Worst case Winni Nachwei: Stalingrad reloaded
Winfried Nachtwei, ehemaliger sicherheits- und abrüstungspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen (Im Bundestag von 1994-2009) will den Afghanistan-Einsatz retten und kommt zu komischen vergleichen. War Stalingrad negativ?
In seinem Aufsatz "Afghanistan: nur noch raus?" (
http://www.progressives-zentrum.org/dpz.php/cat/85/aid/639) schildert Nachtwei seine Positionen zum Afghanistan-Krieg. Nicht nur, dass er sich militärische "Einsätze" schön redet ( das tut er ja schon lange, obwohl aus der Friedensbewegung kommend), und meint, dass das Militär gar die Kindersterblichkeit senken würde, nein er zieht am Ende seines Aufsatzes auch verheerende Schlüsse: War Saigon eine Niederlage? War die militärische Niederlage des US-Imperialismus ein Segen oder Fluch? War Stalingrad eine Wende zu einer besseren, antifaschistischen Welt oder ein Fluch?
Sein Statement impliziert jedenfalls solche Fragen:
"Worst Case
Nach aller historischen Erfahrung ist bei solchen Großkonflikten die Gefahr der Selbsttäuschung auch bei fähigsten Akteuren immens. Was nicht sein soll und nicht sein darf, kann trotzdem geschehen, muss also vorgedacht werden: der worst case des internationalen Scheiterns, eines eiligen Abzugs durch Niederlage, wodurch auch immer. Was wären dann die Optionen, um einen Rückfall in die Metzeleien der frühen 90er Jahre, gar ein Übergreifen auf Pakistan zu verhindern? Darüber muss in geeigneter Weise debattiert werden. Kabul ist kein Saigon und darf auch kein Stalingrad werden."
Der Vergleich von Saigon und Stalingrad mit Kabul impliziert jedenfalls diese Fragen. Wenn eine militärische Niederlage der ISAF in Kabul ein nicht zu erstrebendes Ziel ist (das ist ja seine Position), dann impliziert der Vergleich mit Saigon und Stalingrad, dass die beiden Niederlagen in Saigon (US-Imperialismus) und Stalingrad (NS-Faschismus) ja auch negativ waren. Mag es ja noch angehen, dass ein Grüner Parteigänger des US-Imperialismus ist (da haben wir uns ja nun hinlänglich dran gewöhnt) wäre es eine erschreckende Neuigkeit, wenn ein ehemaliger Geschichtslehrer auch noch Parteigänger des NS-Faschismus werden würde?
Aber was soll man auch von jemand halten, der inzwischen Reden bei den Vertriebenen schwingt.
http://www.progressives-zentrum.org/dpz.php/cat/85/aid/639) schildert Nachtwei seine Positionen zum Afghanistan-Krieg. Nicht nur, dass er sich militärische "Einsätze" schön redet ( das tut er ja schon lange, obwohl aus der Friedensbewegung kommend), und meint, dass das Militär gar die Kindersterblichkeit senken würde, nein er zieht am Ende seines Aufsatzes auch verheerende Schlüsse: War Saigon eine Niederlage? War die militärische Niederlage des US-Imperialismus ein Segen oder Fluch? War Stalingrad eine Wende zu einer besseren, antifaschistischen Welt oder ein Fluch? Sein Statement impliziert jedenfalls solche Fragen:
"Worst Case
Nach aller historischen Erfahrung ist bei solchen Großkonflikten die Gefahr der Selbsttäuschung auch bei fähigsten Akteuren immens. Was nicht sein soll und nicht sein darf, kann trotzdem geschehen, muss also vorgedacht werden: der worst case des internationalen Scheiterns, eines eiligen Abzugs durch Niederlage, wodurch auch immer. Was wären dann die Optionen, um einen Rückfall in die Metzeleien der frühen 90er Jahre, gar ein Übergreifen auf Pakistan zu verhindern? Darüber muss in geeigneter Weise debattiert werden. Kabul ist kein Saigon und darf auch kein Stalingrad werden."
Der Vergleich von Saigon und Stalingrad mit Kabul impliziert jedenfalls diese Fragen. Wenn eine militärische Niederlage der ISAF in Kabul ein nicht zu erstrebendes Ziel ist (das ist ja seine Position), dann impliziert der Vergleich mit Saigon und Stalingrad, dass die beiden Niederlagen in Saigon (US-Imperialismus) und Stalingrad (NS-Faschismus) ja auch negativ waren. Mag es ja noch angehen, dass ein Grüner Parteigänger des US-Imperialismus ist (da haben wir uns ja nun hinlänglich dran gewöhnt) wäre es eine erschreckende Neuigkeit, wenn ein ehemaliger Geschichtslehrer auch noch Parteigänger des NS-Faschismus werden würde?
Aber was soll man auch von jemand halten, der inzwischen Reden bei den Vertriebenen schwingt.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
So eine Dumme Scheiße... — pünktchen