18)  http://www.scharf-links.de/184.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=17491&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=cecd7bac0a

(19) --  http://theoriealspraxis.blogsport.de/2011/05/15/antikapitalistisch-ist-nicht-revolutionaer-genug/ („Positiv hervorzuheben ist die deutlich realistischere Lageeinschätzung [durch den debatte-anstoßenden Text der Sozialistischen Initiative Berlin-Schöneberg[+], die sich vom linken ‚Krisenoptimismus’ vieler Texte der letzten Zeit abhebt: (…). Trotzdem scheint mir aber auch dieser Text noch zu optimistisch zu sein, wenn es weiter unten heißt: (…).“)
[+]  http://arschhoch.blogsport.de/2011/03/23/neue-antikapitalistische-organisation-na-endlich-worueber-muessen-wir-uns-verstaendigen-und-worueber-nicht/

--  http://www.trend.infopartisan.net/trd7811/t017811.html („Diese Gesellschaftsordnung ist nicht auf Sand gebaut, sondern auf Privateigentum und Lohnarbeit, abgesichert durch eine allgegenwärtige Bürokratie und einen riesigen staatlichen Gewaltapparat, die sich obendrein auf demokratische Legitimation berufen können. (…). Auch heute noch verkünden revolutionäre Parolen, dass selbst in hochentwickelten kapitalistischen Ländern das Proletariat nichts zu verlieren habe als seine Ketten. Diese Fehleinschätzung wird nicht dadurch realistischer, dass man sie in den Worten des Märchens der ‚Bremer Stadtmusikanten’ (Etwas besseres als den Tod finden wir überall) reformuliert. Zweifellos wird dadurch aber deutlicher, dass es sich bei dieser Einschätzung um ein Märchen handelt. Die große Masse der LohnarbeiterInnen in Ländern wie Deutschland hat einiges zu verlieren und sofern sie erneut anfangen sich in größerem Umfang zusammenzurotten und zu kämpfen, geschieht dies gerade in der Absicht der Verteidigung dessen, was Staat und Kapital ihnen einst zugestanden haben und was sie ihnen jetzt nehmen wollen.“)
--  http://www.trend.infopartisan.net/trd0611/t030611.html, Abschnitt „7. Zu Lageanalyse und Strategie a) Wessen Krise? b) Kein zurück zum Fordismus! – Vorwärts zum Sozialismus jetzt?! c) Die Volksbewegungen im Mittelmeerraum d) Zum Problem der ökonomischen und politischen Spaltung der Lohnabhängigen“

(20)  http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/21/neue-antikapitalistische-organisation-konzentration-auf-aufgaben-strategie-und-praxis/

(21)  http://www.trend.infopartisan.net/trd7811/t017811.html

(22)  http://marx-forum.de/diskussion/forum_entry.php?id=5446

(23)  http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/21/neue-antikapitalistische-organisation-konzentration-auf-aufgaben-strategie-und-praxis/

(24)  http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/19/dringender-verstaendigungsbedarf/

(25)  http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/21/neue-antikapitalistische-organisation-konzentration-auf-aufgaben-strategie-und-praxis/

(26)  http://www.dazwischengehen.org/

(27)  http://www.trend.infopartisan.net/ (Inhaltsverzeichnis 7-8/2011)

(28)  http://www.trend.infopartisan.net/trd7811/t437811.html

(29) -- RSB:
 http://www.rsb4.de/component/option,com_docman/task,doc_download/gid,6/
-- SAV:
 http://www.sozialismus.info/index.php?name=News&file=article&sid=62
-- Avanti:
 http://www.avanti-projekt.de/sites/default/files/Avanti%20Grundsatzpapier%202004.pdf
-- SoL Hamburg und NRW:
 http://sol-hh.de/images/Broschueren/sol-grundsatzpapier-april2011.pdf
-- PRP Hamburg:
 http://prp.bplaced.de/wordpress/?page_id=2
-- RPB:
 http://www.perspektive.nostate.net/ueber_uns
-- RL:
 https://radikalrl.wordpress.com/2010/06/02/grundsatzpapier-zur-organisierung-als-revolutionaere-linke-rl/

(30)  http://www.trend.infopartisan.net/trd0611/t290611.html („Der sofortige Aufbau einer revolutionär-proletarischen Partei steht nicht auf der Tagesordnung“)

(31)  http://www.trend.infopartisan.net/trd7811/t017811.html („Endlich eine neue antikapitalistische Organisation?“)
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Ergänzungen

Der Kommunismus lebt

StalinNistPlatz 26.07.2011 - 17:11
Fein, endlich wieder news aus der Kommiwelt. Ausgerechnet Inge Viett(nam) ähm sorry etwas Spaß darf sein. Mit kommunistischer Organisation hatte die es zu ihren aktiven Zeiten weniger.
 http://de.wikipedia.org/wiki/Inge_Viett
Tia, mit fortgeschrittenen Alter wird man eben gesetzter und braucht was Handfestes, wie eine Kommunistische Organisation auf der Basis von Antirevisionismus, Antireformismus und Anti.... usw. naturgemäß auf marxistisch leninistischer stalinistischer hoxhaistischer Grundlage.
Zu dumm auch, da hat sich wieder mal ein Verein aufgelöst, vermute der Indygemeinde ist dieses bedeutende Ereignis entgangen. Dafür gibt s ja noch die KI, wär das was für Frau Viett? Immerhin Ostkommis.

 http://ostendfaxpost.redio.de/polit/politsekten27.html#KPDB

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 9 Kommentare

Retrokommunismus

autonom 26.07.2011 - 17:58
Vielleicht weil die RAF keine rassistischen Motive geleitet haben und sie keine Massenmorde an Jugendlichen begangen hat?! Mensch mag deren Praxis zu Recht kritisieren, aber gezielte Attentate auf Politiker sind und bleiben etwas anderes als willkürlicher Terror.

Ansonsten ist der im Artikel beschriebene Retrokommunismus und Klassenkampf übrigens völlig Out. Leere Sprechblasen die in den Zwanzigern und Siebzigern hängen geblieben sind und keinerlei Bezug zu aktuellen Kämpfen um Stadt und Gesellschaft haben.

Retroautonom

Wie poste ich zum Thema 26.07.2011 - 18:27

hallo StalinNistPlatz,

ist dir in deinem rundumschlag auch aufgefallen, dass stalin und hoxha in dem artikel gar nicht vorkommen?

pöbeln - hauptsache das feindbild stimmt, oder wie?


Und hallo autonom,

"ist der im Artikel beschriebene ... Klassenkampf übrigens völlig Out. ... und keinerlei Bezug zu aktuellen Kämpfen um Stadt und Gesellschaft haben."

was hast du denn gegen den einzigen satz in dem text in dem "klassenkampf" vorkommt auszusetzen: "Die Zunahme der Klassenkämpfe – in Deutschland bis jetzt hauptsächlich als Verschärfung des Klassenkampf von oben – erfordern dringend antikapitalistische, emanzipatorische Alternativen zu entwickeln und an ihrer Durchsetzung zu arbeiten."?

Besser gelesen

ich 26.07.2011 - 19:43

"Stalin" kommt sehr wohl in dem Artikel vor - allerdings genau umgekehrt als der erste 'Ergänzer' herbeifantasiert:

"Ich denke, man kann NICHT zusammen arbeiten mit Kräften, die von Stalin nicht loskommen, ..."

Alter

Iceflame 26.07.2011 - 21:03
Was spricht dagegen sich Organisationsstrukturen zu suchen denen man vertrauen kann und die einem Stabilität geben? Was hat das mit dem Alter zu tun? Der Kommunismus bietet auch für Anarchisten klare Verhältnisse. Kritik an der Veranstaltung könnte inhaltlich andere Gründe bieten sich dagegen auszusprechen.Mir fallen sofort soziale Anwiderungspunkte ein. Ich habe meine Kritik an der Veranstaltung auf meine Art, in meiner Sprache, verdeutlicht als ich mit ihm hier in der Stadt konfrontiert wurde.Davon haben Menschen wie Du, die nun kritisieren bestimmt nicht einmal etwas mitbekommen. Das spricht für diese Veranstaltung, die wenigstens Oberfläche für Kritikmöglichkeit gegeben hat. Das wenigstens hat sehr gut getan. Politisch halte ich es für schwierig eine Idee kritisieren zu wollen, die sozial versucht auf Bedürfnisse der Menschen einzugehen und diese Versuche offen diskutierbar macht und in sich selbst reflektiert. Wichtige Attribute um überhaupt Transparenz zu schaffen. Der Kommunismus bietet etwas, dass anderen politischen Plänen sozialer Organisation fehlt : Mitgefühl.

Wie schäbig jemanden vorzuwerfen dass sie sich etwas gesucht hat dass ihr Halt gibt und zu ignorieren dass es eventuell etwas gegeben haben mag dass so derart niederschlagend gewesen ist, dass dieser Halt vorher verloren ging. Ohne die Person zu kennen über die Du herziehst, es ist sowas von scheissegal ob sich irgend eine Gruppe aufgelöst hat, dieses biographische Merkmal ist authentische Grundlage um Vertrauen in diese Thesen zu gewinnen, in der Praxis ansprechbar für eine utopische Solidarität zu sein.

Die Abwertung "Kommi" macht mich neugierig, als was bezeichnest Du Dich ? Wofür stehst Du ein? Was sind Deine Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit ?

Sprechblasen aus den 20ern...

... noch mit erlebt 26.07.2011 - 22:07

++ „vom früheren Klassenzentrismus (12) – rückt er ab: Ohne Klasse sei zwar alles nichts – aber: mit ihr alleine gehe auch nichts. Auch ansonsten äußert er sich überraschend wenig organisations-fetischistisch, sondern vielmehr eher netzwerk-/bewegungsorientiert“

++ „Paradigmenwechsel in der kommunistischen Bewegung“

++ „Block … aus der sozialen Bewegung, der feministischen und der anti-rassistischen“

++ „Der klassische Blick der Kommunisten auf die Arbeiterklasse bedarf dringend einer Neudefinition augrund der Realitäten des heutigen Kapitalismus.“

++ „Frage nach dem Verhältnis von Krisenhaftigkeit … und Reproduktionsfähigkeit des Kapitalismus“

++ „emanzipatorische Alternativen … entwickeln“

++ „ökosozialistische Programmatik“

++ „konsequente Praxis radikaldemokratischer Umgangsformen“

++ „‚Einheit, die Differenzen zuläßt’“

++ „den Beteiligten der Raum gelassen wird, ihre jeweiligen eigenen Motive und Interessen einzubringen“

was heißt hier bürgerlich?

k 26.07.2011 - 22:13
sicherlich mangelt es in deutschland an einer klassenkampforganisation. was man hierzulande aber nicht kapiert: klassenkampf findet auf ökonomischen terrain statt. deshalb wird so ein mechanisch hergestelltes parteiprojekt mit den mitteln der (bügerlichen) politik keine abhilfe schaffen. wie immer. und so bleibt deutschland eines der wenigen länder ohne nennenswerte wirtschafliche kampforganisationen der lohnabhängigen.

Antwort an Kommentator „K“ („was heißt hier b

D E B A T T E N B E R I C H T 27.07.2011 - 12:34

Antwort an Kommentator „K“ („was heißt hier bürgerlich?“):


„wird so ein mechanisch hergestelltes parteiprojekt mit den mitteln der (bügerlichen) politik keine abhilfe schaffen.“


In dem Schöneberger Papier, das im März die Debatte in Gang gebracht hat ( http://arschhoch.blogsport.de/2011/03/23/neue-antikapitalistische-organisation-na-endlich-worueber-muessen-wir-uns-verstaendigen-und-worueber-nicht/), wird überhaupt keine Parteigründung vorgeschlagen, sondern von Organisation gesprochen.

Andere an dem Diskussionsprozeß konstruktiv Beteiligte unterstreichen dies noch: „Wir fürchten, dass die SIBS noch etwas zu sehr auf die Wahlebene schaut“ ( http://arschhoch.blogsport.de/2011/06/23/vereinigen-statt-spalten/).

Dritten geht auch der Begriff „Organisation“ noch zu weit, und sie schlagen – wie ja auch schon in oben stehendem Bericht erwähnt – (zunächst einmal) ein „Netzwerk“ ( http://www.scharf-links.de/48.0.html?&tx_ttnews%5btt_news%5d=15575&tx_ttnews%5bbackPid%5d=48&cHash=e64535c73f) oder einen „antikapitalistischen Pol“ ( http://www.sozialistische-kooperation.de/soko_faq/soko_faq_antikap_netzwerk.pdf) vor.

Und über den „bürgerlichen Politikbetrieb“ wurde dort diskutiert:  http://theoriealspraxis.blogsport.de/2011/07/15/org-debatte-des-genossen-meinhard-creydt-intellektueller-und-polemischer-overkill/ – und die weiteren Kommentare.

PS.:
Die Verlinkungen zu scharf-links funktionieren im übrigen automatisch aus irgendeinem Grund nicht richtig, jeweils das ganz Blabla – auch der jeweils nach der ersten schließenden eckigen Klammer folgenden Kram – ist die korrekte web-Adresse.

ROBeRT SCHLOSSER

GELESeN 28.07.2011 - 10:01


Noch ’ne Antwort auf die versteckte Ergänzung „was heißt hier bürgerlich?“ (26.07.2011 - 22:13) von k

k meint: „sicherlich mangelt es in deutschland an einer klassenkampforganisation. was man hierzulande aber nicht kapiert: klassenkampf findet auf ökonomischen terrain statt.“


Zu dem gleichen Thema schreibt Robert Schlosser umkehrt – und in Kritik an der nach Ansicht von Schlosser zu traditionalistischen Ausrichtung der Schöneberger –:

„Der Streik ist aber alles andere als eine Wunderwaffe. … Er ist nur eine Waffe und dazu noch eine, die nur auf sehr begrenzte Zeit durchzuhalten ist. Schließlich muss bei allem … revolutionären Elan in Rechnung gestellt werden, dass auch Streikende auf materielle Versorgung angewiesen sind. Demonstrieren, Gebäude besetzen etc. kann man jeden Tag, streiken nicht! Die sozialen Auseinandersetzungen zwischen Lohnarbeit und Kapital / Staat produziert viele unterschiedliche Formen und ein Streik ist nicht deshalb schon Klassenkampf, weil er im Betrieb stattfindet.“
„Es reicht nicht aus zu verstehen, dass der Warencharakter der menschlichen Arbeitskraft Grundlage der kapitalistischen Mehrwertproduktion ist. Man muss auch verstehen, dass darauf die Konkurrenz unter den VerkäuferInnen von Ware Arbeitskraft beruht und damit die gesellschaftliche (nicht betriebliche) Macht des Kapitals.“
( http://www.trend.infopartisan.net/trd7811/t017811.html)

Der Diskussionsprozeß ist also so offen, dass keinr befürchten muß, unterschiedliche Sichtweisen, Kritik und Alternativvorschläge nicht einbringen zu können. Die einen können mehr die politische Seite, die anderen mehr die ökonomische Seite der gesellschaftlichen Kämpfe betonen; die einen mehr die Wichtigkeit der betriebliche Verankerung; die anderen mehr die Verankerung im Stadtteil und im ‚Alltag’ – die Frage ist nur, wie das am Ende zusammengeführt werden kann, so dass die unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen nicht gegeneinanderstehen.

Keine Inhaltliche Ergänzung :-)))

Klugscheißer 31.07.2011 - 20:17
"Der Kommunismus bietet auch für Anarchisten klare Verhältnisse."
Genau, klare Verhältnisse wie in Kronstadt oder in Spanien. Alle an die Wand stellen.
Vielen Dank auch.