Frei und Transparent? Kritik an Uni Köln

AutorIn des Beitrags 26.07.2010 01:57 Themen: Bildung Biopolitik
Kritik an Forschungskooperationen der Uni Köln mit Bayer herausgekommen.
Zwei Presseartikel weisen die Zusammenarbeit der Medizinischen Fakultät der Uni Köln mit Bayer als sehr bedenklich aus. KSTA (22.07.2010) & FR (21.07.2010).
Viele z.T. offenkundige Informationen die erst in diesen Interviews zu Tage traten wurden der Öffentlichkeit bisher bewusst vorenthalten.
Die Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) strebt zudem eine Klage gegen die Geheimhaltungspraxis der Uni Köln an, da alle Anfragen und Forderungen nach Offenlegung der Verträge bis jetzt ignoriert und abgelehnt wurden. ( http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www.cgi/http://www.cbgnetwork.org/2730.html)

Das Vorstandsmitglied der BAYER AG Richard Pott ist der Vorsitzende im Hochschulrat der Uni Köln. Dieser ist seit 2008 das oberste Befehlsgremium über dem Rektor und dem Senat.
( http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www.cgi/http://www.portal.uni-koeln.de/hochschulrat.html)
22.07.2010
"Freiheit oder Transparenz" - KSTA
Ist das die Frage? Was sind dann Freiheit und Transparenz?

Im KSTA ist ein Artikel zur Kritik an den Bayer-Forschungsabkommen mit der Uniklinik der Uni Köln erschienen in dem wesentliche Kritikpunkte an den Vorgängen rund um die Freiheit von (Lehre und) Forschung an der Uni Köln herausgestellt wurden.

 http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www.cgi/http://www.ksta.de/html/artikel/1278663545762.shtml

Netterweise wertet der Pressesprecher der Uni Köln P. Honecker ("Bunker Honni") mit einer kleinen Offenbarung den Artikel zusätzlich auf. So stellt er freimütig dar welches Verständnis die Unileitung (unter Freimuth und Co) von "Wissenschaftsfreiheit" und dem Begriff der sog. Informationsfreiheit hat. "„Wir teilen die Meinung des Datenschutzbeauftragten nicht und arbeiten an einer juristischen Stellungnahme. Aus unserer Sicht ist die Wissenschaftsfreiheit höher einzuschätzen als die Informationsfreiheit“, sagt Patrick Honecker, Pressesprecher der Kölner Universität."
Einmal mehr wird damit öffentlich abgebildet wie undemokratisch die Uni organisiert ist und welche Gewalt hier herrscht.
Sehr diplomatisch hat es dagegen der Sprecher der Kritischen MedizinerInnen ausgedrückt: "„Wir haben ein paar Befürchtungen und wollen deswegen eine Offenlegung der Verträge.“ Eine Befürchtung ist, dass Bayer Studien unterschlagen könnte: „Pharmafirmen neigen ja dazu, dass negative Forschungsergebnisse nicht publiziert werden. Und wenn wir als Universität an unserer Fakultät dazu beitragen, dass so etwas nicht öffentlich gemacht wird - das würde uns auch persönlich treffen.“ Schließlich gehe es an der Universität um akademisches, wissenschaftliches Denken - „und da wollen wir natürlich auch wissen, wie unabhängig sind denn die Studien, die da laufen.“ Sven Quilitzsch weiß, dass diese Sorgen natürlich auch völlig unberechtigt sein könnten - „wobei ich mich dann frage, warum man sich so vehement dagegen wehrt.“"
Dem kommt bereits die Aussage von Bayer entgegen: "Darüber macht man sich auch bei Bayer Sorgen: „Bestandteil dieser Verträge ist essenzielles Know-how zur Forschung und Entwicklung. Eine Offenlegung könnte der Konkurrenz wichtige Hinweise und uns somit Wettbewerbsnachteile bringen“, sagt Katharina Jansen, Pressesprecherin für Forschung bei Bayer. „Daran haben wir kein Interesse. Wenn eine Offenlegung von solchen Kooperationsverträgen in Zukunft Schule macht, könnte dies alle Unternehmen behindern, die in Deutschland mit Universitäten kooperieren. Und gerade dies wird von der Politik gefordert und gefördert.“ Eine Reaktion darauf könnten zum Beispiel zunehmende Partnerschaften im Ausland sein, so Jansen."
Damit sagt Bayer ganz offensiv zu was sie bereit sind und belegt einfach und deutlich was im Kapitalismus (mit Staat und Kapital) Sache ist. Der Hauch von Erpressung schwingt gleichzeitig mit. Soviel Offenheit auf einmal gab es selten.

Ein weiterer Artikel zu dem Thema ist bereits in der Frankfurter Rundschau (FR 21.07.2010) erschienen.

 http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www.cgi/http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2872238_Mantel-des-Schweigens-ueber-Unilabor.html


Auf einer Sonderseite unter der Rubrik "Biopolitik" dokumentiert die Alternative Liste - AL - die Kritik an der Medizinischen Fakultät der Uni Köln.

 http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www.cgi/http://al.uni-koeln.de/krit.med.html

Wie z.B. auch die Kritik am sog. "Studierendenhaus" der Kritischen MedizinerInnen (KM).

 http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www.cgi/http://al.uni-koeln.de/kritische_mediziner-innen/Studierendenhaus_Text.pdf

 http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www.cgi/http://www.krit-med.uni-koeln.de/index.html
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Ergänzungen

Vorischt BAYER!

Anarchosyndikat Köln/Bonn 26.07.2010 - 10:07
Keinen Cent für Gift und Gentechnik!
 http://www.anarchosyndikalismus.org/action/vorsicht_bayer/

uni assit

Isegrimm 28.07.2010 - 19:36
Weiterhin muß man sagen, daß die Uni Köln jetzt auch schon am uni-assist Verfahren teilnimmt. Für einige Master-Studiengänge zwar kostenlos, aber für Bachelor-Studiengänge muß der zu Prüfende eine Gebühr an uni-assist entrichten. Ein weiteres Problem ist, daß uni-assist dieses Jahr hoffnungslos überlaufen ist. Es wurden zu wenige Mitarbeiter eingestellt. Die jetzt bearbeiteten Bewerbungen kamen schon vor 6-8 Wochen an. Man hat jetzt keine Chance mehr etwas nachzureichen. Für die Aufnahme der Bewerberdaten wurden kurzfristig Studenten eingestellt und im Schnelldurchlauf angelernt, was die Qualität erheblich beeinträchtigt hat. Kurz gesagt hier hat uni-assist völlig versagt, man sollte diesen Abzockerverein (vor allem die Geschäftsleitung) wieder einstampfen.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Die Uni ist tot — Rausgemobbter Studi

@rausgemobbter — gemobbter