Nürnberg: Hermann-Kesten-Kolleg besetzt!
Schülerinnen und Schüler des städtischen Hermann-Kesten-Kollegs (HKK) besetzen seit heute morgen das Schulgebäude in der Fürther Str. 212, in Nürnberg. Ihre Forderungen sind die Rücknahme des G8, die Abschaffung der Studiengebühren und des dreigliedrigen Schulsystems.
Bereits seit einigen Wochen planen SchülerInnen des HKK Aktionen gegen den anhaltenden Bildungsnotstand und die soziale Selektion an deutschen Schulen und Universitäten. So beteiligten sich in der vergangenen Woche zahlreiche SchülerInnen an den Bildungsprotesten in Nürnberg. Um die Forderungen der bundesweiten Schulstreik-Bewegung zu unterstützen, besetzen die KollegiatInnen seit 8.00 Uhr ihr Schulgebäude. Die Besetzung wird momentan von der Schulleitung geduldet.
In einer ersten Vollversammlung einigte man sich auf folgende Forderungen:
- Rücknahme des achtjährigen Gymnasiums in seiner jetzigen Form
- Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems
- Abschaffung von Studiengebühren
- Beendigung der sozialen Selektion im Bildungswesen
- Ausschluss von Bundeswehr und Unternehmen aus Schulen und Universitäten
Die BesetzerInnen bildeten einige Workshops, so z.B. Diskussions- und Lerngruppen, eine „Kreativ-AG“ etc. Außerdem wird sich um Öffentlichkeit bemüht und die Forderungen werden weiter ausgearbeitet.
Eine Sprecherin der BesetzerInnen erklärt: „Wir sind Teil einer bundesweiten Bildungsbewegung und wollen mit dieser Besetzung den Druck auf die Politik erhöhen, damit diese endlich unsere Forderungen erfüllt. Wir lassen uns nicht länger mit halbherzigen Versprechungen und Pseudo-Nachbesserungen abspeisen! Wir hoffen, dass unsere Aktion auch Schülerinnen und Schüler anderer Schulen dazu ermutigt, für ihre eigenen Interessen - also ein besseres Schulsystem - einzutreten.“
Im Laufe des Tages wird sich entscheiden, ob die Besetzung auch am morgigen Dienstag weitergeführt wird.
In einer ersten Vollversammlung einigte man sich auf folgende Forderungen:
- Rücknahme des achtjährigen Gymnasiums in seiner jetzigen Form
- Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems
- Abschaffung von Studiengebühren
- Beendigung der sozialen Selektion im Bildungswesen
- Ausschluss von Bundeswehr und Unternehmen aus Schulen und Universitäten
Die BesetzerInnen bildeten einige Workshops, so z.B. Diskussions- und Lerngruppen, eine „Kreativ-AG“ etc. Außerdem wird sich um Öffentlichkeit bemüht und die Forderungen werden weiter ausgearbeitet.
Eine Sprecherin der BesetzerInnen erklärt: „Wir sind Teil einer bundesweiten Bildungsbewegung und wollen mit dieser Besetzung den Druck auf die Politik erhöhen, damit diese endlich unsere Forderungen erfüllt. Wir lassen uns nicht länger mit halbherzigen Versprechungen und Pseudo-Nachbesserungen abspeisen! Wir hoffen, dass unsere Aktion auch Schülerinnen und Schüler anderer Schulen dazu ermutigt, für ihre eigenen Interessen - also ein besseres Schulsystem - einzutreten.“
Im Laufe des Tages wird sich entscheiden, ob die Besetzung auch am morgigen Dienstag weitergeführt wird.
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Ergänzungen
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Wie kann man euch unterstützen?Gibt es weitere Infos?
Hat die Schulleitung ein Ultimatum gesetzt?Wie lange ist die Besetzung vorgesehen?
zeitungs-schuh
Besetzung beendet
Nun zum Ablauf am 14.06.
Während der Besetzung wurden uns mehrere Ultimaten gesetzt. Zuerst hieß es, dass das Gebäude um 16 Uhr geräumt werden müsse. Allerdings beschloss das Plenum eine Besetzung auf unbestimmte Zeit. So sollte die Schule auch während der Nacht besetzt bleiben.
Um etwa 17:00 Uhr rückte jedoch die Polizei an. Angeblich hatten diese nicht durch unsere Schulleitung, sondern durch Presse und Internet von der Besetzung erfahren.
Das Letzte Ultimatum das Schulgebäude freizugeben wurde uns um ca. 18 Uhr gestellt. Ansonsten würde die Schule durch die Polizei geräumt werden.
Das Plenum entschied sich die Schule friedlich zu verlassen und somit eine gewaltvolle Räumung durch die Polizei zu verhindern. Allerdings bestanden wir auf eine genehmigte Vollversammlung am nächsten Tag.
Am 15.06. wurde um 08:00 Uhr die genehmigte Vollversammlung des HKK einberufen. Auf diesem wurde die weitere Vorgehensweise besprochen.
Am 17.06. werden Verhandlungen über die internen Forderung mit der Schulleitung geführt.
Weitere Protestaktionen wurden vom Plenum aufs erste nicht beschlossen, allerdings sind diese jederzeit wieder möglich! Momentan konzentrieren wir uns darauf die Forderungen zur Demokratisierung unserer Schule durchzusetzen. Allerdings möchten wir auch klarstellen, dass unser Protest nicht in erster Linie gegen unsere Schule, sondern gegen das gesamte Bildungssystem zielt!
Wir hoffen, dass es bundesweit zu weiteren Protesten und Aktionen gegen das nicht zu etragende Bildungssystem geben wird!
Wir sprechen unsere Solidarität allen Mitsreikenden und Mitprotestierenden aus!
Die Besetzer/innen des HKK
PS: Wer weiterhin auf dem Laufenden gehalten werden möchte kann sich gerne per E-mail an uns wenden. (
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
unterstützung! — super!
super sache! — antifa west
Grüße — Grüßender
solidarische grüße aus dem norden — steffie streik
Soligrüße — Roland Ionas Bialke