Darmstadt: PM zur Demo am 26. Juni

fightrepression 26.06.2010 23:22 Themen: Antifa Freiräume Repression Soziale Kämpfe
Als Auftakt zur Kampagne „Repression gegen linke und antifaschistische Strukturen stoppen!“ fand heute, am 26.06.2010 eine Demonstration statt, an der sich etwa 150 Menschen beteiligten. Hintergrund zu der Kampagne waren vorrangig Hausdurchsuchungen und Strafverfahren gegen mehrere AntifaschistInnen im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung mit rechtsradikalen Fans bei einem Fußballspiel zwischen Eintracht Wald-Michelbach und der DJK/SSG Darmstadt. Entgegen der polizeilichen und öffentlichen Darstellung hatte dieser Vorfall einen klar politischen und antifaschistischen Hintergrund. Dass unter den Wald-MichelbacherInnen definitiv auch Nazis waren, hatten wir bereits in einer Pressemitteilung am 23.06.2010 belegt. Diese kann auf unserer Homepage nachgelesen werden. Uns war es wichtig, ein deutliches Zeichen gegen die Kriminalisierung von antifaschistischem Engagement zu setzen.
Gleichzeitig kritisierte die Demonstration auch die laufenden Strafverfahren gegen Mitglieder der gewerkschaftlichen Arbeitsloseninitiative (GALIDA). Diese werden Aufgrund einer Aktion gegen die Verunglimpfung von HartzIV-EmpfängerInnen durch die FDP wegen Hausfriedensbruch und Freiheitsberaubung belangt. Ebenso wurden die polizeilich beendeten Hausbesetzungen in Darmstadt und Bensheim thematisiert.

Nach der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof zog die Demonstration Richtung Innenstadt. Am Luisenplatz und am Justizpräsidium wurden Zwischenkundgebungen durchgeführt, bevor die Demo wieder zum Hauptbahnhof zog, wo sie schließlich ohne weitere Zwischenfälle aufgelöst wurde. Auf den Kundgebungen gab es verschiedene Redebeiträge, unter anderem von der Antifaschistischen Linken Darmstadt, der Freien ArbeiterInnen Union Darmstadt (FAU), der gewerkschaftlichen Arbeitsloseninitiative (GALIDA) und der Roten Hilfe Darmstadt.

Die Demonstration war aber erst der Auftakt zur Kampagne. In nächster Zeit soll es verschiedene inhaltliche Veranstaltungen geben, die sich kritisch mit Repression und der Rolle von Staat und Polizei in der Gesellschaft auseinandersetzen sollen. Sobald die Gerichtsverhandlungen näher rücken, wird es auch weitere öffentliche Aktionen geben. Infos dazu werden wir auf unserer Homepage veröffentlichen.
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Ergänzungen

schade

antifa 27.06.2010 - 09:02
- keine 100 leute
- keine flyer für passanten
- schlampige mobilisierung (keine plakate in der uni?!?)
- keine unterstützung durch die rhein-main szene

was zur hölle war da gestern los?

@schade

Mama 27.06.2010 - 10:07
- keine 100 leute

doch, ca. 120 bis 150 leute kommt schon hin

- keine flyer für passanten

jepp, das war echt Kacke, die Außenwirkung war wohl gen Null

- schlampige mobilisierung (keine plakate in der uni?!?)

kann ich nicht beurteilen...

- keine unterstützung durch die rhein-main szene

Ja schon richtig erbärmlich die Unterstützung von Genossinnen aus der Region... Solidarität und so...

was zur hölle war da gestern los?

Gute Frage... sehr schade

sommerloch??

djaisjd 27.06.2010 - 13:16
ich würde mal raten, das ein teil der leute im schwimmbad war und die anderen auf die fusion gefahren sind. schade eigentlich, hofe ihr habt das näcxhste mal mehr leute am start...

...

Heinz 27.06.2010 - 13:59
"...und die anderen auf die fusion gefahren ..."

wie würde heinz becker sagen: man muß sei Bieroritäte setze!

ansonsten: keine 100 leute, wirklich schlechte mobilisierung (nicht nur rhein/main, auch in da selbst), wenig inhaltliches/demo-motto bezug...kurzum: schade.


noch ein wort zur mobilisierung: auch wenn einige das anders sehen/nicht einsehen, internet werbung ist nicht alles!

Thema verfehlt..

mannem 03.07.2010 - 05:23
Liebe DarmstädterInnen, das war NICHTS!

Die Demo hatte erstens keine 100 Leute, zweitens wurde der Inhalt und Anlass komplett verfehlt (Am lautesten und meisten gerufene Parole: "Gegen jeden Antisemismus..."; wohlgemerkt auf ner Antirepressionsdemo).

Es wurden keine Flyer verteilt, geschweige denn Passanten durch Lautiansagen erreicht.

Als man dann die zweite Kundgebung neben einer massiv befahrenen Straße abhielt wo erstens keine einzigen PassantInnen rumliefen und zweitens man durch den massiven Autolärm nicht mal als Demoteilnehmer überhaupt was verstand, ist mir die Spucke einfach weggeblieben.

Gegen Ende wurde die Demo immer schwächer und einige Leute hatten tatsächlich nichts besseres zu tun als auf einer ANTIREPRESSIONSDEMO irgendwelche ironischen und scherzhaften Parolen zu rufen die mit der Thematik überhaupt nichts zu tun hatten...

Es waren genug leute da um einen kleinen aber dennoch geschlossenen Block zu bilden, diese Möglichkeit wurde auch nicht wahrgenommen. Es gab keine Seitentranspis, trotzdem wurden lebensmüde Parolen wie "Hass Hass Hass wie noch nie ACAB" gerufen. Wenn die Bullen schlechtgelaunt wären dann wären schnell mal paar Leute rausgegriffen worden. Dass man sich von Bullen nix gefallen lass soll und sich nicht einschüchtern lassen soll ist kein Thema da stimme ich selbst auch vollkommen mit ein - aber bitte doch nicht so naiv und verantwortungslos...

Mir kam die Demo wie eine lahme Wanderung, weder ernsthaft, noch kämpferisch noch authentisch vor. Keiner von den Passanten wusste um was es geht und somit hat die Demo seinen Zweck komplett verfehlt.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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