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1.Mai Hamburg

Hamburg AFA 04.05.2010 11:17
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Vom Vorbereitungskreis:

Rekordbeteiligung bei der revolutionären 1.Mai-Demonstration 2010 in Hamburg

Über 1800 fordern: Kapitalismus abschaffen!

Trotz Gewaltankündigungen in der Presse, trotz Boykottaufrufen "antideutscher" Kreise in der Roten Flora und anderen von dieser politischen Richtung durchgeführten Maßnahmen, fand gestern die mit Abstand größte Hamburger revolutionäre Mai-Demo in ihrer siebenjährigen Geschichte statt.

 http://www.revo1mai.de.tt/


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ND-Artikel:
»Drum links zwei, drei ...«

Hamburg: Mehr Demonstranten als erwartet reihten sich in die Revolutionäre 1. Mai-Demo ein


Bevor sich die Revolutionäre 1. Mai-Demo in Hamburg auf den Weg machte, gedachten die Teilnehmer der über 140 Afghanen, die im September durch einen Bundeswehr-Luftschlag in Kundus ums Leben gekommen waren.

Junge Punks, keine 18 Jahre alt, singen aus voller Kehle »Drum links, zwei, drei ... reih' Dich ein in die Arbeitereinheitsfront ...«. Trotz Schietwetter hat sich vor dem Bahnhof Altona eine große Menschenmenge versammelt. Darunter viele migrantische Jugendliche. Ihre Botschaft: »Klassenkämpfe entfalten – Kapitalismus zerschlagen!«, heißt es auf dem Fronttransparent. Auf einem anderen Banner ist »Klasse gegen Klasse: Enjoy the revolution!« zu lesen.

Das Hamburger Revolutionäre-Mai-Bündnis, dem die SDAJ, die Karawane und andere Flüchtlings- und Migrantengruppen angeschlossen sind, hatte in diesem Jahr zum achten Mal zur Demonstration für die »Aufhebung des Privateigentums« aufgerufen. »Produktion im Kapitalismus bedeutet Blut, Schweiß und Tränen der Unterdrückten dieser Welt«, betonte ein Redner. Daher müsse Solidarität »ganz unten« anfangen. Kommunismus mit Kolonien sei ausgeschlossen. »Wer diese grundlegenden antiimperialistischen Positionen angreift, ist reaktionär.«

Diese Aussage richtete sich offenbar an die Adresse der »Antideutschen«, die im Plenum des autonomen Stadtteilzentrums Rote Flora das Sagen haben und die Demonstration boykottieren. Nicht die häufig strapazierten Vorwürfe des »Antisemitismus« gegen die »eindimensionale und personalisierende Kapitalismuskritik« des 1. Mai-Bündnisses, die in der Stellungnahme des Flora-Plenums kritisiert wird, waren diesmal der Hauptgrund, sondern die Teilnahme der Sozialistischen Linken (SoL). Die im Internationalen Zentrum B5 beheimatete Gruppe hatte vergangenen Oktober eine von »Antideutschen« organisierte Vorführung des Films »Warum Israel« blockiert. Die Antiimperialisten weisen die Vorwürfe als »Spaltungsversuch« zurück.

Die »Antideutschen« hätten alles Mögliche unternommen, um den Revolutionären 1. Mai-Veranstaltungen jegliche Infrastruktur zu entziehen, berichtete Andreas vom Sozialforum Hamburg-Eimsbüttel, ein Sprecher des Bündnisses. Aber man lasse sich nicht erpressen. »Schon gar nicht von Leuten, die Arme und Migranten als Antisemiten stigmatisieren und sich noch nie an den revolutionären Mai-Veranstaltungen beteiligt haben.«

Im Vorfeld der Demo hatte der Bundesinnenminister wegen der »gewaltbereiten autonomen Szene« zwar Alarm geschlagen, doch Hamburgs Behörden erwarteten letztlich nur 500 Demonstranten.

Ein gewaltiger Irrtum: Es kamen rund 1700 Menschen. »Ein Super-Erfolg«, freut sich Bündnis-Sprecher Andreas. »So ein breites internationales Bündnis und so viele Teilnehmer hatten wir noch nie.« Die hohe Beteiligung sei, so die Einschätzung aus dem Kreis der Organisatoren, den Mobilisierungsveranstaltungen mit Vorträgen über »Die Eigentümer des Kapitals und die Charaktermasken der Klassengesellschaft«, vor allem aber den prekären sozialen Verhältnissen im Land geschuldet.

Wie in der Walpurgisnacht kam es nach Anbruch der Dunkelheit auf dem Abschlusskonzert mit Hip-hop- und Ska-Bands zu Zusammenstößen zwischen Besuchern und der Polizei. Es flogen Knallkörper und Flaschen. Die Ordnungshüter retournierten mit Wasserwerfern und Schlagstöcken. Ein Drogeriemarkt wurde geplündert, die Tür einer Bank-Filiale eingeschlagen. Müll- und Altglascontainer gingen in Flammen auf. Gestern bilanzierte die Polizei 40 Fest- und 29 In-Gewahrsamnahmen.



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sonstsoMedien:


DANACH:

Hamburg Journal:  http://www1.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?media=hamj5048

“Wir sind hier nicht im Kindergarten“:  http://what.blogsport.de/2010/05/03/hamburg-wir-sind-hier-nicht-im-kindergarten-city/

Schwere Randale - Fehleinschätzung der Polizei:  http://www.tagesschau.de/inland/maikrawalle124.html

Randalierer attackieren Polizei in Hamburg:  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,692411,00.html

1. Mai friedlicher als in den Vorjahren:  http://www.welt.de/die-welt/politik/article7442398/1-Mai-friedlicher-als-in-den-Vorjahren.html

IMK-Chef Ahlhaus will härtere Strafen für Gewalttäter:  http://www.open-report.de/artikel/Randale+zum+1.+Mai+-+487+Festnahmen+in+der+Hauptstadt+und+69+Hamburg/55935.html

Schwere Ausschreitungen im Hamburger Schanzenviertel:  http://ostholstein.mediaquell.com/2010/05/02/1-mai-schwere-ausschreitungen-im-hamburger-schanzenviertel-3243/

Ritualisierte Randale:  http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/ritualisierte-randale/

Krawallnacht in Berlin und Hamburg nach Mai-Demonstration:  http://www.rtl.de/cms/information/rtlaktuell/news.html?set_id=42352&tc_r=rtlde_cms_rtlaktuell&tc_m=rtlde_aufmacher_default&tc_te=Mai-Krawalle+in+Berlin+und+Hamburg&tc_ta=rtlde&tc_i=174245&tc_c=ee1e410083938ad77aeb41a855ac9c3c127277

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DAVOR:

Hamburg Journal:
1 -  http://www1.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?media=hamj5028
2 -  http://www1.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?media=hamj5030
3 -  http://www1.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?media=hamj5032

Mai-Demo im Schanzenviertel ohne Rote Flora:  http://www.abendblatt.de/hamburg/polizeimeldungen/article1473553/Mai-Demo-im-Schanzenviertel-ohne-Rote-Flora.html

Spannung vor dem Tag der Arbeit:  http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/spannung-vor-dem-tag-der-arbeit-1/

Heraus zur reaktionären 1. Mai Demo in Hamburg:  http://phex.blogsport.de/2010/05/01/heraus-zur-reaktionaeren-1-mai-demo-in-hamburg/

1. Mai an die Luft wo der Engels nach uns ruft:  http://mcguffin.blogsport.de/2010/04/27/1-mai-an-die-luft-wo-der-engels-nach-uns-ruft/

Heraus wohin?:  http://www.nadir.org/nadir/initiativ/roteflora/news/20100028.html

Walpurgisnacht - Ausschreitungen in Hamburg, Ruhe in Berlin:  http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E0D6F803350184E02961A47E73282D0C6~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Walpurgisnacht - Autonome randalieren fast ungestört in der Schanze:  http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1479954/Autonome-randalieren-fast-ungestoert-in-der-Schanze.html
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rote flora

rotflorist 04.05.2010 - 14:27
eure darstellungen über die rote flora ist ja mal völlig aus der luft gegriffen. Ihr (sol) solltet eure propaganda woanders posten.

tickt ihr noch ganz richtig???

ultra 04.05.2010 - 14:32
ihr stellt gesichter von genossInnen unzensiert rein?

Wie unsolidarisch seid ihr den?

Militanz und identitäre Linke

Ballamann 04.05.2010 - 19:55

Raus aus dem Linksradikalen Ghetto!!!!

Der Text soll eigendlich eine Kritik an der Politik „der Autonomen“ sein, er kann jedoch auch generell auf große Teile der „linksradikale“ Szene bezogen werden:

„Ein Großteil der Autonomen [bzw. Linksradikalen Szene] hat eine Politik der Radikalisierung gesellschaftlicher Konflikte durch eine Praxis der Pseudo- radikalen Selbstinszenierung ersetzt. Anstatt die Kommunikation mit anderen Teilen der Gesellschaft zu suchen und zu entwickeln, an welchen Stellen es möglich ist mehr Leute zu erreichen und einzubinden, geht es mehr darum sich in der eigenen Szene- Identität und Abgrenzung zu gefallen. Selbst in eigenen Auswertungen wird dies als Sichtbarmachung des Bruchs gefeiert. Radikalität ist also nur Schein bzw. Selbstzweck, anstelle Radikalisierung als Prozess kämpferischer Bewegungen zu verstehen.“

SoL ...

SOLidarität 04.05.2010 - 23:59
also SoL postet nicht auf Indy, weil sie eine eigene Homepage hat.
Außerdem entspricht die Einschätzung zur Roten Flora aus dem Artikel des Neuen Deutschlands nicht der Analyse der Sozialistischen Linken - SoL.

SoL arbeitet mit Gruppen aus der Flora zusammen und wird daher solche undifferenzierten Äußerungen über die Rote Flora auch nicht veröffentlichen.

Also Verschwörer geht in die Studienbibliothek!

Welcher B5 Fan wirft den hier

die kritischen Kommentare raus :) 05.05.2010 - 12:15
Nehmt lieber mal die Bilder raus auf denen Leute zu erkennen sind!

Gruppe(n) aus der Flora?

frage 05.05.2010 - 13:07
Was ist eigentlich eine "Gruppe aus der Flora"?

Weshalb gibt es nur eine einzige Gruppe, die sich öffentlich als "Gruppe aus der Flora" bezeichnet bzw. als solche bezeichnet wird?

Und weshalb tut sie dies nur in Zusammenhängen, in denen es um Solidarität oder Zusammenarbeit mit der SoL geht?

Was tut diese Gruppe in der Flora? Sich treffen? Aufs Plenum gehen? Aufgaben im Haus übernehmen (wie Vokü-, Bau- oder Druckgruppe(n), die alle nicht öffentlich auftreten)?

Eine Band, die im Keller probt oder eine der Gruppen, die den Sportraum nutzt, würde sich kaum als "Gruppe aus der Flora" bezeichnen. Eine Gruppe, die dort ihre Treffen abhält, schon?

Können sich auch Einzelpersonen, die in der Flora mitarbeiten (z.B. alle paar Wochen an der Tür stehen) oder dort einfach gerne sind, sich als "aus der Flora" bezeichnen?