Atommüll in Ahaus
Wo kommen die am 21. Juli im Zwischenlager Ahaus angekommenen Container her und was steckt in ihnen? Das fragen sich gerade mehrere Bürgerinitiativen und wollen dabei nicht so einfach klein beigeben.
Am 21. Juli 2010 sind zwei Container mit schwachradioaktiven Abfällen aus deutschen Kernkraftwerken im Zwischenlager Ahaus eingelagert worden. Die Bezirksregierung Münster hatte als zuständige Genehmigungsbehörde nach der Strahlenschutzverordnung am 9. November 2009 die vorübergehende Zwischenlagerung dieser Abfälle in Ahaus gestattet. Es handelt sich um sogenannte „sonstige radioaktive Stoffe“ in Form von „Betriebs- und Stilllegungsabfällen aus deutschen kerntechnischen Anlagen“. Voraussetzung für die Einlagerung war unter anderem die durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am 26. Mai 2010 erteilte 6. Änderungsgenehmigung für die Nutzung des Zwischenlagers Ahaus.
Der angeblich "schwach radioaktive Müll" stamme aus dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) und ist ins Zwischenlager nach Ahaus transportiert worden, hieß es. Gegenüber AZ-Web.de
sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung Münster, es handle sich nicht um Abfall, der aus unserem Zentrum stammt. Die FZJ-Sprecherin Dr. Anne Rother, sagte, es ginge um Schutt, Papier, Putzlappen, alte Kabel und PVC-Reste, die aus der so genannten Konditionierungsanlage kämen, die von der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) innerhalb des Forschungszentrums unterhalten wird. Die GNS ist auch Betreiber des Zwischenlagers im westfälischen Ahaus. Dass der radioaktive Müll aus Jülich kommt, dies wollte GNS-Sprecher Michael Köbl wiederum nicht bestätigen. "Er stammt aus deutschen Kernkraftwerken", äußerte er sich lediglich, gab aber zu, "dass wir auch eine Betriebsstätte im Forschungszentrum haben."
Ob nun 152 Castorbehälter mit hoch radioaktivem Müll, die noch im FZJ lagern, nach Ahaus transportiert werden dürfen, ein entsprechender Genehmigungsantrag liegt den Behörden längst vor, ist dagegen weiterhin fraglich. Das Transportbehälterlager Ahaus (TBL Ahaus) ist ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente. Es befindet sich im westlichen Münsterland auf dem Gebiet der Stadt Ahaus, etwa 3 km östlich des Stadtzentrums. Das zentrale Gebäude auf dem Zwischenlagergelände ist die 196 m lange, 38 m breite und 20 m hohe Lagerhalle, in dem die Transportbehälter stehend aufbewahrt werden. Die Behälter sind permanent an ein elektronisches System zur Überwachung ihrer Dichtheit angeschlossen. Zum Transport der Brennelementbehälter in der Halle dient ein Brückenkran mit einer Tragkraft von 140 Tonnen. Im Herbst 2008 ist ein weiterer Hallenkran mit 32 t Tragkraft eingebaut worden.
Protest gegen den eventuell anstehenden Transport macht sich breit, denn heute Sonntag (25.07) um 14.00 Uhr gab es bereits ein Treffen am Atomlager (Ahaus Ammeln 59). Ein Bündnis aus Atomkraftgegnern hatte bereits gestern zu einer Demonstration für den Atomausstieg in Stuttgart aufgerufen. Auf Versuch des "Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen" bei der Bezirksregierung nachzufragen, hieß es „Sie können gern einen Antrag auf Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz stellen. Dieser ist kostenpflichtig.“ Bereits am Montag hatte das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen die Ankunft von 6 Lastwagen mit Uranhexafluorid an der Gronauer Urananreicherungsanlage beobachtet.
Weiterführende Links:
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
http://www.kein-castor-nach-ahaus.de/
http://www.aku-gronau.de
http://bbu-online.de
http://duisburg-atomfrei.de.
Der angeblich "schwach radioaktive Müll" stamme aus dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) und ist ins Zwischenlager nach Ahaus transportiert worden, hieß es. Gegenüber AZ-Web.de
sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung Münster, es handle sich nicht um Abfall, der aus unserem Zentrum stammt. Die FZJ-Sprecherin Dr. Anne Rother, sagte, es ginge um Schutt, Papier, Putzlappen, alte Kabel und PVC-Reste, die aus der so genannten Konditionierungsanlage kämen, die von der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) innerhalb des Forschungszentrums unterhalten wird. Die GNS ist auch Betreiber des Zwischenlagers im westfälischen Ahaus. Dass der radioaktive Müll aus Jülich kommt, dies wollte GNS-Sprecher Michael Köbl wiederum nicht bestätigen. "Er stammt aus deutschen Kernkraftwerken", äußerte er sich lediglich, gab aber zu, "dass wir auch eine Betriebsstätte im Forschungszentrum haben."
Ob nun 152 Castorbehälter mit hoch radioaktivem Müll, die noch im FZJ lagern, nach Ahaus transportiert werden dürfen, ein entsprechender Genehmigungsantrag liegt den Behörden längst vor, ist dagegen weiterhin fraglich. Das Transportbehälterlager Ahaus (TBL Ahaus) ist ein Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente. Es befindet sich im westlichen Münsterland auf dem Gebiet der Stadt Ahaus, etwa 3 km östlich des Stadtzentrums. Das zentrale Gebäude auf dem Zwischenlagergelände ist die 196 m lange, 38 m breite und 20 m hohe Lagerhalle, in dem die Transportbehälter stehend aufbewahrt werden. Die Behälter sind permanent an ein elektronisches System zur Überwachung ihrer Dichtheit angeschlossen. Zum Transport der Brennelementbehälter in der Halle dient ein Brückenkran mit einer Tragkraft von 140 Tonnen. Im Herbst 2008 ist ein weiterer Hallenkran mit 32 t Tragkraft eingebaut worden.
Protest gegen den eventuell anstehenden Transport macht sich breit, denn heute Sonntag (25.07) um 14.00 Uhr gab es bereits ein Treffen am Atomlager (Ahaus Ammeln 59). Ein Bündnis aus Atomkraftgegnern hatte bereits gestern zu einer Demonstration für den Atomausstieg in Stuttgart aufgerufen. Auf Versuch des "Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen" bei der Bezirksregierung nachzufragen, hieß es „Sie können gern einen Antrag auf Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz stellen. Dieser ist kostenpflichtig.“ Bereits am Montag hatte das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen die Ankunft von 6 Lastwagen mit Uranhexafluorid an der Gronauer Urananreicherungsanlage beobachtet.
Weiterführende Links:
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
http://www.kein-castor-nach-ahaus.de/
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
graswurzel.tv bei dem Castor 2010
Nicht nur die Gefahr durch den hochradioaktiven Inhalt der Castorbehälter, sondern auch die geplante Laufzeitverlängerung von Atomanlagen der schwarz-gelben Bundesregierung treibt die Menschen wieder verstärkt auf die Straße. Die Vorbereitungen für den Protest im Wendland sind in vollem Gange. In diesem Jahr wird mit noch mehr Demonstrierenden als vor zwei Jahren gerechnet, wo 16.000 Menschen rund um Gorleben gegen den Castor aktiv waren.
Nachdem wir 2008 mit einer tagesaktuellen Berichterstattung die Transporte und Proteste begleiteten, werden wir auch in diesem Jahr wieder mit unseren Kameras dabei sein. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der friedliche Protest und die eigentliche Motivation der Demonstrierenden in den etablierten Medien oft ungenügend dargestellt werden. Neben einer alternativen Berichterstattung möchten wir mit der Anwesenheit unserer Kameras auch Schutz vor sonst undokumentierter willkürlicher Repression gegen Demonstrierende bieten.
Wir planen, fünf Tage lang im November mit mindestens zwei Kamerateams zu möglichst jedem Protestort an der gesamten Wegstrecke zwischen Lüneburg und Gorleben zu fahren. Allerdings ist dieses ehrenamtliche Engagement mit einem beträchtlichen logistischen und finanziellen Aufwand verbunden. Die entstehenden Kosten wie für Benzin, Mietwagen, Telefon oder Equipment können von uns leider nicht mehr komplett privat getragen werden. Um dem Ziel der tagesaktuellen und möglichst umfassenden Berichterstattung nachgehen zu können, sind wir daher auf die finanzielle Unterstützung von Menschen angewiesen, die unsere Arbeit schätzen.
Im Laufe des Spätsommers werden wir in verschiedenen Städten Filmcreenings und Workshops anbieten, Sammeldosen aufstellen und neue Produkte in unseren Solishop aufnehmen. Auch nehmen wir gern finanzielle Zuwendungen, die ebenfalls direkt in unsere Arbeit fließen, gerne entgegen.
Kontoinhaber: J.Happ & M.Kühne
Bank: GLS Gemeinschaftsbank
BLZ: 430 609 67
Kto.: 2009 761 200
Verwendungszweck: Castor2010
Wir freuen uns über eure Unterstützung in jeglicher Art!
Den aktuellen Finanzierungsstand kann man hier sehen: www.graswurzel.tv/unterstuetzen
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