[J] Umbenennung der Stauffenbergstraße
In Jena (Thüringen) wurde heute die Stauffenbergstraße umbenannt. Mit der Aktion soll unmittelbar vor dem 20. Juli die Kritik an der verherrlichenden Deutung der Ereignisse um den 20. Juli 1944 in die (Jenaer) Öffentlichkeit getragen werden.
Claus Graf Schenk von Stauffenberg und seine Mitverschwörer passen gut ins Bild eines geläuterten Deutschlands. Die Tatsache, dass es Anhänger des Nationalsozialismus und Antisemiten waren, stört dabei nicht, im Gegenteil. Die Anerkennung von Schuld gehört zum Konzept.
Gleichzeitig dienen die zu Widerstandskämpfern stilisierten Protagonist_innen des 20. Juli als Vorbilder für „soldatisches“ oder „ehrenvolles“ Verhalten und für die Bereitschaft, für „Volk und Vaterland“ das eigene Leben zu opfern. Darauf sollen vor allem Bundeswehrsoldat_innen eingeschworen werden.
Am 20. Juli werden dann wieder ein paar Deutschlandfahnen mehr wehen: anlässlich des Gedenkens an den 20. Juli 1944 werden an Gebäuden der „Bundesbehörden“, aber auch zahlreichen andere öffentlichen Gebäude, Deutschlandfahnen gehisst. Das alljährliche Gedenken war für einige Menschen in Jena Anlass, den Mythos um den sogenannten „deutschen militärischen Widerstand“ und seine politische Funktion zu thematisieren.
Deshalb wurden im Jenaer Stadtteil Lobeda-West einige neue Straßennamen vergeben. Die Stauffenbergstraße wurde in „H.-Grynszpan-Straße“, „Ria-Deeg-Straße“, „Johanna-Kirchner-Straße“ und „Gabčík-Kubiš-Straße“ umbenannt.
Herschel Grynszpan, Ria Deeg, Johanna Kirchner, Jozef Gabčík und Jan Kubiš sollen dabei nicht zu Held_innen gemacht werden. Wenn es aber darum geht, mit Straßennamen daran zu erinnern, was zwischen 1933 und 1945 geschah, dann gäbe es Millionen von Namen, die geeigneter wären, als der Name Stauffenberg. Dies sind vier davon.
Zum deutschen Erinnerungsdiskurs zu Stauffenberg und den 20. Juli 1944:
http://nevergoinghome.blogsport.de
Gleichzeitig dienen die zu Widerstandskämpfern stilisierten Protagonist_innen des 20. Juli als Vorbilder für „soldatisches“ oder „ehrenvolles“ Verhalten und für die Bereitschaft, für „Volk und Vaterland“ das eigene Leben zu opfern. Darauf sollen vor allem Bundeswehrsoldat_innen eingeschworen werden.
Am 20. Juli werden dann wieder ein paar Deutschlandfahnen mehr wehen: anlässlich des Gedenkens an den 20. Juli 1944 werden an Gebäuden der „Bundesbehörden“, aber auch zahlreichen andere öffentlichen Gebäude, Deutschlandfahnen gehisst. Das alljährliche Gedenken war für einige Menschen in Jena Anlass, den Mythos um den sogenannten „deutschen militärischen Widerstand“ und seine politische Funktion zu thematisieren.
Deshalb wurden im Jenaer Stadtteil Lobeda-West einige neue Straßennamen vergeben. Die Stauffenbergstraße wurde in „H.-Grynszpan-Straße“, „Ria-Deeg-Straße“, „Johanna-Kirchner-Straße“ und „Gabčík-Kubiš-Straße“ umbenannt.
Herschel Grynszpan, Ria Deeg, Johanna Kirchner, Jozef Gabčík und Jan Kubiš sollen dabei nicht zu Held_innen gemacht werden. Wenn es aber darum geht, mit Straßennamen daran zu erinnern, was zwischen 1933 und 1945 geschah, dann gäbe es Millionen von Namen, die geeigneter wären, als der Name Stauffenberg. Dies sind vier davon.
Zum deutschen Erinnerungsdiskurs zu Stauffenberg und den 20. Juli 1944:
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Ergänzungen
Nicht ganz richtig...
Respekt zollen
Wer keine Ahnung hat...
Gerade St. hatte mehr Kontakte zur sozialdemokratischen Opposition, als es so manchen lieb sein kann.
Aber man kann es sich auch einfach machen und St. einfach zum Nazi abstempeln, das erspart einem das Nachdenken.
luxusproblem
Lokalzeitung
Straßennamen in Lobeda aus Protest überklebt - Debatte über Rolle von Stauffenberg
Jena (OTZ/lp). Unbekannte haben am Montag die Straßenschilder der Stauffenbergstraße in Lobeda-West überklebt.
Der bisherige Name, der an den Hitler-Attentäter des 20. Juli 1944 erinnert, wurde durch H.-Grynszpan-Straße, Ria-Deeg-Straße, Johanna-Kirchner-Straße und Gabcik-Kubis-Straße ersetzt. Auf der Internetplattform Indymedia.de bekennen sich linke Gruppen zu der Aktion.
Sie wollen eine öffentliche Debatte um die Deutung der Ereignisse um den 20. Juli 1944 anstoßen, hieß es.
Kritisiert wird, dass Stauffenberg und weitere Mitverschwörer trotz antidemokratischer und antisemitischer Einstellungen zu Helden stilisiert würden. Für eine Ehrung mit einem Straßennamen für die Zeit zwischen 1933 und 1945 gebe es aber Millionen Namen von Opfern, hieß es.
Claus Graf Schenk von Stauffenberg hatte am 20. Juli 1944 auf Hitler ein Attentat verübt, an dem viele weitere Wehrmachtsoffiziere beteiligt waren. Hitler hatte den Anschlag fast unverletzt überlebt. Stauffenberg und andere wurden hingerichtet.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Tröten gegen Nazis — Don Knopf
warum huldigt man dem mann nich!? — weiße rose
Hier gibts — ein
@weiße rose — tagmata