Frauenrechtlerin im Iran verschleppt

Ronahi 18.03.2010 17:38 Themen: Blogwire Repression Soziale Kämpfe Weltweit
Keine Informationen über den Verbleib von Zeynep Celaliyan

Zeynep Celaliyan, eine Frauenrechtlerin, die für die Rechte der kurdischen Frauen kämpft und im Iran zur Todesstrafe verurteilt wurde, wurde vor einem Monat aus dem Kirmaşan-Gefängnis an einen unbekannten Ort gebracht. Ihr Anwalt und ihre Familie wurden darüber nicht informiert.
Das Informationskomitee der zur Todesstrafe Verurteilten erklärten ebenfalls, dass sie keine Informationen über den Verbleib von Zeynep Celaliyan hätten. Xelil Behramiyan, der Anwalt von Celaliyan hat über die Verlegung erfahren, als er einen seiner Mandanten im Dizilbad-Gefängnis, das mit dem Gefängnis-Kirmaşan zusammenhängt, besuchte. Die Sorge ihrer Familie, des Anwalts und Menschenrechtlern ist groß.

Zeynep Celaliyan wurde Mitte 2008 in Kirmaşan als angebliches PJAK-Mitglied verhaftet. Sie wurde in einem 7-Minuten-Prozess ohne anwaltliche Vertretung am 14.1.2009 vom Revolutionsgericht zum Tode verurteilt. Das Hohe Gericht hat Anfang dieses Jahres das Urteil bestätigt. In einem Brief von Celaliyan an Menschenrechtsorganisationen im November 2009 aus dem Gefängnis schreibt sie „Ich wurde innerhalb eines 7-Minuten-Prozesses zum Tode verurteilt.“ Sie bat alle Menschenrechte-Verteidigende und Frauen um Hilfe. Das Ceni Frauenfriedensbüro begann im Herbst 2009 mit einer Unterschriftenkampagne für die Aufhebung der Todesstrafe und der Freilassung von Celaliyan. Die Kampagne fand auf internationaler Ebene von Frauenorganisationen und -gruppen Unterstützung. Die Unterschriftenkampagne ist zu finden unter  http://www.gopetition.com/petitions/save-zeynab-jalalian/sign.html

Quelle: ANF, 17.3.2010, ISKU
ISKU | Informationsstelle Kurdistan
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Ergänzungen

VA zur Lage der Gefangenen im Iran

Interantionalist 18.03.2010 - 17:42
Veranstaltung am 18.März: Politische Gefangene und Widerstand im Iran

Am internationalen Tag der politischen Gefangenen wollen wir uns mit
staatlicher Repression und Widerstand in der islamischen Republik Iran beschäftigen. Nader Sadeh, ein iranischer Genosse im Exil, wird über die Erfahrungen der iranischen Linken mit Folter und Gefangenschaft unter dem Schah und später unter den Mullahs erzählen und auf die aktuelle Situation in und ausserhalb der Knäste eingehen.

Der Historiker Dr.Nick Brauns wird einen Blick auf die kurdische Befreiungsbewegung im Iran werfen. Immer öfter kommt es in den kurdischen Gebieten des Irans zu Gefechten zwischen Guerillaeinheiten und den iranischen Revolutionsgarden. Erst im Januar wurde ein iranischer Staatsanwalt der für mehrere Todesurteile gegen kurdische Aktivist_innen veranwortlich war, von der Guerilla erschossen.

18.März | 20 Uhr | Stadtteilladen „Zielona Gora“ | Grünberger Str. 73

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin (ARAB) und des Kurdistan Solidaritätskomitees Berlin

www.arab.antifa.de
www.kurdistan.blogsport.de