Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Termin, ein Aufruf, die Einladung zu einer Veranstaltung oder die Ankündigung einer Aktion reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.
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Heißer Herbst - Aufruf zum Ungehorsam
Seit Sonntag/ Montag ist er in aller Munde. Der heiße Herbst der Antiatombewegung. Nun findet sich seit heute ein Aufruf zum Schottern der Schienenstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg mit einer offen angekündigten Massenaktion im Internet. Ein kurze Zusammenfassung des wohl weitreichensten Aufrufs zu zivilem Ungehorsam, den es in dieser Wortwahl, Reichweite und Offenheit in der BRD je gegeben hat.
Nicht nur die Parteien oder Umweltverbände und andere Nichtregierungsorganisationen kündigen einen Heißen Herbst des Protest und Widerstandes gegen die Energie- und Atompolitik von Schwarzgelb an und massive Anticastoraktionen. Hier kommt der Aufruf des Jahres für alle, die was tun wollen! Die taz hatte ja schon mal im vorfeld berichtet, nun ist er im Internet zu lesen:
"Auf einmal macht es Klick und es geht los. Der Widerstand gegen Atommülltransporte ins Wendland ist so ein Kristallisationspunkt: hier wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Hier seid Ihr alle gefragt." so beginnt der bundesweite Aufruf.
Er bezieht sich anschließend auf die lange Erfahrung des Widerstandes im Wendland und stellt Bezüge zu verschiedensten gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit und zu Aktionsformen gegen Sozialraub, Naziaufmärsche, G8 etc. her. Dabei spricht der Text ein breites Spektrum an Menschen an. Er will möglichst viele erreichen und argumentiert sachlich, wie emotional gegen die Aroganz der Regierungen und der Konzerne im Allgemeinen und den atomaren Wahnsinn im Besonderen.
Im zweiten Drittel heißt es dann: "Wir denken, es ist an der Zeit, die eingefahrenen Wege massenhafter Blockaden noch einen Schritt weiter zu gehen. Dafür wünschen wir uns viele mutige und entschlossene MitstreiterInnen. Wenn der Castor rollt, wird es konkret. Dann haben wir Gelegenheit, unsere Interessen selber in die Hand zu nehmen. Dann sagen wir nicht mehr: ich will nicht, dass der Transport fährt. Dann sorgen wir dafür, dass er nicht rollen kann.
Unsere Aktion: Schottern"
Im weiteren Verlauf heißt es dann: "Mit Hunderten, Tausenden von Menschen, die aus unterschiedlichstem politischem und sozialem Alltag kommen, werden wir am Transporttag auf die Schienenstrecke gehen. Wir sind entschlossen, massenhaft den Schotter aus dem Gleisbett zu entfernen, also die Gleise zu unterhöhlen und sie damit für den Atommüllzug unbefahrbar zu machen. Wir wählen für die Aktion einen Schienenabschnitt, an dem an diesem Tag kein Zugverkehr außer dem Castortransport stattfindet."
Dieser Schritt wird nochmals begründet und klar gemacht, dass dabei die Castorstrecke bewußt verändert wird. "Sie ist für uns ein notwendiger Eingriff in den energiepolitischen Normalbetrieb." heißt es.
Hiernach wird die Aktionsform näher erläutert und ein Konsens erklärt:
"Während der Aktion wollen wir eine Situation schaffen, die für alle daran Beteiligten transparent ist und in der die AktionsteilnehmerInnen solidarisch aufeinander achten und sich unterstützen. Um auf die Strecke zu kommen, werden wir gemeinsam Polizeiabsperrungen überwinden, umgehen oder durch sie hindurchfließen. Wir lassen uns nicht stoppen."
Wichtig scheint, und hier wird es für alle "Gewalt- und Kriminalisierungsdebatten" spannend:
"Ziel unserer Aktion ist es, die Schiene unbrauchbar zu machen, und nicht, die Polizei anzugreifen. Unser wichtigster Schutz ist die massenhafte Beteiligung, unsere Vielfalt und Entschlossenheit: Während Hunderte oder Tausende die Schottersteine entfernen, werden andere durch den Einsatz körperschützender Materialien die Schotternden schützen. Wir bleiben so lange auf der Schiene, bis diese unbefahrbar ist.... Damit unsere Aktion gelingt, wollen wir viele werden. In einer offensiven öffentlichen Kampagne wollen wir erreichen, dass die Legitimität dieser Aktion verständlich wird. Die Aktion soll für viele Menschen vorstellbar werden als Weiterentwicklung ihres bisherigen Protests und von vielen Menschen öffentlich unterstützt und mitgetragen werden. Wir wollen was bewegen, auch in den Köpfen der Menschen."
Es wird allgemein erläutert, wer die Initiatorinnen sind, woher sie kommen, wo sie organisiert sind und was alle sich angesprochen fühlenden Menschen zum Gelingen der Aktion beitragen können. Ob der Aufruf auch offen unterzeichnet werden kann, ist aus dem block leider nicht erkennbar, wird aber -nach eigener Recherche- von Seiten des breiten Netzwerkes nicht nur unbedingt für richtig und hilfreich gewertet sondern auch prinzipiell gewollt, da es zum Gelingen des Konzeptes von großer Bedeutung ist, dass hier auch offen und breit aufgerufen wird, um die politische Auseinandersetzung auch offen führen und mit Kriminalisierung besser umgehen zu können.
Aber lest selbst!!!
Der ganze Aufruf:
http://masterpiece.blogsport.de/2010/09/07/aufruf-castor-schottern/
Castor Schottern!
Atomausstieg bleibt Handarbeit!
"Auf einmal macht es Klick und es geht los. Der Widerstand gegen Atommülltransporte ins Wendland ist so ein Kristallisationspunkt: hier wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Hier seid Ihr alle gefragt." so beginnt der bundesweite Aufruf.
Er bezieht sich anschließend auf die lange Erfahrung des Widerstandes im Wendland und stellt Bezüge zu verschiedensten gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit und zu Aktionsformen gegen Sozialraub, Naziaufmärsche, G8 etc. her. Dabei spricht der Text ein breites Spektrum an Menschen an. Er will möglichst viele erreichen und argumentiert sachlich, wie emotional gegen die Aroganz der Regierungen und der Konzerne im Allgemeinen und den atomaren Wahnsinn im Besonderen.
Im zweiten Drittel heißt es dann: "Wir denken, es ist an der Zeit, die eingefahrenen Wege massenhafter Blockaden noch einen Schritt weiter zu gehen. Dafür wünschen wir uns viele mutige und entschlossene MitstreiterInnen. Wenn der Castor rollt, wird es konkret. Dann haben wir Gelegenheit, unsere Interessen selber in die Hand zu nehmen. Dann sagen wir nicht mehr: ich will nicht, dass der Transport fährt. Dann sorgen wir dafür, dass er nicht rollen kann.
Unsere Aktion: Schottern"
Im weiteren Verlauf heißt es dann: "Mit Hunderten, Tausenden von Menschen, die aus unterschiedlichstem politischem und sozialem Alltag kommen, werden wir am Transporttag auf die Schienenstrecke gehen. Wir sind entschlossen, massenhaft den Schotter aus dem Gleisbett zu entfernen, also die Gleise zu unterhöhlen und sie damit für den Atommüllzug unbefahrbar zu machen. Wir wählen für die Aktion einen Schienenabschnitt, an dem an diesem Tag kein Zugverkehr außer dem Castortransport stattfindet."
Dieser Schritt wird nochmals begründet und klar gemacht, dass dabei die Castorstrecke bewußt verändert wird. "Sie ist für uns ein notwendiger Eingriff in den energiepolitischen Normalbetrieb." heißt es.
Hiernach wird die Aktionsform näher erläutert und ein Konsens erklärt:
"Während der Aktion wollen wir eine Situation schaffen, die für alle daran Beteiligten transparent ist und in der die AktionsteilnehmerInnen solidarisch aufeinander achten und sich unterstützen. Um auf die Strecke zu kommen, werden wir gemeinsam Polizeiabsperrungen überwinden, umgehen oder durch sie hindurchfließen. Wir lassen uns nicht stoppen."
Wichtig scheint, und hier wird es für alle "Gewalt- und Kriminalisierungsdebatten" spannend:
"Ziel unserer Aktion ist es, die Schiene unbrauchbar zu machen, und nicht, die Polizei anzugreifen. Unser wichtigster Schutz ist die massenhafte Beteiligung, unsere Vielfalt und Entschlossenheit: Während Hunderte oder Tausende die Schottersteine entfernen, werden andere durch den Einsatz körperschützender Materialien die Schotternden schützen. Wir bleiben so lange auf der Schiene, bis diese unbefahrbar ist.... Damit unsere Aktion gelingt, wollen wir viele werden. In einer offensiven öffentlichen Kampagne wollen wir erreichen, dass die Legitimität dieser Aktion verständlich wird. Die Aktion soll für viele Menschen vorstellbar werden als Weiterentwicklung ihres bisherigen Protests und von vielen Menschen öffentlich unterstützt und mitgetragen werden. Wir wollen was bewegen, auch in den Köpfen der Menschen."
Es wird allgemein erläutert, wer die Initiatorinnen sind, woher sie kommen, wo sie organisiert sind und was alle sich angesprochen fühlenden Menschen zum Gelingen der Aktion beitragen können. Ob der Aufruf auch offen unterzeichnet werden kann, ist aus dem block leider nicht erkennbar, wird aber -nach eigener Recherche- von Seiten des breiten Netzwerkes nicht nur unbedingt für richtig und hilfreich gewertet sondern auch prinzipiell gewollt, da es zum Gelingen des Konzeptes von großer Bedeutung ist, dass hier auch offen und breit aufgerufen wird, um die politische Auseinandersetzung auch offen führen und mit Kriminalisierung besser umgehen zu können.
Aber lest selbst!!!
Der ganze Aufruf:
http://masterpiece.blogsport.de/2010/09/07/aufruf-castor-schottern/ Castor Schottern!
Atomausstieg bleibt Handarbeit!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Weitere Infos
Die erste Pressemitteilung findet ihr hier:
Bei Facebook ist die Aktion auch schon angekommen:
Und die neuesten Infos gibt es bei Twitter:
Auf gutes Gelingen und einen heißen Herbst!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Fehlt der Schotter — Schienenbeißer
interessant — disobidienti
Indy Korintenkacker!!! — was soll das?
Freischaltung castorseite — dauert noch