Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Kommentar, ein Diskussionsbeitrag oder eine Stellungnahme einer Gruppe reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein umfassendes Infoportal incl. Forum für die Verlautbarungen politischer Gruppen anzubieten. Indymedia will ein Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Indymedia will nicht als virtueller Flugblattständer für die Verbreitung, Kritik und Diskussion konkurrierender teilweise dogmatischer Ideologien herhalten. Das Veröffentlichen von Gruppenstellungnahmen und Flugblatttext gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen darüber, warum sich Indymedia nicht zum Diskutieren von politischen Texten eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Online-Diskussionsforen.
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Das Gedenken ist das Übel!
Geschichtsrevisionismus in Dresden angegriffen!
Der Naziaufmarsch in Dresden wurde heute erstmalig verhindert. Das ist auch gut so.
Dennoch ist es auch wichtig das bürgerliche Gedenken und seinen Geschichtsrevisionismus anzugreifen.
Nicht nur von den Nazis, sondern vor allem von der Dresdner Trauergemeinde werden die deutschen TäterInnen des Nationalsozialismus als Opfer bagatellisiert. In allen Gedenkfeierlichkeiten rund um den 13.Februar wurde die Gleichsetzung von NS und DDR skandiert und damit der Holocaust verharmlost und seine Opfer, wie Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte, verpönt.
Deshalb haben wir und andere heute auf vielfältige Art und Weise die Gedenkfeierlichkeiten gestört.
Der Naziaufmarsch in Dresden wurde heute erstmalig verhindert. Das ist auch gut so.
Dennoch ist es auch wichtig das bürgerliche Gedenken und seinen Geschichtsrevisionismus anzugreifen.
Nicht nur von den Nazis, sondern vor allem von der Dresdner Trauergemeinde werden die deutschen TäterInnen des Nationalsozialismus als Opfer bagatellisiert. In allen Gedenkfeierlichkeiten rund um den 13.Februar wurde die Gleichsetzung von NS und DDR skandiert und damit der Holocaust verharmlost und seine Opfer, wie Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte, verpönt.
Deshalb haben wir und andere heute auf vielfältige Art und Weise die Gedenkfeierlichkeiten gestört.
Geschichtsrevisionismus in Dresden angegriffen!
Der Naziaufmarsch in Dresden wurde heute erstmalig verhindert. Das ist auch gut so.
Dennoch ist es auch wichtig das bürgerliche Gedenken und seinen Geschichtsrevisionismus anzugreifen.
Nicht nur von den Nazis, sondern vor allem von der Dresdner Trauergemeinde werden die deutschen TäterInnen des Nationalsozialismus als Opfer bagatellisiert. In allen Gedenkfeierlichkeiten rund um den 13.Februar wurde die Gleichsetzung von NS und DDR skandiert und damit der Holocaust verharmlost und seine Opfer, wie Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte, verpönt.
Deshalb haben wir und andere heute auf vielfältige Art und Weise die Gedenkfeierlichkeiten gestört. So gab es beim Gedenkweg Konfetti und Bonbons für die Trauernden und Pink Rabbit flog in einem Flugzeug an ihnen vorbei. Die geschichtsrevisionistischen Reden wurden durch Parolen, Tröten und Transpis mit Aufschriften wie „Dresden – ein Wintermärchen. Ohne uns!“ gestört.
Bei der Veranstaltung „Wahrhaftig Erinnern – Versöhnt leben“ an der Frauenkirche wurden die redenschwingenden Gedenkenden unterbrochen von Trillern, Pfiffen und Parolen wie „Deutsche Täter sind keine Opfer“.
Auch beim jährlichen Glockengeläute kurz vor 22Uhr waren wir aktiv. Die Opferkerzen haben wir flächendeckend ausgepustet und das auch auf einem Transparent vor der Frauenkirche begründet: „Nie wieder Deutschland“. Begleitet wurde unser Spektakel mit Feuerwerk über der Altstadt.
Die Bullen versuchten natürlich uns soweit es ging an unseren Aktionen zu behindern. Wenn das mal nicht ausgereicht hat, hat der Bürgermob sich in Selbstjustiz geübt: Sie griffen uns und die anderen KritikerInnen an und versuchten mit allen Mitteln ihr Gedenken zu verteidigen. Dabei fielen so aussagekräftige Sätze wie: „Euch brauchen wir hier nicht“ oder „Was haben sie denn für eine Sprache? Sie sprechen gar nicht wie ein richtiger Deutscher!“.
Diese Reaktionen zeigen einmal mehr, dass die DresdnerInnen beim Heulen gerne unter sich sind und sich bei ihrer Interpretation der Geschichte nicht reinreden lassen wollen.
Genau deswegen werden wir ihren auch nächstes Jahr wieder reinreden und ihr Gedenken stören!
Denn auch, wenn sich am Protest an den Nazis was getan hat, können die DresdnerInnen immer noch ihrem Opfermythos frönen, wenn wir sie nicht daran hindern.
Der Naziaufmarsch in Dresden wurde heute erstmalig verhindert. Das ist auch gut so.
Dennoch ist es auch wichtig das bürgerliche Gedenken und seinen Geschichtsrevisionismus anzugreifen.
Nicht nur von den Nazis, sondern vor allem von der Dresdner Trauergemeinde werden die deutschen TäterInnen des Nationalsozialismus als Opfer bagatellisiert. In allen Gedenkfeierlichkeiten rund um den 13.Februar wurde die Gleichsetzung von NS und DDR skandiert und damit der Holocaust verharmlost und seine Opfer, wie Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte, verpönt.
Deshalb haben wir und andere heute auf vielfältige Art und Weise die Gedenkfeierlichkeiten gestört. So gab es beim Gedenkweg Konfetti und Bonbons für die Trauernden und Pink Rabbit flog in einem Flugzeug an ihnen vorbei. Die geschichtsrevisionistischen Reden wurden durch Parolen, Tröten und Transpis mit Aufschriften wie „Dresden – ein Wintermärchen. Ohne uns!“ gestört.
Bei der Veranstaltung „Wahrhaftig Erinnern – Versöhnt leben“ an der Frauenkirche wurden die redenschwingenden Gedenkenden unterbrochen von Trillern, Pfiffen und Parolen wie „Deutsche Täter sind keine Opfer“.
Auch beim jährlichen Glockengeläute kurz vor 22Uhr waren wir aktiv. Die Opferkerzen haben wir flächendeckend ausgepustet und das auch auf einem Transparent vor der Frauenkirche begründet: „Nie wieder Deutschland“. Begleitet wurde unser Spektakel mit Feuerwerk über der Altstadt.
Die Bullen versuchten natürlich uns soweit es ging an unseren Aktionen zu behindern. Wenn das mal nicht ausgereicht hat, hat der Bürgermob sich in Selbstjustiz geübt: Sie griffen uns und die anderen KritikerInnen an und versuchten mit allen Mitteln ihr Gedenken zu verteidigen. Dabei fielen so aussagekräftige Sätze wie: „Euch brauchen wir hier nicht“ oder „Was haben sie denn für eine Sprache? Sie sprechen gar nicht wie ein richtiger Deutscher!“.
Diese Reaktionen zeigen einmal mehr, dass die DresdnerInnen beim Heulen gerne unter sich sind und sich bei ihrer Interpretation der Geschichte nicht reinreden lassen wollen.
Genau deswegen werden wir ihren auch nächstes Jahr wieder reinreden und ihr Gedenken stören!
Denn auch, wenn sich am Protest an den Nazis was getan hat, können die DresdnerInnen immer noch ihrem Opfermythos frönen, wenn wir sie nicht daran hindern.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Fotos vom 13. Februar 2010 aus Dresden
Video Blockade Hansastraße
Redebeitrag der antifa [f]...
Dresden, am Vorabend des 65. Jahrestags seiner Bombardierung – und uns wird einiges geboten an diesem Wochenende:
Europas größte Nazidemonstration betrauert den angeblichen „Bombenholocaust“, bundesweit angereiste Deutsche samt internationaler Prominenz betrauern das vermeintlich unnötige Bombardement. Und außerdem ist alles voll von Antifaschistinnen und ...naja... von Bullen halt.
Zwar sind die Nazis bei eigentlich allen irgendwie unerwünscht, aber das staatsbürgerliche Problembewusstsein endet, wo normale Deutsche die „unverhältnismäßige Rache“ der Alliierten betrauern und –geradezu gönnerhaft– die Bombenopfer des britischen Coventry mit denen des nationalsozialistischen Dresden gleichsetzen.
Unser Einsatz dabei ist erst einmal unkompliziert: Die Nazis sind am 13. Februar in Dresden zwar die widerlichste Veranstaltung, die es möglichst zu verhindern gilt – aber die bürgerliche Trauerei verdient nicht weniger Aufmerksamkeit; steht sie doch für eine nationalistische Deutung der Geschichte mit Mehrwert für das moderne Deutschland.
Schon lange wird die Wandlung der Deutschen von Tätern zu Opfern als „Geschichtsrevisionismus“ geoutet und damit radikale Deutschlandkritik betrieben. Eine angemessene Antwort auf die Guido-Knoppisierung der Geschichte.
Dabei aber blieb ein entscheidender Punkt unterbelichtet. Nämlich die Tatsache dass „Das geläuterte Deutschland“ keine dreiste Propaganda mehr ist – sondern mittlerweile weithin anerkannter Status dieses Landes.
Deutschland wird dadurch nicht besser oder weniger abschaffenswert; aber die Hürde für eine linksradikale Kritik an Deutschland und seiner Geschichtsschreibung hat sich nach oben verschoben.
Das Selbstbild Deutschlands beruht nicht mehr auf Leugnung, sondern auf selbstbewusster Anerkennung seiner Opfer – und der deutschen Opfer gleich mit. So ist die bequeme Situation entstanden, Versöhnung empfangen und gleichzeitig Versöhnung spendieren zu können.
Natürlich findet dieser Prozess nicht ohne Widersprüche statt: Zu oft zehren die traurigen Deutschen an der Frauenkirche noch von Trotz, Lügen und krasser Verharmlosung – Nazis sind sie trotzdem nicht.
Die Behauptung, man habe unter Hitler wenigstens sicher die Straße überqueren können, haben sie –eigentlich– nicht mehr nötig: Eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus müssen sie nicht mehr scheuen, entlang der nationalen Bedürfnisse wird sie sogar forciert. Was bleibt, ist die relativierende Interpretation.
Doch diesem Relativismus können aus linksradikaler Perspektive kaum „historisch richtigere“ Fakten entgegengesetzt werden – die Fakten sind bekannt. Und der Schwarz-Rot-Goldene Weltmeisterlack kann mit dem Verweis auf die beispiellose Dimension des Nationalsozialismus nicht mehr zerkratzt werden.
Wenn wir uns dieser Tatsache nicht stellen, haben wir antifaschistischem Nationalismus und einer modernen Inszenierung der nationalen Geschichte nichts entgegen zu setzen.
Das müssen wir aber. Denn Ex-Kanzler Schröder deutet den Sieg der Alliierten als „Sieg für Deutschland“ und Kriege werden längst nicht mehr trotz, sondern wegen Auschwitz geführt. Das ist moderne deutsche Geschichtsschreibung – und sie funktioniert bestens: Mit Chirac am D-Day, mit Obama an der Siegessäule, mit Peres am Holocaust-Gedenktag – und beim Sohn eines britischen Bomberpiloten, der das neue Kreuz für die Frauenkirche gebastelt hat.
Deshalb bringt es übrigens auch nichts, die alliierte Feindschaft gegenüber Deutschland wiederbeleben zu wollen. Frankreich, England, die USA und sogar Polen reihen sich guter Dinge ein in die Reihe der Deutschlandfreunde. Alliiertenfahnen sind keine Symbole der Kritik. Es sind Symbole der Freunde Deutschlands und sind auf einer Demo gegen deutschen Nationalismus fehl am Platze.
Der Verweis auf „Geschichtsrevisionismus“ geht daneben, wo Geschichte ständig neu geschrieben wird. Stattdessen geht es um die Kritik eines konkreten nationalen Projekts, das die Geschichte zur Legitimation benutzt. Es geht um eine Kritik daran, dass die nationale Inszenierung der Geschichte auf die Schaffung einer falschen Kollektivität zielt. Eines Kollektives, das seinen Zusammenhalt wesentlich beweist in der brutalen Auseinandersetzung mit inneren und äußeren Störenfrieden; Störenfrieden, die den Weg zum Erfolg auf dem kapitalistischen Weltmarkt gefährden. Und das sind nicht „die Alliierten“, sondern störend für den Standort sind Migrantinnen aus Afrika, sind „Heuschrecken“ aus den USA und tendenziell alle anderen Nationalstaaten mit denen Deutschland konkurriert.
Natürlich geht es schlimmer: Genug Menschen, Bewegungen oder Staaten haben Ideen und Ziele, die weit hinter die gegenseitige Anerkennung als Konkurrentin zurückfallen. Kommunistinnen sind ihre unversöhnlichen Gegnerinnen.
Daneben muss es uns aber darum gehen, die Unmenschlichkeit auf der Welt – und auch die deutsche Geschichtsschreibung – nicht nur in ihren Zuspitzungen anzugehen, nicht nur in ihren Exzessen. Das bleibt immer richtig, es muss uns aber auch um die Unmenschlichkeit des Normalzustand, es muss ...tada... ums Ganze gehen.
Wir müssen die Deutschen bei ihren besten Argumenten packen. Wir müssen der nationalen Inszenierung der Geschichte auch dann entgegentreten, wenn sie den Nationalsozialismus nicht verleugnet; oder wenn Deutschland hinter bürgerliche Maßstäbe zurückfällt – wir müssen Deutschland auch dann entgegen treten, wenn es bürgerlichen Maßstäben einfach nur entspricht. Denn für Kommunistinnen bleiben die Bedingungen von Staat, Nation und Kapital _ doch irgendwie immer Scheiße.
Das heißt für dieses Wochenende: Nazis angreifen, Kerzen austreten, Dresden abwracken.
Fotos
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Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
egal — egal
anstatt dauernd über drogen zu faseln — moderatore
? — ich
watdenn du scheisser — immer
bitte keine kritik! — aktivist
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