Auftakt der Kampagne „¡Ya Basta!“ in Rostock

RF 01.09.2010 22:36 Themen: Freiräume Soziale Kämpfe
Heute - am ersten September, dem Weltfriedenstag – startete nach Monaten der Vorbereitung endlich die EZLN-Soli Kampagne „¡Ya Basta!“ in Rostock. Bereits in den frühen Morgenstunden wurden hunderte Extraausgaben des Newsticker in Briefkästen und direkt an Passanten in der Rostocker verteilt. Etwa zur gleichen Zeit tauchten im nördlichen Westen und im Süden der Stadt dutzende Plakate und Aufkleber auf. Bereits in den vergangenen Tagen wurden mehrere Graffitis in verschiedenen Stadtteilen entdeckt.
Der eigentliche Auftakt der Kampagne fand jedoch am Vormittag, direkt am Rostocker Universitätsplatz statt. Wie jedes Jahr zum Weltfriedenstag stellten mehrere Gruppen, allen voran das Rostocker Friedensbündis, ihre Stände auf, um sowohl auf die historische Bedeutung dieses Tages als auch auf aktuelle Probleme, wie dem Afghanistan Einsatz der Bundeswehr, hinzuweisen. Auch ein Infostand der Kampagne „¡Ya Basta!“ war vor Ort.
Das Wetter war glücklicher Weise sonnig und im Laufe des Tages konnten noch viele weitere Flugblätter, Zeitungen, Hefte und Sticker an vorbeilaufende Passanten und Interessierte verteilt werden. Auch das „Who ist who“ der Rostocker Reaktion stellte sich im Laufe des Tages vor: stadtbekannte Neonazis lächelten genauso freundlich in die Kameras (wieso gebt ihr uns nicht gleich unsere Persos, dann müssen wir nicht ersth die halbe Festplatte durchforsten), wie die Freunde des „Mobilen Einsatzkommando Extremismus“ (an dieser Stelle ein Tipp von uns: das nächste Mal den Schreibblock gleich in der Tasche lassen; das Ding nach der Enttarnung wegstecken wirkt nur lächerlich). Dennoch blieben viele aufrichtig interessiert an den Ständen stehen und schauten sich die verschiedenen Flugblätter, Plakate, Bücher und Transparente an. Viele interessante Gespräche konnten geführt werden. „Die Probleme, die die in Mexiko haben, werden wir in zehn Jahren auch haben, wenn es mit diesem neoliberalen System hier so weitergeht“ meinte eine ältere Dame, die sich interessiert ein Flugblatt der Kampagne durchlas und anschließend einige Euros in die Spendendose warf. „Wollen wir mal hoffen, dass ihr Jungen das Ruder noch einmal rumreißt!“. Mit einem freundlichem Lächeln verabschiedete sich die Frau und ging mit ihren Einkaufsbeuteln weiter. Erstaunt, dass diese doch recht betagte Frau die Zapatisten kannte, schauten wir ihr hinterher.
Der Höhepunkt des Nachmittages war dann die traditionelle Kundgebung in der Nähe des Doberaner Hofes, kurz nach 15Uhr. Viele Bürger blieben während der verschiedenen Reden und Beiträge stehen und hörten gespannt zu, während sich Andere weiter die Stände ansahen.
Gegen 16 Uhr war das Infomaterial nahezu aufgebraucht, lediglich ein paar Zeitungen und Aufkleber waren noch übrig. So endete der erste Tag der Kampagne dann auch, wie er anfing: in der Innenstadt wurden die letzten Sticker und Zeitungen in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) verteilt. Erschöpft, aber dennoch zufrieden, konnte mensch sich abends nach Hause begeben und den Tag ausklingen lassen.

Rostock, der 1.September 2010
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Wayne 01.09.2010 - 22:45
Heute - am ersten September, dem Weltfriedenstag – startete nach Monaten der Vorbereitung endlich die EZLN-Soli Kampagne „¡Ya Basta!“ in Rostock. Bereits in den frühen Morgenstunden wurden hunderte Extraausgaben des Newsticker in Briefkästen und direkt an Passanten in der Rostocker verteilt. Etwa zur gleichen Zeit tauchten im Nordwesten und im Süden der Stadt dutzende Plakate und Aufkleber auf. Bereits in den vergangenen Tagen wurden mehrere Graffitis in verschiedenen Stadtteilen entdeckt.
Der eigentliche Auftakt der Kampagne fand jedoch am Vormittag, direkt am Rostocker Universitätsplatz statt. Wie jedes Jahr zum Weltfriedenstag stellten mehrere Gruppen, allen voran das Rostocker Friedensbündis, ihre Stände auf, um sowohl auf die historische Bedeutung dieses Tages als auch auf aktuelle Probleme, wie dem Afghanistan Einsatz der Bundeswehr, hinzuweisen. Auch ein Infostand der Kampagne „¡Ya Basta!“ war vor Ort.
Das Wetter war glücklicher Weise sonnig und im Laufe des Tages konnten noch viele weitere Flugblätter, Zeitungen, Hefte und Sticker an vorbeilaufende Passanten und Interessierte verteilt werden. Auch das „Who is who“ der Rostocker Reaktion stellte sich im Laufe des Tages vor: stadtbekannte Neonazis lächelten genauso freundlich in die Kameras (wieso gebt ihr uns nicht gleich eure Persos, dann müssen wir nicht erst die halbe Festplatte durchforsten), wie die Freunde des „Mobilen Einsatzkommando Extremismus“ (an dieser Stelle ein kleiner Tipp von uns: das nächste Mal den Schreibblock gleich in der Tasche lassen; das Ding nach der Enttarnung wegstecken wirkt nur lächerlich). Dennoch blieben Viele aufrichtig interessiert an den Ständen stehen und schauten sich die verschiedenen Flugblätter, Plakate, Bücher und Transparente an. Viele interessante Gespräche konnten geführt werden. „Die Probleme, die die in Mexiko haben, werden wir in zehn Jahren auch haben, wenn es mit diesem neoliberalen System hier so weitergeht“ meinte eine ältere Dame, die sich interessiert ein Flugblatt der Kampagne durchlas und anschließend einige Euros in die Spendendose warf. „Wollen wir mal hoffen, dass ihr Jungen das Ruder noch einmal rumreißt!“. Mit einem freundlichen Lächeln verabschiedete sich die Frau und ging mit ihren Einkaufsbeuteln weiter. Erstaunt, dass diese doch recht betagte Frau die Zapatisten kannte, schauten wir ihr hinterher.
Der Höhepunkt des Nachmittages war dann die traditionelle Kundgebung in der Nähe des Doberaner Hofes, kurz nach 15Uhr. Viele Bürger blieben während der verschiedenen Reden und Beiträge stehen und hörten gespannt zu, während sich Andere weiter die Stände ansahen.
Gegen 16 Uhr war das Infomaterial nahezu aufgebraucht, lediglich ein paar Zeitungen und Aufkleber waren noch übrig. So endete der erste Tag der Kampagne dann auch, wie er anfing: in der Innenstadt wurden die letzten Sticker und Zeitungen in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) verteilt. Erschöpft, aber dennoch zufrieden, konnte mensch sich abends nach Hause begeben und den Tag ausklingen lassen.

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