Spontandemo in der Innenstadt (Finsterwalde)

ZK 27.06.2010 21:23 Themen: Antifa
Am 25.Juni kam es gegen 21uhr zu einer Spontandemo in der Innenstadt des Ortes Finsterwalde in Südbrandenburg. Anlässlich des bevorstehenden Naziaufmarsches wurde nochmal die Antifaschistische Botschaft der Jugend lautstark skandiert und um die Teilnahme der Bevölkerung an Gegenaktivitäten am nächsten Tag zu beflügeln.
Anlässlich des am 26.06.10 erwarteten Naziaufmarsches kam es am Vorabend von einem angekündigten Kiezspazierganges zu einer Spontandemonstration in der Innenstadt Finsterwaldes (Südbrandenburg). Gegen 21uhr wurde in der Leipziger Straße gestartet. Unter lauten kämpferischen Sprechchören zogen Ca.70 Leute teils vermummt durch die Naunendorfer Straße und begannen Feuerwerkskörper zu zünden. Nun ging es weiter über den Marktplatz wo auch die bewährten Bengalischen Fackeln zum Einsatz kamen. Gleichzeitig konnte Mensch sich an bunten Rauchtöpfen erfreuen. Am ende des Marktplatzes gerieten dann wohl die Besucher bzw. Mitarbeiter der Nova Lounge(Juppiebar) ins schwitzen und rannten gleich zu ihren Fahrzeugen um diese in Sicherheit zu bringen. Weiter ging es nun auf die Berliner Straße und generell durch die Innenstadt. Nachdem einige Ecken mitgenommen wurden kam Mensch auch bald wieder am Marktplatz an. Zugleich wurde dort die spontane Zusammenkunft von mehreren Polizeifahrzeugen eingekreist. Gegenwärtig löste sich alles sehr zügig auf und zerstreute sich unmittelbar. In der Peripherie kam es dann noch zu 2 Personenfeststellungen wegen angeblicher Beteiligung an einer illegalen Versammlung sowie des abbrennes von Feuerwerkskörpern. Insgesamt dauerte das lustige Spektakel rund 20 Minuten. Bengalos, Rauchtöpfe und Feuerwerkskörper hielten die Leute gut auf trapp und erzeugten eine allumfassend kämpferische Atmosphäre.
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Ergänzungen

Noch eine Anmerkung

kortschagin 30.06.2010 - 09:51
Ich bezweifle, dass man in Finsterwalde mit seinen knapp 18.000 Einwohnern etwas erreicht, in dem man dort etwas Krach macht. Aber auch anderenorts werden Antifaschisten deswegen mehr als Raudaubrüder wahrgenommen denn als Antifaschisten. Dazu kommt noch, dass über Medien und durch den Staat zunehmend die Angst vor den "bösen Linken" geschürt wird. Man braucht ja nur mal Google zu benutzen und findet gleich ein paar Meldungen, die Linke gleich als Terroristen darstellen. ( http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/berlinbrandenburg_nt/article8193366/Sprengkoerper-und-Festnahmen-bei-NPD-Kundgebung.html,  http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=5057%3Aausschreitungen-bei-npd-demo-in-finsterwalde&Itemid=435,  http://www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/Sprengkoerper-explodiert-bei-NPD-Demo-in-Finsterwalde;art1057,2951085)Da ist von Sprengstoffattacke u.Ä. die Rede. Krach machen und sich als Störer abstempeln lassen, ist dann keine Form von Widerstand mehr, sondern bedeutet das Spiel mitzuspielen und sich in die Schmuddelecke stellen zu lassen.
Ich denke, da gibt es andere Wege, um Vertrauen zu schaffen und Strukturen zu bilden. Ich denke, es gibt in der Lausitz andere Städte, in denen das in den letzten Jahren besser geklappt hat. Oder sollte ich mich da täuschen?

info

Zoni 30.06.2010 - 19:45
das die Medien all zu gut übertreiben etc. sollte bekannt sein, deshalb existiert hier auch nunmal dieses Portal

hier mal was zur CDU lastigen regio Zeitung:

Einige Worte zum Lügen Rudi....



Da hier auf der Zonenkrieger Plattform unter anderem Zeitungsberichte aus der Regional Zeitung der Stadt Finsterwalde veröffentlich werden, soll nun auch ein Text zu diesem Blatt kritisch Bezug nehmen.



Wer in Finsterwalde lebt, sollte sicher wissen wie oft schon diverse Sachen in dieser Zeitung unter den Tisch gekehrt, verdreht oder auch beschönigt wurden/werden.

Nach guter CDU Manier wird dort Stimmung gemacht, gegen alle die nicht in das saubere Biedermannbild passt.

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Durch ihre Monopolstellung in der Region ist sie maßgeblich an der Bildung der öffentlichen Meinung beteiligt. Kritische oder provozierende Kommentare und Äußerungen werden stets nicht veröffentlicht oder so gekürzt das es in das gut zu pflegende bild der Stadt passt.

Eine freie Meinungsäußerung ist somit nicht möglich, weder gewollt noch toleriert.

Wen wundert’s wird sie oftmals als Handlanger von Parteien, der Stadtverwaltung und der Cops verwendet.

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Die angebliche unabhängige Regionalzeitung Lausitzer Rundschau ist ein Ableger der Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Dieser steht nach der Axel Springer AG auf Stelle 5 der 10 größten Medienkonzernen in Deutschland. So sind Vertreter dieser Verlagsgruppe oftmals mit führenden Bankmanagern zu Gange, geltend machen sie auch ihre Interessen auf größeren Gipfeltreffen.....

Unter anderem 2008 bei dem Gipfeltreffen der Wirtschaftseliten der Welt in Davos.....

Somit bleibt festzuhalten, dass deshalb jeder Artikel mit Unterschrift der Lausitzer Rundschau kritisch zu betrachten ist. Nichts desto trotz sollte jeder Mensch selbst seinen kritischen Geist verwenden um richtige Schlüsse zu ziehen.....

Nachfolgend ist nun noch eine Aufschlüsselung der Geschichte und Verstrebungen aufgeführt.....



Die 10 größten deutschen Medienkonzerne (Stand: 2008)....

1. Bertelsmann | 2. ARD | 3. ProSieben Sat.1 Media | 4. Axel Springer AG | 5. Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck | 6. Hubert Burda Media | 7. ZDF | 8. Verlagsgruppe Weltbild | 9. Bauer Verlagsgruppe | 10. WAZ-Mediengruppe....

Lausitzer Rundschau



Die Lausitzer Rundschau (LR) ist eine regionale Tageszeitung in Brandenburg und Sachsen.

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Geschichte
Die Zeitung wurde am 20. Mai 1946 in Bautzen gegründet und zog 1952 nach Cottbus. Sie war in der DDR Organ der SED für die Lausitz, später Organ der SED-Bezirksleitung im Braunkohlebezirk Cottbus. Der Grundstein für das heutige Druckhaus wurde 1974 gelegt und zwei Jahre später wurde die Druckerei eingeweiht. Die wie in allen DDR-Medien oftmals geschönten und unangemessen optimistischen Artikel zum Aufbau des Sozialismus brachten der LR zahlreiche Spottnamen ein, die auch heute im Verbreitungsgebiet noch im Gebrauch sind, so z. B. „die Lausige“, „die Lause-Schau“, oder (in Anlehnung an die gebräuchliche Abkürzung LR) „der Lügen-Rudi“.
Am 18. Januar 1990 erschien sie erstmalig formal als unabhängige Zeitung. 100 Prozent der Anteile an der „LR“ gingen bei der Privatisierung im April 1990 an die Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH. Diese gehört wie das Handelsblatt, die Main-Post (Würzburg), Der Tagesspiegel (Berlin) und der Südkurier (Konstanz) zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.....
Am 1. Juli 1990 wurde die Lausitzer Rundschau Verlag und Druckerei GmbH gegründet. Sie erscheint bis heute unter gleichem Namen.
Ehemalige Chefredakteure
1955 - ? Paula Acker
1990 - 1994 Wolfgang Nagorske
1994 - 1999 Dieter Mauer
1999 - 2004 Peter Stefan Herbst
Die LR heute
Mit einer Druckauflage von 107.000 Exemplaren versorgt die Lausitzer Rundschau heute nach eigenen Angaben 320.000 Leser in Brandenburg und Sachsen mit regionalen Nachrichten. Die Zeitung finanziert sich sowohl durch den Verkauf von Abonnements als auch durch Anzeigen. Sie erscheint in 11 Lokalausgaben in Brandenburg und zwei in Sachsen. Die sächsische Lokalausgabe Hoyerswerda übernimmt im Lokalteil die Artikel der Sächsischen Zeitung (Hoyerswerdaer Tageblatt). Die Redaktion Hoyerswerda wurde 2007 geschlossen. Die LR ist einer der größten Arbeitgeber der Region. Im Medienhaus arbeiten etwa 400 Mitarbeiter. Im südbrandenburgischen Raum nimmt sie eine Monopolstellung ein.

Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck



Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH besteht als Holding seit dem Jahr 1971. Sie ist eines der großen Medienunternehmen Deutschlands mit globaler Präsenz. Gesellschafter der Verlagsgruppe sind die Geschwister Stefan von Holtzbrinck und Monika Schoeller.
Geschichte
Der Grundstein der Verlagsgruppe war die Stuttgarter Hausbücherei, gegründet 1948 von Georg von Holtzbrinck. Sie firmierte ab ca. 1959 unter Deutscher Bücherbund.
In den 1960er-Jahren folgten der S. Fischer Verlag und Beteiligungen an Rowohlt, Droemer Knaur und Kindler Verlag sowie der Einstieg bei der Saarbrücker Zeitung und beim Handelsblatt – was Anlass zur Gründung der Holding gab.
Mitte der 1980er-Jahre begann die Ausdehnung in das englischsprachige Ausland, zunächst in die USA (mit der Übernahme der Verlage Scientific American und Henry Holt), des Erwerbs der restlichen 33 % an dem Rowohlt Verlag von der New York Times Inc. 1984 und seit Mitte der 1990er Jahre durch die Großakquisition Macmillan Publishers (mit der bekannten Zeitschrift Nature) in die Länder des Commonwealth sowie in die Märkte Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Der Deutsche Bücherbund wurde verkauft, um stärker in elektronische Medien investieren zu können.
2002 strebte die Verlagsgruppe eine Fusion mit Berliner Medien an, welche aber 2003 untersagt wurde. Im Oktober 2005 beschloss das Unternehmen den Verkauf der Anteile am Berliner Verlag (Verlag der Berliner Zeitung).
Der Konzern kaufte am 3. Januar 2007 die StudiVZ Ltd.. Ein Pressesprecher erklärte, der Preis liege „über 50 Millionen Euro, aber deutlich unter 100 Millionen“, was von zahlreichen Medien bezweifelt wurde. Laut Der Spiegel wurden „rund 100 Millionen Euro“ bezahlt. Laut Focus habe der Axel-Springer-Verlag in letzter Minute selbst noch 120 Millionen Euro geboten.
Im Juli 2007 kaufte die Internettochter des Verlags, die Holtzbrinck eLAB GmbH, die beiden Internetportale Netdoktor.de und Golem.de der Netzeitung - Gruppe von der BV Deutsche Zeitungsholding. Zuvor war bereits Helpster.de erworben worden.
Mit Wirkung zum 1. Juni 2009 wird die von Dieter von Holtzbrinck neu gegründete Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH (DvH Medien) die wichtigsten Teile der bisher von seinem Halbbruder Stefan von Holtzbrinck kontrollierten Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck übernehmen, nämlich 50 % am Verlag der Wochenzeitung Die Zeit, dessen operative Führung die DvH übernimmt sowie alle Anteile an der Tagesspiegel-Gruppe und der Verlagsgruppe Handelsblatt (mit Ausnahme dreier kleiner Verlage des Handelsblatt-Fachverlages, die keine Zeitungen produzieren; die ebenfalls im Handelsblatt-Fachverlag erscheinenden Magazine Absatzwirtschaft und Der Betrieb gehen jedoch an die DvH Medien.)
Unternehmensbereiche
Die Verlagsgruppe gliedert sich in vier Bereiche. Wichtige Beteiligungen sind:
Publikumsverlage
Bildung und Wissenschaft....
Zeitungen und Wirtschaftsinformationen:
Elektronische Medien und Services....

Dem Bereich Elektronische Medien und Services lassen sich die Holtzbrinck eLAB GmbH, die Holtzbrinck Ventures GmbH und die Holtzbrinck Networks GmbH zurechnen. Hierbei ist die Holtzbrinck eLAB GmbH von der Holtzbrinck Networks GmbH und der Holtzbrinck Ventures GmbH abzugrenzen. Die Holtzbrinck Networks GmbH ist im Rahmen der Internetbeteiligungsstrategie der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck für die Akquisition neuer Internetunternehmen und die Betreuung von Beteiligungen verantwortlich. Dem gegenüber ist die Holtzbrinck Ventures GmbH als exitorientierter Investor auf Zeit zu verstehen. Die Holtzbrinck eLAB GmbH ist hingegen als Inkubator neuer Geschäftsmodelle zu verstehen. Hierbei entwickelt dieses Unternehmen zusammen mit so genannten E-Ventures Produkte im Bereich nutzerzentrierter Internet- und Mobilanwendungen.



Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck

Publikumsverlage: S. Fischer Verlag | Rowohlt Verlag | Kiepenheuer & Witsch | Droemer Knaur | Argon Verlag | Scherz Verlag
Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft: Spektrum der Wissenschaft | Gehirn&Geist | Astronomie heute | Abenteuer Archäologie | epoc | Sterne und Weltraum
Bildung und Wissenschaft: Scientific American | J.B. Metzler | Nature
Überregionale Zeitungen: Die Zeit | Der Tagesspiegel | Kursbuch
Saarbrücker Zeitung Druckerei und Verlag: Saarbrücker Zeitung | Lausitzer Rundschau | Trierischer Volksfreund
Andere Regionalzeitungen: Potsdamer Neueste Nachrichten | Main-Post | NEWS Frankfurt | Südkurier
Verlagsgruppe Handelsblatt: Handelsblatt | Wirtschaftswoche | Karriere | Business News
Elektronische Medien und Services: Audible | buecher.de | bol.com | e-fellows.net | Golem.de | Parship | Platinnetz | studiVZ
Sonstiges: Georg von Holtzbrinck - Schule für Wirtschaftsjournalisten

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Da kommt doch noch was

kortschagin 01.07.2010 - 08:36
Ich denke, wir haben uns etwas missverstanden. Die Links zur Lausitzer Rundschau oder zu welt-online habe ich gepostet, damit klar wird, dass ihr die Wahrnehmung der Ereignisse in Finsterwalde nicht auf Finsterwalde beschränken könnt. Deutschlandweit war wieder einmal zu lesen, dass Linke einen Sprengstoffanschlag verübt haben. Wenn die Nachricht nun in der Lausitz wirklich von 330.000 Personen gelesen wurde, und auf welt-online auch noch einige, dann sollte es Euch doch zu denken geben, wie ihr andere Menschen für den Antifaschismus gewinnen wollt. Denn ihr seid in den Medien mit Terroristen gleich gestellt worden. Dass so eine Darstellung auch kein Zufall ist, solltet ihr beim Lesen des Verfassungsschutzberichtes 2009 bemerkt haben. Denn die staatliche Repression soll verstärkt auf Linke konzentriert werden, da Linke heute die angebliche Hauptgefahr darstellen. Ihr bietet Euch ja direkt als Repressionsopfer an, ohne auch nur ein bisschen Widerstand geleistet zu haben bzw. gesellschaftliche Veränderungen bewirkt zu haben! Und die Menschen, die solche Zeitungsartikel lesen, werden den Staat noch eher beklatschen, wenn gegen Euch vorgegangen wird, als sich schützend vor Euch zu stellen. Soll das wirklich euer Ziel sein?
Aber nicht nur Ihr werdet zunehmend Opfer staatlicher Repression werden. Wenn es der Staat schafft, eine Legitimationsgrundlage für eine Verschärfung der Verfolgung zu bekommen, dann werden auch Andere, die sich auf friedliche Proteste beschränken, zunehmend verfolgt werden. Das ist die Wirkung eures Handelns.

In der Tat kenne ich mich noch ein wenig in der Lausitz aus. Aber auch gut genug, um zu wissen, dass der zunehmende Nationalismus und Rassismus nicht vor Finsterwalde halt macht und durch Böller und Herausforderung der Staatsorgane nicht aufzuhalten ist.

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Vorwärts,immer voran — orginell

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