Fussballintegrationsfieber
lieber Ali,
ich schreibe dir diesen Brief, nachdem ich versucht habe, mich der Fußballeuphorie des deutschen Volkes anzuschließen, damit ich mich richtig integriert fühle, nachdem ich die Hälfte meines Lebens in Deutschland verbracht habe; besonders, seit die Bildzeitung geschrieben hat, dass ein Imbissbesitzer mit türkischer Abstammung mit der deutschen Fußballmannschaft mitfiebere, und deshalb Fußball zur Integration führe. Und wenn die Bildzeitung das sagt, wird es wohl stimmen. Also habe ich 3 deutsche Flaggen gekauft und auf mein Auto geklebt; zwei auf die Seiten und eine große ganz vorne. Jetzt sah mein Auto auch integriert aus.
ich schreibe dir diesen Brief, nachdem ich versucht habe, mich der Fußballeuphorie des deutschen Volkes anzuschließen, damit ich mich richtig integriert fühle, nachdem ich die Hälfte meines Lebens in Deutschland verbracht habe; besonders, seit die Bildzeitung geschrieben hat, dass ein Imbissbesitzer mit türkischer Abstammung mit der deutschen Fußballmannschaft mitfiebere, und deshalb Fußball zur Integration führe. Und wenn die Bildzeitung das sagt, wird es wohl stimmen. Also habe ich 3 deutsche Flaggen gekauft und auf mein Auto geklebt; zwei auf die Seiten und eine große ganz vorne. Jetzt sah mein Auto auch integriert aus.
Nun gehörte ich so richtig dazu; und das nach Jahren der Arbeitsuche, in denen man mich wegen meiner Herkunft diskriminiert hat, wie eine Antwort auf eine meiner vielen Bewerbung zeigte : Nach dem 11. Sep nehmen leider unsere Kunden in sensiblen Bereichen keine Leute mit ausländischer Herkunft (besser gesagt, die moslemisch klingen)oder der Taxifahrer , der mir gesagt hat: Alle Ausländer sind Terroristen, oder der deutsche Mann , der sich höflich beim Kaffeetrinken zu mir setzt und meine kritischen Bemerkungen über die politische Atmosphäre besonders für Ausländer mit den Worten quittiert: Hau ab, wenn es dir hier nicht gefällt .
Aber nun hatte ich ja die Fahnen, eine rot gelb schwarze Uweseeler ( die war sehr billig. Warum nur?)und darum habe ich mich zum Public Viewing begeben und mich in der johlenden Menge richtig Deutsch gefühlt. Irgendwie wurde ich dann doch als Deutsch-Türke erkannt. Aber das sei gar nicht so schlimm, meinte mein deutscher Nebenmann, weil Öziel, obwohl er Türke sei, gut für Deutschland spiele. Ich habe mich so verhalten, als ob ich nichts gehört hätte und mein farbiger Freund aus „Afrika“ - Verzeihung, aus Deutschland , der sich auch integrieren fühlen wollte, jubelte für Deutschland gegen England, bis eine blonde Frau mich fragte: “Aus welcher Ecke Afrikas kommt dein Freund?“ Ich habe sie nachdenklich angesehen und geantwortet: „Aus Köln!“ Sie verdrehte die Augen und sprach langsamer: „Ich meine, wo kommt er wirklich her?“ Wollte sie einen Auszug aus dem Geburtsregister? Geduldig wiederholte ich also: Köln. Sie guckte mich sehr erstaunt an und fragte nicht weiter, aber sie versuchte sich trotz des Gedränges auf Distanz zu halten.
Ich fuhr mit meinem deutschen Wagen nach Hause. Auf den Schildern stand 70km/h maximale Geschwindigkeit und ich fühlte mich durch den Fußball richtig integriert und fuhr 70. Hinter mir bildete sich schnell eine lange Schlange Autos, und die mich überholten, brüllten irgendwas und wedelten mit den Armen. Dann kam die Polizei, hat mich angehalten und gefragt, warum ich so langsam fahre und ich - als neu geborener, voll integrierter Ausländer durch Fußball, habe stolz gesagt: „Wir sind hier in Deutschland und da ist alles geregelt.“ Ich bekam 30 Euro Strafe wegen „Behinderung und Gefährdung“ des Verkehrs.
Ich habe mich trotz des 30 Euro Strafzettels nicht entmutigen lassen und bin einkaufen gegangen. Bei der elektronischen Abteilung stand ein alter deutsch aussehender Verkäufer. „Verzeihung, ich habe eine Frage“. Der deutsche alte Mann begann:“ Ich nicht für hier. Kollege Essen. Er zurück in“ nun hob er beide Hände und hielt sie unter meine Nase „ten Minutos“. Ich fragte ihn, ob er ein Deutscher wäre, was er bestätigte. Ich habe ihn gefragt, ob in Deutschland alle wie er Deutsch sprächen? Was er wieder bestätigte. Also habe ich ihm geraten, dass er dann 2 Sachen brauche. Ersten einen Deutschkurs, zweitens einen Integration Kurs zur Einbürgerung. Man muss sich ja für die Sprache in diesem Land einsetzten, wenn man integriert ist, nicht?
Nach einer Weile bin ich meiner Bemühungen für die Integration müde geworden und habe gedacht: Bleibe lieber ein nicht Integrierter Ausländer und jubele gegen Deutschland für Spanien. Nur mein Auto wurde durch das Eingreifen der deutschen Nachbarn an der Desintegration gehindert.
Aber nun hatte ich ja die Fahnen, eine rot gelb schwarze Uweseeler ( die war sehr billig. Warum nur?)und darum habe ich mich zum Public Viewing begeben und mich in der johlenden Menge richtig Deutsch gefühlt. Irgendwie wurde ich dann doch als Deutsch-Türke erkannt. Aber das sei gar nicht so schlimm, meinte mein deutscher Nebenmann, weil Öziel, obwohl er Türke sei, gut für Deutschland spiele. Ich habe mich so verhalten, als ob ich nichts gehört hätte und mein farbiger Freund aus „Afrika“ - Verzeihung, aus Deutschland , der sich auch integrieren fühlen wollte, jubelte für Deutschland gegen England, bis eine blonde Frau mich fragte: “Aus welcher Ecke Afrikas kommt dein Freund?“ Ich habe sie nachdenklich angesehen und geantwortet: „Aus Köln!“ Sie verdrehte die Augen und sprach langsamer: „Ich meine, wo kommt er wirklich her?“ Wollte sie einen Auszug aus dem Geburtsregister? Geduldig wiederholte ich also: Köln. Sie guckte mich sehr erstaunt an und fragte nicht weiter, aber sie versuchte sich trotz des Gedränges auf Distanz zu halten.
Ich fuhr mit meinem deutschen Wagen nach Hause. Auf den Schildern stand 70km/h maximale Geschwindigkeit und ich fühlte mich durch den Fußball richtig integriert und fuhr 70. Hinter mir bildete sich schnell eine lange Schlange Autos, und die mich überholten, brüllten irgendwas und wedelten mit den Armen. Dann kam die Polizei, hat mich angehalten und gefragt, warum ich so langsam fahre und ich - als neu geborener, voll integrierter Ausländer durch Fußball, habe stolz gesagt: „Wir sind hier in Deutschland und da ist alles geregelt.“ Ich bekam 30 Euro Strafe wegen „Behinderung und Gefährdung“ des Verkehrs.
Ich habe mich trotz des 30 Euro Strafzettels nicht entmutigen lassen und bin einkaufen gegangen. Bei der elektronischen Abteilung stand ein alter deutsch aussehender Verkäufer. „Verzeihung, ich habe eine Frage“. Der deutsche alte Mann begann:“ Ich nicht für hier. Kollege Essen. Er zurück in“ nun hob er beide Hände und hielt sie unter meine Nase „ten Minutos“. Ich fragte ihn, ob er ein Deutscher wäre, was er bestätigte. Ich habe ihn gefragt, ob in Deutschland alle wie er Deutsch sprächen? Was er wieder bestätigte. Also habe ich ihm geraten, dass er dann 2 Sachen brauche. Ersten einen Deutschkurs, zweitens einen Integration Kurs zur Einbürgerung. Man muss sich ja für die Sprache in diesem Land einsetzten, wenn man integriert ist, nicht?
Nach einer Weile bin ich meiner Bemühungen für die Integration müde geworden und habe gedacht: Bleibe lieber ein nicht Integrierter Ausländer und jubele gegen Deutschland für Spanien. Nur mein Auto wurde durch das Eingreifen der deutschen Nachbarn an der Desintegration gehindert.
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Ergänzungen
weitere Verlinkung
Sprachlich allerdings nicht so gelungen, wie der Text hier von Golbarg, wie ich finde.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
öäö — üäü
... — Anti
... — Psychater
@ Psychater (eigentlich heißt das Psychiater) — Soziologe
mhmh... astreine erfindung — Begeistert
@ soziologe — Psychater
Unglaubwürdig — RedZack
So unglaubwürdig? — Blakk Marut
Was hat Trisomie mit Nationalismus zu tun? — Soziologe
zum Haare raufen — Mein Name
@ soziologe — Psychater
Unglaubwürdig wie ein Kinderbuch — Afrikaner
@ Afrikaner — Psychater
jetzt platzt mir aber die hutschnur — Schwip Schwap
Schäm dich — Afrikaner
eafes — sad