Lautstarker Protest gegen Charterabschiebung in Düsseldorf
Und das mitten im Terminal des Düsseldorfer Flughafens: Sambatrommeln, Parolen und Transparente - lautstark und gut sichtbar wird auf die zeitgleich zur Aktion stattfindende Charterabschiebung von Flüchtlingen und Migrant_innen nach Belgrad aufmerksam gemacht. Interessiert nehmen Reisende die verteilten Flugblätter entgegen. Eine gute ¾ Stunde lang kann das Terminal beschallt werden und der sonst eher ruhige Flugverkehr gestört werden. Polizei und Sicherheitskräfte sind zugegen, schreiten aber nicht ein.
Neugierige Blicke der Reisenden im Terminal B des Düsseldorfer Flughafens. Punkt 11 Uhr beginnen leise und dann näher kommend Sambaklänge die sonst ruhige Abflughalle mit Leben zu füllen. Zeitgleich werden Transparente von einer Empore entrollt. „Stop Deportation“ ist da zu lesen und „Bleiberecht für alle Roma“, sowie „Ask for Gate F“.
Herbei eilende Polizist_innen sind irritiert, wollen gerade einschreiten, da stehen sie im Blitzlichtgewitter einiger Journalist_innen, auch das Fernsehen (WDR-Lokalzeit, Cosmo-TV) mit Kamera ist zugegen. Unschlüssig laufen sie noch einige Male hin- und her und versuchen zu klären, was hier vor sich geht.
Doch nicht nur auf der Treppen-Empore im Terminal B sind Transparente zu sehen, an verschiedenen Stellen im Flughafen verteilt entrollen vermeintlich wartende Flugpassagiere Transparente und rufen Parolen. „No Border, No Nation – Stop Deportation“, „Abschiebung ist Folter, Abschiebung ist Mord – Bleiberecht für alle, jetzt sofort“.
Spätestens jetzt ist wohl auch den überforderten Ordnungshütern klar, dass es sich hier um einen Protest gegen Abschiebungen handelt.
Während die oberen Transparente hängen bleiben können werden Flugblätter nach unten geworfen.
Andere laufen mit ihren Transparenten kreuz und quer durch das Terminalgebäude und rufen immer wieder Parolen. Viele Flugblätter werden verteilt, besonders interessiert sind die Wartenden vor dem griechischen Check-In Schalter, sie lächeln und man sieht ihnen an, dass sie Proteste nicht nur gewöhnt sind.
Doch auch an anderen Schaltern werden die Flugblätter gern genommen.
„Reisepapier, gültig für die einmalige Reise von Deutschland in den Kosovo“ steht auf den Flyern.
Was sich wie ein Scherz anhört ist tagtägliche Realität der Ausländerbehörden. Der Flyer ist den echten Dokumenten zur „einmaligen Reise“ nachempfunden. Im Inneren befinden sich Informationen zu Abschiebungen allgemein und der Situation der Roma im Besonderen.
Abschiebungen, wie sie tagtäglich stattfinden, häufig unbemerkt und fern der Öffentlichkeit.
In diesem Fall handelte es sich sogar um eine sogenannte Charterabschiebung. Für 12 Uhr war der Flug angesetzt, eine Sammelabschiebung von ca. 90 Menschen, die vorher aus ganz Nordrhein-Westfalen von den Ausländerbehörden „angekarrt“ werden - Einzelpersonen, Familien mit Kindern, z.T. seit Jahren hier lebend, z.T. hier geboren, viele von ihnen sind Roma.
„Reibungsloser“ sollen solche Abschiebungen laufen, keine Störungen durch Proteste von Passagieren oder Crewmitgliedern. Ein eigens für die Abschiebung gechartertes Flugzeug, mitsamt Bordmitglieder und Pilot_innen und viel Bundespolizei wird für solche Abschiebungen, zynisch Rückführung genannt, verwendet.
Von GATE F wird geflogen, fern ab der Touristen und dem regulären Flughafenbetrieb, seitlich gelegen und nicht einsehbar. Ungestört sollen Abschiebungen laufen und ungesehen von der Öffentlichkeit.
Doch diesmal ist ihnen das nicht ganz gelungen.
Wenn sie die Öffentlichkeit scheuen, holen wir ihre Taten ans Licht!
Eine dreiviertel Stunde lang konnte auf die Situation aufmerksam gemacht werden.
Mittlerweile ist Polizei in Kampfanzügen, angerückt. Die Samba-Band und einige Aktivisten mit Transparente wurden beobachtet, z.T. bewacht, können jedoch ungehindert spielen und sich durch die Halle ziehen.
Eine kleine Gruppe, mit Transparenten, begleitet von einem Sicherheitsmitarbeiter in knallgelber Weste macht einen Abstecher mitten durch die Konsummeile des Terminals. Auch hier ist die Akustik gut. Leider gibt es keine Flyer mehr zum verteilen.
Ca. 25 Aktivist_inen sind vor Ort und sammeln sich im Terminal B, die bewachte Samba-Band spielt weiter und alle ziehen vor das Flughafengebäude. In einem lockeren Kreis umstellt die Polizei die Gruppe, kesselt sie jedoch nicht.
Nach einer Weile, noch einigen Fotos und Filmaufnahmen seitens der Journalist_innen und Verhandlungen mit der Polizei wird ohne Personalienfeststellung, aber weiterhin bewacht lautstark der Weg zur S-Bahn angetreten – ein kleines Stück durch eines der Parkhäuser, welches besonders gute Akustik vorzuweisen hat...
Der Protest für heute ist zu Ende – doch wir kommen wieder, keine Frage!
WER BLEIBEN WILL SOLL BLEIBEN!!!
KEINE ABSCHIEBUNGEN – NIRGENDWOHIN !!!
STOPPT DIE ABSCHIEBEMASCHINERIE!!
SCHAFFEN WIR ÖFFENTLICHKEIT!!
KEIN MENSCH IST ILLEGAL!!
Herbei eilende Polizist_innen sind irritiert, wollen gerade einschreiten, da stehen sie im Blitzlichtgewitter einiger Journalist_innen, auch das Fernsehen (WDR-Lokalzeit, Cosmo-TV) mit Kamera ist zugegen. Unschlüssig laufen sie noch einige Male hin- und her und versuchen zu klären, was hier vor sich geht.
Doch nicht nur auf der Treppen-Empore im Terminal B sind Transparente zu sehen, an verschiedenen Stellen im Flughafen verteilt entrollen vermeintlich wartende Flugpassagiere Transparente und rufen Parolen. „No Border, No Nation – Stop Deportation“, „Abschiebung ist Folter, Abschiebung ist Mord – Bleiberecht für alle, jetzt sofort“.
Spätestens jetzt ist wohl auch den überforderten Ordnungshütern klar, dass es sich hier um einen Protest gegen Abschiebungen handelt.
Während die oberen Transparente hängen bleiben können werden Flugblätter nach unten geworfen.
Andere laufen mit ihren Transparenten kreuz und quer durch das Terminalgebäude und rufen immer wieder Parolen. Viele Flugblätter werden verteilt, besonders interessiert sind die Wartenden vor dem griechischen Check-In Schalter, sie lächeln und man sieht ihnen an, dass sie Proteste nicht nur gewöhnt sind.
Doch auch an anderen Schaltern werden die Flugblätter gern genommen.
„Reisepapier, gültig für die einmalige Reise von Deutschland in den Kosovo“ steht auf den Flyern.
Was sich wie ein Scherz anhört ist tagtägliche Realität der Ausländerbehörden. Der Flyer ist den echten Dokumenten zur „einmaligen Reise“ nachempfunden. Im Inneren befinden sich Informationen zu Abschiebungen allgemein und der Situation der Roma im Besonderen.
Abschiebungen, wie sie tagtäglich stattfinden, häufig unbemerkt und fern der Öffentlichkeit.
In diesem Fall handelte es sich sogar um eine sogenannte Charterabschiebung. Für 12 Uhr war der Flug angesetzt, eine Sammelabschiebung von ca. 90 Menschen, die vorher aus ganz Nordrhein-Westfalen von den Ausländerbehörden „angekarrt“ werden - Einzelpersonen, Familien mit Kindern, z.T. seit Jahren hier lebend, z.T. hier geboren, viele von ihnen sind Roma.
„Reibungsloser“ sollen solche Abschiebungen laufen, keine Störungen durch Proteste von Passagieren oder Crewmitgliedern. Ein eigens für die Abschiebung gechartertes Flugzeug, mitsamt Bordmitglieder und Pilot_innen und viel Bundespolizei wird für solche Abschiebungen, zynisch Rückführung genannt, verwendet.
Von GATE F wird geflogen, fern ab der Touristen und dem regulären Flughafenbetrieb, seitlich gelegen und nicht einsehbar. Ungestört sollen Abschiebungen laufen und ungesehen von der Öffentlichkeit.
Doch diesmal ist ihnen das nicht ganz gelungen.
Wenn sie die Öffentlichkeit scheuen, holen wir ihre Taten ans Licht!
Eine dreiviertel Stunde lang konnte auf die Situation aufmerksam gemacht werden.
Mittlerweile ist Polizei in Kampfanzügen, angerückt. Die Samba-Band und einige Aktivisten mit Transparente wurden beobachtet, z.T. bewacht, können jedoch ungehindert spielen und sich durch die Halle ziehen.
Eine kleine Gruppe, mit Transparenten, begleitet von einem Sicherheitsmitarbeiter in knallgelber Weste macht einen Abstecher mitten durch die Konsummeile des Terminals. Auch hier ist die Akustik gut. Leider gibt es keine Flyer mehr zum verteilen.
Ca. 25 Aktivist_inen sind vor Ort und sammeln sich im Terminal B, die bewachte Samba-Band spielt weiter und alle ziehen vor das Flughafengebäude. In einem lockeren Kreis umstellt die Polizei die Gruppe, kesselt sie jedoch nicht.
Nach einer Weile, noch einigen Fotos und Filmaufnahmen seitens der Journalist_innen und Verhandlungen mit der Polizei wird ohne Personalienfeststellung, aber weiterhin bewacht lautstark der Weg zur S-Bahn angetreten – ein kleines Stück durch eines der Parkhäuser, welches besonders gute Akustik vorzuweisen hat...
Der Protest für heute ist zu Ende – doch wir kommen wieder, keine Frage!
WER BLEIBEN WILL SOLL BLEIBEN!!!
KEINE ABSCHIEBUNGEN – NIRGENDWOHIN !!!
STOPPT DIE ABSCHIEBEMASCHINERIE!!
SCHAFFEN WIR ÖFFENTLICHKEIT!!
KEIN MENSCH IST ILLEGAL!!
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Ergänzungen
Medienresonanz
WDR
Merkur
weiterer Indymediartikel
Demo gegen Abschiebehaft
Plakate und Aufrufe können bestellt werden:
Mehr Infos: www.aha-bueren.de
Bewegungsfreiheit für ALLE!
Sabotage gegen Abschiebung
Diese Transporter sollten in er gleichen Nacht eingesetzt werden, um die im Artikel dargestellten Abschiebungen zu unterstützen. Durch die Sabotage sollten diese Abschiebungen behindert werden.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
sehr gute aktion! — ...
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