Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Kommentar, ein Diskussionsbeitrag oder eine Stellungnahme einer Gruppe reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein umfassendes Infoportal incl. Forum für die Verlautbarungen politischer Gruppen anzubieten. Indymedia will ein Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Indymedia will nicht als virtueller Flugblattständer für die Verbreitung, Kritik und Diskussion konkurrierender teilweise dogmatischer Ideologien herhalten. Das Veröffentlichen von Gruppenstellungnahmen und Flugblatttext gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen darüber, warum sich Indymedia nicht zum Diskutieren von politischen Texten eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Online-Diskussionsforen.
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DD 13. Februar: Not at all the same procedure
Zum ersten mal konnte der offizielle Trauermarsch der JLO am 13. Februar verhindert werden. Den Bündnissen Dresden Nazifrei und no pasaran war es gelungen 12 000 Menschen zu Massenblockaden zu mobilisieren. Die gelang durch die Reduzierung auf eine Anti-Nazi-Mobilisierung. Kritik am geschichtsrevisionistischen Gedenken in Dresden darüber hinaus spielte keine Rolle mehr.
Aber es gab dieses Jahr angemessen zum Jahrestag auch sehr vielfältige Aktionen zur Störung bzw. Kritik rund ums Gedenken.
Aber es gab dieses Jahr angemessen zum Jahrestag auch sehr vielfältige Aktionen zur Störung bzw. Kritik rund ums Gedenken.
12. Februar - Demonstration auf dem Gedenkweg
Am Freitag Abend fand unsere Demonstration unter dem Motto „Keine Versöhnung mit Deutschland“ mit etwa 1200-1500 Teilnehmenden statt. Ziel war es, das in Dresden alljährlich stattfindende Gedenken an die „Opfer“ der Luftangriffe vom 13. bis 15. Februar 1945 nicht ohne Kritik stehen zu lassen und darauf hinzuweisen, das es ein Grund für den auch immer wieder stattfindenden Nazi-Großaufmarsch ist. Das Gedenken bietet den Nazis, mit seinem positiven Bezug auf die damalige NS- Bevölkerung Dresdens, inhaltliche Anknüpfungspunkte.
Die Route umfasste mehrere Stationen des für den 13. Februar angekündigten „Dresdner Gedenkwegs“. Damit sollte gleichzeitig eine Kritik am geschichtsfälschenden Konzept des Weges geübt werden. Zu jeweiligen Stationen wurden Beiträge verlesen, die diese thematisierten.
18 Uhr startete die Demonstration am Jorge-Gomondai-Platz und zog mit Sprechchören wie „Deutsche Täter sind keine Opfer“ über den Altmarkt bis zum Dresdner Schlossplatz, auf welchem sie gegen 21 Uhr ankam. Mit Redebeiträgen, einer Schneeballschlacht und einem Konzert der Berliner Electro-Punk-Gruppe „Egotronic“ mit Songs wie „Raven gegen Deutschland“, guter Stimmung und untermalt durch Bengalo-Feuer ging die Demo zu Ende. An dieser Stelle nochmal einen grossen Dank an audiolith für ihren support auch in diesem Jahr.
13. Februar - JLO-Aufmarsch blockiert
Zum ersten mal seit Jahren ist es nicht nur gelungen den Naziaufmarsch zu stören, er konnte in der geplanten Form einfach nicht stattfinden. Schon ab dem frühen Morgen konnten sich tausende Blockierer_innen rund um den Neustädter Bahnhof einfinden und sich ein mehr oder weniger gemütliches Plätzchen auf einer Isomatte suchen. Trotz mehreren Versuchen die Blockaden zu räumen, gelang dies der Polizei nicht. Diverse brennende Barrikaden und kaputte Naziautos und Busse taten ihr übliches zum erfolgreichen Gesamtchaos.
Große Teile der Freien Kräfte sammelten sich allerdings an der Autobahnabfahrt Wilden Mann und konnten einen Demonstrationszug teilweise auch mit Transparenten und Fahnen mit ca. 4000 Nazis durchsetzten. Dieser lief, wie für Dresden leider üblich, fast ohne Polizeibegleitung durch die Stadtteile Trauchau und Hechtviertel. Am Bischofsplatz hatte die Polizei eine Blockade geräumt und so den Weg für die Nazis zum Neustädter Bahnhof freigemacht. Beim Passieren des Platzes kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Antifas und den Nazis.
Kurz vor 17 Uhr war klar den großen alljährlich stattfindenden JLO-Aufmarsch wird es an diesem Tag nicht mehr geben und die 6500 Nazis wurden mit der S-Bahn nach Klotzsche bzw. zum Hauptbahnhof zu ihren Bussen gebracht.
In mindestens neun verschiedenen Städten kam es im Verlauf des Abends zu spontanen Aktionen der Nazis. So randalierten unter anderem in Pirna 400 Nazis in der Innenstadt.
Den politischen Erfolg, Europas größten Naziaufmarsch verhindert zu haben, reklamieren jetzt alle für sich. Oberbürgermeisterin Orosz ist überzeugt die Aktion der Stadt, eine Menschenkette auf der anderen Elbseite weit ab vom Geschehen mit immerhin 10 - 15 000 Teilnehmenden hätte allein durch "ihre Wucht" dafür ausgereicht. Diverse Vertreter_innen vom Bündnis Dresden-Nazifrei! fordern sie hingegen auf, den Erfolg der Blockierer_innen anzuerkennen und sich bei ihnen zu bedanken. In den Medien besteht relative Einigkeit - Dresden hat sich den Nazis entgegengestellt, wahlweise als Festung oder als Wall gegen Rechts - die Stadt wurde gemeinsam gegen das Übel von außen verteidigt.
13. Februar - Der Dresdner Selbstinszenierung kreativ begegnen
Für Dresden war der Umstand das sowohl die Nazis als auch die 12.000 Gegendemonstrant_innen auf der Neustädter Seite waren ein überaus glücklicher. Das Trennungsgebot zwischen Gedenken und den politischen Extremisten ging dahingehend auf. So konnten sie endlich mal wieder in Ruhe gedenken und sich zudem selbstabfeiern, mit ihrem symbolischen Protest in Form der Menschenkette, welche sich schützend um die ganze Altstadt stellen konnte. "Der 13. Februar des Jahres 2010 gehörte wieder den Dresdnern.", so die Sächsische Zeitung am Montag und "Der 13. Februar ist nicht länger nur ein Tag der Trauer, des Gedenkens. Er ist ebenso Tag der Versöhnung, Tag der Toleranz; ein Tag der zeigt, was möglich ist, wenn Menschen zusammenstehen. Dies muss so bleiben. Damit dieser Tag weiter den Dresdnern gehört."
Zum Glück konnte dieses herbeihalluzinierte Idyll nicht ganz ungestört ausgelebt werden. So machte sich auch Pink Rabbit zum 65. Jahrestag nochmal zu einem letzten Ausflug auf nach Dresden, um den Gedenkweg kritisch zu begleiten. Gemeinsam mit einem Karnevalsnarren, welcher pinkfarbene Papierflieger aus Pink Rabbits Bauchladen verschoss, machten die beiden einen Teil des Gedenkwegs unsicher. An einer weiteren Station des Weges, der Busmannkapelle, wurden außerdem Transparente entrollt, auf denen die Inszenierung Dresdens als Opfer kritisiert wurde und Flyer verteilt.
Die grosse Gedenkveranstaltung 19 Uhr am Neumarkt wurde geräuschvoll unterstützt....
Zum Glockengeläut um 21.45 Uhr sparte der Einsatz eines Laubgebläses das einzelne Auspusten der Kerzen an der Frauenkirche. Durch fröhliches Getröte und "Deutsche Täter_innen sind keine Opfer" Rufe wurden die "Trauernden" recht schnell aggressiv. Die angeblichen Friedensfreunde wurden wieder handgreiflich. Zum Abschluss des Tages gab es ein sehenswertes - und inzwischen schon fast traditionelles - Feuerwerk.
Wir danken allen Antifaschist_innen die ihren Weg nach Dresden gefunden haben und hoffen weiter auf eure Unterstützung. Bis das Gedenken und der Naziaufmarsch endgültig Geschichte sind!
Am Freitag Abend fand unsere Demonstration unter dem Motto „Keine Versöhnung mit Deutschland“ mit etwa 1200-1500 Teilnehmenden statt. Ziel war es, das in Dresden alljährlich stattfindende Gedenken an die „Opfer“ der Luftangriffe vom 13. bis 15. Februar 1945 nicht ohne Kritik stehen zu lassen und darauf hinzuweisen, das es ein Grund für den auch immer wieder stattfindenden Nazi-Großaufmarsch ist. Das Gedenken bietet den Nazis, mit seinem positiven Bezug auf die damalige NS- Bevölkerung Dresdens, inhaltliche Anknüpfungspunkte.
Die Route umfasste mehrere Stationen des für den 13. Februar angekündigten „Dresdner Gedenkwegs“. Damit sollte gleichzeitig eine Kritik am geschichtsfälschenden Konzept des Weges geübt werden. Zu jeweiligen Stationen wurden Beiträge verlesen, die diese thematisierten.
18 Uhr startete die Demonstration am Jorge-Gomondai-Platz und zog mit Sprechchören wie „Deutsche Täter sind keine Opfer“ über den Altmarkt bis zum Dresdner Schlossplatz, auf welchem sie gegen 21 Uhr ankam. Mit Redebeiträgen, einer Schneeballschlacht und einem Konzert der Berliner Electro-Punk-Gruppe „Egotronic“ mit Songs wie „Raven gegen Deutschland“, guter Stimmung und untermalt durch Bengalo-Feuer ging die Demo zu Ende. An dieser Stelle nochmal einen grossen Dank an audiolith für ihren support auch in diesem Jahr.
13. Februar - JLO-Aufmarsch blockiert
Zum ersten mal seit Jahren ist es nicht nur gelungen den Naziaufmarsch zu stören, er konnte in der geplanten Form einfach nicht stattfinden. Schon ab dem frühen Morgen konnten sich tausende Blockierer_innen rund um den Neustädter Bahnhof einfinden und sich ein mehr oder weniger gemütliches Plätzchen auf einer Isomatte suchen. Trotz mehreren Versuchen die Blockaden zu räumen, gelang dies der Polizei nicht. Diverse brennende Barrikaden und kaputte Naziautos und Busse taten ihr übliches zum erfolgreichen Gesamtchaos.
Große Teile der Freien Kräfte sammelten sich allerdings an der Autobahnabfahrt Wilden Mann und konnten einen Demonstrationszug teilweise auch mit Transparenten und Fahnen mit ca. 4000 Nazis durchsetzten. Dieser lief, wie für Dresden leider üblich, fast ohne Polizeibegleitung durch die Stadtteile Trauchau und Hechtviertel. Am Bischofsplatz hatte die Polizei eine Blockade geräumt und so den Weg für die Nazis zum Neustädter Bahnhof freigemacht. Beim Passieren des Platzes kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Antifas und den Nazis.
Kurz vor 17 Uhr war klar den großen alljährlich stattfindenden JLO-Aufmarsch wird es an diesem Tag nicht mehr geben und die 6500 Nazis wurden mit der S-Bahn nach Klotzsche bzw. zum Hauptbahnhof zu ihren Bussen gebracht.
In mindestens neun verschiedenen Städten kam es im Verlauf des Abends zu spontanen Aktionen der Nazis. So randalierten unter anderem in Pirna 400 Nazis in der Innenstadt.
Den politischen Erfolg, Europas größten Naziaufmarsch verhindert zu haben, reklamieren jetzt alle für sich. Oberbürgermeisterin Orosz ist überzeugt die Aktion der Stadt, eine Menschenkette auf der anderen Elbseite weit ab vom Geschehen mit immerhin 10 - 15 000 Teilnehmenden hätte allein durch "ihre Wucht" dafür ausgereicht. Diverse Vertreter_innen vom Bündnis Dresden-Nazifrei! fordern sie hingegen auf, den Erfolg der Blockierer_innen anzuerkennen und sich bei ihnen zu bedanken. In den Medien besteht relative Einigkeit - Dresden hat sich den Nazis entgegengestellt, wahlweise als Festung oder als Wall gegen Rechts - die Stadt wurde gemeinsam gegen das Übel von außen verteidigt.
13. Februar - Der Dresdner Selbstinszenierung kreativ begegnen
Für Dresden war der Umstand das sowohl die Nazis als auch die 12.000 Gegendemonstrant_innen auf der Neustädter Seite waren ein überaus glücklicher. Das Trennungsgebot zwischen Gedenken und den politischen Extremisten ging dahingehend auf. So konnten sie endlich mal wieder in Ruhe gedenken und sich zudem selbstabfeiern, mit ihrem symbolischen Protest in Form der Menschenkette, welche sich schützend um die ganze Altstadt stellen konnte. "Der 13. Februar des Jahres 2010 gehörte wieder den Dresdnern.", so die Sächsische Zeitung am Montag und "Der 13. Februar ist nicht länger nur ein Tag der Trauer, des Gedenkens. Er ist ebenso Tag der Versöhnung, Tag der Toleranz; ein Tag der zeigt, was möglich ist, wenn Menschen zusammenstehen. Dies muss so bleiben. Damit dieser Tag weiter den Dresdnern gehört."
Zum Glück konnte dieses herbeihalluzinierte Idyll nicht ganz ungestört ausgelebt werden. So machte sich auch Pink Rabbit zum 65. Jahrestag nochmal zu einem letzten Ausflug auf nach Dresden, um den Gedenkweg kritisch zu begleiten. Gemeinsam mit einem Karnevalsnarren, welcher pinkfarbene Papierflieger aus Pink Rabbits Bauchladen verschoss, machten die beiden einen Teil des Gedenkwegs unsicher. An einer weiteren Station des Weges, der Busmannkapelle, wurden außerdem Transparente entrollt, auf denen die Inszenierung Dresdens als Opfer kritisiert wurde und Flyer verteilt.
Die grosse Gedenkveranstaltung 19 Uhr am Neumarkt wurde geräuschvoll unterstützt....
Zum Glockengeläut um 21.45 Uhr sparte der Einsatz eines Laubgebläses das einzelne Auspusten der Kerzen an der Frauenkirche. Durch fröhliches Getröte und "Deutsche Täter_innen sind keine Opfer" Rufe wurden die "Trauernden" recht schnell aggressiv. Die angeblichen Friedensfreunde wurden wieder handgreiflich. Zum Abschluss des Tages gab es ein sehenswertes - und inzwischen schon fast traditionelles - Feuerwerk.
Wir danken allen Antifaschist_innen die ihren Weg nach Dresden gefunden haben und hoffen weiter auf eure Unterstützung. Bis das Gedenken und der Naziaufmarsch endgültig Geschichte sind!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
What?!?
interessante Ergänzung
es zeugt von einiger Chuzpe nach einem solchen politischen Offenbarungseid wie dem Eurigen in diesem Jahr so einen Beitrag zu verfassen. Klingt so, als ihr ob ihr es in den letzten Jahren geschafft hättet mit eurer gigantischen Schar der Rechtgläubigen ein Fanal gegen den Dresden Mythos zu setzen. Sorry, ich bin the new kid in town, mir hat man das nicht erzählt. Also bitte ein bißchen weniger Impertinenz und ein wenig Dankbarkeit an die zehntausend Genoss_innen aus nah und fern die euren Job gemacht haben. Und bitte nicht nachträglich versuchen Festzuschreiben No pasarán hätte keine Kritik an dem Dresdner Gedenkspektakel, das lässt sich nämlich mit einem Blick auf der Homepage entkräften und dann steht ihr dumm dar.
Etwas enttäuscht von so wenig Anstand,
Ein Blockierer
No Pasaran hat das Gedenken beeinflusst
Die kontinuierliche Zusammenarbeit von Antifagruppen und dem progressiven Teil der Zivilgesellschaft hat bei letzteren auch zu einer Auseinandersetzung mit dem Opfermythos gefuehrt. Das wiederum hatte Auswirkungen auf den Gesamtdiskurs. Macht doch einfach mal eine Diskursanalyse der Zeitungsartikel zum Thema und lest dabei nicht nur eure Provinzblaeter. Bestes Beispiel ist der Berliner Zeitungs Artikel von Goetz Aly. Solche Positionen bekommt man bestimmt nicht mit "Bomber Harris do it again" Gekreische in die Oeffentlichkeit.
Gedenken?
Niemand braucht venceremos und Co in Dresden. Es hat jetzt ein in der Stadt und der bundesweiten Presse ein weiterer Diskurs ums Gedenken eingesetzt, wo vor allem der bisherige Umgang mit dem 13. Februar in Dresden in der Kritik steht. Das ist ein Erfolg von der geschickten Mobilisierung von No pasarán und Dresden Nazifrei und nicht von irgendwelchen kindischen Kerzenauspustern und Knallern die Knaller zünden.
Burn Your Förmchen!
Inhaltlich hat sich "No Pasaran" im Vorfeld durchaus kritisch mit dem 'Gedenken' befasst und auch geäussert. Dies war ein mitentscheidender Grund, warum sich auch viele GenossInnen aus dem "Keine Versöhnung..."-VK bzw. aus explizit nicht dem "No Pasaran"-Bündnis zugehörigen Zusammenhängen entschlossen haben, sich wie auch immer solidarisch an den antifaschistischen Aktionen innerhalb des zuvor formulierten Blockaden-Konsens zu beteiligen. Ohne dieses gegenseitig bezugnehmende Handeln wäre der Tag nicht so verlaufen wie er es ist.
Eine Betrachtung des nach dem 13.02. einsetzenden Mediendiskurses zeigt allerdings, dass eine Kritik am 'Gedenken' kaum nach aussen transportiert werden konnte. Als eigener Schwerpunkt von "No Pasaran" bzw. "Dresden Nazifrei" lässt sich eher ein Bemühen erkennen, den verhinderten Nazi-Trauermarsch nicht der albernen Menschenkette in der Altstadt und OB Orosz gutschreiben zu lassen. Dieses Anliegen ist berechtigt, übergeht in der bisherigen Argumentation aber den Umstand, dass bürgerliche Kreise jetzt jubeln und sich darüber freuen, dass mit dieser Menschenkette nicht nur der Nazi-Trauermarsch verhindert wurde (was falsch ist), sondern gleichzeitig den DresdenerInnen es erstmals wieder möglich war, ihr kollektives 'Gedenken' zu zelebrieren (was richtig ist) - und dieses gleichzeitig auch noch antifaschistisch umzudeuten. Überprüfen sollte "No Pasaran" in diesem Zusammenhang auch die Verlautbarungen von BündnispartnerInnen von "Dresden Nazifrei". Insbesondere aus Partei- und parteinahen Kreisen werden mit Sicherheit noch unerfreuliche Äusserungen zu vernehmen sein, Mathias Brodkorb (MdL MV, SPD) von "Endstation Rechts" hat da bereits vorgelegt.
Insofern ist Kritik an der nicht mehr wahrnehmbaren 'Gedenken'-Kritik erlaubt. Auffallend ist allerdings, dass Selbstkritik dagegen nicht zu den größten Stärken des "Keine Versöhnung..."-VKs gehört. Wie selbstverständlich werden die erfolgreichen Blockaden hingenommen, und dabei ausser Acht gelassen, dass es ein steiniger Weg dorthin war, wobei sehr viele dieser Steine aus den vergangenen Jahren resultierten, in dem vornehmlich aus dem Venceremos-Umfeld mit Provokation, Polemik und plakativen Symbolen Politik betrieben wurde, die bisweilen wenig reflektiertes politisches Denken vermuten ließen.
Zu hoffen bleibt, dass die Zukunft in eine Richtung verläuft, in dem "No Pasaran" eine konstant wahrnehmbare inhaltliche Kritik miteinbezieht und vielleicht auch noch die Frage klärt, ob die Jubelmeldung "Dresden blieb Nazifrei" auf
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Ihr nervt — DDler
Titel — Dein name
wie ein schlechter werbespot — 12:45
Nicht zu fassen — Afa_Berlin
ist — egal