Der BP-GAU - 11 Million Liter Öl pro Tag
Eine der größten Umweltkatastrophen steigert sich von Stunde von Stunde, täglich fliessen immer noch ca. 800.000 Liter aus einer Ölquelle, welche durch die Explosion auf der Ölplattform Deepwater Horizon ausgelöst wurde. Nach einem unkontrollierten Brand versank die Plattform im Golf von Mexico und liess eine offene Ölquelle zurück. Auf einer Anhörung des Kongresses sprachen die Beteiligten sogar von 11.148.000 Liter pro Tag.
BP rudert nun zurück und gibt in den Medien offen zu, das es sich bei diesem Vorfall um eine Katastrophe handelt. UmweltaktivistInnen sprechen mittlerweile von einem GAU. BP gibt sich großmütig und übernimmt die volle Verantwortung, auch für die aufkommenden Schäden, die Umwelttechnischen folgen sind jedoch nicht einmal ansatzweise abzusehen. Die Stimmung vor Ort kippt bereits jetzt. Die Bevölkerung vor Ort die größtenteils vom Fischfang lebte, beginnt bereits offen ihren Frust gegen die VertreterInnen von BP loszuwerden.
Ein paar Hintergrund Informationen zum BP Konzern
Beyond petroleum (ehem. British petroleum) ist eines der größten Energieunternehmen der Welt. Mit einem Jahresumsatz von ca. 239 Mrd. US-Dollar und einem jährlichen Gewinn von ca. 14 Mrd. US-Dollar beschäftigt der Konzern Weltweit um die 80.000 MitarbeiterInnen. Weltweit betreibt BP ca. 22.400 Tankstellen und ist durch sein Filialnetz sogar der viertgrößte Fast-Food Anbieter in Deutschland nach Mc Donalds, Burger King und Nordsee. In Deutschland betreibt BP unter der Marke ARAL sein Tankstellen Netz. Mit 6000 Mitarbeitern betreibt die „Deutsche BP“ das zweitgrößte Raffeneriesystem und hat einen jährlichen Umsatz von 42 Mrd. Euro. Zudem ist Deutschland einer von drei weltweiten BP-Forschungsstandorten. In Bochum forschen 70 Mitarbeiter z. B. an der Entwicklung neuer Kraftstoffe. Aral ist in Deutschland alleiniger Vertriebspartner für alle Mineralölprodukte des BP-Konzerns (Kraftstoffe, Heizstoffe, Schmierstoffe, u. a.). Im Bereich der Tankstellen ist Aral mit einem bundesweiten Marktanteil von 23 % (bei ca. 2.500 Tankstellen) Marktführer.
Die Perlenkette der Katastrophen beim BP Konzern
BP ist mit einem Anteil von 26 Prozent Betreiber des größten Ölfeldes in Alaska, dem Prudhoe Bay-Ölfeld. Am 2. März 2006 wurde in der westlichen Prudhoe Bay ein großes Ölleck entdeckt. Bis zu 267.000 Gallonen (eine Million Liter) Öl liefen aus und machten es zum größten Ölausfluss im nördlichen Alaska in der Geschichte. Im August 2006 wurden weitere Ölaustritte bemerkt. Am 6. August 2006 hatte sich BP dazu entschlossen, die Förderung im Prudhoe Bay Feld in Alaska auf unbestimmte Zeit einzustellen. Bei ersten Untersuchungen der Leitungen mit Spezialgeräten seien gravierende Korrosionsschäden festgestellt worden. Die Überprüfung der Röhren war behördlich veranlasst worden. BP betonte, dass die Röhren regelmäßig und mit behördlicher Zustimmung und unter Aufsicht überprüft worden seien. Die angewandten Prüfmethoden, Ausspülung der Röhren mit einem chemischen Mittel zum Korrosionsschutz und Ultraschalluntersuchungen, seien in der Rückschau betrachtet nicht ausreichend gewesen. Allerdings hatten bereits 1999 Mitarbeiter von BP die Konzernleitung auf entsprechende Mängel aufmerksam gemacht. 2001 waren die Probleme bereits der Umweltbehörde bekannt. Sie wurden jedoch, mutmaßlich durch Einflussnahme von Mitarbeitern des Konzerns, nicht veröffentlicht.
Um das gesamte Leitungsnetz genauer untersuchen zu können, habe sich BP zu einem Produktionsstopp entschlossen. Am 11. August verkündet das Unternehmen, dass die Produktion nach Auswertung neuer Untersuchungsergebnisse im westlichen Teil des Ölfeldes fortgesetzt werden könne. Diese Entscheidung sei in Absprache mit den staatlichen Behörden getroffen worden. Nach Genehmigung durch das US-Verkehrsministerium begann BP Ende September auch wieder mit der Produktion im östlichen Teil des Ölfeldes. Am 29. Oktober 2006 gab BP bekannt, dass die Tagesproduktion mit mehr als 400.000 Barrel wieder den Stand vom 6. August 2006 erreicht habe.
Raffinerie BP Texas City
BP Texas City ist die größte Erdölraffinerie des Unternehmens im südöstlich von Houston gelegenen Texas City und produziert auf einer Fläche von 4,85 Quadratkilometern etwa 2,5 Prozent des amerikanischen Treibstoffbedarfs.
Erste Teile der als außerordentlich komplex geltenden Anlage wurden 1934 errichtet, seither wurde mehrfach expandiert und modernisiert. In Besitz von BP gelangte die Raffinerie durch Fusion mit Amoco am 31. Dezember 1998. Auf dem Gelände sind dauerhaft etwa 1800 Arbeiter beschäftigt, durch Vertragsarbeiten befinden sich in Spitzenzeiten bis zu 6000 Arbeiter auf dem Gelände.
In der Raffinerie kam es mehrfach zu schweren Betriebsunfällen, die zwischen 1974 und 2004 zu insgesamt 23 Todesfällen führten. Vorbeugende Sicherheitsverbesserungen seitens BP blieben weiter lückenhaft.
Am 23. März 2005 traten während der Inbetriebnahme einer Isomerisierungseinheit innerhalb weniger Minuten geschätzte 28.700 Liter brennbarer Kohlenwasserstoffe aus einem Rückhaltebehälter aus und führten zu einer Explosion, bei der 15 Arbeiter getötet und 180 verletzt wurden. Der finanzielle Schaden betrug mehr als 1,5 Mrd. US-Dollar.
Zu dem Unfall trugen maßgeblich Bedienerfehler, veraltete Ausrüstung und Designfehler der Kontrollinstrumente bei – so wurde ein Abscheiderturm über mehrere Stunden hinweg bei geschlossenem Pegelkontrollventil betrieben, während dem Bediener normale Werte für Turmpegel und Ventildurchfluss angezeigt wurden. Die schließlich überfließende Flüssigkeit gelangte in einen veralteten und bekannt unsicheren Rückhaltebehälter, trat dort in einer Fontäne aus und entzündete sich außerhalb. Die anschließende Explosion zerstörte unter anderem mehrere Büro-Trailer neben dem Behälter, in denen sich die Todesopfer befanden. BP änderte nach dem Unfall die Richtlinien für die Platzierung solcher Trailer.
Ein paar Hintergrund Informationen zum BP Konzern
Beyond petroleum (ehem. British petroleum) ist eines der größten Energieunternehmen der Welt. Mit einem Jahresumsatz von ca. 239 Mrd. US-Dollar und einem jährlichen Gewinn von ca. 14 Mrd. US-Dollar beschäftigt der Konzern Weltweit um die 80.000 MitarbeiterInnen. Weltweit betreibt BP ca. 22.400 Tankstellen und ist durch sein Filialnetz sogar der viertgrößte Fast-Food Anbieter in Deutschland nach Mc Donalds, Burger King und Nordsee. In Deutschland betreibt BP unter der Marke ARAL sein Tankstellen Netz. Mit 6000 Mitarbeitern betreibt die „Deutsche BP“ das zweitgrößte Raffeneriesystem und hat einen jährlichen Umsatz von 42 Mrd. Euro. Zudem ist Deutschland einer von drei weltweiten BP-Forschungsstandorten. In Bochum forschen 70 Mitarbeiter z. B. an der Entwicklung neuer Kraftstoffe. Aral ist in Deutschland alleiniger Vertriebspartner für alle Mineralölprodukte des BP-Konzerns (Kraftstoffe, Heizstoffe, Schmierstoffe, u. a.). Im Bereich der Tankstellen ist Aral mit einem bundesweiten Marktanteil von 23 % (bei ca. 2.500 Tankstellen) Marktführer.
Die Perlenkette der Katastrophen beim BP Konzern
BP ist mit einem Anteil von 26 Prozent Betreiber des größten Ölfeldes in Alaska, dem Prudhoe Bay-Ölfeld. Am 2. März 2006 wurde in der westlichen Prudhoe Bay ein großes Ölleck entdeckt. Bis zu 267.000 Gallonen (eine Million Liter) Öl liefen aus und machten es zum größten Ölausfluss im nördlichen Alaska in der Geschichte. Im August 2006 wurden weitere Ölaustritte bemerkt. Am 6. August 2006 hatte sich BP dazu entschlossen, die Förderung im Prudhoe Bay Feld in Alaska auf unbestimmte Zeit einzustellen. Bei ersten Untersuchungen der Leitungen mit Spezialgeräten seien gravierende Korrosionsschäden festgestellt worden. Die Überprüfung der Röhren war behördlich veranlasst worden. BP betonte, dass die Röhren regelmäßig und mit behördlicher Zustimmung und unter Aufsicht überprüft worden seien. Die angewandten Prüfmethoden, Ausspülung der Röhren mit einem chemischen Mittel zum Korrosionsschutz und Ultraschalluntersuchungen, seien in der Rückschau betrachtet nicht ausreichend gewesen. Allerdings hatten bereits 1999 Mitarbeiter von BP die Konzernleitung auf entsprechende Mängel aufmerksam gemacht. 2001 waren die Probleme bereits der Umweltbehörde bekannt. Sie wurden jedoch, mutmaßlich durch Einflussnahme von Mitarbeitern des Konzerns, nicht veröffentlicht.
Um das gesamte Leitungsnetz genauer untersuchen zu können, habe sich BP zu einem Produktionsstopp entschlossen. Am 11. August verkündet das Unternehmen, dass die Produktion nach Auswertung neuer Untersuchungsergebnisse im westlichen Teil des Ölfeldes fortgesetzt werden könne. Diese Entscheidung sei in Absprache mit den staatlichen Behörden getroffen worden. Nach Genehmigung durch das US-Verkehrsministerium begann BP Ende September auch wieder mit der Produktion im östlichen Teil des Ölfeldes. Am 29. Oktober 2006 gab BP bekannt, dass die Tagesproduktion mit mehr als 400.000 Barrel wieder den Stand vom 6. August 2006 erreicht habe.
Raffinerie BP Texas City
BP Texas City ist die größte Erdölraffinerie des Unternehmens im südöstlich von Houston gelegenen Texas City und produziert auf einer Fläche von 4,85 Quadratkilometern etwa 2,5 Prozent des amerikanischen Treibstoffbedarfs.
Erste Teile der als außerordentlich komplex geltenden Anlage wurden 1934 errichtet, seither wurde mehrfach expandiert und modernisiert. In Besitz von BP gelangte die Raffinerie durch Fusion mit Amoco am 31. Dezember 1998. Auf dem Gelände sind dauerhaft etwa 1800 Arbeiter beschäftigt, durch Vertragsarbeiten befinden sich in Spitzenzeiten bis zu 6000 Arbeiter auf dem Gelände.
In der Raffinerie kam es mehrfach zu schweren Betriebsunfällen, die zwischen 1974 und 2004 zu insgesamt 23 Todesfällen führten. Vorbeugende Sicherheitsverbesserungen seitens BP blieben weiter lückenhaft.
Am 23. März 2005 traten während der Inbetriebnahme einer Isomerisierungseinheit innerhalb weniger Minuten geschätzte 28.700 Liter brennbarer Kohlenwasserstoffe aus einem Rückhaltebehälter aus und führten zu einer Explosion, bei der 15 Arbeiter getötet und 180 verletzt wurden. Der finanzielle Schaden betrug mehr als 1,5 Mrd. US-Dollar.
Zu dem Unfall trugen maßgeblich Bedienerfehler, veraltete Ausrüstung und Designfehler der Kontrollinstrumente bei – so wurde ein Abscheiderturm über mehrere Stunden hinweg bei geschlossenem Pegelkontrollventil betrieben, während dem Bediener normale Werte für Turmpegel und Ventildurchfluss angezeigt wurden. Die schließlich überfließende Flüssigkeit gelangte in einen veralteten und bekannt unsicheren Rückhaltebehälter, trat dort in einer Fontäne aus und entzündete sich außerhalb. Die anschließende Explosion zerstörte unter anderem mehrere Büro-Trailer neben dem Behälter, in denen sich die Todesopfer befanden. BP änderte nach dem Unfall die Richtlinien für die Platzierung solcher Trailer.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Schön?
The True Cost of the BP Gulf Coast Oil Spill
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Schön — steffan
Schön Steffan — naja