Abwertung und Gewalt gegen „Asoziale“

„Niemand ist vergessen!“ 18.05.2010 20:46 Themen: Antifa Soziale Kämpfe
Im Rahmen der Gedenkaktivitäten anlässlich des 10. Todestages von Dieter Eich, die am 23. Mai 2010 in Berlin-Buch ihren Höhepunkt in einerGedenkdemonstration finden werden, werden auf Indymedia in den kommenden Wochen Texte rund um den Nazimord und den politischen Kontext des Mordes veröffentlicht.

3. Teil der „Niemand ist vergessen!“-Artikel-Serie
In folgendem Artikel wurden Ergebnisse der Heitmeier Studie zu Gruppen bezogener Menschenfeindlichkeit zusammengefasst, die Bezug auf die Bevölkerungsmeinung zum Thema „Sozial Schwache“ nehmen. Außerdem sind in einer unvollständigen Chronik alle uns bekannten Morde an Erwerbs- und Obdachlosen seit dem Fall der Mauer zusammengefasst.

Heitmeier Studie zur Abwertung „sozial Schwacher“



Die Heitmeier Studie zu Gruppen bezogener Menschenfeindlichkeit (2007) förderte folgende Ergebnisse zu Tage
* Die Obdachlosen in den Städten sind unangenehm: 38,8% stimmen zu
* Die meisten Obdachlosen sind arbeitsscheu: 32,9% stimmen zu
* Bettelnde Obdachlose sollten aus den Fußgängerzonen entfernt werden: 34 stimmen zu
* Die meisten Langzeitarbeitslosen sind nicht wirklich daran interessiert, einen Job zu finden: 49,3% stimmen zu
* Ich finde es empörend, wenn sich die Langzeitarbeitslosen auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben machen: 60,8% stimmen zu

Chronik


Schwere bis tödliche Übergriffe auf Obdachlose in der Bundesrepublik

Dezember 1980 – Mainz (Rheinland-Pfalz):
Der Obdachlose Erwin Tinz (57) wird im Dezember 1980 von Mainzer Streifenpolizisten schwer betrunken auf einem Feld „ausgesetzt“. Er stirbt an Herzversagen.
27. Juni 1989 - Gelsenkirchen-Erle (Nordrhein-Westfalen):
Ein 59jähriger männlicher Stadtstreicher mit schwersten Kopf- und Brustverletzungen aufgefunden. Zwei rechte Skinheads werden später verhaftet, von denen einer geständig ist.
27. Juli 1990 – Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen):
Ein Obdachloser wird von zwei Neonazis so schwer zusammengeschlagen, dass er kurze Zeit später stirbt.
31. Dezember 1990 - Flensburg (Schleswig-Holstein):
Ein unbekannter Obdachloser (31) wird am 31. Dezember 1990 von jugendlichen teilweise betrunkenen Neonazi-Skins zusammengeschlagen und -getreten. Er starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.
1991 – Schwedt (Brandenburg):
Ein Obdachloser wird von Neonazis zu Tode geprügelt.
19. März 1992 – Flensburg (Schleswig-Holstein):
Nachdem Ingo Finnern (31) sich gegenüber einem rechten Skinhead als Sinto zu erkennen gegeben hatte, wird er am 19. März 1992 von diesem ins Hafenbecken gestoßen. Der Täter hatte „Ausländer raus“ gerufen, worauf sich der Obdachlose als Sinto zu erkennen gegeben hatte.
04. Juni 1991 - Waldstück bei Käsdorf (Niedersachsen):
Helmut Leja (39) wird von einem jugendlichen Neonazi, der ihn als „Abschaum“ bezeichnet hatte, erstochen.
05. Juni 1992 - Fürstenwalde (Brandenburg):
Horst Hennersdorf (37) wird von zwei jungen Rechtsdarikalen zu Tode gequält. Mehrere Zeugen beobachteten die Tat ohne einzuschreiten.
01. Juli 1992 - Neuruppin (Brandenburg):
Emil Wendtland (50) wird am 1. Juli 1992 von drei Rechten, die sich zum »Penner klatschen« verabredet hatten, im Rosengarten zusammengeschlagen und anschließend erstochen.
01. August 1992 - Bad Breisig (Rheinland-Pfalz):
Dieter Klaus Klein (49) wird, weil er sich über den Lärm und die „Sieg Heil“-Rufe beschwert hatte, am 1. August 1992 im Stadtpark von Bad Breisig von zwei Rechten zusammengetreten und danach mit einem Kampfmesser erstochen.
24. August 1992 - Koblenz (Rheinland-Pfalz):
Frank Bönisch (35) stirbt auf dem Zentralplatz in Koblenz, als der 23-jährige Skinhead Andy Johan H. („Der deutsche Andy“), Angehöriger der „Deutschen Front Coblenz“, auf eine Gruppe von Punks, Obdachlosen und Drogenabhängigen die gesamte Munition seiner Smith&Wesson feuert.
29. August 1992 - Berlin-Charlottenburg:
Günter Schwannecke (58) und ein weiterer Obdachloser werden auf einer Parkbank von einem Mitglied des Ku-Klux-Klan (oder zwei Skinheads) mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen. Er erlag am 5. September 1992 seinem Schädelbruch.
07. November 1992 - bei Lehnin (Brandenburg):
Am 7. November 1992 wird Rolf Schulze (52) von zwei Nazi-Skins, Anhänger der „Nationalen Offensive“ und der „Nationalistischen Front“, getreten, geschlagen, mit einer Propangasflasche verprügelt und mehrmals im Kölpinsee untergetaucht. Seine Leiche wurde mit Benzin übergossen und angezündet.
07. Januar 1993 – Wetzlar (Hessen):
Ein Rechtsradikaler tritt einen Obdachlosen zu Tode.
05. Juni 1993 - Fürstenwalde (Brandenburg):
zwei Jungnazis quälen den Obdachlosen Horst Hennersdorf (37) zu Tode. Er wird auf einem Anwesen stundenlang misshandelt. Mehrere Zeugen beobachten die Tat, greifen aber nicht ein.
28. Juni 1993 - Strausberg (Brandenburg):
Der Erwerbslose Hans-Georg Jakobson wird nachts von drei Rechtsradikalen misshandelt und aus der fahrenden S-Bahn geworfen.
16. Juli 1993 - Marl (Nordrhein-Westfalen):
Ein schlafende Obdachloser (33) wurde am 16. Juli 1993 als „Judensau“ beschimpft und von einem rechten Skinhead mit Schlägen und Tritten bewusstlos geschlagen. Er starb drei Monate später, ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen.
26. Januar 1994 – Karlsruhe (Baden-Württemberg):
Ein 38-jähriger Obdachloser wird von Rechtsradikalen im Schlaf angezündet und erleidet schwere Verletzungen.
13. März 1994 - Hamm (Nordrhein-Westfalen):
Ein 17-jähriger Neonazi verletzt einen Obdachlosen durch Tritte, Schläge und Messerstiche lebensgefährlich.
15. Februar 1995 - Velbert (Nordrhein-Westfalen):
Der 65jährige Obdachlose Horst Pulter wird im Herminghauspark, dem Stadtpark, als Zufallsopfer von sieben rechten Jugendlichen ermordet. Weiter unten am Teich, so gaben die Täter an, wollten sie ausprobieren, wie oft man einem Schwan den Hals umdrehen kann, bis er abfällt. Unterwegs begegnete ihnen ihr späteres Opfer. Horst Pulter schlief in einer Holzhütte. Sie beschimpften ihn. „Scheiß Jude“, „Penner“ nannten sie ihn. Sie schlugen ihn, sie quälten ihn, sie traten ihn, bis er bewusstlos wurde. Sie entfernten sich. Doch damit nicht genug. Der 22jährige Haupttäter kehrte zurück. Er rammte dem bewusstlosen Menschen ein Steak-Messer in den Körper. „Penner klatschen“ wollten sie nur, beteuerten die Täter.
23. Januar 1996 – Magdeburg (Sachen-Anhalt):
Ein Obdachloser wird angegriffen und stirbt am nächsten Tag an seiner Kopfverletzung.
24. Januar 1996 - Ein Schlafender Obdachloser wird von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen.
22. August 1996 - Bielefeld (Nordrhein-Westfalen):
Vier Skinheads verletzen in einer Parkanlage einen Obdachlosen schwer.
22. April 1997 - Sassnitz (Rügen): Vier Männer entführen den Obdachlosen Horst Gans (50) schlagen ihn zusammen und lassen ihn im Stadtgraben liegen. Später kehren die Täter zurück und erschlagen ihn mit einem 30-Kilo-Stein.
08. Mai 1997 - Königs Wusterhausen (Brandenburg):
Der Erwerbslose Augustin Plotzki wird von Rechtsradikalen in seiner Wohnung zu Tode geprügelt.
23. September 1997 - Angermünde (Brandenburg):
Erich Fisk mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden, die ihm junge Männer zugefügt hatten. Am 30. August 1998 starb Erich Fisk im Krankenhaus, ohne aus dem Koma aufgewacht zu sein.
14. Oktober 1997 - Bochum (Nordrhein-Westfalen):
Nazi-Skins schlugen mit Baseballschlägern den 59jährigen Josef Anton Gera auf einem Gelände, auf dem oft Obdachlose anzutreffen sind. Der Angegriffene ist so schwer verletzt, dass er noch im Krankenhaus verstirbt. Im Krankenwagen teilte er noch mit, dass die Täter Rechtsradikale gewesen seien. Die Täter ermordeten Gera auch auf Grund seiner Homosexualität.
29. Mai 1998 - Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern):
Etwa 20 Rechtsradikale dringen am späten Abend in ein Obdachlosenheim ein, zertrümmern Einrichtungsgegenstände und schlagen mit Latten und Baseballschlägern auf zwei Bewohner ein, so dass diese verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen.
03. Dezember 1998 - Berlin-Schöneberg:
Neonazis verüben einen Brandanschlag auf ein Obdachlosenheim. Dabei stirbt ein Heimbewohner, fünf Männer und zwei Frauen erleiden Rauchvergiftungen.
09. August 1999 - Eschede (Niedersachsen):
Am 9. August 1999 wird der Obdachlose Peter Deutschmann (44) in von einem 17-jährigen und einem 18-jährigen Mann totgetreten, nachdem er sie mehrmals aufgefordert hatte, „den Scheiß mit dem Skinhead-Gehabe zu lassen“.
Januar 2000 - Weißwasser (Sachsen):
Der obdachlose Glasdesigner Bernd Schmidt (52) wird in seiner Baracke von zwei 15-jährigen und einem 16-jährigen Jugendlichen über einen Zeitraum von drei Tagen zu Tode geprügelt. Sie wollten 900 DM für ein Moped erpressen, doch Bernd Schmidt konnte diese nicht zahlen. Er starb am 31. Januar 2000 an Hirnblutungen und einer Lungenentzündung, die er sich durch das Einatmen von Blut zugezogen hatte.
24. Juni 2000 - Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern):
Klaus-Dieter Gerecke wird in der Nacht zum 24. Juni 2000 von vier jungen Leuten erschlagen. Zwei Frauen feuern die Täter mit „Da ist der Assi, klatscht ihn tot“ an.
09. Juli 2000 - Wismar (Mecklenburg-Vorpommern):
Jürgen S. (52) wird von fünf Rechtsradikalen in einem Abrisshaus in mit Schlägen und Tritten so schwer misshandelt und ausgeraubt, dass er wenig später seinen Verletzungen erliegt.
27. Juli 2000 - Ahlbeck (Mecklenburg-Vorpommern):
Norbert Plath (51) wird von vier jungen Rechtsextremisten zu Tode geprügelt. Die Täter waren der Meinung, dass „Asoziale und Landstreicher nicht in die Gesellschaft passen“.
12. September 2000 - Schleswig (Schleswig-Holstein):
In der Nacht zum 12. September 2000 wird Malte Lerch (45) von zwei rechten Skins erschlagen, nachdem er mit ihnen auf einer Wiese gezecht hatte. Die beiden Skinheads fühlten sich beleidigt, da Malte Lerch schlecht über die Skinhead-Szene gesprochen hatte.
05. Oktober 2000 – Freiberg (Sachsen):
Jugendliche schlagen im Stadtpark zwei Obdachlose brutal zusammen. Einer der Männer erleidet dabei tödliche Verletzungen. Er wurde schlafend mit einer Schnapsflasche erschlagen.
25. November 2000 - Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern):
Eckhardt Rütz (42) wird vor der Mensa der Universität von drei faschistischen Skinheads mit Baumstützpfählen zusammengeschlagen und getreten, weil „so einer wie Rütz dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt“.
09. August 2001 - Dahlewitz (Brandenburg):
Dieter Manzke (61) wird von fünf jungen Männern in einem leer stehenden Gartenbungalow erschlagen, da sich die Täter „gestört fühlten“ und angesichts seiner Lebensweise „Ordnung schaffen wollten“.
15. Mai 2002 - Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern):
Klaus Dieter L. wird erschlagen. Täter: Zwei Skinheads
09. Juni 2002 - Angermünde (Brandenburg):
Ein 63-jähriger Obdachloser wurde von drei 17-, 20- und 24-jährigen Männern angegriffen und schwer verletzt.
November 2002 – Dresden (Sachsen):
Fünf Rechtsradikale misshandeln einen ungarischen Obdachlosen und versuchen ihn zu ermorden.
07. Dezember 2002 – Stralsunder (Mecklenburg-Vorpommern):
Zwei Polizeibeamte fahren einen 35jährigen Obdachlosen an den Stadtrand und „setzen“ ihn dort „aus“. Er stirbt an Unterkühlung und Alkoholvergiftung.
16. Juni 2004 - Beeskow (Brandenburg):
Ein 35-jähriger Obdachloser wurde in der Nacht von zwei 19- und 23-jährigen jungen Männern auf einer Parkbank im Stadtpark ausgeraubt und angezündet. 35 Prozent seiner Haut verbrannten.
18. Februar 2005 – Magdeburg (Sachsen-Anhalt):
Ein 51jähriger Obdachloser stirbt alkoholisiert auf einer Polizeiwache vermutlich an Unterkühlung.
24. Juli 2007 - Blankenburg (Sachsen-Anhalt):
Ein Obdachloser wird erschlagen. Täter: Zwei polizeibekannte Rechtsextreme
25. Juli 2008 - Templin (Brandenburg):
Ein Obdachloser wird erschlagen. Täter: Zwei polizeibekannte Rechtsextreme
01. Augst 2008 – Dessau (Sachsen-Anhalt):
Thomas F. (34) aus Dessau sowie Sebastian K. (23) aus Güterglück sollen in der Nacht zum 01.08.2008 in der Parkanlage vor dem Dessauer Hauptbahnhof den 50-jährigen Obdachlosen Hans-Joachim S. aus Halle ermordet haben. Zunächst misshandelten sie ihn mit Schlägen und Tritten, dann soll Sebastian K. dem Opfer einen Papierkorb aus Metall mehrmals mit voller Wucht auf den Kopf sowie den Rumpf geschlagen haben.
06. September 2008 – Kreis Delitzsch (Sachsen):
Zwei Wochen nach einem gewaltsamen Übergriff auf einen 59jährigen Obdachlosen erliegt dieser im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Verletzte wurde am 23. August gegen 7.30 Uhr morgens auf einer Parkbank am Schwanenteich bei der Oper entdeckt. Am 29. August wurde der 19-jährige Täter Michael H. aus Delitzsch festgenommen, der in einer ersten Vernehmung die Gewalttat gegen den Obdachlosen zugab. Am 27. März 2009 wurde Täter wegen heimtückischen Mordes zu einer Haftstrafe von acht Jahren und drei Monaten verurteilt.
03. März 2009 - Eutin (Schleswig-Holstein):
Am frühen Morgen wurde ein 72jähriger Obdachloser von zwei jungen Männern fast zu Tode getreten. Der 20-jährige Haupttäter Thomas H. ist aufgrund diverser Gewaltdelikte und seines neonazistischen Hintergrundes einschlägig bekannt. Das Opfer ist seit dem Übergriff körperlich und geistig behindert.
07. Oktober 2009 – Halle (Sachsen-Anhalt):
Die Leiche eines 48-jähriger Wohnungslosen, der in Halle den Spitznamen „Jesus“ trug, wurde ermordet in einer Halle gefunden, in der er vermutlich zuvor auch geschlafen hatte.

weitere Infos:


www.niemand-ist-vergessen.de
offizielle Liste der Bundesregierung bei NPD-BLOG.info

Termine:


Veranstaltung: »Asozial- arbeitsscheu - Arbeitshaus - ?«
Mi. 19. Mai 2010 | 19.30 Uhr | Soziokulturelles Zentrum »Der Alte« | Wiltbergstraße 27; 13125 Berlin | Pankow
Verkehrsanbindung: S-Bahnhof Buch / S-Bahn: S2 / Bus: 150, 158, 251, 259, 351, 893, 900, N58

Antifa-Demo: 23. Mai 2010, 14 Uhr, S-Bhf. Buch

After-Demo-Konzert: ab 19.30 Uhr
u.a. mit Kurzer Prozess (HipHop -Nürnberg) und Wasted Youth(Punk – Stuttgart)

Gedenken am Wohnhaus von Dieter Eich
25.Mai 2010
Treffpunkt: 17.30 Uhr, S-Bhf. Buch
Kranzniederlegung: 18.00 Uhr,
Walter-Friedrich-Straße 52

Mobivideo:


Mobivideo von Leftvision auf Youtube

andere Indymediaartikel:
1. Teil der Artikelserie: "Der Mord an Dieter Eich"
2. Teil der Artikelserie: Rechte Gewalt und ein “unpolitischer Messerstoß”?
3. Teil der Artikelserie: „Asozial“ - Über die staatliche Legitimierung zu Morden
Berlin: Nachbarschafts-Mobi für Demo in Buch
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Ergänzungen

Bitte korregieren

Azzoncao, ein Polit-Cafè 19.05.2010 - 06:37
Ihr schreibt:
14. Oktober 1997 - Bochum (Nordrhein-Westfalen):
Nazi-Skins schlugen mit Baseballschlägern den 59jährigen Josef Anton Gera auf einem Gelände, auf dem oft Obdachlose anzutreffen sind. Der Angegriffene ist so schwer verletzt, dass er noch im Krankenhaus verstirbt. Im Krankenwagen teilte er noch mit, dass die Täter Rechtsradikale gewesen seien. Die Täter ermordeten Gera auch auf Grund seiner Homosexualität.

Das ist nicht richtig. Josef Gera war ein Frührentner. Er verkehrt in der Obdachlosenszene Bochums und suchte oft die damalige Beratungs- und Betreuungsstelle für Obdachlose am Springerplatz auf. Er selbst war aber "seßhaft", besaß Wohnung und eine Rente. Und er war homosexuell. Ein Umstand, auf den Obdachlose verwiesen, weil sie mit ihm nicht einen trinken wollten.
Seine Mörder waren Obdachlose, die bei der Vernehmung angaben, ihn erschlagen zu haben, weil er ihnen sexuell Avancen gemacht hätte.
Die Täter waren rechtsradikal und begründeten ihre Tat wie beschrieben. Im Prozess wurde der politische Hintergrund und die homophoben Beweggründe vom Staatsanwalt wegdefiniert.

Die Proteste in Bochum angesichts des Mordes waren damals sehr gering. Der Umstand, dass Obdachlose die Täter waren verkehrte die typische Wahrnehmung von Täter-Opfer Bildern.
Das war neu und paralysierte viele.
(Wir erklärten uns die Tat so, dass viele Menschen, wenn sie "deklassiert" werden ihre poitische Einstellungen mit in die Marginalität und Verarmung nehmen. Also auch als Obdachlose einen Hass auf Schwule haben.)
Dies soweit der Recherchen, die wir in den 90zigern zu Josef Gera machten.

Wir haben die Zeitungsartikel von damals zu einer PDF gemacht und hängen sie hier an.

Schön das so viel in Berlin passiert.
Viel Erfolg mit Eurer Erinnerungsarbeit.

Azzoncao, ein Polit-Cafè

Sorry, das Bild ist ohne Unterschrift

Azzoncao, ein Polit-Cafè 19.05.2010 - 06:58
Das Bild zeigt Josef Gera. Vielleicht kann ein mod den Namen dem Bild anhängen und diesen Kommentar hier dann löschen.

2 x ermordet?

aufmerksamer Leser 19.05.2010 - 15:11
Die Arbeit für die Erstellung der Liste in Ehren. Aber etwas mehr Sorgfalt bitte.

''05. Juni 1992 - Fürstenwalde (Brandenburg):
Horst Hennersdorf (37) wird von zwei jungen Rechtsdarikalen zu Tode gequält. Mehrere Zeugen beobachteten die Tat ohne einzuschreiten.
.
.
.
05. Juni 1993 - Fürstenwalde (Brandenburg):
zwei Jungnazis quälen den Obdachlosen Horst Hennersdorf (37) zu Tode. Er wird auf einem Anwesen stundenlang misshandelt. Mehrere Zeugen beobachten die Tat, greifen aber nicht ein.''

Ausserdem ist die Liste (leider) unvollständig. So fehlt z.B. ein Fall aus Duisburg, wo ein Obdachloser von rechten Jugendlichen erschlagen wurde. Leider kann ich da jetzt auch keine genaueren Angaben machen.

Zusammenfassung

niv-northeast 23.05.2010 - 01:44
Hier findet sich eine Zusammenstellung bisheriger Artikel:
 https://linksunten.indymedia.org/de/node/20492

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 6 Kommentare

Nachbarschaftshilfe

Klaus 19.05.2010 - 07:58
Nur ein paar Tage nach der Demo in Berlin-Buch findet in unmittelbarer Nachbarschaft ein Naziaufmarsch in Bernau, am 29 Mai, statt. Dies soll verhindert werden. Informiert euch unter  http://brandenburg-nazifrei.de

KKK in D?

Frager 19.05.2010 - 08:27
"29. August 1992 - Berlin-Charlottenburg:
Günter Schwannecke (58) und ein weiterer Obdachloser werden auf einer Parkbank von einem Mitglied des Ku-Klux-Klan (oder zwei Skinheads) mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen. "

Den KKK soll es in D geben? Neuigkeiten, die nur du kennst? Gibt es was zu lesen dazu?

Aufruf zur Bundesweiten Demonstration...

...in Gedenken an Alberto Adriano 19.05.2010 - 11:46
Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 12. Juni 2010 in Dessau

Der Mord

Es ist die Nacht auf Pfingstsonntag, den 11. Juni im Jahr 2000. Zwei 16-jährige Neonazis aus Wolfen verpassen ihren Zug und lernen einen 24-jährigen Neonazi aus Bad Liebenwerda kennen, der ebenfalls seinen Zug verpasst hatte. Gemeinsam beschließen die drei Angetrunkenen grölend durch die Stadt zu ziehen. Dabei schreien sie Parolen wie „hier marschiert der nationale Widerstand“, „Sieg Heil!“ und dergleichen durch die fast menschenleeren Straßen in Dessau (Sachsen-Anhalt).
Wenig später, gegen 1:45 Uhr treffen sie auf ihr Opfer, den gebürtigen Mosambikaner Alberto Adriano. Für die drei Neonazis damals Grund genug diesen zu beschimpfen und zu schlagen. Als Adriano zu Boden geht, treten die Täter – einer von ihnen mit Stahlkappenschuhen – minutenlang, vorwiegend auf seinen Kopf ein. Selbst als sich Adriano nicht mehr regt, lassen sie nur kurz von ihm ab. Sie kehren zu ihrem Opfer zurück, stehlen ihm seine Armbanduhr, treten wieder minutenlang unter rassistischen Beschimpfungen wie „du Negerschwein!“ auf ihn ein und entkleiden den bewusstlosen Mann.
Da Anwohner die Polizei alarmieren, können die drei Neonazis wenig später festgenommen werden. Noch in der gleichen Nacht kommen alle drei in Untersuchungshaft.
Alberto Adriano wird am 14. Juni 2000 aufgrund seiner schweren Kopfverletzungen für hirntot erklärt. Der Fleischer, der mit Unterbrechungen seit 1980 in Deutschland lebte, hinterlässt eine Frau und drei Kinder.
Als die Tat bekannt wird, mobilisieren Antifa und das „Bündnis gegen Rechtsextremismus“ (BgR) zu einem gemeinsamen Trauermarsch. Fünf Tage nach der Tat und zwei Tage nach Bekanntwerden des Todes von Alberto folgen dem Aufruf ca. 5000 Menschen. Im Anschluss bringen weit mehr als 1000 Antifaschist_innen in einer kraftvollen Demonstration ihre Wut zum Ausdruck.

10 Wochen nach dem Mord begann am 22. August 2000 in Halle der Prozess gegen die 3 Mörder Adrianos. Am 30. August 2000 werden alle drei Täter wegen gemeinschaftlichem Mord verurteilt. Die beiden 16-jährigen Frank Miethbauer und Christian Richter erhalten Haftstrafen von 9 Jahren, der 24-jährige Enrico Hilprecht erhält eine lebenslange Freiheitsstrafe. Alle 3 gaben als Motiv für den Mord an Alberto Adriano „Fremdenhass“ an.

10 Jahre später…..

10 Jahre nach dem Mord an Alberto Adriano hat sich nicht viel geändert. Migrant_innen, Antifaschist_innen, Homosexuelle, Obdachlose und Andersdenkende sehen sich immer noch Angriffen durch Neonazis und Rassisten ausgesetzt. In einem gesellschaftlichen Klima bestehend aus Alltagsrassismus, Antisemitismus und Homophobie, staatlich betriebener „Ausländerpolitik“ (die nichts anderes als institutioneller Rassismus ist), zwingt man Migrant_innen dazu, unter katastrophalen Lebensbedingungen in Lagern zu wohnen. So werden sie in die ständige Angst der Abschiebung in ihre vermeintlichen „Herkunftsländer“ versetzt, es werden Arbeitsverbote sowie Residenzpflicht verhängt und damit die sowieso schon mehr als prekäre Lebenssituation noch mehr verschlechtert, statt es ihnen möglich zu machen, ihre Lebensbedingungen selbst bestimmen zu können. Dazu kommen ständige Schikanen durch Ausländerbehörden oder rassistische Polizeikontrollen.
Die mediale Berichterstattung tut ihr Übriges. Durch Meldungen von „Türkenbanden“, „Drogen dealenden Schwarzafrikanern“ oder „Tätern mit osteuropäischem Akzent“ werden die in der deutschen Mehrheitsgesellschaft vorhandenen, rassistischen Vorurteile weiter geschürt und so der Weg für weitere Repressionen gegen Flüchtlinge geebnet.

Dessauer Zustände – Oury Jalloh und andere Polizeiskandale

Am 7. Januar 2005, also viereinhalb Jahre nach dem Mord an Alberto Adriano, wird der 36-jährige Oury Jalloh von der Dessauer Polizei in “Schutzhaft” genommen. Der Asylbewerber aus Sierra Leone wird in einer Gewahrsamszelle an Händen und Füßen „fixiert”. Nachdem in der Zelle ein Brand ausbricht, können anrückende Rettungskräfte nur noch Ourys Tod feststellen.
Nach offizieller Darstellung soll der medikamentös ruhiggestellte und fixierte Jalloh seine feuerfeste Matratze selbst beschädigt und angezündet haben. Das nötige Feuerzeug hätte einer der eingesetzten Beamten, Hans-Ulrich M. (42) bei der vorgeschriebenen Durchsuchung übersehen. Ein anderer Beamter, Andreas Sch. (44), soll mehrfach den Feueralarm ignoriert und die Gegensprechanlage abgeschaltet haben. Als dann doch reagiert wurde, wäre Jalloh nicht mehr zu retten gewesen. Er sei an einem Hitzeschock gestorben.
Bei vielen Menschen herrsch(t)en erhebliche Zweifel an dieser Version. Immerhin gab es im Herbst 2002 schon einmal einen Todesfall im Polizeirevier Dessau. Damals war der betrunkene, 36-jährige Mario B. in einem Park ausgeraubt und schwer zusammengeschlagen worden. Der Mann starb ein paar Stunden später in Polizeigewahrsam an den Folgen eines Schädelbruchs. Sowohl der Arzt Andreas B. als auch der diensthabende Polizeibeamte, die sich für die Gewahrsamszelle statt für eine Einweisung ins Klinikum entschieden hatten, sind auch am „Fall Jalloh“ beteiligt.
Verschiedene Akteure wie die „Initiative Oury Jalloh“ thematisieren den ungeklärten Tod Jallohs immer wieder. Deutsche und internationale Medien greifen dies auf. Trotzdem dauert es mehr als zwei Jahre, bis am 27.03.2007 vor dem Landgericht Dessau der Prozess gegen den damaligen Dienstgruppenleiter Andreas Sch. wegen Körperverletzung mit Todesfolge und einen weiteren Dessauer Polizisten wegen fahrlässiger Tötung (Feuerzeug) eröffnet wird.
Der von Widersprüchen geprägte Prozess wird fast zwei Jahre und 59 Prozesstage dauern. Am 8. Dezember 2008 wird der Vorsitzende Richter Manfred Steinhoff sagen: “Das Gericht hätte trotz intensiver Bemühungen den Fall nicht aufklären können”. Und weiter: „Das Ganze hat mit Rechtsstaat nichts mehr zu tun.“ Die beiden Angeklagten werden freigesprochen.
Am 7. Januar 2010, dem fünften Todestag von Jalloh entscheidet der Bundesgerichtshof, dass der Fall vor dem Magdeburger Landgericht neu verhandelt werden muss, da bei der Dessauer Polizei mangelnde Aufklärungsbereitschaft vorliege.
In der Zwischenzeit bekommen Jallohs Freunde in Dessau die Dankbarkeit der Polizei zu spüren. So dringen Polizeibeamte mitte Dezember letzten Jahres ohne Durchsuchungsbefehl in das „Telecafé“ von Mouctah Bah in der Dessauer Innenstadt ein. Sie durchsuchen vier Stunden lang alle Anwesenden, darunter ein Kleinkind. Die Betroffenen müssen sich beleidigen lassen und teilweise sogar entkleiden. Drei Tage zuvor hatte Bah die Carl-von-Ossietsky-Medaille bekommen – für sein Engagement zur Aufklärung des Todes von Jalloh.
Wie weit der Korpsgeist bei der Dessauer Polizei geht, zeigte sich auch, als im Mai 2007 drei Staatsschutzbeamte, darunter der Leiter des Kommissariats, in andere Aufgabenbereiche versetzt wurden. Sie hatten sich gegen einen Vorgesetzten gewehrt. Der damalige leitende Polizeidirektor, Hans-Christoph Glombitza, soll auf steigende Fallzahlen im Bereich rechtsmotivierter Kriminalität reagiert haben, indem er ihnen nahelegte, man müsse „nicht alles sehen.“ Dass Glombitza dann noch das Anti-Rechts-Landesprogramm „Hingucken“ als „nur für die Galerie“ betitelte, erscheint bei diesen Zuständen fast als Treppenwitz der Provinzgeschichte.

Nazis verbieten? Antifa statt Verbote!

Immer wieder wird nach rechtsmotivierten Angriffen der Ruf nach härteren Strafen oder Verboten neonazistischer Organisationen, wie bspw. der NPD laut. Doch es ist nicht damit getan, Nazis in Knäste zu sperren oder sie zu verbieten. Knäste, sowie andere Formen von Zwangsanstalten dienen nur der vermeintlichen „Resozialisierung“, Isolation und Verdrängung gesamtgesellschaftlicher Probleme. Eine befreite Gesellschaft braucht keine Knäste.
Inzwischen sind zwei der drei Mörder Adrianos wieder frei und gehen ihrem „normalen“ Alltag nach. Sie haben sich bis heute nicht von ihrer Tat oder der Naziszene distanziert. Der dritte Mörder, Enrico Hilprecht, kann geradezu als Paradebeispiel für das Scheitern des Konzeptes Knast nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ gelten. Er gibt aus der Haft in Brandenburg/Havel das Neonazi-Knastfanzine „JVA-Report“ heraus. Das in Zusammenarbeit mit „Kameraden“ aus mehreren Bundesländern produzierte Heft veröffentlicht regelmäßig „Haftberichte“ anderer inhaftierter Neonazis aus der BRD und anderen Ländern, sowie die jeweils aktuelle „Gefangenenliste“ der „Hilfsgemeinschaft für nationale Gefangene“ (HNG).
Was es braucht, sind also zuallererst nicht staatliche, repressive Maßnahmen, sondern eine schonungslose Analyse der gesellschaftlichen Zustände und einen darauf aufbauenden, offensiven Umgang damit. Denn solange antisemitische, rassistische, xenophobe und sexistische, kurz menschenverachtende Denkmuster tief in der Mitte der Gesellschaft verankert sind, bieten sich immer wieder Anknüpfungspunkte für alte und „neue“ Nazis.
Aus antifaschistischer Sicht ist es daher notwendig, nicht nur Nazis und ihre Sympathisanten zu bekämpfen, sondern auch ihren Nährboden aufzuzeigen und anzugreifen. Wenn heute mit Hilfe des „Extremismus“-Begriffes antifaschistische Sitzblockaden in die selbe Schublade gepackt werden wie rassistische Hetztiraden und wenn die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist_innen“ (VVN – BdA) vom selben „Verfassungsschutz“ beobachtet wird wie Nazis, die den Holocaust leugnen oder gar verherrlichen, zeigt das, wie weit die deutsche Gesellschaft von einem ehrlichen Umgang mit sich selbst entfernt ist.

Angesichts der Verhältnisse ist klarer denn je:

Wir haben keinen Bock darauf, diese Zustände schweigend hinzunehmen.
Wir wollen dem rassistischen Alltag dort entgegen treten, wo er täglich spürbare Realität ist: auf den Straßen, in den Schulen, Ämtern, der Polizei, eben in dieser Gesellschaft.
Deswegen rufen wir zu einer bundesweiten, antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Alberto Adriano und alle anderen Opfer rassistischer Gewalt auf.
Lasst uns ein deutliches Zeichen setzen
gegen Rassismus,
gegen jeden „Extremismus“-Begriff,
gegen den rechten Grundkonsens,
gegen Nazistrukturen,
und für ein konsequentes antifaschistisches Handeln in Dessau und anderswo!
Denn Antifaschismus ist nicht kriminell sondern notwendig!

Demonstration am 12.06.10 Treffpunkt: 13:00 Uhr HBF Dessau

Außerdem finden noch andere Veranstaltungen zum 10. Todestag Adrianos statt:
11. Juni 2010 ab 09.00 Uhr
TAGUNG IM STADTPARK
ausführliche Informationen hier… ( http://www.projektgegenpart.org/images/bilder/Startseite/programm_tagung_und_gedenken.pdf)

Anmeldeformular hier.. ( http://www.projektgegenpart.org/images/bilder/Startseite/formular_anmeldung.pdf).

11. Juni 2010
ab 14.00 Uhr
GEDENKSTUNDE IM STADTPARK
alle Infos hier… ( http://www.projektgegenpart.org/images/bilder/Startseite/programm_tagung_und_gedenken.pdf)

12. Juni 2010
ab 14.00 Uhr
BENEFIZ-KONZERT IM STADTPARK
ausführliche Informationen hier… ( http://www.projektgegenpart.org/images/bilder/Startseite/info_benefizkonzert.pdf)

Infos:
 http://nonazisdessau.blogsport.de/
 http://afa06.blogsport.de/

Was fällt auf?

... 19.05.2010 - 11:52
Eines fällt bei der Auflistung auf:
Abgesehen von den Misshandlungen durch Polizisten scheinen die meisten Täter selbst auch nicht die besten Voraussetzungen zu haben, waren wohl keine BWL-Professoren, Bankdirektoren oder Medizinstudenten.
Auch wenn hier nur die Taten von Hermann und Andi aufgezählt wurden, darf dass nicht darüber hinweg täuschen, dass es auch Täter namens Ali und Sergej gibt.

Eine Solidarität innerhalb der sog. Unterschicht ist kaum sichtbar, meist nicht mal ein "alle zusammen gegen die Bullen" - stattdessen wird Gewalt gegen Wehrlose ausgeübt.

Das beste Beispiel ist übrigens der Knast, wo sich alle wieder treffen, die gegen die Gesetze unseres Staates verstoßen haben. Solidarität unter Knackis?? wohl eher Seife aufheben, Sex gegen Drogen, Diebstahl und heimlich die Mitknackis verpfeifen.

Wollt ihr von mir eine Lösung des Problems? Ich hab leider auch keine.
Passt auf euch auf und versucht weiter im Kleinen Kreis, dass zu leben, was unsere Gesellschaft nicht schaft:
Respekt voreinander und ein gewisses Maß an Sloidarität!!

Skinheads

...only red 19.05.2010 - 13:24
Die Bezeichnung Skinhead erscheint mir unpassend. Wäre schön wenn ihr Boneheads oder so schreiben könntet. Danke

toter obdachloser in lüdenscheid

b. setzer 21.06.2010 - 22:33
in lüdenscheid gab es in den 90ern auch einen fall wo ein mensch totgeschlagen wurde von einem 2 jugendlichen.