Wladiwostok: Bewährung für Antifa Juri
nur ne Kurzmeldung: Auch im Berufungsprozess ist der Antifaschist Juri Mischutkin mit einer Bewährungsstrafe davongekommen.
Juri, ein Antifa aus Wladiwostok (an der russischen Pazifikküste) war letztes Jahr wegen "überschießender Notwehr" zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden, weil er sich mit einem Messer gegen einen Angriff von zwei Nazis gewehrt hatte. Einer der beiden verblutete, weil der Rettungswagen, den Juri selbst gerufen hatte, 45 Minuten brauchte. Der andere brach sich auf der Flucht beide Beine und bleibt gehbehindert. Da das ganze vor zahlreichen ZeugInnen stattfand und sogar ein Überwachungsvideo existiert, musste die ursprüngliche Mordanklage fallengelassen werden. Dennoch ging die Staatsanwaltschaft in Berufung, was als Zeichen dafür gewertet wurde, dass das Urteil politisch nicht genehm war. Heute nun das Urteil: Das Strafmaß wurde auf anderthalb Jahre erhöht, es bleibt jedoch bei einer Bewährungsstrafe. Angesichts der Notwehrsituation und der weiteren Tatumstände sicher kein tolles Ergebnis, aber angesichts der politischen Lage in Russland deutlich besser, als zu befürchten war.
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