Fotos Create Utopia! Freiraumdemo
Am 12. Juni begann im Anschluss an den großen Krisenprotest in Berlin-Mitte, parallel in der Rigaer Straße und am Maybach-Ufer die Freiraumdemonstration "Create Utopia!" Die Demo für den Erhalt und Aufbau selbstverwalteten öffentlichen Raums, an der einige hundert Menschen teilnahmen, endete mit einer Besetzung leerstehender Atelierräume des Bethanien. Fotos auf der Seite des Umbruch Bildarchiv
Vielleicht war aufgrund der vorhergehenden Demonstration die Masse der DemonstrantInnen eher überschaubar, das Polizeiaufkommen jedenfalls war umso größer. Der Kreuzberger und der Friedrichshainer Protestzug trafen auf Höhe der Oberbaumbrücke am Schlesischen Tor aufeinander und bewegte sich nach einer längeren Kundgebung geschlossen zum Bethanien. Geplant war im Schutze des "Berlin Lacht Festival" auf dem Mariannenplatz zwei leerstehende Künstlerräume zu besetzen um sie als Umsonstladen und Veranstaltungsräume zu nutzen. Gleichzeitig veranstalteten AktivistInnen auf der Adalbert Straße/Ecke Waldemar Straße eine Elektroparty, die als Blockade genutzt werden sollte. Allerdings löste sich früher als geplant eine Gruppe aus dem Protestzug in Richtung Bethanien und die Polizei war schneller über die Aktion informiert als die Masse der DemoteilnehmerInnen, die deshalb nur träge handeln konnte. Die Besetzung gelang nur kurzzeitig, nach der Räumung gab es eine Spontandemo.
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Ergänzungen
Demo war eine Katastrophe
Warum muss die Berliner Szene unbedingt eine Szene bleiben? So schließt man 90% aller Sympatisanten aus. Massive Kritik nicht nur von mir für die Plakate. Mit "Create Utopia" kann Mensch nun garnichts anfangen, für pubertäridealistischen Slogans ist die Realität viele Menschen einfach zu hart. Man hätte in den Aufhänger dann doch irgendwas mit "Mietenkürzung oder "Schöne Wohnungen für alle - schönes Leben für alle" reinnehmen sollen. Wenn Gruppen so eine Demo organisieren sollte man zusätzlich überlegen wo die Reichwseite des eigenen Aufrufs endet.
Geht es nur um die Liebigstr.? Nein, das sollte es nicht. Die Liebigstr. wird - genausowenig wie andere Projekte - bestehen, wenn die Verdrängungsprozesse in der ganzen Innenstadt nicht gestoppt werden und gar umgekehrt werden. Wo war der Wiederstand beim Verkauf der Seifenfabrik? Und wo ist nach all den Jahren das Konzept völlig handlungsunfähige Menschen auf Hartz IV - wie meine Person - wieder handlungsfähig zu machen.
Wo waren die Kontakte zu Kiezinitiativen gegen steigende Mieten? Da war sehr viel Raum nahc oben. Was läuft da schieß wenn auch den ganzen am Anfang geklebten Mediaspree-Plakaten die Demos nicht angekündigt waren und man erst anstrengend Flyer verteilen musste?
weitere foto-serien
demo war wichtig
war zwar nur bis zum schlesi dabei, aber bis dahin hatte ich das gefühl wir brauchen keinen lauti, wir sind selber laut genug. und sprechchöre sind allemal besser als die immergleichen demo-hits (die manchmal nichtmal politisch einwandfrei sind..."sweet home alabama..."?)
bin mit etwa 15 leuten direkt vom alex zum maybachufer gefahren, nachdem wir immer wieder mit 50-100 leuten die bullen vom platz der abschlusskundgebung (der krisendemo) gedrängt haben.
ich hatte so eine wut im bauch, ich hätte das bethanien gerne mitbesetzt, musste dann aber weg. wenn schon so ne aktion geplant ist sollte man echt abwarten und den überraschungseffekt nutzen.
aber nich meckern, lieber selber besser machen...
w.b.a.!
a.n.w.
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