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Agentes Provocateurs bei IMK-Demo in Frankfur

anonymous 01.07.2011 18:50
Hier die PM der AG_Antirepression Rhein-Main zur Anwesenheit von Agentes Provocateurs während der Demonstration gegen die Innenministerkonferenz am 22.06 in Frankfurt (am Main). Angefügt sind 2 Bilder des Polizisten der seinen Dienstausweis verlor und die Berichterstattung durch FAZ und FR.
PM der AG_Antirepression Rhein-Main:
"Polizei setzt auf Eskalation.
Als Demonstriende getarnte Polizisten werfen Feuerwerkskörper.

Im Zuge der Demonstration gegen die Innenministerkonferenz am
22.06.2011 in Frankfurt am Main, wurden sieben Zivilbeamte der
Polizei enttarnt. DIe (Bundes-) Beamte mischten sich vermummt unter
die Demonstrierenden und warfen unter anderem Feuerwerkskörper in
Richtung der Einsatzkräfte. Einer der sogenannten Agents
Provocateurs verlor einen Dienstausweis der Bundespolizei.

Der gezielte Einsatz von Polizeiprovokateuren hat bereits bei
vergangenen Demonstrationen Aufsehen erregt; wie zum Beispiel 2007
in Heiligendamm, 2008 in Frankfurt bei einer
Solidaritätsdemonstration für Griechenland und 2010 die Enttarnung
des verdeckten Ermittlers Simon Brenner in Heidelberg.Totz breiter
öffentlicher Kritik scheint dieses Vorgehen mittlerweile zum
Standardrepertoire staatlicher Behörden gehören.

Zu dem Vorfall äußerte sich Susanne Blech, Pressesprecherin der "AG
Anti-Repression Rhein-Main": "Es ist mehr als offensichtlich, dass
die Polizei gezielt Agents Provocateurs einsetzt, um ein Bild
gewaltbereiter Demonstriender zu zeichnen. Durch die "Angriffe"
können dann Maßnahmen wie Kessel oder Massenverhaftungen
legitimiert werden, nicht zu schweigen von der Verdrängung der
Inhalte der Proteste."
In diesem konkreten Fall wurden 2 Beamte dazu aufgefordert die
Demonstration zu verlassen, nachdem sie beim Werfen von
Feuerwerkskörpern beobachtet und enttarnt wurden. Fünf Personen die
verdächtigt wurden Straftaten begehen zu wollen, hatten mehrere
Gegenstände bei sich, die gegen die polizeilichen Auflagen
verstiessen (Vermummungsgegenstände, Pfefferspray). Beim Verlassen
des Demonstrationszuges verlor eine der Personen ein Mäppchen mit
amtlichen Dokumenten, darunter ein Dienstausweis der Bundespolizei."


Bilder:
 http://img40.imageshack.us/i/foto1sn.jpg/
 http://img59.imageshack.us/i/foto2kfy.jpg/

Berichterstattung:
 http://www.fr-online.de/frankfurt/zuendeten-zivilbeamte-boeller-/-/1472798/8606756/-/index.html
 http://www.fr-online.de/frankfurt/boeller-in-die-menge/-/1472798/8615652/-/index.html
 https://www.faz.net/artikel/C30214/innenministerkonferenz-der-enttarnte-polizist-30451760.html
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Ergänzungen

unklarheiten

lachender mann 01.07.2011 - 21:55
die fr meldet: "Der Dienstausweis des Beamten der Bundespolizei macht seit Montag im Internet die Runde – eingescannt von einer Gruppe, die sich „AG Anti-Repression Rhein-Main“ nennt."
-> warum muss die betroffene linksradikale szene aus der zeitung erfahren, dass zivis eingesetzt wurden? warum wurde nicht eher eine pm auf linken medien wie indy veröffentlicht, obwohl die presse wohl schon seit montag bescheid weiß?
-> warum ist nirgends im netz der dienstausweis zu finden? hier sind zwei fotos, aber die könnten auch von onkel ottos altem führerschein sein...
-> warum weiß keiner, was es mit der ag anti-repression auf sich hat? es findet sich, außer den entsprechenden artikeln zu genau diesem fall, absolut NICHTS zu der gruppe. möglicherweise eine eintagsfliege für genau dieses ding - aber warum gibt es dann nicht mal einen blog mit eben besagter pm?

ich will nicht den einsatz von agents provocateurs in frage stellen, mir ist schon klar, dass es nur ein bulle gewesen sein kann, der den böller von jenseits des wanderkessels in die demo geworfen hat.
aber diese offenen fragen machen für mich die ganze sache irgendwie... zumindest mal intransparent, wenn nicht unglaubwürdig.
wenn ich mich irgendwo irren sollte(auch das huhn mit den schärfsten augen übersieht mal ein korn), bitte ich dringend um aufklärung, zum beispiel durch einen konkreten link!

hessenschau-Bericht

gucker* 01.07.2011 - 22:10

Fotos stimmen mit Zivi überein

schlechtes Gewissen 02.07.2011 - 17:08
Ohne sich Illusionen über den Berufsethos der Bullen zu machen, aber kann man sich vorstellen, was das neben den einzelnen Zivi, insgesamt für ein Pack sein muss, wenn sie als Gruppe diese Praktiken stützen und schützen? Immerhin muss sich sowas ja auch rumsprechen, allein aus Taktikgründen. Wie verarbeiten die Bullen diesen Widerspruch wohl, wenn sie soweit gehen müssen sich ihre "Kriminellen" herbeizuböllern, also die Handlungen anzuwenden die sie kriminalisieren? Da muss doch jeder Idealismus vom Guten und Gerechten dauerhaft verfliegen. Scheinbar tut das einem pathologischem Bewusstein nicht weh.

Viele Menschen in der Demo konnten den beiden dunkel gekleideten Zivis beim Rausgehen zusehen. Sie haben ihre Köpfe gesenkt, waren ganz hilflos, kleinlaut und sind in den Bullenreihen verschwunden. Jemand der sicher wäre, mit den Vorwürfen nichts zu tun gehabt zu haben, hätte sich irgendwie gewehrt und hätte sich um Aufklärung bemüht. Offenbar hatten die beiden aber nichts mehr zu vermelden. Danke nochmal an die berherzte Person die sie konsequent aus der Demo schob. Sie hatten Glück das zu diesem Zeitpunkt nur wenige wussten was passierte, sonst wären sie so heil nicht rausgekommen.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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