Dortmund: Nazidemo vorerst verboten

Antifa 02.09.2010 16:07 Themen: Antifa
Wie soeben auf der Pressekonferenz der Polizei vermeldet wurde ist die Demonstration der Dortmunder Neonazis am Samstag verboten worden.
Freitag um 18 Uhr findet das rechte Konzert in der Innenstadt allerdings statt.
Hintergrund ist offenbar ein Sprengstofffund bei einem Mitglied der rechten Szene. Bereits am 1. Mai wurde laut Angaben der Polizei bei einer Demonstration der rechten Szene Sprengkörper gefunden. Sie waren in der Nähe eines Zeltes, in dem Teilnehmer der Demo durchsucht wurden, abgelegt worden. DNA-Spuren die an den sichergestellten Sprengkörpern gefunden wurden gehören zu einem Aachener Neonazi.
Der Verdächtige hatte sich in den letzten Tagen mehrfach in Dortmund aufgehalten. Er übernachtete in einer Neonazi-Wohngemeinschaft in Dortmund-Dorstfeld und beteiligte sich an mehreren Aktionen der Nazis, unter anderem an einem Überfall auf die alternative Kneipe Hirsch-Q in der Dortmunder Innenstadt. Gestern schlug dann die Polizei zu und verhaftete den Verdächtigen.


In den letzten Tagen hat es immer wieder Gewalttaten und Drohungen ausgehend von den Dortmunder Neonazis gegeben, so wurden z.B. ein engagierter Dortmunder Bürger mehrfach bei seiner Arbeit als Taxifahrer überfallen und bedroht, er solle seine Gegenkundgebung absagen. Am vergangenen Mittwoch versuchten 20 Neonazis die alternative Kneipe “Hirsch-Q” in der Dortmunder Innenstadt zu überfallen, konnten aber von den Gästen zurückgedrängt werden. Der nun verhaftete Mann war wohl an diesem Angriff beteiligt und befand sich unter den 5 nach dem Angriff festgenommenen Neonazis.

Die Dortmunder Nazis kündigen bereits an gegen das Verbot zu klagen. Es ist bisher nicht abzuschätzen ob sich die Gerichte der Argumentation der Polizei anschließen. Das Konzert am Freitag ist von dem Verbot bisher nicht berührt.

WICHTIG: Verbote können gekippt werden. Das S4-Bündnis mobilisiert weiterhin und ruft alle Antifaschist_innen dazu auf am 3. und 4. September nach Dortmund zu kommen um gegen den Aufmarsch der Nazis auf die Straße zu gehen.

 http://antifaunion.blogsport.de/
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Ergänzungen

Aussichten

(R)AFA 02.09.2010 - 16:46
Sollte der Naziaufmarsch verboten bleiben oder den Nazis, wie im letzten Jahr lediglich eine stationäre Kundgebung genehmigt werden, dann hat sich der "nationale Antikriegstag" im Jahr 2011 wohl erledigt.

Letzteres, eine stationäre Kundgebung am Samstag, ist nicht unwahrscheinlich, da eindeutig Gefährdungspotenzial von den Nazis ausgeht.

Sprengkörper, Flaschen und Steine flogen schon am 1. Mai 2007, beim Antikriegstag 2008 und am 1. Mai 2009 auf Polizist_innen und Gegendemonstrant_innen. Das die Nazis, wie der Fall Aachen/Berlin/Dortmund zeigte, ihre Pyrotechnik mittlerweile mit Glassplittern und anderen Sachen spicken steht stellvertretend für die zunehmende Gewaltbereitschaft, insbesondere der "Autonomen Nationalisten", deren Hochburg im Westen Dortmund ist. Von den zahlreichen Übergriffen der Dortmunder Nazis und den Ermittlungsverfahren gegen den Anmelder Dennis G. und andere, im Zusammenhang mit den Nazi-Randalen im Mai 2009 mal ganz abgesehen.

Sollte den Nazis am Samstag nur eine stationäre Kundgebung genehmigt werden, dürfte es den Nazis nach der Antikriegstagspleite 2009 schwer fallen nächsten Jahr (2011) wieder Nazis aus dem Bundesgebiet nach Dortmund zu mobilisieren.

Morgen findet alles statt

Antifa 02.09.2010 - 16:57
Aber morgen findet auch das rechte Konzert um 18 Uhr wie geplant statt. Einige Nasen sind auch schon jetzt in der Stadt.

genau jetzt

basti 02.09.2010 - 17:04
laut nazi-ticker findet genau jetzt eine Demo "gegn Demonstrationsverbote" am Hauptbahnhof von Dortmund statt. Die Nazis sammeln sich, die Demo soll gegen 18.30 beginnen.

Feature-Artikel aus dem letzten Jahr

nrdst afa 02.09.2010 - 17:31
Im letzten Jahr gab es einen wunderschönen Feature-Artikel des s5/s4-Bündnisses. Wer also weiter Lust aufs Lesen hat, der_dem sei dieser Link hier ans Herz gelegt: s5-Feature

Photo und Infos über Falko Wolf gibts hier

verlinker 02.09.2010 - 18:20

Hannover support Dortmund

Anna 02.09.2010 - 19:24
 http://www.antifa-hannover.de/ Dortmund wir kommen!

reutlingen

n 02.09.2010 - 19:29

Hamburg...

mobilisiert... 02.09.2010 - 19:48

Gelsenkirchen Supports Dortmund

A-GE-N 02.09.2010 - 19:55

Porträt

BillTheKid 02.09.2010 - 20:07
Über den 19-jährigen Falko Wolf, bei dem der Sprengstoffsatz gefunden wurde, steht auf der Homepage "der westen" ein recht interessanter Artikel.

 http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Neo-Nazis-poebeln-schlagen-Bomben-bauen-id3642657.html

Grüßles

Letzte Infos

Freiburger Antifa 02.09.2010 - 20:50
Morgen ist es soweit und dann start das Antifa Aktions Wochenende in Dortmund, hier noch letzte Infos -->  http://bus.blogsport.de/

AKTUELLE INFOS

RN-Leserin 03.09.2010 - 14:28
Verwaltungsgericht bestätigt Verbot - Nazis klagen weiter

DORTMUND Die erste juristische Entscheidung ist gefallen: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat das Verbot des Neonazi-Aufmarsches am Samstag bestätigt. Die Anmelder der Demo aus der rechten Szene rufen nun das Oberverwaltungsgericht als nächste Instanz an. Wir berichten aktuell an dieser Stelle.

>>> Aktualisierung 14.50 Uhr:
Kleines Problem: Das Oberverwaltungsgericht hat heute seinen Betriebsausflug. Der 5. Senat muss eigens aus Essen zurück nach Münster beordert werden, um über eine Beschwerde der Rechten zu entscheiden.

>>> Aktualisierung 15.08 Uhr:
Jetzt gibt es doch eine Demonstrationsabsage: Das linksalternative S4-Bündnis hat seine Demo, zu der immerhin bis zu 5000 Teilnahme erwartet wurden, für Samstag abgesagt. Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht (vor dem Betriebsausflug) das Verbot der Polizei, in der Innenstadt zu demonstrieren, bestätigt. Mit der zugewiesenen Route in der östlichen Innenstadt ist das Bündnis aber nicht einverstanden.
Jetzt ruft das S4-Bündnis dazu auf, sich an anderen angemeldeten Gegendemos zu beteiligen. Man werde sich seinen Weg zum Protestieren suchen, heißt es in einer Erklärung.

Quelle bzw vollständiger Artikel:
 http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/lokalnachrichten_dortmund/Verwaltungsgericht-bestaetigt-Verbot-Nazis-klagen-weiter;art930,1019341

NAZI-DEMO BLEIBT VERBOTEN, aber...

RN-Leserin 03.09.2010 - 16:46


>>> Aktualisierung 15.58 Uhr:
Die Rechten lassen sich Zeit. Aktuell ist beim Oberverwaltungsgericht in Münster noch keine Beschwerde gegen das Demo-Verbot eingegangen.

>>> Aktualisierung 16.58 Uhr:
Der bereits alarmierte 5. Senat des Oberverwaltungsgerichts als zweite Instanz für eine juristische Entscheidung über das Demo-Verbot hatte den Anmeldern des rechten Aufmarsches eine Frist bis 16 Uhr für einen Einspruch gesetzt. Bis jetzt ist aber noch immer kein Einspruch eingegangen, erklärte ein Sprecher des OVG. Damit bleibt das Verbot bestehen!

>>> Aktualisierung 17.18 Uhr:
Die Polizei hat zur Kenntnis genommen, dass das Demonstrationsverbot weiter besteht. Man bereitet sich aber weiterhin auf einen Großeinsatz am Samstag vor - die Anzahl der Beamten wird nicht reduziert. Hintergrund: Sollten Neonazis trotz des Verbots aktiv werden, will die Polizei das verhindern.

Quelle:
 http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/lokalnachrichten_dortmund/Verwaltungsgericht-bestaetigt-Verbot-Frist-fuer-Einspruch-abgelaufen;art930,1019341


ALLERDINGS...
...schreiben die Nazis, sie wollten vor dem Bundesverfassungsgericht klagen, also weg von den Verwaltungsgerichten. Kann sein, dass sie sich dort schon gemeldet haben.

DIE MOBILISIERUNGEN FÜR MORGEN BLEIBEN BESTEHEN!

DEN FASCHISTEN NICHT ÜBER DEN WEG TRAUEN!!!

Nazis haben sich verzockt...

RN-Leserin 03.09.2010 - 17:02
>>> Aktualisierung 17.49 Uhr:
Offensichtlich werfen die Rechten mit Nebelkerzen. Ein von ihnen angekündigter Gang direkt vor das Bundesverfassungsgericht ist nicht möglich, erklärte Dr. Ulrich Lau, Vorsitzender Richter am Oberverwaltungsgericht, auf Anfrage unserer Redaktion. "Voraussetzung für die Anrufung des Bundesverfassungsgerichts ist, dass der normale Rechtsweg ausgeschöpft wurde", so Lau. Und das haben die Rechten nicht getan, weil sie die vom OVG gesetzte Frist für den Einspruch verstreichen ließen.

>>> Aktualisierung 17.40 Uhr:
Die Rechten sorgen für neue Verwirrung als sie im Internet ankündigten, direkt vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen. Auch bei der Polizei herrschte Unklarheit, ob eine solche „Sprungrevision“ juristisch überhaupt möglich ist. „Wir prüfen das zur Zeit“, so ein Polizeisprecher. Es ist aber davon auszugehen, dass nach dem Verstreichen der Einspruchsfrist der Rechtsweg ausgeschöpft ist.


Quelle:
 http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/lokalnachrichten_dortmund/Verwaltungsgericht-bestaetigt-Verbot-Frist-fuer-Einspruch-abgelaufen;art930,1019341

Sehr fleißig dieses Jahr, die Ruhr Nachrichten...


TROTZ ALLEDEM:
DIE MOBILISIERUNGEN NACH DORTMUND BLEIBEN BESTEHEN!
DIE ANGEMELDETEN (UND GENEHMIGTEN) GEGENDEMOS WERDEN STATTFINDEN!

netter Ticker

Rn leser 03.09.2010 - 17:21

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Da bin ich doch echt froh.. — RechercheSued

So oder so alle nach Dortmund — Berliner Bär

... — muss ausgefüllt werden

abc — abc

Dennis G. der Sammer — indywatch

@ all gerüchte — anarcho

Auf nach Dortmund — Antifaschisten Rheinland

Noch was — Direct

action is on — klaus

Auf nach Dortmund — Antifa VS

Atzenparty — DJ Antifa

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Videobeitrag — Mein name

Verhalten in Dortmund — Antifaschistische Linke Freiburg