[B-City West] Al-Quds-Tag und Gegenaktionen

Teilnehmer 04.09.2010 19:27 Themen: Antifa
Wie jedes Jahr am letzten Wochenende vor Ende des Ramadans demonstrierten heute ca. 400 IslamistInnen auf dem Ku'damm für die "Befreiung" Jerusalems, also für die Zerschlagung des jüdischen Staates Israel. Die Berliner Demonstration ist Teil des internationalen „Al-Quds-Tages“, an dem weltweit für die Vernichtung Israels demonstriert wird.
Unter Parolen wie "Kindermörder Israel" und "Zionisten sind Faschisten" zogen die IslamistInnen vom Adenauer Platz gegen 15 Uhr über den Ku'damm. Dabei griffen sie unter anderem AntifaschistInnen, am U-Bhf Kurfürstendamm eine bürgerliche Gegenkundgebung an und bedrohten TrägerInnen von Israelfahnen. Am Rand der Aufmarsch-Route kam es immer wieder zu Protesten.

Eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto "Solidarität mit Israel. Gegen Antisemitismus und Islamismus" mit ca. 150-200 TeilnehmerInnen zeigte öffentlichkeitswirksam bereits gegen 13:00 das eine solcher antijüdischer Aufmarsch nicht hinnehmbar ist und zog vom Nollendorfplatz zur Joachimstaler Str. Ecke Ku'damm, wo eine bürgerliche Kundgebung stattfand. Am Rande der Demo solidarisierten sich immer wieder Bürgerinnen und Bürger sowie auch Touristinnen und Touristen mit der Demo. Die Demo verlief ohne Zwischenfälle.

Presse:

 http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/400-bei-demo-gegen-al-quds-tag-in-berlin-article968621.html

 http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/kurz-randale-bei-al-quds-marsch-article968696.html

 http://www.tagesspiegel.de/berlin/chomeini-bilder-am-kudamm/1918950.html

Auffällig ist, das weder der Tagesspiegel noch der RBB, der mit einem Kamerateam während des Angriffes auf die Gegenkundgebung anwesend war, über diesen Berichten.

Antifa-Bündnis:
 http://noalquds.blogsport.de/

Kommt alle zur "God is a DJ"-After-Show-Party heute in der Scharnweberstr. 38.
 http://noalquds.blogsport.de/2010/08/31/after-show-party-steht/
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Ergänzungen

tagesspiegel und rbb

k 05.09.2010 - 00:01
Tagesspiegel und rbb haben berichtet, siehe deren website.

BEricht

No 05.09.2010 - 07:03

Berlin: 500 Menschen demonstrieren gegen Al-Quds-Tag und antisemitische Hetze

Gegen einen Aufmarsch islamistischer Gruppen am 4. September in Berlin demonstrierten rund 500 Menschen. Zu einer Gegendemonstration, zu der das Bündnis „No Al-Quds-Tag“ unter dem Motto „Solidarität mit Israel: Gegen Islamismus und Antisemitismus“ aufgerufen hatte, kamen rund 300 Menschen. Das Bündnis besteht aus israelsolidarischen Antifa-Gruppen.

Die Demo startete um 12 Uhr am Nollendorfplatz, zog zum Wittenbergplatz und endete gegen 14.30 Uhr auf der Kreuzung Kurfürstendamm Ecke Joachimstaler Straße. Hier fand eine Kundgebung statt, zu der die Jüdische Gemeinde, exil-iranische Gruppen sowie jüdische Vereine aufgerufen hatten und an der sich etwa 200 weitere ProtestiererInnen beteiligten. Auf der Demonstration des Bündnisses „No Al-Quds-Tag“ erklärten sich immer wieder RednerInnen solidarisch mit der demokratischen Opposition im Iran und protestierten gegen Antisemitismus, Israel-Hass und Rassismus.

Der Al Quds-Tag wurde 1979 durch den iranischen „Revolutionsführer“ Ayatollah Khomeini ausgerufen. Die Berliner Demonstration ist Teil des internationalen Al-Quds-Tages, an dem das iranische Regime seinen reaktionären Kulturkampf in die Welt trägt. So hatten auch am Samstag Ordner des Al-Quds-Marsches Mühe, TeilnehmerInnen davon abzuhalten, Fahnen der islamistischen Hisbollah zu zeigen. TeilnehmerInnen riefen islamistische und antiisraelische Parolen (u.a. „Israel, Kindermörder“, „Israel, Faschist“, „Intifada bis zum Sieg“) und griffen ProtestiererInnen an, die am Rande eine US-Flagge zeigten.

Frederik Moltke, Bündnis „No Al Quds-Tag“ erklärte:
„Wir bewerten die Proteste gegen den Al-Quds-Tag als Erfolg. Den rund 500 TeilnehmerInnen des Al-Quds-Marsches ist eindrücklich gezeigt worden, dass ihre antisemitische und antiisraelische Hetze nicht unwidersprochen bleibt. Erfreulich ist auch, dass die Demo viel Unterstützung im Antifaspektrum erfuhr und sich ihr zahlreiche PassantInnen spontan angeschlossen haben.“

GOD IS A DJ

Karl O. 05.09.2010 - 09:48
Der Protest gegen den Al-Quds-Tag sollte eigentlich durch ein breiteres Bündnis linker Gruppen getragen und unterstützt werden. Was jedoch am Zeigen von US-Flaggen und dem Motto "GOD IS A DJ" empanzipatorisch sein soll, ist erklärungs- und ergänzungsbedürftig.

Demonstration zum Qudstag ohne Störungen

Bullizei 05.09.2010 - 09:51
"Dabei kam es zu emotionalen Unmutsäußerungen seitens der Demonstrationsteilnehmer. Die vom Veranstalter eingesetzten Ordner beruhigten mit Unterstützung der am Aufzug befindlichen Einsatzbeamten die Situation, so dass die Demonstration gegen 16 Uhr 30 friedlich den vorgesehenen Endplatz am Savignyplatz erreichte."

Naja

. 05.09.2010 - 10:07
Was soll der Artikel auf Indymedia wenn sich zwei Fundamentalistengruppen gegenüberstehen? Keine der Beteiligten ist an einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts interssiert, beide geilen sich auf wenn Bomben fallen. Das TOP auch dazu aufgerufen hat outet sie mal wieder als antiemanzipatorische Sektierergruppe.

Sarrazin-Anhänger versus Ahmadinejad-Anhänger

Nix 05.09.2010 - 10:12
Wenn Sarrazin-Anhänger auf Ahmadinejad-Anhänger treffen, dann kanns nur Gewinner geben. Zwei ekelhafte Aufmärsche in Berlin. Die Sarrazin-Anhänger sind allerdings momentan gefährlicher. Der Spriner-Verlag, der seit Wochen eine neue Rechtspartei herbeihetzt und dabei auch die Rassentheorien der Nazis ausgebuddelt hat, hats geschafft: "Emnid-Umfrage: 18 Prozent der Deutschen würden eine "Sarrazin-Partei" wählen" ( http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/deutschland/11117462-18-Prozent-fuer-Sarrazin-Partei.html). Da sind die 0,x Prozent für einen islamischen Gottestaat erst mal eine kleinere Gefahr.

Hier auch noch

Medien 05.09.2010 - 10:17
eine kurze Zusammenfassung inkl. einiger Fotos:

 http://www.demotix.com/news/428842/al-quds-march-evokes-protest-berlin

religiöser backlash

marlies 05.09.2010 - 10:26
Jingle der Gruppe Theorie.Organisation.Praxis zum religiösen Backlash


 http://soundcloud.com/user6809768/top-vs-religion



Kein gutes Leben ohne Blasphemie!
Staat.Kapital.Religion.Scheiße.

 http://top-berlin.net/?page_id=201

Politische Bedeutungslosigkeit

ratatazam 05.09.2010 - 10:50
War auch mit bei der Demo und mein Fazit von dem Tag ist, dass die festgefahrene antideutsche Strömung in Berlin dabei ist, in politischer Bedeutungslosigkeit zu versinken. Und ich würde es nicht mal bedauern. Dass die TeilnehmerInnenzahl äußerst überschaubar war, mag vielleicht an der gleichzeitigen Mobilisierung für Dortmund gelegen haben. Die radikale Linke braucht einen neuen theoretisch lebendigen und nicht kolbenfressenden Umgang mit Antisemitismus und dem Nahostkonflikt. Das Diskussionsangebot von TOP (der Wisch wurde ja auch auf der Demo verteilt), sich über die religionskritische Schiene zu nähern, ist da doch durchaus brauchbar.

Der abschließende Redebeitrag am Joachimstaler Platz war dann auch dermaßen verkopft, lang, mit Schachtelsätzen und Fremdwörtern zugebaut, sowas hypercodiertes konnte von den Teilnehmenden nur verstehen wer jahrelang Marsche Ideologiekritik und dialektische Figuren studiert hat, PassantInnen erst recht nicht.

Fotos vom Tag bei flickr

flickrfinder 05.09.2010 - 11:09

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 17 Kommentare an

Daumen Hoch! — Ich

test — test

Freiheit! — Stephan

erklärung — wayne

@ wayne — hhu realität an träumer aus der provinz

@wayne — du Trottel

@rossonero — bjk