NBG - Aktionstag Tatort Kurdistan
Auch in Nürnberg fanden am 01.09.2010 dem weltweiten Antikriegstages im Rahmen der Tatort Kurdistan Kampagne wie in bundesweit in 14 anderen Städten Aktionen statt.
In Nürnberg gründete sich bereits im Frühsommer ein lokales Bündnis aus kurdischen, türkischen und deutschen Gruppen und Organisationen. An der Kundgebung am Aufseßplatz, die von 15 Uhr bis 19 Uhr stattfand beteiligten sich im Durchlauf um die 150 Menschen.
Der Charakter war einerseits eine Standard-Kundgebung, mit dem Ziel PassantInnen und AnwohnerInnen anzusprechen; andererseits wollte mensch auch nach innen wirken und es wurden neben Reden Kurzvorträge gehalten, da das Thema Kurdistan in der deutschen Linken noch zu wenig bekannt ist.
In Nürnberg gründete sich bereits im Frühsommer ein lokales Bündnis aus kurdischen, türkischen und deutschen Gruppen und Organisationen. An der Kundgebung am Aufseßplatz, die von 15 Uhr bis 19 Uhr stattfand beteiligten sich im Durchlauf um die 150 Menschen.
Der Charakter war einerseits eine Standard-Kundgebung, mit dem Ziel PassantInnen und AnwohnerInnen anzusprechen; andererseits wollte mensch auch nach innen wirken und es wurden neben Reden Kurzvorträge gehalten, da das Thema Kurdistan in der deutschen Linken noch zu wenig bekannt ist.
Die Protestaktion stand unter dem Motto „Frieden für Kurdistan! Stoppt die Waffenlieferungen in die Türkei und weltweit!“. In 14 weiteren deutschen Städte fanden heute im Rahmen dieser Kampagne Aktionen, Veranstaltungen und Demonstrationen statt. Besonders im Blickpunkt stand die Rolle Deutschlands im Krieg in Kurdistan.
In Nürnberg wurde auf Stelltafeln und mit unterschiedlichen Vorträgen über die Hintergründe des Kurdistankonflikts informiert. Kurdische Musiker lockerten (teils spontan) die Veranstaltung mit musikalischen Beiträgen auf. Während der Vorträge wurden PassantInnen mit Flugis informiert.
Seit Jahrzehnten führt die türkische Regierung einen blutigen Krieg in Kurdistan. Unterstützt wird sie dabei von den westlichen Großmächten und allen voran der Bundesrepublik Deutschland. Deutschland ist weltweit der drittgrößte Waffenexporteur und ist der wichtigste Waffenlieferant der Türkei.
Die Zerstörung von zahlreichen kurdischen Dörfern mit deutschen Waffen hat mehrere 100.000 Menschen in die Flucht getrieben. Als wichtigster NATO-Partner pflegt Deutschland bei der Repression gegen KurdInnen wie durch das PKK-Verbot, als auch bei der Auslieferung von kurdischen Flüchtlingen ein enge Zusammenarbeit mit der türkischen Regierung. Im Frühjahr 2010 verschärfte sich die Situation in Kurdistan, die kurdische Partei DTP, die bei den letzten Wahlen bis zu 70% der Stimmen erhielt und zahlreiche BürgermeisterInnen stellte wurde von der türkischen Regierung verboten. Danach kam es zu massiven Verhaftungswellen und einer Verschärfung des Krieges.
Ein Sprecher des Solidaritätsbündnisses betonte: "Es gibt keine Alternative zu Verhandlungen um den Krieg in Kurdistan zu beenden. Die militärischen Aktionen der türkischen Armee gegen die kurdische Zivilbevölkerung müssen ein Ende haben und ebenso müssen die Waffenlieferungen aus Deutschland eingestellt werden."
Paralell fand an der Nürnberger Lorenkirche die traditionelle Kundgebung des Nürnberger Friedensforums und der DGB-Gewerkschaften statt. Dort wurde von Tatort Kurdistan ebenfalls eine kleine Ausstellung gezeigt, eine Rede gehalten und Flugis verteilt.
Infos und Hintergründe findet ihr auf:
www.tatort-kurdistan.blog.de
Dort könnt ihr euch auch die Nürnberger Ausstellung durchlesen.
Am kommenden Freitag den 3. September findet im Stadtteilzentrum DESI (Brückenstr. 23) dazu noch eine Informationsveranstaltung statt. Referieren wird die Autorin Brigitte Kiechle unter dem Motto „Perspektiven der kurdischen Freiheitsbewegung". Verantalterin: Radikale Linke (RL)
Und Donnerstag, den 9. September zeigen die Radikale Linke und die Karawane im Rahmen ihrer Filmreihe mov(i)e against... den Film "Min Dit" - Kinder von Diyarbakir. Ort: DESI Beginn: 20 Uhr| Eintritt frei.
In Nürnberg wurde auf Stelltafeln und mit unterschiedlichen Vorträgen über die Hintergründe des Kurdistankonflikts informiert. Kurdische Musiker lockerten (teils spontan) die Veranstaltung mit musikalischen Beiträgen auf. Während der Vorträge wurden PassantInnen mit Flugis informiert.
Seit Jahrzehnten führt die türkische Regierung einen blutigen Krieg in Kurdistan. Unterstützt wird sie dabei von den westlichen Großmächten und allen voran der Bundesrepublik Deutschland. Deutschland ist weltweit der drittgrößte Waffenexporteur und ist der wichtigste Waffenlieferant der Türkei.
Die Zerstörung von zahlreichen kurdischen Dörfern mit deutschen Waffen hat mehrere 100.000 Menschen in die Flucht getrieben. Als wichtigster NATO-Partner pflegt Deutschland bei der Repression gegen KurdInnen wie durch das PKK-Verbot, als auch bei der Auslieferung von kurdischen Flüchtlingen ein enge Zusammenarbeit mit der türkischen Regierung. Im Frühjahr 2010 verschärfte sich die Situation in Kurdistan, die kurdische Partei DTP, die bei den letzten Wahlen bis zu 70% der Stimmen erhielt und zahlreiche BürgermeisterInnen stellte wurde von der türkischen Regierung verboten. Danach kam es zu massiven Verhaftungswellen und einer Verschärfung des Krieges.
Ein Sprecher des Solidaritätsbündnisses betonte: "Es gibt keine Alternative zu Verhandlungen um den Krieg in Kurdistan zu beenden. Die militärischen Aktionen der türkischen Armee gegen die kurdische Zivilbevölkerung müssen ein Ende haben und ebenso müssen die Waffenlieferungen aus Deutschland eingestellt werden."
Paralell fand an der Nürnberger Lorenkirche die traditionelle Kundgebung des Nürnberger Friedensforums und der DGB-Gewerkschaften statt. Dort wurde von Tatort Kurdistan ebenfalls eine kleine Ausstellung gezeigt, eine Rede gehalten und Flugis verteilt.
Infos und Hintergründe findet ihr auf:
www.tatort-kurdistan.blog.de
Dort könnt ihr euch auch die Nürnberger Ausstellung durchlesen.
Am kommenden Freitag den 3. September findet im Stadtteilzentrum DESI (Brückenstr. 23) dazu noch eine Informationsveranstaltung statt. Referieren wird die Autorin Brigitte Kiechle unter dem Motto „Perspektiven der kurdischen Freiheitsbewegung". Verantalterin: Radikale Linke (RL)
Und Donnerstag, den 9. September zeigen die Radikale Linke und die Karawane im Rahmen ihrer Filmreihe mov(i)e against... den Film "Min Dit" - Kinder von Diyarbakir. Ort: DESI Beginn: 20 Uhr| Eintritt frei.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen