Anmerkung zu den Nazi-Aktivitäten in Berlin

Antifa-Lexikon 10.03.2010 22:09
In Berlin ist es in den letzten Wochen zu einigen Nazi-Aktivitäten gekommen. Die ersten Reaktionen daruf waren ja schon ganz gut. Trotzdem:
Weil gerade alle alle etwas übertrieben darüber schrieben, anstatt zu reagieren, hier mal ein paar Klarstellungen:
Die paar Sprühereien, eingeworfenen Scheiben und pseudo-verklebten Schlösser und Aufkleber sind ärgerlich. Was sie aber nicht sind:
1. Angriffe
2. Übergriffe
3. Überfälle
4. Hausbesuche
5. Schlösser verkleben
Denn:
1. Unter Nazi-Angriffen versteht man, wenn tatsächlich Nazi-Gruppen z.B. vor linken Häusern auftauchten, eine Konfrontation suchen und man fürchten musste, sie kommen herein. (gabs in Berlin vielleicht mal in den Neunzigern). Das ist ein qualitativer Unterschied.
2. Von einem Übergriff spricht man, wenn es Personen getroffen hat.
3. Ein Überfall ist wohl sowas wie eine Mischung aus 1. und 2.
4. Hausbesuche macht höchstens die Antifa. Und das heißt dann: Eine Nazi-Wohnung wird verwüstet und/oder der betroffene Nazi wird dort verletzt.
5. Naja, und ein verklebtes Schloß ist eben auch nur ein verklebtes Schloß, wenn es durch Klebstoff unbrauchbar gemacht wurde. Was die Nazis nicht hinbekommen haben.

Also, was die da machen, ist nichts dergleichen. Im Gegenteil: Es zeigt, wie viel Respekt die vor unseren Strkturen haben. Sei kommen spät Nachts und gehen nur ein paar kleine Projekte in Seitenstraßen an. Sowas macht die Antifa mindestens einmal die Woche irgendwo. Scheiße bleibts, aber während denen bald die Puste ausgehen wird, läuft ja bei uns langsam alles erst an und es baut sich scheinbar was Solides auf. Siehe Neukölln:  https://neukoelln.antifa.net/
Bei den Nazis dürfte das eher ein Ausdruck ihrer aktuellen Schwäche sein.
Also, realistisch bleiben und zurück schlagen ist gefragt. Darüber muss man auch nicht viele Worte im Netz verlieren.
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Ergänzungen

erst bei rachout melden!

anitfa 10.03.2010 - 22:55
Ergänzung: es ist sinnvoll, wenn sich betroffene, besonders privatpersonen, erst bei reachout melden, bevor sie die bullen rufen. der staatsschutz stellt nur nervige fragen und will die leute/projekte ausforschen. in rücksprache mit reachout kann das immer noch passieren.
don't talt to idiots! anna und arthur haltens maul!
kontakt zu reachout: www.reachoutberlin.de/

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danke — endlich mal

achtung — weiß der geier

Wörter waren emotional gewählt — Roland Ionas Bialke