Oberhausen (NRW): Schluss mit lustig!
Seit wenigen Tagen bewirbt das neonazistische Sammelportal "Aktionsgruppe Ruhr-Mitte" einige "neue Netzseiten der nationalen Bewegung". Unter den drei angegebenen Seiten findet sich auch die Kameradschaft "Nationaler Widerstand Oberhausen". Aufbau und Inhalte der Seite tragen die Handschrift eines alten Bekannten. Sebastian Frost aus Oberhausen-Sterkrade hat dafür seit den Morgenstunden des 16.06.2010 ein antifaschistisches Donnergewitter zu durchstehen.
Sebastian Frost war Mitte letzten Jahres maßgeblicher Initiator der neonazistischen "Aktionsgruppe Oberhausen/Mülheim". Unter seiner Mitwirkung fanden sich drei weitere Anwärter und er selbst zu einer eher losen Organisationsstruktur zusammen. Bereits wenige Monate nach der Gründung konnten Antifas aus NRW Namen, Adressen und viele weitere Informationen über die Kameradschaft veröffentlichen. Mitglieder der Gruppe wurden durch Outings, Kontaktaufnahme mit dem sozialen Umfeld und andere Aktionen in Bedrängnis genommen. Bereits kurz darauf zeichnete sich ein deutlicher Besetzungswechsel bei der Verwaltung der Website ab. Trotz eines kurzzeitigen virtuellen Katz-und-Maus-Spiels konnte durch eine erste Aktion gegen den Webmaster Sebastian Frost die Löschung der Internetseite bewirkt werden. Seine Nachbarschaft wurde damals durch Flugblätter auf die Aktivitäten des Neonazis aufmerksam gemacht. Kurz darauf erschien ein detaillierter Abriss über seine politische Entwicklung im Internet. Wenige Tage darauf verschwand die Internetseite endgültig aus dem Netz. Sämtliche Mitglieder der "Aktionsgruppe" verschwanden von der Bildfläche.
Am 01.05.2010 marschierten etwa 800 Neonazis durch Schweinfurt, unter ihnen ein nicht unerheblicher Teil der rechten Szene aus NRW. Zwischen langjährigen Mitgliedern des "NW Dortmund", Neonazis aus Unna, Duisburg/Krefeld und anderen Ruhrgebietsstäden befand sich auch Sebastian Frost. Fotos zeigen ihn unmittelbar neben Christoph Drewer, Michael Brück und anderen bekannten Gesichtern aus der Region. Bereits darin lag ein überdeutliches Signal, dass er sich der rechten Szene nach wie vor verpflichtet fühlt.
Kaum zwei Wochen nach dem Aufmarsch - am 13.05.2010 - wurde die Internetseite des "NW Oberhausen" ins Netz gestellt. Die Kameradschaft stellt sich vor als "ein Zusammenschluss von politikinteressierten Jugendlichen aus Oberhausen und der näheren Umgebung", der "die Ideen des nationalen Sozialismus [vertritt]". Auch die nachfolgende Selbstdarstellung erinnert in vielerlei Beziehung an die letzten Pamphlete der "Aktionsgruppe Oberhausen/Mülheim", die überwiegend aus Sebastian Frosts Feder stammten. In einem ersten "Aktionsbericht" rühmt sich der "NW Oberhausen" zudem mit einer Flugblatt-Verteilung rund um den 8. Mai. Neonazis der "Autonomen Nationalisten Haltern" haben demnach gemeinsam mit "Aktivisten des nationalen Widerstandes Oberhausen" einige hunderte Flugblätter in Halterner und Oberhausener Briefkästen verfrachtet.
Bereits kürzeste Zeit nach der Verlinkung des rechten Internetportals durch die "AG Ruhr-Mitte" haben Antifas aus der Region auf den Neuanlauf des Oberhausener Jungnazis reagiert. Wurden beim ersten Outing in Sterkrade lediglich einige hundert Haushalte in der nächsten Umgebung der Alsfeldstr. 117 mit Flugblättern versorgt, wurde dieses Mal das gesamte Wohngebiet flächendeckend über "Neuigkeiten vom Neonazi-Nachbarn" in Kenntnis gesetzt. Zudem wurde das Berufskolleg der Stadt Bottrop mit mehreren dutzend Plakaten besegnet, die ebenfalls über Sebastians Werdegang informieren.
Sebastian Frost hat mehrfach die Gelegenheit gehabt, sich aus der engeren Gebundenheit an die Neonazi-Szene zu lösen. Seine wechselhafte politische Biographie, der Zerfall seiner ersten Kameradschaft und ideologische Konflikte in sozialem Umfeld, Beziehung und Familie haben mehrfach die Möglichkeit für einen weniger verfänglichen Lebensweg geboten. Auf das letzte Outing reagierte selbst die Nachbarschaft mit Telefonanrufen bei Sebastians Eltern. Der Neueinstieg in die Nazi-Szene unter Absegnung der Kameraden aus Haltern, Duisburg/Krefeld, Gladbeck und Essen hat sich wieder einmal als enormer Fehltritt erwiesen. Nicht nur, dass es gerade diese Leute sind, die zur Zeit sukzessive ihre rechts-"autonome" Anonymität einbüßen. Für die persönlichen, beruflichen und sozialen Folgen ganzer Outing-Kampagnen können sie vorallem keinen langfristigen Ausgleich bieten. Es bleibt wie gehabt: Wenn der "Nationale Widerstand Oberhausen" weiterhin eine dicke Lippe riskieren möchte, beginnt das bekannte "Spiel" von Neuem. In Pflegeheimen dürfte man über Neonazis noch weniger erfreut sein als am Berufskolleg!
Kein Raum, keine Stadt, keine Straße den Nazis!
Antifaschistische Aktionsgruppen aus NRW
Am 01.05.2010 marschierten etwa 800 Neonazis durch Schweinfurt, unter ihnen ein nicht unerheblicher Teil der rechten Szene aus NRW. Zwischen langjährigen Mitgliedern des "NW Dortmund", Neonazis aus Unna, Duisburg/Krefeld und anderen Ruhrgebietsstäden befand sich auch Sebastian Frost. Fotos zeigen ihn unmittelbar neben Christoph Drewer, Michael Brück und anderen bekannten Gesichtern aus der Region. Bereits darin lag ein überdeutliches Signal, dass er sich der rechten Szene nach wie vor verpflichtet fühlt.
Kaum zwei Wochen nach dem Aufmarsch - am 13.05.2010 - wurde die Internetseite des "NW Oberhausen" ins Netz gestellt. Die Kameradschaft stellt sich vor als "ein Zusammenschluss von politikinteressierten Jugendlichen aus Oberhausen und der näheren Umgebung", der "die Ideen des nationalen Sozialismus [vertritt]". Auch die nachfolgende Selbstdarstellung erinnert in vielerlei Beziehung an die letzten Pamphlete der "Aktionsgruppe Oberhausen/Mülheim", die überwiegend aus Sebastian Frosts Feder stammten. In einem ersten "Aktionsbericht" rühmt sich der "NW Oberhausen" zudem mit einer Flugblatt-Verteilung rund um den 8. Mai. Neonazis der "Autonomen Nationalisten Haltern" haben demnach gemeinsam mit "Aktivisten des nationalen Widerstandes Oberhausen" einige hunderte Flugblätter in Halterner und Oberhausener Briefkästen verfrachtet.
Bereits kürzeste Zeit nach der Verlinkung des rechten Internetportals durch die "AG Ruhr-Mitte" haben Antifas aus der Region auf den Neuanlauf des Oberhausener Jungnazis reagiert. Wurden beim ersten Outing in Sterkrade lediglich einige hundert Haushalte in der nächsten Umgebung der Alsfeldstr. 117 mit Flugblättern versorgt, wurde dieses Mal das gesamte Wohngebiet flächendeckend über "Neuigkeiten vom Neonazi-Nachbarn" in Kenntnis gesetzt. Zudem wurde das Berufskolleg der Stadt Bottrop mit mehreren dutzend Plakaten besegnet, die ebenfalls über Sebastians Werdegang informieren.
Sebastian Frost hat mehrfach die Gelegenheit gehabt, sich aus der engeren Gebundenheit an die Neonazi-Szene zu lösen. Seine wechselhafte politische Biographie, der Zerfall seiner ersten Kameradschaft und ideologische Konflikte in sozialem Umfeld, Beziehung und Familie haben mehrfach die Möglichkeit für einen weniger verfänglichen Lebensweg geboten. Auf das letzte Outing reagierte selbst die Nachbarschaft mit Telefonanrufen bei Sebastians Eltern. Der Neueinstieg in die Nazi-Szene unter Absegnung der Kameraden aus Haltern, Duisburg/Krefeld, Gladbeck und Essen hat sich wieder einmal als enormer Fehltritt erwiesen. Nicht nur, dass es gerade diese Leute sind, die zur Zeit sukzessive ihre rechts-"autonome" Anonymität einbüßen. Für die persönlichen, beruflichen und sozialen Folgen ganzer Outing-Kampagnen können sie vorallem keinen langfristigen Ausgleich bieten. Es bleibt wie gehabt: Wenn der "Nationale Widerstand Oberhausen" weiterhin eine dicke Lippe riskieren möchte, beginnt das bekannte "Spiel" von Neuem. In Pflegeheimen dürfte man über Neonazis noch weniger erfreut sein als am Berufskolleg!
Kein Raum, keine Stadt, keine Straße den Nazis!
Antifaschistische Aktionsgruppen aus NRW
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Ergänzungen
Ergänzung
Am Freitag ALLE nach Aachen! Da gibt es im Gegensatz zum Ruhrgebiet ein ernstzunehmendes Naziproblem! Wenn die Aacher Nazis Zustände wie in den 80ern heraufbeschwören, sollen sie sie auch bekommen!
KRIEG GEGEN NAZIS!
gute sache^
lächerliche kommentare
super aktion
Die leute die die netten kommentare geschrieben haben sind glaub ich entweder erst gerade 16 geworden oder/und haben selbst den iq eines neandertalers!
antifaschistische grüsse
Yeah!
Hier sieht Mensch deutlich dass gezielte Outingaktionen vor Allem bei Szeneinsteigern richtig und sinnvoll sind.Durch diese Aktionen stehen Einsteiger schnell isoliert da und werden konstant unter Rechfertigungsdruck gesetzt!
Da viele allein durch Gruppen/Anerkennungssuche in die Fänge der Nazis geraten,und weniger von der staubigen Ideologie angezogen werden,ist es unabdingbar jene Menschen dazu zu zwingen sich mit der Gehirnscheiße auseinander zu setzen.So besteht für diese die Möglichkeit den Humbug zu durchschauen der ihnen als Ideologie verkauft wurde.Desweiteren werden sie merken dass sie isolierter,nicht "beliebter",werden wenn sie sich auf diesen Pfad begeben.So kann im besten Fall eine Selbstreflexion eintreten bevor jede angebrachte Kritik von Außen sofort durch sektenartiges herunterbeten von Naziphrasen geblockt werden,und letztlich keinerlei Argumente auser die Faust noch wirksam sind.
Es ist wichtig sich einen genauen Plan von der Person zu beschaffen die auffällig wurde und abzuwägen; Outing und Aufklärung oder Indyfresse weil eh kein Gespräch mehr sinnvoll verlaufen kann?
Den Szeneeinsteigern kann man auch Kontacktflyer für Naziaussteigerorganisationen zustecken,dieses Vorgehen hat sich an meiner Schule als sinvoll erwiesen...
@Mods; BITTE DIE NAZISPAMIERUNG LÖSCHEN!
@Autor;Weiter so!Militanz ist nur als letzter Weg gerechtfertig,wer nicht alle Möglichkeiten die vor der Militanz liegen ausschöpft hat versagt!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
naja... — ...