Heilbronn: Demo gegen den Krieg in Kurdistan

Gabriela da Silva 18.07.2010 17:36 Themen: Militarismus Weltweit
Demo in Heilbronn gegen die Massaker der türkischen Armee in Kurdistan

Für den 17. Juli 2010 hatte die Föderation kurdischer Vereine in
Deutschland YEK- KOM e.V. bundesweit zu Aktionen unter dem Motto "Stoppt
die Massaker der türkischen Armee in Kurdistan!" aufgerufen.
Seit mehreren Monaten führt die von der BRD mit Waffen unterstützte
türkische Regierung wieder offensiv Krieg gegen die kurdische
Befreiungsbewegung und greift dabei auf die noch aus den 1990er Jahren
bekannte Praxis der Vertreibung und Terrorisierung der Bevölkerung und
Zerstörung ihrer Dörfer zurück.
Demo in Heilbronn gegen die Massaker der türkischen Armee in Kurdistan

Für den 17. Juli 2010 hatte die Föderation kurdischer Vereine in
Deutschland YEK- KOM e.V. bundesweit zu Aktionen unter dem Motto "Stoppt
die Massaker der türkischen Armee in Kurdistan!" aufgerufen.
Seit mehreren Monaten führt die von der BRD mit Waffen unterstützte
türkische Regierung wieder offensiv Krieg gegen die kurdische
Befreiungsbewegung und greift dabei auf die noch aus den 1990er Jahren
bekannte Praxis der Vertreibung und Terrorisierung der Bevölkerung und
Zerstörung ihrer Dörfer zurück.
Die Strategie der türkischen Armee beinhaltet dabei auch
kriegsverbrecherische Methoden wie die Zerstückelung und den Missbrauch
gefallener GuerillakämpferInnen als Mittel der psychologischen
Kriegsführung.
Gleichzeitig sehen sich kurdische politische AktivistInnen seit dem DTP-
Verbot einer extrem verschärften Repression gegenüber, tausende
PolitikerInnen, BürgermeisterInnen und auch unzählige Kinder und
Jugendliche sitzen meist isoliert im Knast..

Die BRD unterstützt diese repressive Politik durch das mittlerweile seit
17 Jahren bestehende Verbot der PKK, die Schikanierung und
Kriminalisierung kurdischer Vereine und Verhaftungen und Abschiebungen
von AktivistInnen.
Grund genug also, um hier in den Städten auf die Straße zu gehen!

In Heilbronn nahmen etwa 200 Menschen an einer Demonstration teil, die
vom Berliner Platz durch die Innenstadt zum Kiliansplatz führte.
Gleich zu Beginn provozierte die Polizei, als sie einer Gruppe von
deutschen internationalistischen Linken das Mitführen roter Fahnen
untersagte.
Begründung war eine Auflage, laut der auf der Demo alle Fahnenstangen
(unabhängig von Länge, Durchmesser oder Material) verboten seien.
Die Demo wurde komplett von einem Dokumentationstrupp der Polizei
abgefilmt und von zahlreichen Zivilpolizisten und Beamten des
Staatsschutzes überwacht, mehrfach kam es durch diese zu
Einschüchterungsversuchen gegen VersammlungsteilnehmerInnen.

Trotz dieser Repressionen und des miserablen regnerischen Wetters
verlief die Demonstration kämpferisch und lautstark, PassantInnen wurden
durch zahlreiche Schilder und Flugblätter über den Hintergrund der
Aktion und die politischen Forderungen informiert und bei der
Abschlusskundgebung auf dem Kiliansplatz wurden Redebeiträge auf deutsch
und kurdisch verlesen.

Es gilt nun, weiter gegen die Kriegspolitik des türkischen Staates und
seiner Handlanger aktiv zu bleiben - eine weitere Möglichkeit dazu
bietet die bundesweite Kampagne "TATORT Kurdistan" die zu einem
bundesweiten dezentralen Aktionstag am 1. September 2010 aufruft!

Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung!
Hoch die internationale Solidarität!

Aufruf für den 17. Juli nachzulesen bei YEK- KOM: www.yekkom.com
Informationen zur Kampagne "TATORT Kurdistan":
 http://tatort-kurdistan.blog.de/
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Ergänzungen

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Peer August Inski 18.07.2010 - 19:30