Bayern: Der Bildungsstreik geht weiter
Während der Bildungsstreik in einigen Bundesländern über die Semesterferien zu ruhen scheint, finden in Bayern weiterhin verschiedene Besetzungen und Streiks statt und erst am letzten Wochenende gab es ein bayernweites Plenum der Univeritäten. In den kommenden Tagen sind Demonstrationen und Kundgebungen in Nürnberg, Regensburg und Inglostadt geplant.
Die Verzweiflung der Bürokratie
Eigentlich hatte alles ganz harmlos angefangen am Albrecht-Dürer-Gymnasium in Nürnberg, als am 11.2. 2010 die Turnhalle nach einer Abstimmung der Mittelstufenvollversammlung besetzt wurde. Dabei wurde unter anderem auf die Missstände im Bildungssystem allgemein, aber auch auf einige hausgemachte Probleme des Gymnasiums hingewiesen. Die Besetzung wurde am Nachmittag des selben Tages jedoch durch einen Polizeieinsatz beendet. Drei der "Hauptverantwortlichen" für den Streik sollen nun vor einen Disziplinarausschuss gestellt werden, Indymedia berichtete (
http://de.indymedia.org/2010/02/273093.shtml)
Der Rektor ging bis jetzt nicht ein, auf die Forderungen nach einer Einstellung der Disziplinarverfahren gegen die Schüler, von denen einer auch der SMV angehört. Deshalb wird es am morgigen Donnerstag, mit der Unterstützung von StudentInnen ab 11:00 eine Kundgebung vor dem Albrecht-Dürer-Gymnasium geben, um 13:30 Uhr sollen dann die Schüler vor den Disziplinarausschuss treten.
Regensburg brennt
Einen Tag später am Freitag den 05.03. gibt es dann eine SchülerInnendemo in Regensburg, bei der sich auch die Regensburger StudentInnen anschließen wollen. Erst vor kurzem war die Regensburger Universität erneut bsetzt worden, hierbei drangen die Protestierenden auch in das Verwaltungsgebäude ein (
http://de.indymedia.org/2010/03/274566.shtml).
Hierbei war es zu einem regelrechten Nervenkrieg zwischen dem Direktor und den Studierenden gekommen. In weiteren Verhandlungen wurde unter anderem die allgemeine Anwesenheitspflicht gekippt. Bereits am Tag der offenen Tür war für die Demonstraton der SchülerInnen geworben worden, viele der SchülerInnen besuchten den besetzten H2. Im Anschluss an die der Demonstration am Freitag soll es dann erneut ein bayernweites Plenum der Protestierenden Studierenden in Regensburg geben, hieß es.
Q11 in Aktion
Schon im Februar war es zu größeren Demonstrationen der Q11 gekommen. Unter anderem sah sich Kultusminister Ludwig Spaenle 2500 SchülerInnen gegenüber. Er wurde von der Menge mit Tomaten beworfen. Am 06.03. ist jetzt eine bayernweite Kundgebung und Demo der Schüler des Q11 in Ingolstadt geplant. Die ARGE der Elternbeiräte der Region Ingolstadt haben diese zusammen mit der Elterninitiative G8 Ingolstadt organisiert und hoffen auf eine breite Unterstützung ihres Anliegens. Redner wird unter anderem Thomas Lillig sein, Vorsitzender der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e. V. (LEV).
Alternativgipfel in Wien - Bildungscamp in München
Am 11-03. steht dann eine Demonstration in Wien gegen "10 Jahre Bologna" an. Vom 12./13.3. finden dort Workshops statt, es wird einen Alternativgipfel inklusive Podiumsdiskussionen geben. Am 14.3. gibt es Alternative Stadtführungen. Parallel gibt es in der Stadt das Festival "art attack". Mehr Infos zu den Aktionen kann man mittlerweile auf Türkisch, Deutsch, Französisch und Englisch auf der Mobilisierungswebseite (
http://bolognaburns.org/) einsehen. Auch in München war man nicht untätig, nach der Räumung durch die Polizei, soll nun direkt vor der Universität am Geschwister-Scholl-Platz vom 06.-12.06. ein Bildungscamp stattfinden. Man darf also gespannt sein auf einen heißen Frühling, der durchaus in einen kochenden Sommer übergehen könnte.
Mehr Infos zum Thema:
Bayernweites Plenum in Augsburg:
http://blog.bildungsstreik-augsburg.de/2010/02/protokoll-des-bayernweiten.html
Kundgebung in Nürnberg:
http://www.wuerzburg-brennt.de/blog/?p=2735
Demo in Regensburg:
http://regensburg-besetzt.de/
Demo in Ingolstadt:
http://q11.bildungsstreik-bayern.de/demo-streik/ingolstadt-demo-streik/kundgebung-und-demo-der-eltern-bayerischer-gymnasiasten-am-6-maerz-in-ingolstadt/
Eigentlich hatte alles ganz harmlos angefangen am Albrecht-Dürer-Gymnasium in Nürnberg, als am 11.2. 2010 die Turnhalle nach einer Abstimmung der Mittelstufenvollversammlung besetzt wurde. Dabei wurde unter anderem auf die Missstände im Bildungssystem allgemein, aber auch auf einige hausgemachte Probleme des Gymnasiums hingewiesen. Die Besetzung wurde am Nachmittag des selben Tages jedoch durch einen Polizeieinsatz beendet. Drei der "Hauptverantwortlichen" für den Streik sollen nun vor einen Disziplinarausschuss gestellt werden, Indymedia berichtete (
http://de.indymedia.org/2010/02/273093.shtml) Der Rektor ging bis jetzt nicht ein, auf die Forderungen nach einer Einstellung der Disziplinarverfahren gegen die Schüler, von denen einer auch der SMV angehört. Deshalb wird es am morgigen Donnerstag, mit der Unterstützung von StudentInnen ab 11:00 eine Kundgebung vor dem Albrecht-Dürer-Gymnasium geben, um 13:30 Uhr sollen dann die Schüler vor den Disziplinarausschuss treten.
Regensburg brennt
Einen Tag später am Freitag den 05.03. gibt es dann eine SchülerInnendemo in Regensburg, bei der sich auch die Regensburger StudentInnen anschließen wollen. Erst vor kurzem war die Regensburger Universität erneut bsetzt worden, hierbei drangen die Protestierenden auch in das Verwaltungsgebäude ein (
http://de.indymedia.org/2010/03/274566.shtml). Hierbei war es zu einem regelrechten Nervenkrieg zwischen dem Direktor und den Studierenden gekommen. In weiteren Verhandlungen wurde unter anderem die allgemeine Anwesenheitspflicht gekippt. Bereits am Tag der offenen Tür war für die Demonstraton der SchülerInnen geworben worden, viele der SchülerInnen besuchten den besetzten H2. Im Anschluss an die der Demonstration am Freitag soll es dann erneut ein bayernweites Plenum der Protestierenden Studierenden in Regensburg geben, hieß es.
Q11 in Aktion
Schon im Februar war es zu größeren Demonstrationen der Q11 gekommen. Unter anderem sah sich Kultusminister Ludwig Spaenle 2500 SchülerInnen gegenüber. Er wurde von der Menge mit Tomaten beworfen. Am 06.03. ist jetzt eine bayernweite Kundgebung und Demo der Schüler des Q11 in Ingolstadt geplant. Die ARGE der Elternbeiräte der Region Ingolstadt haben diese zusammen mit der Elterninitiative G8 Ingolstadt organisiert und hoffen auf eine breite Unterstützung ihres Anliegens. Redner wird unter anderem Thomas Lillig sein, Vorsitzender der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e. V. (LEV).
Alternativgipfel in Wien - Bildungscamp in München
Am 11-03. steht dann eine Demonstration in Wien gegen "10 Jahre Bologna" an. Vom 12./13.3. finden dort Workshops statt, es wird einen Alternativgipfel inklusive Podiumsdiskussionen geben. Am 14.3. gibt es Alternative Stadtführungen. Parallel gibt es in der Stadt das Festival "art attack". Mehr Infos zu den Aktionen kann man mittlerweile auf Türkisch, Deutsch, Französisch und Englisch auf der Mobilisierungswebseite (
http://bolognaburns.org/) einsehen. Auch in München war man nicht untätig, nach der Räumung durch die Polizei, soll nun direkt vor der Universität am Geschwister-Scholl-Platz vom 06.-12.06. ein Bildungscamp stattfinden. Man darf also gespannt sein auf einen heißen Frühling, der durchaus in einen kochenden Sommer übergehen könnte. Mehr Infos zum Thema:
Bayernweites Plenum in Augsburg:
http://blog.bildungsstreik-augsburg.de/2010/02/protokoll-des-bayernweiten.html Kundgebung in Nürnberg:
http://www.wuerzburg-brennt.de/blog/?p=2735 Demo in Regensburg:
http://regensburg-besetzt.de/ Demo in Ingolstadt:
http://q11.bildungsstreik-bayern.de/demo-streik/ingolstadt-demo-streik/kundgebung-und-demo-der-eltern-bayerischer-gymnasiasten-am-6-maerz-in-ingolstadt/
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Mobilisierungsvideo für Demo in Regensburg
Demo am 6.3. in Nürnberg
Bildung für alle! – Für ein Bildungssystem nach unseren Bedürfnissen
In den zwei größten Bildungsstreiks seit Jahren haben 2009 in der BRD Hunderttausende SchülerInnen, Auszubildende Bubble-Bildungund StudentInnen für ihre Interessen und gegen das bestehende Bildungssystem protestiert. Zum ersten Bildungsstreik in diesem Jahr, waren am 17. Juni mehr als 250.000 Menschen auf der Straße. Am 17. November, inspiriert von den streikenden StudentInnen in Österreich, wurden in der BRD zahlreiche Hörsäle in den Hochschulen und auch Schulen besetzt. Während der in vielen Städten, z.B. auch in Nürnberg, über einen Monat andauernden Besetzungen diskutierten Studierende, SchülerInnen und Auszubildende konkrete Forderungen zur Verbesserung ihrer Situation, forderten, die zunehmende Selektion zu beenden, den kostenfreien Zugang zur Bildung für alle Menschen und dass Bildung keine Ware sein soll. Schnell stellte sich hierbei die Frage, wie das in einem Wirtschaftssystem, in dem alles warenförmig, also nach Profitinteressen produziert wird, möglich sein soll. Für die reaktionären Anhänger der Systemparteien an den Schulen und Hochschulen war die Antwort einfach. Sie forderten während des Streikes immer wieder eine Beschränkung der Forderungen auf „realistische“ Reformen und stellten damit klar, dass die Menschen ihre Zukunftsperspektiven gefälligst den kapitalistischen Sachzwängen unterzuordnen haben. Für viele der streikenden AktivistInnen ist jedoch klar geworden: Ein Bildungssystem nach ihren Interessen kann es nur jenseits des Kapitalismus geben. Eine grundsätzliche Wende ist erforderlich.
Block Bologna
deutsch:
englisch:
bolognaburns.org
falscher link
Demo in Linz
Die unibrennt-Protestbewegung der Johannes Kepler Universität Linz veranstaltet eine große Auftaktkundgebung zu den Protesten gegen den Bologna-Gipfel im März. Unter dem Motto “Freie Bidung und soziale Gerechtigkeit für eine freie Gesellschaft-Gemeinsam gegen die Ökonomisierung aller Lebensbereiche” wird am 10.3. am Linzer Hauptplatz ein Protestcamp mit NGOs und nettem Kulturprogramm aufgebaut. Des weiteren gibt es auch ein Spielfest um auch unseren jüngeren Gästen einen spannenden Tag zu bieten. Von 13:00 bis 18:00 Uhr gibt es Redebeiträge, Infostände und Musik.
Kulturprogramm:
Hubsi Kramar und eine Überraschungsband
Medienecho zur Nürnberger Besetzung
Aktionen in Wien
* 08.-11.03. Blockade Workshops
* 11.03. Großdemo
* 12./13.03. Workshops-Gegengipfel
* 14.03. Alternative Stadtführungen
Mehr auf:
Rücknahme von Verweisen gefordert
Die SPD-Landtagsfraktion protestiert gegen Schulverweise für Teilnehmer des Bildungsstreiks vom 12. Februar in sechs bayerischen Städten. Zahlreiche Gymnasiasten sollen für die Teilnahme an den Protesten während der Unterrichtszeit Verweise von der Schulleitung erhalten haben, wie die SPD gestern in München mitteilte. Der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann, forderte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) auf, sich für die Rücknahme der Bestrafung einzusetzen. Nach Ansicht der Fraktion vertraten die Schüler mit den Demos ein grundlegendes demokratisches Recht. Wie ein Sprecher des Kultusministeriums sagte, konnten die Schulen selbst entscheiden, wie sie auf das Fehlen der Schüler reagieren. Genaue Zahlen über Verweise lagen dem Ministerium nicht vor.
Ca. 1000 SchülerInnen in Regensburg
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
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