Zur Lage der Flüchtlinge in Meinersen

soli 01.09.2010 10:39 Themen: Antirassismus Repression
Die Flüchtlinge im Lager Meinersen wollen die untragbaren Zustände und die Ausgrenzung und Isolation nicht mehr länger hinnehmen. Darum fand am vergangenen Samstag die zweite demo der Flüchtlinge in Gifhorn statt:  http://de.indymedia.org/2010/08/288641.shtml
Aber im Vorfeld der Demo gab es konkrete Drohungen. Wer teilnimmt solle möglichst schnell abgeschoben werden...
Lange Zeit lief das Geschäft mit dem Leben der Flüchtlinge weitgehend in ruhigen Bahnen - der isolierte Protest einzelner wurde mit Sanktion belegt - der Widerstandsgeist in Frustration oder Psychose getrieben. Polizeieinsätze, der nächtliche Schock der Abschiebung - Routinemaßnahme.

Jetzt aber dringt gemeinsamer lauter Protest nach draussen - das umzäunte Lager wird verlassen. Die Eltern der armen Lagerkinder und andere, die nicht das junge Leben verwelken sehen wollen haben den langen Protest aller nun zusammengebracht und jetzt ist es raus - im Landkreis Gifhorn herrscht eine rassistische Veternwirtschaft voll von Arroganz und Selbstgefälligkeit. In diesen Hintern trifft der Tritt des Protests. Der faule, verkommene Amtsschimmel reißt jetzt die Backen zusammen und man hört schon die Kettenhunde heulen.

Die typische Reaktion schon fast ein Reflex - Kreistagsabgeordnete und Behördenangestellte wollen mit verstärkten Abschiebungsmaßnahmen Druck ausüben. (siehe Artikel junge welt unten)

Wir wissen wie ernst dies zu nehmen ist - und mit allen dreckigen und illegalen Tricks und vor allem Blutgeld Papiere beschafft werden. hier ein beispiel  http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/mit-falschen-papieren-in-den-tod/
Die Flüchtlinge in Meinersen riskieren jetzt alles, weil es nicht mehr geht, weil dieses Leben beinahe Nichtleben nicht mehr ertragbar ist, was schon 4,6,8,10 oder 12 Jahre dauert und nie enden wird außer mit dem Tod was auch ein Synonym für Abschiebung ist.

Deswegen ein Aufruf an Euch alle: Verbreitet die Stimme der Menschen aus dem Lager Meinersen und mobilisiert Euch und andere, kontaktiert aufrechte und ehrliche JournalistInnen, sprecht mit Rechtsanwälten, die in den vielen konkreten Fällen des Unrechts zur Seite stehen, stellt Kontakt her und spendet für Rechts- und Protest- und Fahrtkosten.

Spendenkonto: Stichwort nicht vergessen: lebenohnelager

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 http://thecaravan.org

sehr treffender Kommentar und Bericht über die Proteste:
 http://www.nds-fluerat.org/4845/aktuelles/4845/
 http://thecaravan.org/node/2552
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Demo gegen Abschiebehaft — no border no nation no prison