Fotos der Nazidemo in Wuppertal

Fressedienst 29.01.2011 23:57 Themen: Antifa Antirassismus
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Fotos der heutigen Nazidemo in Wuppertal:
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Ergänzungen

Demonstrationen legen Wuppertal lahm

___ 30.01.2011 - 00:42
Allein der Bahnhof Unterbarmen musste aus Sicherheitsgründen für etwa zwei Stunden gesperrt werden, weil rund 150 Gegendemonstranten den Bahnsteig blockierten. Sie wollten verhindern, dass weitere Neonazis anreisen konnten.
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Wuppertal. Ausnahmezustand in der Wuppertaler Innenstadt: Rund 200 Neonazis haben sich am Samstagnachmittag am Bahnhof Unterbarmen versammelt, die meisten von ihnen waren mit einem Sonderzug angekommen. Von dort aus sind sie in die Elberfelder Innenstadt gezogen. Allerdings war am Hofkamp für die Neonazi-Kundgebung Schluss. In Sichtweite zur Gathe veranstalteten sie ihre Kundgebung. Dann mussten die Rechten wieder in Richtung Bahnhof Unterbarmen umdrehen. Gegen 17.30 Uhr löste sich die Kundgebung am Hofkamp schließlich auf. Von hier aus wurden die Rechten mit Bussen zu verschiedenen Bahnhöfen gebracht, um nicht erneut auf Gegendemonstranten zu treffen. Die Polizei nahm bei der Kundgebung mehrere Demonstranten fest. Außerdem wurden laut Polizeiangaben zehn Polizisten verletzt.

Die Demonstrationen gegen die Neonazi-Kundgebung wirkten sich bereits am Samstagmittag massiv auf den Straßen- und Bahnverkehr in der Region aus. Gut 30 Neonazis versammelten sich - weiträumig von der Polizei abgeschirmt - bis zum frühen Samstagnachmittag auf einem abgesperrten Gelände am Bahnhof, in Sichtweite wütender Gegendemonstranten, die darauf mit Sprechchören reagierten. Als am Bahnhof Unterbarmen gut 150 Gegendemonstranten den Bahnsteig blockierten, um zu verhindern, dass weitere Kundgebungsteilnehmer aus Köln und Dortmund anreisen konnten, musste für etwa zwei Stunden aus Sicherheitsgründen der Bahnverkehr eingestellt werden. Ähnliche Szenen sollen sich auch in Solingen und an anderen Bahnhöfen abgespielt haben, von denen aus Neonazis nach Wuppertal anreisen wollten. Der komplette Fernverkehr wurde zeitweise über Düsseldorf umgeleitet, so dass Reisende nicht nach Wuppertal gelangen konnten.

Als sich die Gruppe der Neonazis dann in Bewegung gesetzt hatte, traf sie auf erbitterten Widerstand der Gegendemonstranten, die über den Polizeischutz hinweg mit Flaschen, Obst und anderne Gegenständen warfen. Mehrere Menschen wurden offenbar verletzt. Der Wicküler Park wurde zum Teil geräumt. Die Polizei setzte alles daran, Kundgebungsteilnehmer und Gegendemonstranten voneinander zu trennen.

Gut 1500 Polizisten waren im Einsatz, der vom Hubschrauber aus auch aus der Luft koordiniert wurde. Auf dem Kirchplatz in Elberfeld versammelten sich gut 2000 Demonstranten zu einer offiziellen Gegendemonstration mit Reden und Bühnenprogramm. Insgesamt sprachen die Veranstalter der Gegendemonstration von etwa 5000 Teilnehmern. Als sich Demonstranten am späten Vormittag unter anderem auch über die B 7 auf den Weg nach Unterbarmen machten, musste die Haupstraße zwischenzeitlich abgesperrt werden. Sowohl auf der B 7 als auch auf dem Bahnsteig in Unterbarmen gab es zum Teil heftige Auseinandersetzungen zwischen Gegendemonstranten und Einsatzkräften.

Bildergalerie:  http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/demonstrationen-legen-wuppertal-lahm-1.562923?articleId=1.562738

Presseartikel:  http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/demonstrationen-legen-wuppertal-lahm-1.562738

Polizei enttäuscht über Ausmaß der Gewalt

Hans W. 30.01.2011 - 00:44
Die Wuppertaler Polizei blickt am heutigen Samstag, den 29. Januar 2011, auf einen zum Teil aggressiven Verlauf einzelner Versammlungen in Wuppertal zurück.

Ein dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnenden Aktivist hatte eine Versammlung mit Aufzug in Wuppertal angemeldet. Gegen die von der Polizei auferlegten, einschränkenden Auflagen hatte der Anmelder geklagt und sich an das Bundesverfassungsgericht gewandt. Dieses lehnte am Freitag den Erlass einer einstweiligen Anordnung ab.

Aus einem Zusammenschluss mehrerer Gruppierungen hat sich das "Wuppertaler Bündnis gegen Nazis" gebildet und sich deutlich gegen die Versammlung der Rechtsextremisten positioniert. Zur Zentralkundgebung auf dem Elberfelder Kirchplatz fanden sich ab 10.30 Uhr ca. 2500 Teilnehmer ein und machten ihren friedlichen Protest deutlich.

Während diese Veranstaltung störungsfrei verlief, ergab sich im Vorfeld und während des rechten Aufzuges ein anderes Bild.

Rund 1000 Gegendemonstranten verließen unmittelbar den Kirchplatz und zogen von der Elberfelder Innenstadt über die B 7 in Richtung Unterbarmer Bahnhof. Im Bereich der Bembergstraße nutzten einige Störer den Schutz der Menge und warfen gezielt Flaschen auf Polizeibeamte.

Aufgrund von Auseinandersetzungen im Bereich des Bahnhofs Solingen-Ohligs und am Unterbarmer Bahnhof wurden Gleissperrungen notwendig, wodurch sich die Anreise der Versammlungsteilnehmer des rechten Spektrums verzögerte. In Solingen-Ohligs besetzten ca. 100 Personen des linken Spektrums die Bahngleise. Der Unterbarmer Bahnhof wurde von rund 250 Demonstranten geräumt. Hierbei wurden Polizeibeamte von Störern durch Reizgas verletzt.

Darüber hinaus kam es an unterschiedlichen Örtlichkeiten im Stadtgebiet zu Angriffen auf Polizeibeamte und gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Personen des linken und rechten Spektrums, die das konsequente Einschreiten der Polizei erforderten.

In Höhe des Polizeipräsidiums verfolgte und bedrohte eine große Personengruppe des linken Spektrums massiv einige rechte Demonstranten. Durch Zuführung dieser Personen in das Präsidium konnte die gefährliche Situation entschärft werden.

Um 15.55 Uhr setzte sich der rechte Aufzug mit rund 200 Teilnehmern vom Bahnhof Unterbarmen in Bewegung. Auf der Wegstrecke gingen Gruppen von bis zu Hundert Personen der linken Szene mehrfach unter massiver Gewalteinwirkung gegen die begleitenden Einsatzkräfte und Versammlungsteilnehmern vor. Diese wurden unter anderem sogar aus einem Parkhaus heraus mit Steinen und Flaschen beworfen. Nach einer Kundgebung am Hofkamp wurde die Versammlung gegen 18.00 Uhr beendet und die Teilnehmer mit Bussen zum Bahnhof Vohwinkel transportiert.

Durch das gewalttätige Verhalten der Störer wurden 14 Polizeibeamte verletzt.

Vor dem Hintergrund dieser erheblichen Störungen mussten 140 Personen in Gewahrsam genommen werden. Darüber hinaus nahm die Polizei 21 Tatverdächtige vorläufig fest. Es wurden Strafverfahren u. a. wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Landfriedensbruch sowie Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

In Folge gewalttätiger Auseinandersetzungen sowie spontaner Blockaden musste der Verkehr streckenweise angehalten werden. So kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Das Bürgertelefon der Polizei wurde gut angenommen. Es wurden zahlreiche Auskünfte erteilt.

Die Polizei musste zur Kenntnis nehmen, dass die eigenen und die Bemühungen zahlreicher Gruppen für einen friedlichen Protest durch gezielte Provokation und Angriffe immer wieder gestört wurden. Durch das konsequente Vorgehen gegen gewalttätige Personen konnten noch weitergehende Ausschreitungen unterbunden werden.

Quelle:  http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11811/1756928/polizei_wuppertal

Besetzte Gleise

WDR 30.01.2011 - 00:46
Rund um Wuppertal blieben Bahnkunden zwischenzeitlich auf der Strecke. Der Grund: Während Tausende friedlich in der Innenstadt gegen einen Neonazi-Aufmarsch protestierten, blockierten Linksautonome aus dem gleichen Grund Bahnhof und Gleise in Solingen.

Video:  http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/01/29/aktuelle-stunde-ice-sperrung.xml

Bilder aus Wuppertal

____________________ 30.01.2011 - 00:54
Am Samstag demonstrierten in Wuppertal rund 200 Nazis - 3000 Gegner protestierten. Viele Hauptverkehrsstraßen waren gesperrt. Bei den Demonstrationen gab es Festnahmen und Verletzte. Im Großen und Ganzen blieb es aber friedlich.

Bildergalerie:  http://www.radiowuppertal.de/fotos_und_videos/fotos/galerie.html?plg_nr=464&plg_img=1

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free

world 30.01.2011 - 15:08
ich finde es traurig das sich viele genossen immernoch mit nationalstaatflaggen zeigen und imperialistische und kriegerische künstliche konstrukte feiern.

eine freie gesellschaft kann nur ohne grenzen entstehen und da gehören keine imperialistischen USA oder israelfahnen dazu

NO BORDERS! NO NATIONS!

@world

universelle Kritik bitte 30.01.2011 - 17:07
Im Prinzip gebe ich dir recht, jedoch gibt es für Nazis wohl keine größere Provokation wie eine israelische Flagge. Außerdem: Palästina-, Kudistan- oder Baskenflaggen kritisierst du nicht, obwohl es da dass gleiche ist. Auch für Kuba-, DDR oder UDSSR-Flaggen gilt gleiches.